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  • Fidschi stellt alle Banknoten auf Polymer um

    Am 2. Dezember 2025 stellte der Präsident von Fidschi, Ratu Naiqama Lalabalavu, offiziell die neue Serie von Polymerbanknoten vor. In seiner Ansprache erklärte der Präsident, dass dies „ein greifbares Symbol für den Fortschritt bei der Verwirklichung unserer gemeinsamen nationalen Vision von Fortschritt, Wohlstand und Einheit sei. Fortschritt durch die Enthüllung unserer neuen Banknotenserie mit neuen Designs, Wohlstand, da die Währung bei effektiver Verwaltung ein Symbol unserer Souveränität ist, und Einheit durch gemeinsames Eigentum und Stolz.“ Er betonte ferner die wichtige Rolle der Reserve Bank of Fiji (RBF) bei der umsichtigen Steuerung der Wirtschaft und die bedeutende Verbindung zu ihrer Währungsfunktion. „Was wir heute feiern, ist nicht nur die Druckfarbe und das neue Design, sondern auch, dass der Wert des fidschianischen Dollars, ob auf Papier oder Polymer gedruckt, stark ist und die Stärke unserer Wirtschaft widerspiegelt“, bemerkte er. Die neue Banknotenserie weist neue Gestaltungen auf den Rückseiten auf, behält jedoch die gleichen Grundfarben und die bestehenden Vignetten auf der Vorderseite bei, die die Flora und Fauna Fidschis zeigen. Sie enthalten neue Vignetten, die die Identität Fidschis als Nation, seine Bevölkerung, seine Ressourcen und sein nationales Erbe hervorheben sollen. Ein wesentliches Merkmal ist die Umstellung aller Banknoten auf Polymer, ähnlich wie bei der aktuellen 5-Dollars-Banknote. Auf der Vorderseite der 5-Dollars-Note ist ein Kulawai (Rotkehl-Lorikeet) zu sehen, der auf einem Ast sitzt. Der Kulawai ist ein vom Aussterben bedrohter Vogel, der nur auf Fidschi vorkommt. Auf der Rückseite ist nun eine vom Aussterben bedrohte Schildkröte zu sehen, die nur in den Gewässern Fidschis zu finden ist, die Vonu Dina (Grüne Meeresschildkröte). Sie ist die einzige pflanzenfressende Meeresschildkrötenart, die sich hauptsächlich von Seegras und Algen ernährt. Die Banknote hat eine Größe von 136 x 67 mm. Auf der Vorderseite der 10-Dollars-Note ist der Beli abgebildet, auch bekannt als Fidschi-Süßwassergrundel, eine kleine, endemische Fischart aus den Flüssen und Bächen Fidschis. Die Rückseite zeigt nun Kinder, die Mangroven entlang der Küste pflanzen, ein Symbol für eine Zukunft, die sich dem Schutz und der Wiederherstellung der Mangroven verschrieben hat. Mangroven sind Umwelthelden, die Kohlenstoff aus der Atmosphäre binden und so zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen. Die Banknote hat eine Größe von 141 x 67 mm. Auf der Vorderseite der 20-Dollars-Note ist der Kacau ni Gau (Fidschi-Sturmvogel) abgebildet, ein äußerst seltener, vom Aussterben bedrohter Seevogel, der nur auf Fidschi heimisch ist. Nur noch wenige Exemplare dieser Vogelart leben auf der Insel Gau. Auf der Rückseite ist nun das RBF-Gebäude in der Hauptstadt Suva zu sehen. Die Banknote hat eine Größe von 146 x 67 mm. Auf der Vorderseite der 50-Dollars-Banknote ist die seltene Nationalblume Fidschis, die Tagimoucia, abgebildet, die für ihre auffälligen purpurroten und weißen Blüten bekannt ist, die in langen Trauben hängen und ausschließlich im Hochland der Insel Taveuni in über 600 m Höhe wachsen. Auf der Rückseite ist nun eine Girmitiya-Frau mit dem Schiff „Leonidas” im Hintergrund zu sehen. Die Leonidas war das erste Schiff, das 1879 die Girmitiyas, indische Vertragsarbeiter aus dem damaligen Britisch-Indien, nach Fidschi transportierte, um auf Zuckerrohrplantagen zu arbeiten. Die Banknote hat eine Größe von 151 x 67 mm. Auf der Vorderseite der 100-Dollars-Note ist die Nanai (Fidschi-Zikade) abgebildet, die für ihr seltenes, alle acht Jahre stattfindendes synchrones Erscheinen aus dem Untergrund bekannt ist und in der fidschianischen Kultur Frieden und Wiedergeburt symbolisiert. Auf der Rückseite ist nun ein i-Taukei-Mann, ein indigener Fidschianer, in traditioneller Kleidung mit einer Bilo (Schale) Kava abgebildet. Kava ist ein fester Bestandteil der i-Taukei-Kultur und wird rituell im Rahmen traditioneller Zeremonien getrunken, um Besucher willkommen zu heißen, Konflikte zu lösen und Frieden zu stiften. Kava gilt als Nationalgetränk Fidschis und wird heute häufig bei zwanglosen gesellschaftlichen Zusammenkünften getrunken. Die Banknote hat eine Größe von 156 x 67 mm. Die neue Serie wurde von Crane Currency aus Malta auf dem Guardian™-Polymersubstrat gedruckt. Damit hat die RBF zum ersten Mal einen neuen Banknotenlieferanten beauftragt. Für die Serie sind die Ersatznoten mit Präfix ZZ gekennzeichnet. Die Sicherheitsmerkmale der neuen Polymerbanknoten Fidschis umfassen: Taktile Markierungen: Erhabene Streifen entlang der kurzen Seiten der Banknoten. Die Anzahl der erhabenen Streifen nimmt mit dem Nennwert zu. Taktile Punkte: Auf der Rückseite der Banknoten befinden sich erhabene Punkte für Sehbehinderte, deren Anzahl mit dem Nennwert zunimmt. Klare Fenster: Transparente Fenster mit Farbwechsel-Effekten. Verstecktes Bild: Das Bildnis eines i-Taukei-Mannes erscheint, wenn eine Banknote gegen starkes Licht gehalten wird. Dreidimensionaler Streifen: Ein Sicherheitsstreifen mit dem Staatswappen Fidschis, der erscheint und verschwindet, wenn die Banknote gekippt wird. Yaqona-Blätter (Kava-Blätter) schimmern in der Mitte des Streifens, wobei vermeintlich Wassertropfen auf der Oberfläche erscheinen. Diese Yaqona-Blätter sind auch auf der Rückseite jeder Banknote zu sehen. Am unteren Ende des Streifens ist ein Tanoa (eine hölzerne Kava-Schale auf sechs Beinen) zu sehen. Fluoreszenz: Jede Banknote ist außerdem mit UV-Sicherheitsmerkmalen versehen. Mikrotext: Auf den Banknoten ist außerdem verschiedene Mikrotexte mit den Nennwerten der Banknoten zu finden. Die neuen Banknoten werden ab dem 2. Januar 2026 in Umlauf gebracht. Die Banknoten im aktuellen Design werden schrittweise aus dem Umlauf genommen und am 31. Dezember 2026 für ungültig erklärt. Obwohl das offizielle Erscheinungsdatum der 2. Januar 2026 ist, hat die RBF sofort mit dem Verkauf ihrer numismatischen Sammlerbanknoten (reguläre, Ersatz- und signierte Banknoten) an Sammler und Händler begonnen. Muster, Einzelbanknoten und Sets in Mappen sowie ungeschnittene Blöcke/Bogen können über den Online-Numismatik-Shop der Reserve Bank erworben werden. Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • Aus privaten Sammlungen: 10 Centavos von Kap Verde aus dem Jahr 1923

    Kap Verde oder offiziell die Republik Cabo Verde ist ein Inselstaat und Archipel im zentralen Atlantik vor der Küste Westafrikas. Sie besteht aus zehn Vulkaninseln mit einer Gesamtfläche von etwa 4033 Quadratkilometern. Die Inseln liegen zwischen 600 und 850 Kilometer westlich von Cap-Vert, dem westlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents, nach dem das Land benannt ist. Kap Verde gehört zusammen mit den Azoren, den Kanarischen Inseln, Madeira und den Sebaldsinseln zur makaronesischen biogeografischen Region. Der Archipel war bis zum 15. Jahrhundert unbewohnt, als portugiesische Entdecker die Inseln besiedelten und eine der ersten europäischen Siedlungen in den Tropen gründeten. Aufgrund seiner strategischen Lage spielte er im 16. und 17. Jahrhundert eine bedeutende Rolle im transatlantischen Sklavenhandel. Die Inseln erlebten ein rasantes Wirtschaftswachstum, das durch den Handel mit Industriegütern, Rum und Stoffen gegen afrikanische Sklaven, Elfenbein und Gold angetrieben wurde. Mitte des 19. Jahrhunderts führten zunehmende ausländische Konkurrenz, anhaltende Dürre und der Rückgang des Sklavenhandels zu wirtschaftlichem Niedergang und Auswanderung. Das Land erholte sich allmählich als wichtiges Handelszentrum und Zwischenstation für bedeutende Schifffahrtsrouten. Kap Verde erlangte 1975 die Unabhängigkeit. Seit Anfang der 1990er Jahre ist sie eine stabile repräsentative Demokratie und bleibt eines der am weitesten entwickelten und demokratischsten Länder Afrikas. Die „Banco Nacional Ultramarino“ (BNU) (Nationale Übersee-Bank) wurde 1864 in Lissabon als die private Emissionsbank für die portugiesischen Überseegebiete gegründet. Im Laufe der Zeit gab die BNU Banknoten in Angola, Kap Verde, Macau, Mosambik, Portugiesisch-Guinea, Portugiesisch-Indien, São Tomé und Príncipe sowie Timor aus. Die BNU eröffnete im Oktober 1875 ihre erste Niederlassung in Praia auf der Insel São Tiago. Die ersten speziell für die Ausgabe in Kap Verde gedruckten Banknoten kamen 1897 in Umlauf und waren auf Real/Reais (portugiesisch „Real/Réis“) lautend. Portugal änderte 1911 den Namen seiner Währung in Escudo, wobei 1 Escudo = 1000 Reais = 100 Centavos entsprach. Centavos-Banknoten mit geringem Nennwert wurden in London für den Gebrauch in den portugiesischen Kolonien hergestellt und vor der Ausgabe auf der Vorderseite mit dem Standort der Zweigstelle überdruckt, um ihre Verbreitung auf ein bestimmtes Land zu beschränken. Diese Banknoten waren von 1914 bis in die 1920er Jahre im Umlauf. Im Jahr 1923 wurden einige 10- und 50-Centavo-Scheine mit dem Aufdruck „CABO VERDE“ auf bereits für Mosambik überdruckten Scheinen versehen. Hier vorgestellt ist einer der 500.000 10-Centavos-Scheine, die derart "umgewidmet" und in Kap Verde ausgegeben wurden. Objekttyp: Banknote Sammlung: Karl Köhler Authentizität: Original Land/Region/Ort: Cabo Verde (Kap Verde) Emittent: Banco Nacional Ultramarino Nominal: 10 Centavos Datierung: 5 de Novembro de 1914 (05.11.1914) (1923 ausgegeben) Vorderseite: Lavendelfarbenes Design auf mehrfarbigem Hintergrund. Text in Portugiesisch. Oben „BANCO NACIONAL ULTRAMARINO“ darunter der Überdruck „CABO VERDE“ über dem Überdruck „LOURENÇO MARQUES“ (dem früheren Namen von Maputo, der Hauptstadt Mosambiks, was zeigt, dass für Mosambik hergestellte Banknoten für die Verwendung in Kap Verde überdruckt wurden), darunter „DEZ CENTAVOS“ (10 Centavos), darunter „MOEDA CORRENTE“ (gesetzliches Zahlungsmittel), in der Mitte rechts das portugiesische Staatswappen. Unten in der Mitte das offizielle grüne Siegel der BNU mit einem Dampfschiff mit zwei Schornsteinen auf See, umgeben vom Namen der Bank und den Worten „COLONIAS, COMMERCIO, AGRICULTURA“ (Kolonien, Handel, Landwirtschaft). Der Nennwert erscheint in allen vier Ecken sowie in der Mitte links in einem kreisförmigen Guilloche-Muster. Auf der gesamten Vorderseite befinden sich verschiedene Guilloche- und Ziermuster. Druckerimpressum in der Mitte ganz unten. Rückseite: Blaue Druckfarbe auf grün-gelblichem Hintergrund. Eine allegorische Figur einer Frau, die auf das Meer blickt, sitzt neben einem Anker, Seilen und Ketten. Auf dem Meer sind ein Dampfschiff und ein kleines Segelboot zu sehen. Der Nennwert ist in der Mitte rechts und links angegeben. Verschiedene Guilloche- und Ziermuster sind zu sehen. Druckerimpressum in der Mitte ganz unten. Unterschriften: Manuel Carlos de Freúas Alzina (O VICE-GOVERNADOR) and Luiz Dioga da Silva (O GOVERNADOR) Material: Papier ohne Wasserzeichen Druck: Bradbury, Wilkinson & Co., London Format: 122 mm x 72 mm Nummerierung: A3,740,793 Zitate: B129 ( The Banknote Book : Cape Verde, Owen W. Linzmayer). Cape Verde 20 (Standard Catalog of World Paper Money, General Issues 1368-1960, 16th Edition). Donald Ludwig Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com .

  • Geldscheine fachgerecht restaurieren

    Jeder Sammler hat sich beim Anblick eines stark gebrauchten, verschmutzen und zerrissenen Geldscheins sicher schon einmal gefragt: Kann der Zustand des Scheins verbessert werden?   Selbermachen liegt im Trend, Deutschland ist das Land der Baumärkte. In der Sammlerliteratur werden diverse Methoden und Anwendungen genannt, wie verschmutze Geldscheine gereinigt oder zerrissene Scheine repariert werden können [1] . Um diese Hausmittel und ihre Wirksamkeit soll es vorliegend nicht gehen, sondern darum zu überlegen, ob eine fachgerechte Restaurierung des Scheines in Frage kommt. Fachgerecht bedeutet: Durch einen auf Papier- und Buchrestaurierung spezialisierten Fachbetrieb. Was viele vermutlich nicht wissen: Konservierung und Papierrestaurierung ist ein Studiengang, der etwa an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart angeboten wird [2] .   Bei einer fachgerechten Restaurierung geht es darum, den Erhaltungszustand nachhaltig zu stabilisieren und zu verbessern, ohne die Authentizität des Scheines zu verändern. Kurz gesagt: Den Schein zu erhalten, ohne ihn zu schönen oder zu verfremden. Dieser Ansatz bestimmt den Umfang und die Grenzen einer fachgerechten Restaurierung, und sollte auch die Erwartungshaltung des Sammlers bestimmen, was er von einer solchen Restaurierung erwarten kann: Jedenfalls nicht, eine mehrfach eingerissene und verschmutzte Banknote in den Erhaltungszustand „leicht gebraucht“ zurückführen zu können.   Restaurierungen werden von Sammlern oft kritisch gesehen, was sicher auch damit zu tun hat, dass das Waschen und Bügeln von Geldscheinen lange Zeit in Sammlerkreisen üblich war (und in manchen Ländern leider heute noch ist), und derart behandelte Scheine nicht nur an Authentizität einbüßen, sondern möglicherweise auch noch Schaden nehmen. Fest steht aber auch, dass eine Restaurierung den weiteren Verfall eines Geldscheins aufhalten und den Zustand sammelwürdig konservieren kann.   Wer überlegt, einen Geldschein fachgerecht restaurieren zu lassen, sollte zunächst die folgenden Überlegungen anstellen:   Warum restaurieren? Eine fachgerechte Restaurierung kann einen weiteren Verfall des Papiers etwa infolge von Schmutz, fetthaltigen Flecken und unsachgemäßem Klebeband aufhalten. Sie kann auch den optischen Gesamteindruck des Scheins deutlich verbessern, so dass dieser sich in der Sammlung ansprechend präsentiert. Lohnt es sich? Restaurierung ist aufwändige Handarbeit. Diese ist mit den üblichen Stundensätzen des qualifizierten Handwerks zu vergüten. Der Preis für die eingesetzten Materialien ist zu vernachlässigen. Je nach Restaurierungsbedarf sind mehrere Arbeitsstunden pro Schein anzusetzen. Im Ergebnis lohnt eine fachgerechte Restaurierung in der Regel nur bei seltenen oder teuren Scheinen. Wer soll tätig werden? Expertise bei der Restaurierung ist erste Wahl. Durch eine fachgerechte Restaurierung werden keine irreversiblen Eingriffe in den Zustand des Geldscheins vorgenommen, und keine Ursachen für Folgeschäden gesetzt, etwa durch die Verwendung ungeeigneter Chemikalien. Die Spuren einer Restaurierung können ohne Schäden am Geldschein rückgängig gemacht werden. Bei der Wahrheit bleiben! Eine restaurierte defekte Banknote bleibt eine Banknote mit - restaurierten – Defekten. Nach den IBNS Grading Standards for World Paper Money müssen Defekte bei der Beschreibung einer Banknote im Rahmen der Erhaltungsbestimmung beim Grading oder Verkauf immer angeben werden. Dieselben Anforderungen muss man an Katalogbeschreibungen von Auktionsshäusern stellen.   Bei seiner Arbeit wird ein Restaurator oder eine Restauratorin strukturiert, behutsam und schrittweise vorgehen. Die nachfolgenden Bilder geben hierfür ein anschauliches Beispiel [3] : Staatspapiergeld Österreich, 50 Gulden vom 25.8.1866 (Richter 140, Kodnar/Künstner 103, Pick A152) – Erhaltung stark gebraucht, mit Verschmutzungen, Löchern und Einrissen, früher bereits einmal teilweise restauriert gewesen. Behutsame Trockenreinigung, Beseitigung oberflächlicher Verschmutzungen. Beseitigung von Kleberückständen und Spuren früherer Restaurierungen.   Ergänzung von Fehlstellen mit speziellem Restaurier-Faserstoff.   Schließen von Rissen mit dünnem Japanpapier.   Das Ergebnis: Ein optisch präsentabler, stabiler Schein, bereit für das Album. Arbeitsaufwand des Restaurators: ca. 7 Arbeitsstunden.   Überzeugt das Ergebnis? Wer mit der Erwartungshaltung gestartet ist, den „alten Lappen“ auf das Niveau „fast kassenfrisch“ zu bringen, wird sicher enttäuscht sein. Wer jedoch die Verbesserung des Gesamteindrucks und vor allem die nachhaltige Stabilisierung des Erhaltungszustands der Banknote als werterhaltend ansieht, wird die Kosten der Restaurierung in diesem Fall für gut angelegtes Geld halten.   Meinung und Kommentare sind willkommen! Dr. Sven Gerhard Anmerkungen Etwa bei Pick, Papiergeld Lexikon, München 1978 Stichworte „Reinigen von Geldscheinen“ und „Reparieren“, oder bei Grabowski/Mehlhausen, Handbuch Geldscheinsammeln unter „Reinigung und Pflege von Geldscheinen“ S. 174 ff. https://www.abk-stuttgart.de/studienangebot/papierrestaurierung/ Die Restaurierung wurde durch die Werkstatt für Buch- und Papierrestaurierung Matthias Raum in Römerstein durchgeführt.

  • Aus alten Zeitungen: Banknoten-Krieg in Zaire

    Gefunden in: " Der Spiegel" Nr. 5 vom 31. Januar 1993 Abb. 1: Banque du Zaire, 01-10-1992, 5.000.000 Zaire, Vorderseite. Abb. 2: Banque du Zaire, 01-10-1992, 5.000.000 Zaire, Rückseite. Banknoten-Krieg in Zaire Eine neue Banknote mit dem Kopf des Präsidenten Mobutu löste in Zaires Hauptstadt Kinshasa blutige Unruhen aus. Armee-Einheiten begannen zu rauben und zu plündern, nachdem ihnen ihr Sold in den neuen Fünf-Millionen-Zaire-Scheinen (Wert etwa zwei US-Dollar) ausgezahlt worden war. Denn die Geschäftsleute des mittelafrikanischen Staates weigerten sich, die Banknoten anzuerkennen. Hintergrund: Die machtlose Interimsregierung unter Premierminister Etienne Tshisekedi hatte das neue Papiergeld für ungültig erklärt, weil der Diktator Mobutu die Noten unberechtigt in Umlauf gebracht habe. Mobutu beherrscht Zaire (37 Millionen Einwohner) seit 1965. Unter einheimischem und internationalem Druck mußte er ein Übergangsparlament zulassen, kontrolliert jedoch weiterhin die Wirtschaft, besonders die Zentralbank, und die Streitkräfte. Auch ein Massenstreik konnte den Diktator nicht stürzen. Am vergangenen Freitag landeten französische Spezialeinheiten im Nachbarland Kongo-Brazzaville und setzten nach Kinshasa über, um französische Staatsbürger in Sicherheit zu bringen. Beim Amoklauf der Zaire-Truppe war Frankreichs Botschafter Philippe Bernard getötet worden. Belgische Truppen wurden am Samstag in Kinshasa erwartet. Die 164 x 80 mm große Banknote wurde von Harrison & Sons, Wycombe, UK, gedruckt. Die Vorderseite bildet den von 1965 bis 1997 diktatorisch regierenden Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo (von 1971 bis 1997 Zaire) ab. Mobutu Sese Seko Kuku Ngbendu wa Zabanga wurde am 14. Oktober 1930 in Lisala, Provinz Mongala, Belgisch-Kongo als Joseph-Désiré Mobutu geboren und starb am 7. September 1997  im Exi in Rabat, Marokko. Sein Name bedeutet „der Krieger, der von Eroberung zu Eroberung schreitet, ohne Angst zu haben“. Uwe Bronnert Anmerkung der Redaktion Unter der Rubrik "Aus alten Zeitungen" möchten wir unseren Lesern in lockerer Folge interessante und amüsante Berichte aus historischen Zeitungen rund um Geldscheine, Falschgeld und echte "Räuberpistolen" präsentieren. Wenn auch Sie eine passende Geschichte in einer alten Zeitung gefunden haben, dann würden wir uns freuen, wenn Sie sich an uns wenden, um sie mit anderen Lesern zu teilen. Die Abbildung "Der Zeitungsleser" ist KI-generiert!

  • DGW-Information für Papiergeld- & Wertpapiersammler, Heft 2026-1

    DGW (verschiedene Autoren): Information für Papiergeld- & Wertpapiersammler, Heft 2026-1 41 Seiten, durchgehend farbige Abbildungen, Format 21 cm x 29,7 cm, Broschur, Berlin 2026. Preis: 9,80 Euro (für Vereinsmitglieder kostenlos). Jährlich gibt der Verein Deutsche Geldschein- und Wertpapiersammler (DGW) zwei Informationshefte heraus. Diese sind für Vereinsmitglieder kostenlos, können aber darüber hinaus auch von Sammlern und Interessenten bezogen werden. Schwerpunktthema: Titel- und Schwerpunktthema des neuen DGW-Heftes ist ein Beitrag von Prof. Dr. Rainer Geike über Lebensmittelkarten 1945 in Berlin (Teil 2). Weitere Themen sind: Eberhard Wühle: Zum 10. Todestag von Adolf Burger, dem letzten Überlebenden der Geldfälscherwerkstatt im Konzentrationslager Sachsenhausen; Siegfried Seipold: Die verschiedenen Drucktypen des Buchstaben M (für Mark) auf DDR-Banderolen sowie verschiedene Druckvermerke; Dr. Sven Gerhard: Ein Sparkassenbuch der Kreissparkasse Nordhausen am Harz von 1940; F. Kossyk: Inflationsausgaben aus Malchow in Mecklenburg; Thomas Krause: Eberswalde und das Konsumgeld und neue Erkenntnisse; Thomas Krause: Die Westernstadt El Dorado in Templin und ihre Wertgutscheine, Teil 2; Wolfgang Schubert: Spuren der Vertreibung: Die Deutschen im Sudetengebiet 1945-1948; DGW-Mitglieder haben das neue Heft sofort nach Erscheinen kostenfrei erhalten. Alle Nichtmitglieder können es zum Einzelpreis von 9,80 Euro plus Versandkosten über folgenden Kontakt bestellen: Deutsche Geldschein- und Wertpapiersammler e.V., Internet: www.dgwev.de , E-Mail: info@dgwev.de . Hans-Ludwig Besler (Grabowski)

  • Leserpost: Bayerische Staatsbank – Unbekannte Variante oder Manipulation?

    Sehr geehrter Herr Besler (Grabowski), ich besitze einen Notgeldschein der Bayerischen Staatsbank (100 Mrd. Mark), den ich so in Ihrem Katalog (Deutsches Notgeld, Band 10): "Das Papiergeld der deutschen Länder 1871 - 1948" nicht finden kann. Der Schein ist in Ihrem Katalog als  BAY-229M  aufgelistet und hat die Perforation "UNGILTIG", einen blauen Aufdruck "UNGÜLTIG" und eine Kenn-Nummer (171821). Der Schein hat das Wasserzeichen  "Zickzackband" und  ist kassenfrisch. In Ihrem Katalog ist dieser Schein unter  "M)"  nur mit  "ohne KN"  angegeben. Nun meine Frage an Sie: Handelt es sich bei meinem Schein um eine Manipulation oder sind Ihnen bereits solche Scheine mit Kenn-Nummern bekannt geworden? Ein Scan des Scheines ist anbei. Mit freundlichen Grüßen U. Schernstein Antwort der Redaktion: Hallo Herr Schernstein, solche Entwertungen von Scheinen mit laufender Kontrollnummer sind bekannt. Es handelt sich streng genommen um keinen Musterschein im eigentlichen Sinne, sondern um eine – in dem vorliegenden Falle sogar um eine doppelte – Entwertung durch Perforation und blauen Überdruck. So entwertete Scheine dienten als Vergleichsstücke für Beschäftigte in Banken und Kassen. Der Schrifttyp des Überdrucks ist bekannt und zeitgenössisch, es handelt sich also nicht um eine Manipulation. Bei einer Neuauflage meines Katalogs zum Papiergeld der deutschen Länder würde ich diese Ausführung unter BAY-229E aufnehmen. Ähnliche Entwertungen gibt es auch von anderen Scheinen der Bayerischen Staatsbank. Mit den besten Grüßen Hans-Ludwig Besler (Grabowski)

  • Teutoburger Münzauktion: Nachbericht zum Banknotenteil der Auktion 171 vom 14. März 2026

    Der Banknotenteil der Auktion 171 erzielte – gemessen an der Stückzahl – sagenhafte 92% an verkauften Losen. In der Regel wurden diese mit enormen Steigerungen verkauft. Die Zuschlagspreise der verkauften Lose summieren sich auf 139% der Schätzpreise aller Lose. Auch im Nachverkauf herrscht rege Nachfrage, dieser läuft noch bis einschließlich 12. April 2026. Hier geht es direkt zum Nachverkauf im Banknotenteil der Auktion 171! Hier einige Ergebnisse aus der Auktion 171: Los 4176: Banknoten, Altdeutschland, Hessen-Darmstadt Kassenschein, 50 Gulden 1.7.1865. Großherzoglich Hessische Staatsschulden-Tilgungscasse-Direction 1848 - 1865. Litera K. Rs . handschriftlicher Text mit „Ungültig“, leichter Kleberest auf Rs. und kl. Fehlstelle sonst II., Grabowski/Kranz 145, Pick S270. Zuschlag: 9.250 EUR Los 4187: Banknoten, Altdeutschland, Mecklenburg-Schwerin, Großherzogtum Banknote, 100 Mark 1.1.1874. Rostocker Bank 1850 - 1874. Muster mit KN „00000“, ohne Perforation, Lit. A., III. Grabowski/Kranz 202 M2, Pick S349. Zuschlag: 6.500 EUR Los 4212: Banknoten, Altdeutschland, Preußen, Gesamtstaat Banknote, 10 Thaler 15.5.1856. Preussische Haupt-Bank, Haupt-Bank-Directorium 1846 - 1874. Lit. B. III / III-, Grabowski/Kranz 304, Pick S446. Zuschlag: 3.200 EUR Los 4220: Banknoten, Altdeutschland, Preußen, Schlesien, Provinz Banknote, 50 Thaler 1.5.1866. Kommunal-ständische Bank für die preußische Ober-Lausitz 1866 - 1874. Ohne Lit. und KN. II, entwertet. Grabowski/Kranz 423, Pick S518. Zuschlag: 8.750 EUR Los 4240: Banknoten, Altdeutschland, Sachsen, Kurfürstentum und Königreich (ab 1806) Creditschein, 1 Thaler 10.8.1867. Chemnitzer Stadtbank, Creditscheine 1848 - 1874, III. Grabowski/Kranz 475, Pick S638. Zuschlag: 2.100 EUR Los 4241: Banknoten, Altdeutschland, Sachsen, Kurfürstentum und Königreich (ab 1806) Bank-Note, 100 Mark 1.1.1875. Landesständische Bank des Königlich Sächsischen Markgrafthums Oberlausitz, Bautzen 1860 - 1875. Mehrfache Lochentwertung. II / II-, oben links rote Signatur. Grabowski/Kranz 483, Pick S649. Zuschlag: 6.500 EUR Los 4260: Banknoten, Altdeutschland, Thüringen, Reuß jüngere Linie, Fürstentum Banknote, 100 Thaler 15.1.1856. Geraer Bank 1856 - 1874. Nichts ausgegeben, III. Grabowski/Kranz 616, Pick S596. Zuschlag: 4.100 EUR Los 4279: Banknoten, Altdeutschland, Württemberg, Königreich Banknote, 10 Gulden 15.11.1871. Württembergische Notenbank, Stuttgart 1871 - 1902, III-. Grabowski/Kranz 694, Pick S975. Zuschlag: 4.800 EUR Los 4281: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 100 Mark 1.1.1876. KN. 7-stellig rot, Serie d. III- / IV+, Einriss, Nadelstiche u. Stockfleckig. Rosenberg 4c, Grabowski DEU-1c. Zuschlag: 25.000 EUR Los 4290: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 50 Mark 5.1.1899. Serie A. III / III-. Rosenberg 19, Grabowski DEU-51. Zuschlag: 13.500 EUR Los 4291: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 20 Mark (10.3.1906). Probedruck ohne Datum und Ausgabestelle, ohne US., KN. „A 000000“. In der Form ist nur der 50 Mark Ros. 25 bekannt. I / I-. Rosenberg 24P, Grabowski DEU-21P. Zuschlag: 5.500 EUR Los 4329: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 100 Bio. Mark 26.10.1923. Reichsdruck, KN. 7-stellig, Serie C. I / I-. Rosenberg 125a, Grabowski DEU-153a. Zuschlag: 7.250 EUR Los 4364: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 100 Billionen Mark 15.2.1924. Serie A. I / I-. Rosenberg 137, Grabowski DEU-170. Zuschlag: 17.500 EUR Los 4378: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 Schatzanweisung zu 21 Mark Gold = 5 Dollar 25.8.1923. Reihe 1, Wz. HVDS-Kreismuster, KN 6-stellig. II- / III+. Rosenberg 147a, Grabowski WBN-8a. Zuschlag: 6.750 EUR Los 4397: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 500 Rentenmark 1.11.1923. Serie A, 3x perforiert „DRUCKPROBE“. I / I-, winz. Fleck, äußerst selten. Rosenberg 160, Grabowski DEU-205. Zuschlag: 19.000 EUR Los 4433: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945, Länderbanknoten, 1874-1925 50 Reichsmark der Württembergische Notenbank 1.10.1930. Rs. ohne Hand-Us. für die Kontrolle, mit Lochentwertungen. II+, Mittelknick. Grabowski WTB-30a, Pick S999. Zuschlag: 11.500 EUR Los 4500: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945, Notausgaben im Frühjahr 1945 50 Reichsmark 26.4.1945. Serie C. II. Rosenberg 185a, Grabowski DEU-260a. Zuschlag: 4.800 EUR Los 4518: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Kolonien und Nebengebiete, Deutsch-Ostafrika 50 Rupie 1.10.1917. III. Rosenberg 939, Grabowski DOA-41. Zuschlag: 6.500 EUR Los 4601: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Westliche Besatzungszonen und BRD, ab 1948 50 Deutsche Mark Liberty o.D. D 19250299 A. Oben links kl. Einriss ca. 5mm, sonst I-. Rosenberg 248a, Grabowski WBZ-10a. Zuschlag: 7.250 EUR Los 4712: Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsche Auslandsbanken, China/Kiautschou, Deutsch-Asiatische Bank 1907-1918 100 Dollar 1.7.1914. Filiale Peking. KN. 01154. Nicht ausgegeben! I / I-. Rosenberg 1038, Grabowski DAB-40. Zuschlag: 13.500 EUR Hier geht es direkt zum Nachverkauf im Banknotenteil der Auktion 171!

  • Großbritannien: Wildtiere ersetzen historische Persönlichkeiten auf Banknoten

    Wildtiere Britanniens werden historische Persönlichkeiten auf der nächsten Serie von Banknoten der Bank of England (BoE) ersetzen, und die Öffentlichkeit kann mitbestimmen, welche Tiere und Vögel darauf abgebildet werden sollen. Damit endet die manchmal umstrittene Tradition, historische Persönlichkeiten auf den 5-, 10-, 20- und 50-Pfund-Banknoten abzubilden, die seit mehr als 50 Jahren Bestand hatte. Die aktuellen, im Umlauf befindlichen Banknoten der BoE finden Sie HIER . Eine Expertenkommission wird eine Auswahlliste mit Wildtieren erstellen, die der Öffentlichkeit vorgelegt wird. Die endgültige Entscheidung trifft der Gouverneur der BoE, aber es wird noch einige Jahre dauern, bis die neuen Banknoten in Umlauf kommen. In den 44.000 Antworten auf eine öffentliche Konsultation und Fokusgruppen zum Thema Banknotenmotive war die Natur das beliebteste Thema. Etwa 60 % der Befragten wählten es als eines ihrer bevorzugten Themen, noch vor Architektur und Sehenswürdigkeiten (56 %), historischen Persönlichkeiten (38 %), Kunst, Kultur und Sport (30 %), Innovation (23 %) und bemerkenswerten Meilensteinen (19 %), so die BoE. Wildtiere sind bereits auf Banknoten im Vereinigten Königreich zu sehen, darunter Makrelen, Otter, Eichhörnchen und Fischadler auf Scheinen, die von der Royal Bank of Scotland ausgegeben werden. HIER finden Sie einen faszinierenden Artikel über die aktuelle Serie der Royal Bank of Scotland. Zu den im Vereinigten Königreich heimischen Säugetieren und Vögeln zählen u.a. Rotfuchs, Reh, Dachs, Igel, Baummarder, Schneehase, schottische Wildkatze, Rotmilan, Wanderfalke, Papageientaucher, Seeadler, Turmfalke und Bussard. Außerdem gibt es sechs einheimische Reptilienarten und sieben Amphibienarten, darunter die Erdkröte. Großbritannien beherbergt auch etwa 40 % der weltweiten Graurobben-Population. In den umliegenden Gewässern sind verschiedene Wale, Delfine und Schweinswale zu finden. Die Auswahl ist also groß. Hier eine kleine Auswahl der Möglichkeiten: Von rechts nach links und von oben nach unten: Rotfuchs, Turmfalke, Erdkröte, Dachs, Papageientaucher, Wanderfalke, Baummarder, Igel, Reh und schottische Wildkatze. Der Monarch ist seit 1960 auf den Banknoten der Bank of England abgebildet und wird dies auch in Zukunft bleiben. Bilder historischer Persönlichkeiten, beginnend mit William Shakespeare, waren ein Jahrzehnt später erstmals auf der Rückseite zu sehen. Die derzeit auf den im Umlauf befindlichen Banknoten abgebildeten Personen sind, in aufsteigender Reihenfolge der Stückelung, Sir Winston Churchill, Jane Austen, J.M.W. Turner und Alan Turing. 2013 geriet die BoE in eine Kontroverse, weil auf ihren Banknoten außer Königin Elisabeth II. keine Frauen abgebildet waren. Auf keiner britischen Banknote war jemals eine historische Persönlichkeit zu sehen, die schwarz war oder einer ethnischen Minderheit angehörte. Die Verantwortlichen der BoE gehen möglicherweise davon aus, dass sie mit der Wahl von Wildtieren weniger Kritik ernten werden. Im Sommer wird die Öffentlichkeit aufgefordert, sich zu äußern, welche der auf der Liste stehenden heimischen Wildtiere sie gerne auf der nächsten Banknotenserie sehen würden. Haustiere werden nicht berücksichtigt. Die neuen Banknoten könnten auch andere Elemente aus der Natur enthalten, wie Pflanzen und Landschaften, um die Gestaltung zu vervollständigen. Weitere Beiträge zur nächsten Banknotenserie Großbritanniens werden folgen. Donald Ludwig ( polymernotes.com )

  • König Edward VIII. – Zwei Druckproben, aber keine Banknoten!

    Zwei verschiedene Druckproben von 1936, aber keine Banknoten-Serie mit dem Bildnis von König Edward VIII. God save the King! Gott schützte ihn jedoch nicht: Edward VIII. war für nur 325 Tage König von Großbritannien und Nordirland sowie Kaiser von Indien. Er wurde am 23. Juni 1894 in London geboren und war der älteste Sohn von König George V. – er folgte ihm nach dessen Tod am 20. Januar 1936 auf den britischen Thron. Abb.1: Vignette aus der Sammlung der Canadian Bank Note Co. Ltd. (Graveur Robert Savage) – Edward VIII. wurde als Edward Albert Christian George Andrew Patrick David von Sachsen-Coburg und Gotha geboren (das britische Königshaus Saxe-Coburg and Gotha wurde 1917 in Windsor umbenannt). Seit 1931 kannte der Prince of Wales die US-Amerikanerin Wallis Simpson und während ihres Sommerurlaubs 1936 auf der kroatischen Insel Rab beschlossen der König und Simpson zu heiraten; gegen die Ratschläge seiner Berater hielt Edward VIII. an seinem Vorhaben fest, die im Oktober 1936 zum zweiten Mal geschiedene Frau zu heiraten und löste somit eine Verfassungskrise in Großbritannien aus – da die anglikanische Kirche eine Heirat des Königs mit einer geschiedenen Frau nicht zulassen würde und auf Druck der konservativen Regierung dankte Edward VIII. am 10. Dezember 1936 ab ... sein Bruder Prinz Albert folgte ihm als König George VI. auf dem Thron. König George V. äußerte sich schon 1934 besorgt über seinen ältesten Sohn und Nachfolger: „After I am dead, the boy will ruin himself within 12 months“ (= nach meinem Tod wird sich der Junge innerhalb von 12 Monaten selbst ruinieren.) Die Bank of England musste sich nach der Thronbesteigung von Edward VIII. keine Gedanken über die Gestaltung neuer Banknoten machen ... dort ließ man seit jeher die üblichen einseitigen Geldscheine bei der englischen Wertpapierdruckerei Thomas de la Rue herstellen … auch im Jahr 1936. Die Abbildung britischer Könige oder Königinnen auf Banknoten der Bank von England begann erst bei der Ausgabe der Pfund-Noten von 1960. Lediglich die 1-£-Schatznoten des britischen Finanzministeriums (His Majesty‘s Treasury) zeigen von 1917 bis 1928 einen Monarchen: König George V. – die 10-Schilling-Scheine kamen erst 1919 in Umlauf. Abb. 2: 20 Pfund vom 20. August 1936, Vs., Banknote der Bank of England aus der Regierungszeit von König Edward VIII. Anders in den früheren Besitzungen Großbritanniens Kanada und Australien: dort liefen Vorbereitungen zur Gestaltung und zum Druck von Banknoten mit dem Bildnis des neuen Königs sehr spät an. In Australien liefen bis dahin die von der Commonwealth Bank in Auftrag gegebenen und bei T. S. Harrison Banknote Printer im Melbourner Stadtteil Fitzroy gedruckten Banknoten mit dem Bildnis von König George V. um. In Kanada dauerte es ebenfalls bis in den Spätsommer 1936, die Neugestaltung von Banknoten in Angriff zu nehmen. Die Bank of Canada/Banque du Canada beauftragte die Canadian Bank Note Co. in der Richmond Road in Ottawa, Entwürfe für den Druck von Banknoten mit dem Bildnis von König Edward VIII. anzufertigen. Das Finanzministerium des Dominion of Canada hatte schon 1923 Banknoten mit dem Bildnis vom Prince of Wales (der spätere König Edward VIII.) ausgegeben und auch die Bank of Canada, die im März 1935 ihren Geschäftsbetrieb aufnahm, gab Banknoten von 1935 mit dem Bildnis des Prinzen aus. Abb. 3: 2 Dollars vom 23. Juni 1923, Vs., Dominion of Canada (ursprünglich sollte Kanada als „Kingdom of Canada“ bezeichnet werden, der damalige britische Außenminister Lord Derby hatte das aber abgelehnt, um die Vereinigten Staaten nicht zu verärgern); abgebildet ist Edward als Prince of Wales nach einem Foto aus den 1920er Jahren als Colonel der Welsh Guards. Abb. 4: 5 Dollars von 1935, Vs., Bank of Canada; abgebildet ist Edward als Prince of Wales in Militäruniform als Oberst der British Army, nach einem Foto von Carl Vandyk in der National Portrait Gallery, London, Originalgemälde Porträt von Reginald Eves; mit der Thronbesteigung seines Vaters am 6. Mai 1910 wurde Edward automatisch Herzog von Cornwall und Herzog von Rothesay und am 23. Juni 1910 per Patentbrief zum Prinzen von Wales und Earl of Chester ernannt. Die Ergebnisse der Druckereien in Kanada und in Australien lagen fast zeitgleich vor ... wenige Tage vor der Abdankung des Königs! Im Oktober 1936 erhielten sowohl die Canadian Bank Note Co. als auch die American Bank Note Co. in New York von der Bank of Canada den Auftrag, neue Banknoten zu entwerfen. Abb. 5: 1 Dollar vom 2. Januar 1937, Vs., Vorlage-/Musterschein der Bank of Canada/Banque du Canada mit dem handschriftlichen Datum „I2 / I / 36“ (= 1. Dezember 1936) und der Auftragsnummer „0867“ der Canadian Bank Note Co. Ltd.; abgebildet ist König Edward VIII. in Uniform der Seaforth Highlanders nach einem Foto von Alexander Bassano. Abb. 6: 1 Pfund o. D. (1936), Vs., einer der wenigen Vorlage-/Musterscheine des Commonwealth of Australia – ein Originalschein liegt im Museum of Australian Currency Notes (Reserve Bank of Australia, Archives # NP-003142) und zeigt das handschriftliche Datum „II / II / 36“ (= 11. November 1936) und „NPL“; abgebildet ist König Edward VIII. in Paradeuniform (die Gestaltung ist den 1-Pfund-Noten ab 1933 mit dem Bildnis Königs George V. gleich, die bei T. S. Harrison Australian Note Printer Melbourne hergestellt wurden). Abb. 7: Ausschnitt eines Wasserzeichenbogens für die 1-Pfund-Banknote der nicht ausgegebenen Banknoten des Commonwealth of Australia von 1936 mit dem Bildnis von Edward VIII. und „ONE POUND“; obwohl das Design und die Produktion einer neuen Note mit König Edward VIII. aufgegeben wurde, verwendete man das Edward-VIII.-Wasserzeichen bis 1940 für die Banknoten mit König George V. In den übrigen britischen Gebieten in der Südsee, in der Karibik oder in Afrika hat es keine Maßnahmen zum Neudruck von Banknoten mit dem Konterfei des Königs gegeben – auch nicht in Neuseeland, in Südamerika oder in Gibraltar. Anders verhielt es sich bei den Münzprägungen für einige Gebiete und für Großbritannien. Wurden bspw. für Britisch-West- und Britisch-Ost-Afrika, die Fidschi-Inseln und Neu-Guinea Umlaufmünzen geprägt und ausgegeben, fertigte die Royal Mint in London den kompletten Satz der 13 Wertstufen von 1 Farthing bis 5 Pounds mit der Jahreszahl 1937 an – aber lediglich als Probemünzen. Sie erreichten auf Auktionen mindestens 6-stellige Pfund- bzw. US-Dollar-Beträge. Abb. 8: 3 Pence 1937, Vs. und Rs., Probemünze in Nickelmessing der Royal Mint mit der Umschrift „EDWARDVS VIII D:G:BR:OMN:REX F:D:IND:IMP. (= Edwardus VIII Dei Gratia Britanniarum Omnium Rex Fidei Defensor Indiae Imperator = Eduard VIII., von Gottes Gnaden König von ganz Britannien, Verteidiger des Glaubens, Kaiser von Indien) mit neuem Rückseiten-Design (drei Strandnelken) von Thomas Humphrey Paget; es existieren noch 3-Pence-Probemünzen in 500-er Silber von 1937 mit anderer Rückseite, die nicht im Krause-Mischler-Katalog enthalten sind. Abb. 9 links: 1 Penny 1937, Vs., bronzene Probemünze im damals üblichen Design. Abb. 9 rechts: 5 Pounds 1937, Vs. eine in 917er Gold geprägte Probemünze erzielte auf einer Auktion der MDC Monaco am 21. Oktober 2021 2,11 Mio. Euro (etwa 2,45 Mio. US-Dollars – das andere von den nur zwei bekannten Exemplaren in Privatbesitz brachte zuvor im März 2021 bei einer Auktion in den USA den Rekordpreis von 2,28 Mio.US-Dollars), es existieren Fantasie-Nachprägungen in 375er Gold von 2004; die Rs. zeigt St. Georg als Drachentöter auf dem Pferd. Die wenigen Probemünzen, die nicht zusammen mit den über 200 Prägestempeln vernichtet wurden, befinden sich zum Großteil seit 1970 im Royal Mint Museum, im British Museum und in der Royal Collection. Zwischen 30 und 40 Probemünzen sollen sich in Privatbesitz befinden. Tim Wilkes, Leiter der Münzabteilung bei Noonans, erklärte: „Edward VIII dankte 1936 ab, bevor Münzen mit seinem Namen in Großbritannien in Umlauf gebracht wurden. Entwürfe für jede Nominalzahl waren zwar angefertigt worden (alle datiert 1937), hatten aber zum Zeitpunkt der Abdankung noch nicht die königliche Genehmigung erhalten. Nach der Abdankung wurden die wenigen geprägten Münzen unter Verschluss genommen, und die Arbeiten an den Münzen des neuen Königs, Georg VI., begannen. Es ist nicht bekannt, wie die Münzen aus Privatbesitz in den öffentlichen Besitz gelangten“. Abb. 10: Postkarte anlässlich des Drei-Königs-Jahres 1936, links König Georg V., Mitte sein Sohn König Georg VI. und rechts König Edward VIII., Bruder von Georg VI.; es existieren u. a. vergoldete Kupfer-Nickel-Medaillen mit den nach links blickenden drei Monarchen und der Jahreszahl 1936 und außerdem Ersttagsbriefe von 2006 mit den 1-Penny-Briefmarken der Könige. Abb. 11: Abdankungsurkunde vom 10. Dezember 1936, unterzeichnet von Edward VIII. und seinen drei Brüdern Prinz Albert (Herzog von York, später König Georg VI.), Prinz Henry (Herzog von Gloucester) und Prinz Georg (Herzog von Kent); deutsche Übersetzung des Gesetzes über die Abdankungserklärung „His Majesty‘s Declaration of Abdication Act 1936, 1 Edw. 8. & 1 Geo. 6. c. 3“ vom 11. Dezember 1936: „Da Seine Majestät mit Seiner Königlichen Botschaft vom zehnten Dezember dieses Jahres erklärt hat, dass Er unwiderruflich entschlossen ist, für sich und Seine Nachkommen auf den Thron zu verzichten, und zu diesem Zweck die in der Anlage zu diesem Gesetz enthaltene Abdankungsurkunde unterzeichnet hat und Seinen Wunsch geäußert hat, dass diese unverzüglich in Kraft treten solle: Und da, im Anschluss an die Mitteilung der genannten Erklärung und des Wunsches Seiner Majestät an Seine Herrschaftsgebiete, das Dominion Kanada gemäß den Bestimmungen von Abschnitt vier des Statuts von Westminster 1931 die Verabschiedung dieses Gesetzes beantragt und ihr zugestimmt hat und der Commonwealth of Australia, das Dominion Neuseeland und die Union von Südafrika ihr zugestimmt haben. Anmerkungen zum Gesetz: (1) Sobald die königliche Zustimmung zu diesem Gesetz erteilt ist, tritt die von Seiner Majestät am zehnten Dezember 1936 unterzeichnete Abdankungsurkunde, die im Anhang zu diesem Gesetz aufgeführt ist, in Kraft, und Seine Majestät verliert mit der Zeit seine Herrschaft als König, die Krone erlischt, und dementsprechend tritt das nächste Mitglied der königlichen Familie in der Thronfolge auf den Thron und alle damit verbundenen Rechte, Privilegien und Würden gehen auf ihn über. (2) Seine Majestät, seine Nachkommen, falls vorhanden, und die Nachkommen dieser Nachkommen haben nach der Abdankung Seiner Majestät kein Recht, keinen Anspruch und kein Interesse an der Thronfolge.“ König Edward VIII. wurde nie gekrönt. Abb. 12: 50 Pfund o. D., Vs. und Rs., polymerer Phantasieschein einer „Fantasy Bank“, auf der Vs. steht „King VIII. Edward“ über seiner Unterschrift und auf der Rs. „Queen Wallis“; nach seiner Abdankung am 10. Dezember 1936 sprach er im britischen Rundfunk zu seinen Landsleuten und fuhr am folgenden Tag mit dem Schiff nach Frankreich, ohne wieder einen Fuß auf die britischen Inseln zu setzen – ab März 1937 wurde ihm der Titel Duke of Windsor verliehen und am 3. Juni 1937 heiratete er Wallis Simpson ohne Teilnahme eines Mitglieds der königlichen Familie (Edward starb am 28. Mai 1972 – W. Simpson am 24. April 1986 als Duchess of Windsor ebenfalls in Paris, beide wurden auf dem königlichen Friedhof in Frogmore im Windsor Great Park beigesetzt). Darüber hinaus gibt es viele moderne Pseudomünzen mit dem Bild von König Edward VIII., gekrönt und ungekrönt, z. B. aus der umfangreiche Serie der Londoner Handelsfirma Coincraft. Michael H. Schöne Qellen: https://coincraft.com https://en.wikipedia.org https://museum.rba.gov.au https://www.bankofcanadamuseum.ca https://www.coinsandaustralia.com https://www.lastdodo.de https://www.noonans.co.uk https://www.royalmint.com https://www.sterlingcurrency.com.au

  • Das IBNS Journal Ausgabe 2026/1 ist da!

    Die neue Ausgabe der Mitgliederzeitschrift der IBNS (International Bank Note Society) Volume 65, Nummer 1/2026 ist veröffentlicht. Mitglieder können das Heft als pdf-Datei auf der Webseite der IBNS herunterladen und bekommen es per Post zugeschickt. Es umfasst aktuell 92 Seiten in Farbe. Im neuen Heft finden sich (in englischer Sprache) wieder viele gut recherchierte und reichlich bebilderte Beiträge unter anderem über: Abbildungen auf algerischen Banknoten Eine allgemeine Einführung in britische Skit-Banknoten Die Geschichte der 1-Rupien-Banknoten der British India Bank mit roten Kontrollnummern Darstellungen der Luftfahrt auf internationalen Banknoten Die 1-Shilling-Banknote des East African Currency Board Ausländische Motive auf Banknoten - Belgien In der Buchkolumne werden neue Bücher über Papiergeld aus Guatemala, Jugoslawien, Mazedonien und von den Philippinen vorgestellt. Noch bis zum 30.06.2026 bietet die IBNS für Neumitglieder eine einjährige Testmitgliedschaft für 5 Euro an. Die Testmitgliedschaft wandelt sich nach einem Jahr in eine reguläre Mitgliedschaft um und kann zum Ablauf gekündigt werden. Neumitglieder können während der Testmitgliedschaft alle Vorteile der IBNS nutzen, das viermal jährlich in englischer Sprache erscheinende IBNS-Journal kann als pdf-Datei aus dem Mitgliederbereich der Webseite der IBNS heruntergeladen werden. Der reguläre Mitgliedsbeitrag beträgt 32 Euro pro Jahr und schließt den Versand des gedruckten Journals ein. Mitglieder der IBNS erhalten zudem eine Vergünstigung von 20 US-Dollars auf das jährliche Abonnement des Weltbanknotenkatalogs "The Banknote Book" von Owen W. Linzmayer. Eine Beantragung der Mitgliedschaft ist hier möglich: https://www.theibns.org/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=1006   Dr. Sven Gerhard

  • Autogramme auf Geldscheinen: Noten der Bank Indonesia mit Autogramm des ehemaligen Gouverneurs der Bank

    Ich nehme den interessanten Beitrag von Donald Ludwig " Autogramme auf Banknoten: Interessant und Mehrwert oder nicht? " zum Anlass, um hier auch einige Scheine mit Autogrammen aus meiner Sammlung vorzustellen. Es handelt sich um vier Noten der Bank Indonesia mit handschriftlichen Autogrammen von Arifin M. Siregar, dessen gedruckte Faksimile-Unterschrift als "Gubernur" (Gouverneur der Bank 1983 bis 1988) sich auch auf den Banknoten findet. Bank Indonesia: 122b, 100 Rupiah 1984, Vorderseite mit Autogramm von Arifin M. Siregar. Bank Indonesia: 123a, 500 Rupiah 1988, Vorderseite mit Autogramm von Arifin M. Siregar. Bank Indonesia: 124a, 1000 Rupiah 1987, Vorderseite mit Autogramm von Arifin M. Siregar. Bank Indonesia: 125a, 5000 Rupiah 1986, Vorderseite mit Autogramm von Arifin M. Siregar. Arifin Mohamed Siregar (Aufnahme von 1993), Wikimedia Commons. Arifin Mohamed Siregar (1934–2019) war ein bedeutender indonesischer Politiker und Diplomat. Von 1953 bis 1956 studierte er an der Niederländischen Wirtschaftshochschule Rotterdam und ab 1958 an der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster, wo er 1960/61 auch als Wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war. Bereits 1960 hatte er in Münster an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät zum Thema " Die Außenwirtschaft und wirtschaftliche Entwicklung Indonesiens. Eine Anwendung der modernen Außenwirtschaftstheorie auf den Fall Indonesien" promoviert. 1961 wechselte er in das Büro für allgemeine Wirtschaftsforschung und -politik der Vereinten Nationen in New York und wurde dann Leiter des gleichnamigen UN-Büros in Beirut. 1965 wurde er Ökonom in der Asien-Abteilung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington, D. C. Von 1969 bis 1971 war Siregar Wirtschaftsberater des IWF in Laos. 1971 wurde er Direktor der Bank Indonesia und 1973 amtierender Gouverneur des IWF für Indonesien. Vom 19. März 1983 bis zum 19. März 1988 war er Gouverneur der Bank Indonesia. Außerdem war er ab 1983 alternierender Gouverneur der Islamischen Entwicklungsbank (IDB) für Indonesien. Am 23. März 1988 wurde Siregar Handelsminister in der fünften Regierung von Präsident Suharto. Er blieb bis 1993 Handelsminister und war dann bis 1998 Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter in den USA und Grenada. Selbst in seinen späten Jahren war er noch Mitglied des Beirats der Deutsch-Indonesischen Industrie- und Handelskammer. Zeit seines Lebens setzte er sich für eine Verbesserung der Beziehungen Indonesiens zur internationalen Gemeinschaft und für den internationalen Handel ein. Wie nun aber kamen seine Autogramme auf die Banknoten? Als Arifin M. Siregar in seiner Eigenschaft als Handelsminister mit einer indonesischen Delegation vom 1. bis 10. März 1989 die Bundesrepublik Deutschland besuchte, um Gespräche über die beiderseitigen Handelsbeziehungen zu führen, war Bonn sein Ziel. Für die Planung und Gesamtkoordination dieses Besuches war im Referat VB3 des Bundesministeriums für Wirtschaft Herr Wilhelm R. Eglseer zuständig. Der Zufall wollte es, dass dieser Mann auch ein nicht ganz unbekannter Banknotensammler und Fachautor war. Herr Eglseer bat den indonesischen Handelsminister bei seinem Besuch darum, die hier gezeigten indonesischen Banknoten zu signieren. Im Frühjahr 2012 erzählte mir Herr Eglseer diese Geschichte auf der Paper Money Fair in Valkenburg und überließ mir die Banknoten zu einem fairen Preis. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits schwer krank. Da er in seinem Leben im Auftrag der Regierung viele Länder bereist hatte - einer der Gründe, warum er begann, Geldscheine aus aller Welt zu sammeln -, verband er diese Reisen mit einem ganz besonderen Hobby. Wo immer es ihm möglich war, suchte er persönlich die Orte und Gebäude auf, die auf den Banknoten des jeweiligen Landes abgebildet waren, und versuchte, sie aus dem gleichen Blickwinkel zu fotografieren. Daraus entstand sogar eine kleine Artikelserie in unserer Zeitschrift "Münzen & Sammeln". Autogramme, die im Zusammenhang mit den ausgegebenen Geldscheinen stehen (z.B. von Bankpräsidenten oder Künstlern/Entwerfern) sind für Geldscheinsammler auf alle Fälle sehr interessant und stellen einen Wertsteigerung dar. Gerne stellen wir auch Ihre Geldscheine mit Autogrammen hier im Blog vor! Schreiben Sie uns Ihre Geschichte, wie Sie zu den Geldscheinen mit Autogrammen kamen! Hans-Ludwig Grabowski

  • Brunei: Gedenkausgabe zu 1 Dollar „2-in-1 Ungeschnittene Bögen“

    In Verbindung mit dem 73. Geburtstag des Sultans von Brunei dieses Jahr hat die Autoriti Monetari Brunei Darussalam (AMBD) in einem Gedenkfolder Scheine aus Polymer-Kunststoff zu 1 Dollar „2-in-1 Ungeschnittene Bögen“ herausgegeben. Die Banknoten sind sowohl in Brunei als auch in Singapur gesetzliches Zahlungsmittel. 1 Brunei-Dollar entspricht etwa 0,66 EUR. Nur 600 Gedenkpaare wurden zu einem Preis von 35 BND (ca. 23 EUR) ausgegeben, was diese Ausgabe zu einer sehr limitierten und möglicherweise seltenen Gedenkausgabe macht. Die Gedenkausgabe wurden am 22. und 23. August 2019 (an nur zwei Tagen!) an einem Ort in der Innenstadt von Bandar Seri Begawan (der Hauptstadt von Brunei) an die Öffentlichkeit verkauft. Sie war auf 1 Paar (Folder) pro Kunde begrenzt, die Zahlung erfolgte in bar und man musste seinen Personalausweis vorzeigen. Der vollständige Name des Sultans lautet Sultan Haji Hassanal Bolkiah Mu'izzaddin Waddaulah ibni Al-Marhum Sultan Haji Omar Ali Saifuddien Sa'adul Khairi Waddien Sultan und Yang di-Pertuan von Brunei Darussalam. Er wurde am 15. Juli 1936 geboren und ist der 29. und derzeitige Sultan und Yang di-Pertuan sowie der Premierminister von Brunei, was ihn zu einem der letzten absoluten Monarchen macht. Er wurde am 5. Oktober 1967 Sultan von Brunei Darussalam, nachdem sein Vater abdankte. Diese 1-Dollar-Banknote (auch als Ringgit bezeichnet) existiert bereits mit den auf der Rückseite abgedruckten folgenden Jahren: 2011, 2013 und 2016. Bis heute sind keine Einzelnoten mit der Jahreszahl 2019 im Umlauf zu finden, aber sie wurden offensichtlich gedruckt, da sie für diese Gedenkausgabe verwendet wurden. Die Präfixe für das Paar sind D / 65 und D / 66. Donald Ludwig ( polymernotes.com ) #Nachrichten #Weltbanknoten #Gedenkbanknoten #Asien #Brunei #Dollar #Ludwig

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