3459 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche
- Gärtner-Auktion 64: Vorschau auf den Banknotenteil der Online-Auktion am 23. Februar 2026
Ein neues Jahr hat begonnen und mit ihm die Vorfreude auf besondere Entdeckungen. Für Sammler liegt darin oft ein eigener Zauber: die Hoffnung auf das lange Gesuchte und die Offenheit für das Unerwartete. Mit der 64. Auktion vom 23. bis 27. Februar 2026 wird Ihnen in acht Katalogen die Vielfalt des Sammelns eröffnet. Hier geht es direkt zum Banknotenteil der Online-Auktion 64: https://www.biddr.com/auctions/gaertner/browse?a=6716 Vorschau auf den Banknotenteil Am 23. Februar 2026 werden im Rahmen der Auktion 64 des bekannten Auktionshauses Christoph Gärtner Münzen und Banknoten versteigert, wie üblich gibt es eine grosse Auswahl sowohl internationaler als auch deutscher Scheine mit vielen Höhepunkten. Das Angebot umfasst über 700 Lose, so dass für jeden etwas dabei ist. Los geht es mit den ausländischen Banknoten und schon die vierte Position bringt das erste Highlight, Algerien P. 96s 1000 Francs 1945 in fast unzirkuliert mit 800 Euro Taxe, gefolgt von zwei weiteren seltenen algerischen Scheinen (Lose 1006 und 1007). Los 1006: Algeria: 100 Francs 24.5.1945, P. 115, XF Schätzpreis: 500 EUR Los 1007: Algeria: 500 Francs 8.2.1956, P. 116a, XF-AU Schätzpreis: 800 EUR Nach einer Reihe guter Scheine, wie Belgisch Kongo 1000 Francs 1958 Specimen (Los 1037) und seltenen Scheinen der Tschechoslowakei folgt eine umfangreiche Sammlung dänischer Banknoten, bei der es schwer fällt, eine Auswahl der grossen Seltenheiten vorzustellen, denn es gibt viele. Hervorzuheben sind beispielsweise die Nummern 1078 (4 Rigsdaler Specie 1798, P. A37, Taxe 14.000 Euro), 1087 (10 Rigsdaler 1860, P. A63a, Taxe 12.500 Euro), 1090 (50 Kroner 1907, P. 8a, Taxe 20.000 Euro) und 1091 (100 Kroner 1907, P. 9a , NICHT entwertet, mit Startpreis 25.000 Euro). Fast alle Noten sind durch PMG gegradet. Los 1037: Belgian Congo: 1000 Francs 15.7.1958, SPECIMEN, P. 35 s, AU Schätzpreis: 250 EUR Los 1078: Denmark : Danish-Norwegian Specie Bank, 4 Rigsdaler Specie 1798, Koebnhavn, PMG 20, Splits, Paper Damage, P. A37 Schätzpreis: 14.000 EUR Los 1087: Denmark : 10 Rigsdaler 1860, PMG 20, P. A63a Schätzpreis: 12.500 EUR Los 1090: Denmark : 50 Kroner 1907, PMG 30, Stains, P. 8a Schätzpreis: 20.000 EUR Los 1091: Denmark : 100 Kroner 1905, PMG 30, P. 9a Schätzpreis: 25.000 EUR Ägypten ist dann beispielsweise vertreten mit einem 50 Piastres color Trial von 1914 mit einer Ansicht der Sphinx mit 500 Euro Ausruf. Nach einer schönen Serie ungarischer Noten und einer Sammlung von Banknoten Ex-Jugoslawiens (Mit Seltenheiten Mazedoniens und Sloweniens), folgt Norwegen, ebenfalls fast alles PMG gegradet, umfassend alleine drei verschiedene Thor Møhlen -Noten (Lose 1268, 1269, 1270) und viele Topraritäten des skandinavischen Landes, wie beispielsweise das Los 1286, 100 Kroner 1944, Pick 22b mit einem Ausruf von 4.000 Euro. Los 1268: Norway: 20 Rixdaler Croner 1695, PMG 45, Talon added from another note (not graded), P. A2 (M) Schätzpreis: 5.000 EUR Los 1269: Norway: 50 Rixdaler Croner 1695, PMG 55, Previously mounted, annotation, Talon added from another note (not graded), P. A4 (M) Schätzpreis: 6.000 EUR Los 1270: Norway: 100 Rixdaler Croner 1695, PMG 50, Paper Damage, Previously mounted, Talon added from another note (not graded), P. A5a (M) Schätzpreis: 6.500 EUR Los 1286: Norway: 100 Kroner 1944, PMG 35, P. 22b Schätzpreis: 4.000 EUR Es folgen Einzelscheine und Sammlungen aus Russland, bevor dann die deutschen Scheine an die Reihe kommen. Auch hier viele gefragte und seltene Ausgaben, so beispielsweise eine in mehrere Lose aufgeteilte Spezialsammlung DDR und als Highlight des Deutschland-Teils die Losnummer 1578, Deutsch Asiatische Bank Filiale Kiautschou, 1 Dollar 1907 mit einer Taxe von 7.500 Euro. Los 1578: Kolonien: Deutsch-Asiatische Bank, 1 Dollar 1.3.1907, stark gebrauchtes gelaufenes Exemplar, Mitte ca, 5 mm großes Loch, rechts und links Einrisse, Rs. diverse chinesische Notizen und Stempel. Sehr selten, Grab. DAB-2a. Schätzpreis: 7.500 EUR Das Notgeld am Ende des Banknotenteils umfasst eine in mehrere Lose aufgeteilte Spezialsammlung Baiersbronn mit vielen Billionen und unedierten Scheinen. Eine im Ganzen sehr gehaltvolle Auktion, die das Interesse der internationalen Sammlerschaft erreichen wird. Hier geht es direkt zum Banknotenteil der Online-Auktion 64: https://www.biddr.com/auctions/gaertner/browse?a=6716 Pressemitteilung Wir freuen uns einen Besichtigungstermin für Sie reservieren zu können. Wenn Sie uns vorab ein ausgefülltes Besichtigungsformular zusenden, können wir die Lose bereits für Sie vorbereiten. Besichtigungstermine außerhalb unserer Öffnungszeiten sind nach vorheriger Absprache möglich. Auktionshaus Christoph Gärtner Tel +49 - (0)7142 - 789400 Fax +49 - (0)7142 - 789410 https://www.auktionen-gaertner.de/de info@auktionen-gaertner.de
- Fidschi stellt alle Banknoten auf Polymer um
Am 2. Dezember 2025, stellte der Präsident von Fidschi, Ratu Naiqama Lalabalavu, offiziell die neue Serie von Polymerbanknoten vor. In seiner Ansprache erklärte der Präsident, dass dies „ein greifbares Symbol für den Fortschritt bei der Verwirklichung unserer gemeinsamen nationalen Vision von Fortschritt, Wohlstand und Einheit sei. Fortschritt durch die Enthüllung unserer neuen Banknotenserie mit neuen Designs, Wohlstand, da die Währung bei effektiver Verwaltung ein Symbol unserer Souveränität ist, und Einheit durch gemeinsames Eigentum und Stolz.“ Er betonte ferner die wichtige Rolle der Reserve Bank of Fiji (RBF) bei der umsichtigen Steuerung der Wirtschaft und die bedeutende Verbindung zu ihrer Währungsfunktion. „Was wir heute feiern, ist nicht nur die Druckfarbe und das neue Design, sondern auch, dass der Wert des fidschianischen Dollars, ob auf Papier oder Polymer gedruckt, stark ist und die Stärke unserer Wirtschaft widerspiegelt“, bemerkte er. Die neue Banknotenserie weist neue Designs auf den Rückseiten auf, behält jedoch die gleichen Grundfarben und die bestehenden Vignetten auf der Vorderseite bei, die die Flora und Fauna Fidschis zeigen. Sie enthalten neue Vignetten, die die Identität Fidschis als Nation, seine Bevölkerung, seine Ressourcen und sein nationales Erbe hervorheben sollen. Ein wesentliches Merkmal ist die Umstellung aller Banknoten auf Polymer, ähnlich wie bei der aktuellen 5-Dollars-Banknote. Auf der Vorderseite der 5-Dollars-Note ist ein Kulawai (Rotkehl-Lorikeet) zu sehen, der auf einem Ast sitzt. Der Kulawai ist ein vom Aussterben bedrohter Vogel, der nur auf Fidschi vorkommt. Auf der Rückseite ist nun eine vom Aussterben bedrohte Schildkröte zu sehen, die nur in den Gewässern Fidschis zu finden ist, die Vonu Dina (Grüne Meeresschildkröte). Sie ist die einzige pflanzenfressende Meeresschildkrötenart, die sich hauptsächlich von Seegras und Algen ernährt. Die Banknote hat eine Größe von 136 x 67 mm. Auf der Vorderseite der 10-Dollars-Note ist der Beli abgebildet, auch bekannt als Fidschi-Süßwassergrundel, eine kleine, endemische Fischart aus den Flüssen und Bächen Fidschis. Die Rückseite zeigt nun Kinder, die Mangroven entlang der Küste pflanzen, ein Symbol für eine Zukunft, die sich dem Schutz und der Wiederherstellung der Mangroven verschrieben hat. Mangroven sind Umwelthelden, die Kohlenstoff aus der Atmosphäre binden und so zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen. Die Banknote hat eine Größe von 141 x 67 mm. Auf der Vorderseite der 20-Dollars-Note ist der Kacau ni Gau (Fidschi-Sturmvogel) abgebildet, ein äußerst seltener, vom Aussterben bedrohter Seevogel, der nur auf Fidschi heimisch ist. Nur noch wenige Exemplare dieser Vogelart leben auf der Insel Gau. Auf der Rückseite ist nun das RBF-Gebäude in der Hauptstadt Suva zu sehen. Die Banknote hat eine Größe von 146 x 67 mm. Auf der Vorderseite der 50-Dollars-Banknote ist die seltene Nationalblume Fidschis, die Tagimoucia, abgebildet, die für ihre auffälligen purpurroten und weißen Blüten bekannt ist, die in langen Trauben hängen und ausschließlich im Hochland der Insel Taveuni in über 600 m Höhe wachsen. Auf der Rückseite ist nun eine Girmitiya-Frau mit dem Schiff „Leonidas” im Hintergrund zu sehen. Die Leonidas war das erste Schiff, das 1879 die Girmitiyas, indische Vertragsarbeiter aus dem damaligen Britisch-Indien, nach Fidschi transportierte, um auf Zuckerrohrplantagen zu arbeiten. Die Banknote hat eine Größe von 151 x 67 mm. Auf der Vorderseite der 100-Dollars-Note ist die Nanai (Fidschi-Zikade) abgebildet, die für ihr seltenes, alle acht Jahre stattfindendes synchrones Erscheinen aus dem Untergrund bekannt ist und in der fidschianischen Kultur Frieden und Wiedergeburt symbolisiert. Auf der Rückseite ist nun ein i-Taukei-Mann, ein indigener Fidschianer, in traditioneller Kleidung mit einer Bilo (Schale) Kava abgebildet. Kava ist ein fester Bestandteil der i-Taukei-Kultur und wird rituell im Rahmen traditioneller Zeremonien getrunken, um Besucher willkommen zu heißen, Konflikte zu lösen und Frieden zu stiften. Kava gilt als Nationalgetränk Fidschis und wird heute häufig bei zwanglosen gesellschaftlichen Zusammenkünften getrunken. Die Banknote hat eine Größe von 156 x 67 mm. Die neue Serie wurde von Crane Currency aus Malta auf dem Guardian™-Polymersubstrat gedruckt. Damit hat die RBF zum ersten Mal einen neuen Banknotenlieferanten beauftragt. Für die Serie sind die Ersatznoten mit Präfix ZZ gekennzeichnet. Die Sicherheitsmerkmale der neuen Polymerbanknoten Fidschis umfassen: Taktile Markierungen: Erhabene Streifen entlang der kurzen Seiten der Banknoten. Die Anzahl der erhabenen Streifen nimmt mit dem Nennwert zu. Taktile Punkte: Auf der Rückseite der Banknoten befinden sich erhabene Punkte für Sehbehinderte, deren Anzahl mit dem Nennwert zunimmt. Klare Fenster: Transparente Fenster mit Farbwechsel-Effekten. Verstecktes Bild: Das Bildnis eines i-Taukei-Mannes erscheint, wenn eine Banknote gegen starkes Licht gehalten wird. Dreidimensionaler Streifen: Ein Sicherheitsstreifen mit dem Staatswappen Fidschis, der erscheint und verschwindet, wenn die Banknote gekippt wird. Yaqona-Blätter (Kava-Blätter) schimmern in der Mitte des Streifens, wobei vermeintlich Wassertropfen auf der Oberfläche erscheinen. Diese Yaqona-Blätter sind auch auf der Rückseite jeder Banknote zu sehen. Am unteren Ende des Streifens ist ein Tanoa (eine hölzerne Kava-Schale auf sechs Beinen) zu sehen. Fluoreszenz: Jede Banknote ist außerdem mit UV-Sicherheitsmerkmalen versehen. Mikrotext: Auf den Banknoten ist außerdem verschiedene Mikrotexte mit den Nennwerten der Banknoten zu finden. Die neuen Banknoten werden ab dem 2. Januar 2026 in Umlauf gebracht. Die Banknoten im aktuellen Design werden schrittweise aus dem Umlauf genommen und am 31. Dezember 2026 für ungültig erklärt. Obwohl das offizielle Erscheinungsdatum der 2. Januar 2026 ist, hat die RBF sofort mit dem Verkauf ihrer numismatischen Sammlerbanknoten an Sammler und Händler begonnen. Spezielle numismatische Sammlerbanknoten (reguläre, Ersatz- und signierte Banknoten), Muster, Einzelbanknoten und Sets in Mappen sowie ungeschnittene Blöcke/Bögen können über den Online-Numismatik-Shop der Reserve Bank erworben werden. Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- Leserpost: Textvarianten bei Scheinen der Ostbank für Handel und Gewerbe, Darlehnskasse Ost
Hallo Herr Grabowski, ich wünsche Ihnen ein gutes neues Jahr! Ich möchte zu Ihrem Buch „Die deutschen Banknoten ab 1871“ Informationen über die Banknoten der Ostbank für Handel und Gewerbe (Darlehnskasse Ost) ergänzen. Ich kenne 50-Kopeken- und 1-Rubel-Banknoten mit einer Variante des Textes auf der Vorderseite. Ostbank für Handel und Gewerbe, Darlehnskasse Ost: Darlehnskassenschein zu 1 Rubel vom 17. April 1916, Vs. unten Straftext in kleiner Schrift. Text: Der Text mit "Darlehnskassenscheine" ist entweder klein oder groß gedruckt oder die Scheine haben denselben Text auf Vorder- und Rückseite, sind aber nicht beidseitig bedruckt. Die Schrift des Textes ist klein oder groß. Die Textlänge bei „kleiner Schrift“ beträgt 88 mm. Ostbank für Handel und Gewerbe, Darlehnskasse Ost: Darlehnskassenschein zu 1 Rubel vom 17. April 1916, Vs. unten Straftext in größerer Schrift. Die zwei unterschiedlichen Textgrößen im direkten Vegleich! 50 Kopeken und 1 Rubel – EWK34b & EWK35b (astun / Grossbuchstaben 1,2 -1,4 mm hoch) Ein Muster von 50 Kopeken mit Kleingedruckten ist bekannt. Ich schicke Ihnen Fotos. Siehe auch Fotos der Muster aus Miłczak Czesław: Banknoty polskie i wzory Antykwariat Numizmatyczny Paweł Niemczyk, Warszawa 2012. PS Ich habe "Die deutschen Banknoten ab 1871." 18. Auflage, 2018. P. Soboleff Antwort der Redaktion Hallo Herr Soboleff, Ihnen auch noch alles Gute im neuen Jahr. Vielen Dank für Ihre Mitteilung und die Abbildungen. Sie haben Recht, es gibt den den Straftext auf den Vorderseiten der Darlehnskassenscheine der Ostbank für Handel und Gewerbe von 1916 zu 50 Kopeken und 1 Rubel nicht nur mit kleineren (1,2 bis 1,4 mm) und größeren (1,8 mm) Großbuchstaben (in meinem Katalog die Varianten a und b zu EWK-34/35), sondern auch mit kürzerem oder längerem Textblock. Herr Miłczak führt diese neben verschiedenen Mustern in seinem polnischen Banknotenkatalog auf. Es ist die Frage, ob man bei solch speziellen Unterschieden in einem Standardkatalog tatsächlich noch weiter in die Tiefe gehen sollte. Der Katalog zu den deutschen Banknoten ist über die Jahre ohnehin von einer dünnen Broschüre zu einem großen Nachschlagewerk angewachsen, das aktuell viel mehr Gebiete abdeckt, als dies der ehemalige "Rosenberg-Katalog" in seinen Ursprüngen tat. Zu anderen Ausgaben führe ich aber auch Text-Unterschiede aus (z.B. bein den sog. "Seitznoten"), also werde ich mir noch überlegen, ob ich diese hier ebenfalls noch in den Katalog aufnehme. Die 24. Auflage ist übrigens für den Herbst 2026 geplant. Beste Grüße Hans-Ludwig Besler (Grabowski)
- Lexikon: Maschinenproben
Maschinenproben sind Drucke von Maschinen, die für den Wertpapierdruck vorgesehen sind. Man verwendet dabei oft Klischeezusammenstellungen, die den vorgesehenen Originalen sehr ähnlich sind. Beispiele: Das US Bureau of Engraving and Printing bestellte für den Druck von US-Banknoten Druckmaschinen in Würzburg, auf denen vor deren Versand Maschinenproben mit Klischees des Bureau of Engraving and Printing gedruckt wurden; in Dänemark wurden vor dem Druckbeginn später kursierender Noten Maschinenproben von Test-Platten hergestellt, die in Sammlerhänder kamen; in Deutschland stellte die Bundesdruckerei Maschinenproben zu Banknoten der sog. Gemäldeserie her, die ebenfalls in geringer Zahl auf den Sammlermarkt kamen. Einseitige Maschinenprobe der Bundesdruckerei zu 10 DM der Deutschen Bundesbank von 1960 (Gemäldeserie). Einseitige Probebanknote (Maschinenprobe) der Bundesdruckerei mit Nennwert 100 zur "Gemäldeserie" von 1960. Einseitige Maschinenprobe des VEB Deutsche Wertpapierdruckerei Leipzig ähnlich den Banknoten der Serie 1964 der Deutschen Notenbank. Auch die von Wertpapierdruckereien hergestellten banknotenähnlichen Fantasiedrucke (Werbenoten), die die Qualitätsarbeit und Sicherheitsmerkmale dokumentieren sollen, kann man als Maschinenproben bezeichnen. Im Unterschied zu echten Druckproben von später verausgabten Banknoten sind Maschinenproben also banknotenähnliche Drucke, um die Leistungsfähigkeit von Druckmaschinen und Druckereien zu belegen. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abbildungen: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte
- Geldscheinporträts: Idi Amin – Der „Schlächter von Afrika“
Reihe zu Porträts bedeutender Persönlichkeiten auf Geldscheinen. Geburtsname: Idi Awo-Ongo Angoo Zur Person: Militär, Präsident, Diktator Nationalität: Ugandisch Lebensdaten: um 1925 – 16. August 2003 Geburtsort: Koboko (Uganda) Sterbeort: Dschidda (Saudi-Arabien) Idi Amin auf Staatsbesuch in Israel, 11. Juli 1971, Dan Hadani Collection, Pritzker Family National Photography Collection, Nationalbibliothek Israel. Viele verbinden die postkolonialen Staaten Afrikas mit Gewalt und politischem Chaos. Auch die Geschichte Ugandas scheint zunächst nur als eine Episode in einer langen Folge von politischen Katastrophen. Als prägendste Figur gilt der „Schlächter von Afrika“ Idi Amin, dessen Grausamkeiten in westlichen Medien mit einer Mischung aus Entsetzen und Faszination beschrieben werden. Aber auch seine Biografie ist lehrreich, da sie eng mit der politischen Geschichte und den Verstrickungen des kolonialen und nachkolonialen Ugandas verbunden ist. Idi Amin wurde um 1925 nahe der Grenze zum Sudan und Kongo geboren. 1946 trat er in die „King’s African Rifles“, die britische Kolonialarmee, ein. Dort war er an Einsätzen gegen Rebellionen in Somalia und Kenia beteiligt. Amin stieg – wohl auch wegen seiner Grausamkeit und fehlenden Hemmungen – schnell auf und hatte bald den höchstmöglichen Rang für Afrikaner inne. 1962 wurde Uganda unabhängig. Idi Amin fand rasch seinen Platz in der ersten Regierung. Unter dem Premierminister Milton Obote wurde er Oberkommandant über die Streitkräfte des neuen Staates. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten suchte Obote Unterstützung im sozialistischen Lager – sehr zum Missfallen der einstigen Kolonialmacht. Britische und israelische Militärberater begannen, Amin zu stärken. Obote wurde repressiver und versuchte, seine Macht zu sichern. 1970 degradierte er Amin, seinen ranghöchsten Militär. Doch die Lage war bereits außer Kontrolle geraten. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung war zu groß und sein Konkurrent Amin zu mächtig. Im Januar 1971, angeblich mit Unterstützung von britischen Geheimdiensten, putschte Idi Amin sich an die Macht. Auch die C.I.A. soll Amin in den 1970er Jahren mit Bomben und Ausrüstung versorgt und sich an militärischen Operationen beteiligt haben. Der militärische Coup-d’Etat verlief weitestgehend friedlich – die Jahre danach umso blutiger. Idi Amin reagierte auf Widerstand und wirtschaftliche Spannungen mit einem hohen Maß brutaler Willkür. Er ließ zehntausende indischstämmige Ugander ausweisen, vermeintliche Gegner wurden gefoltert und ermordet. Das Militär besetzte er entlang ethnischer Linien, wobei er besonders Gruppen aus dem Nordwesten des Landes bevorzugte. Geregelte staatliche Herrschaft gab es kaum mehr. Bis zu 500.000 Menschen starben unter Amins Herrschaft eines gewaltsamen Todes. Idi Amin erlangte als „Schlächter von Afrika“ traurige Bekanntheit – besonders Erzählungen über dessen grausame Folter- und Mordmethoden. Noch heute können Amins Folterkammern besichtigt werden. Bank of Uganda: 50 Shillings ohne Datum (1973), Vorderseite mit Porträt des Diktators Idi Amin in Uniform. Das Porträt von Amin wurde mit der Serie 1979 durch das Bankgebäude ersetzt. Bank of Uganda: 50 Shillings ohne Datum (1973), Rückseite mit Nalubaale-Staudamm und Wasserkraftwerk an den Owen-Fällen. Uganda fiel fast vollständig in die Subsistenzwirtschaft zurück, Korruption und Erpressung wurden zur Regel. Nach und nach verlor Amin auch außenpolitisch den Rückhalt. Er wandte sich von Israel, das ihn anfangs unterstützt hatte, ab und suchte stattdessen die Nähe zu Muammar al-Gaddafi und der arabischen Welt. Die USA schlossen ihre Botschaft 1973. Nachdem 1976 eine Air-France-Maschine von der Volksfront zur Befreiung Palästinas und einem Kommando der deutschen Revolutionären Zellen nach Entebbe in Uganda entführt wurde und die Befreiung israelischer Geiseln durch israelische Spezialtruppen („Operation Entebbe“) durch die Armee Idi Amins behindert wurde, schloss auch Großbritannien seine Botschaft. Das Regime war bereits dem Zerfall nahe, als Idi Amin 1978 den Befehl zur Invasion Tansanias gab. Den darauffolgenden Gegenoffensiven der tansanischen Truppen hielt Amins Armee nicht lange stand. Im April 1979 war die Hauptstadt Kampala eingenommen. Idi Amins Herrschaft war beendet. Er floh nach Libyen und in den Irak, bis er auf Einladung des saudischen Königshauses luxeriös in Dschidda lebte, wo er am 16. August 2003 starb. Er hinterließ mehrere Dutzend Kinder von vielen verschiedenen Frauen. Einer strafrechtlichen Verfolgung war er nie ausgesetzt. Elias Heindl Literatur/Quellen: Sathyamurthy, T. V. (1986): The Political Development of Uganda 1900–1985. Vermont: Gower Publishing Schlichte, Klaus (2011): Die zwei Leben des Idi Amin. In: Thomas Großbölting, Rüdiger Schmidt (Hrsg.): Der Tod des Diktators. Ereignis und Erinnerung im 20. Jahrhundert. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, S. 239–251 Paper Cites C.I.A. Aid To Amin's Army in 70's ; New York Times, 17. Dezember 1986, aufgerufen über: www.nytimes.com/1986/12/17/world/paper-cites-cia-aid-to-amin-s-army-in-70-s.html (zul. am 12.08.2025)
- Ein neues Polymersubstrat ist im Umlauf!
Die Banknoten Vietnams werden nicht mehr auf Guardian™ gedruckt. Vietnam begann 2003 mit der Ausgabe seiner höherwertigen Banknoten aus Polymer, beginnend mit den 50.000- und 500.000-Dong-Banknoten. Die anderen Nennwerte (10.000, 20.000, 100.000 und 200.000 Dong) folgten in den darauffolgenden Jahren. Bis einschließlich 2023 wurde für alle Stückelungen das von CCL Secure hergestellte Polymersubstrat Guardian™ verwendet. Die Banknoten wurden zunächst von Note Printing Australia (NPA) gedruckt, später dann von der heimischen National Banknote Printing Plant (NBPP), heute die einzige Einrichtung, die zum Drucken vietnamesischer Währung berechtigt ist. (Hinweis: Die ersten beiden Ziffern der Kontrollnummer geben das Druckjahr an.) Da Vietnam die Kontrolle über seine Kapazitäten im Banknotendruck fest in der Hand behält, stärken inländische Unternehmen wie Q&T Hi-tech Polymer die finanzielle Autonomie des Landes und positionieren sich gleichzeitig als starke Wettbewerber auf dem globalen Markt für Polymerbanknoten-Materialien. Die NBPP ist dazu übergegangen, lokale Lieferanten für Polymersubstrate zu nutzen, ein Markt, der lange Zeit von ausländischen Anbietern dominiert wurde. Wie oben erwähnt, wurden die letzten vietnamesischen Polymerbanknoten, die auf Guardian™ gedruckt wurden, im Jahr 2023 hergestellt. Im Jahr 2024 wurden nur die Stückelungen 10.000, 20.000 und 50.000 Dong ausgegeben, die alle auf dem Polymersubstrat von Q&T gedruckt wurden. Schauen Sie sich die neuen Ausgaben von 2024 genau an. Welche Unterschiede sehen Sie zwischen den Substraten? 10.000 Dong: Ausgabe (20)23 auf Guardian™ (oben) und Ausgabe (20)24 auf dem Polymer-Substrat von Q&T (darunter): 20.000 Dong: Ausgabe (20)22 auf Guardian™ (oben) und Ausgabe (20)24 auf dem Polymer-Substrat von Q&T (darunter): 50.000 Dong: Ausgabe (20)23 auf Guardian™ (oben) und Ausgabe (20)24 auf dem Polymer-Substrat von Q&T (darunter): Obwohl Q&T ein vietnamesisches Unternehmen ist, wurde es von der vietnamesischen Staatsbank und der NBPP strengen Tests und Bewertungen unterzogen, um sich als Lieferant für aktuelle Ausschreibungen zu qualifizieren. Q&T erfüllte zunächst erfolgreich die Anforderungen für die Nennwerte 10.000 und 50.000 Dong, einschließlich der anspruchsvollen diffraktiven optischen Elemente (Komponenten, die die Eigenschaften des Lichts durch Diffraktion manipulieren), und stellte damit die Fähigkeiten und sein Fachwissen unter Beweis. Durch die Partnerschaft mit der Staatsbank von Vietnam und der NBPP leistet Q&T einen wichtigen Beitrag zur vietnamesischen Währung in Form der im Umlauf befindlichen 10.000-, 20.000- und 50.000-Dong-Banknoten. Am 5. Dezember 2025 fand bei der NBPP die Vertragsunterzeichnung für die Lieferung von Sicherheitsdruck-Substrat, Code B07 – 2026, zwischen der NBPP und dem Auftragnehmerkonsortium aus Q&T und TFS (TFS Solutions And Technology Investment Joint Stock Company) statt. Der Vertrag gewährt Q&T das Recht, das Polymersubstrat für die 100.000-Dong-Banknote im Rahmen des Produktionsplans für 2026 zu liefern. Dies folgt auf den früheren Erfolg von Q&T bei der Vergabe einer internationalen Ausschreibung für die Lieferung derselben 100.000-Dong-Banknote für 2025. (Anmerkung: Bis Dezember 2025 wurden noch keine Banknoten mit Jahrgang 2025 in Umlauf gebracht.) „Banknote Industry News“ hat die Produktinnovationen des Unternehmens hervorgehoben, insbesondere seinen Ansatz zur Sicherheitsintegration in Polymersubstrate. Q&T hat nun POLY-SHIELDED vorgestellt, das als weltweit erstes Polymersubstrat für Banknoten beschrieben wird, in dessen Struktur mehrere optisch variable Elemente (OVDs) eingebettet sind. Nach Angaben des Unternehmens werden die meisten herkömmlichen Sicherheitsmerkmale von Banknoten, wie Hologramme, Folien und Spezialfarben, auf die Oberfläche aufgebracht, wodurch sie im Laufe der Zeit anfällig für Abnutzung, Feuchtigkeit, Chemikalien, Entfernung oder Nachahmung sind. Im Gegensatz dazu integriert POLY-SHIELDED Schutz- und optische Merkmale direkt in die Polymerschichten und schafft so eine manipulationssichere Struktur, die Reibung, Feuchtigkeit, UV-Strahlung und Verunreinigungen standhält. Q&T hat festgestellt, dass der eingebettete Ansatz auch ein durchgängiges künstlerisches Design über die gesamte Oberfläche der Banknote ermöglicht, ohne die Sicherheitsmerkmale zu unterbrechen oder zu verzerren. Bleiben Sie dran für weitere Entwicklungen. Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- Aus privaten Sammlungen: 5000 Tenge von Kasachstan aus dem Jahr 1998
Die Republik Kasachstan ist ein Binnenstaat, der größtenteils in Zentralasien liegt, wobei ein kleiner Teil in Osteuropa liegt. Kasachstan ist flächenmäßig das neuntgrößte Land der Welt. Es grenzt im Norden und Westen an Russland, im Osten an China, im Südosten an Kirgisistan, im Süden an Usbekistan und im Südwesten an Turkmenistan und hat eine Küste am Kaspischen Meer. Die Hauptstadt ist Astana, während die größte Stadt und das führende Kultur- und Handelszentrum Almaty ist, das bis 1997 die Hauptstadt war. Kasachstan ist seit der Altsteinzeit besiedelt. Das kasachische Territorium war ein wichtiger Bestandteil der eurasischen Handelsroute durch die Steppe, dem Vorläufer der Seidenstraßen. Archäologen glauben, dass Menschen das Pferd erstmals in den weiten Steppen dieser Region domestiziert haben. Die Hauptwanderung der Turkvölker fand zwischen dem 5. und 11. Jahrhundert statt, als sie sich über den größten Teil Zentralasiens ausbreiteten. Das Gebiet wurde von verschiedenen Völkern beherrscht, darunter auch von den Mongolen. Nach der Teilung des Mongolischen Reiches im Jahr 1259 wurde das Gebiet, das später zum heutigen Kasachstan wurde, von der Goldenen Horde, auch bekannt als Ulus von Jochi, beherrscht. Während der Zeit der Goldenen Horde entstand unter der herrschenden Elite eine türkisch-mongolische Tradition, in der die turkifizierten Nachkommen Dschingis Khans den Islam annahmen und weiterhin über das Land herrschten. Im 15. Jahrhundert entstand infolge der Auflösung der Goldenen Horde das Kasachische Khanat. Im frühen 16. Jahrhundert verwandelten die Kasachen das Khanat in ein Nomadenreich, das sich über die Steppen östlich des Kaspischen Meeres und nördlich des Aralsees bis zum Oberlauf des Irtysch und den westlichen Ausläufern des Altai-Gebirges erstreckte. Im Jahr 1822 wurde die Institution des Khanats unter den kasachischen Horden abgeschafft, was 1824–1827 zum Aufstand von Sultan Qasym führte. Der letzte Versuch, das Khanat wiederherzustellen, wurde von Sultan Kenesary Qasymov angeführt, der sich 1837 zum Khan erklärte und bis zu seinem Tod 1847 einen bewaffneten Kampf gegen die russischen Behörden führte. Im 19. Jahrhundert begann das Russische Reich, seinen Einfluss auf Zentralasien auszuweiten. Nach dem Zusammenbruch der Zentralregierung in Petrograd im November 1917 erlebten die Kasachen eine kurze Phase der Autonomie (die Alash-Autonomie), bevor sie schließlich der Herrschaft der Bolschewiki unterworfen wurden. Am 26. August 1920 wurde die Kirgisische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik innerhalb der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (RSFSR) gegründet. Die Kirgisische ASSR umfasste das Gebiet des heutigen Kasachstan und wurde im Juni 1925 in Kasachische ASSR umbenannt. Kasachstan erklärte am 25. Oktober 1990 seine Souveränität innerhalb der Sowjetunion. Nach dem gescheiterten Putschversuch vom August 1991 in Moskau erklärte das Land am 16. Dezember 1991 seine vollständige Unabhängigkeit und war damit die letzte Sowjetrepublik, die diesen Schritt vollzog. Kasachstan verwendete noch den russischen Rubel als Währung, als Russland im Juli 1993 mit nur dreitägiger Vorankündigung eine neue Landeswährung einführte. Dies führte dazu, dass alte sowjetische Banknoten nach Kasachstan strömten, was zu Preissteigerungen und Produktknappheit führte, da die Menschen mit den schnell an Wert verlierenden Banknoten alles kauften, was sie konnten. Um die Kontrolle über seine Wirtschaft zurückzugewinnen, gab Kasachstan am 15. November 1993 eine eigene Währung mit einem Kurs von 500 Rubel zu einem Tenge heraus. Die erste Serie umfasste Banknoten zu 1, 2, 5, 10, 20 und 50 тиын (tiyn) sowie 1, 3, 5, 10, 20, 50 und 100 теңге (tenge). Die neue Banknotendruckerei der Nationalbank von Kasachstan wurde im Juni 1995 in Almaty eröffnet und übernahm anschließend die Produktion der Banknoten des Landes von Harrison & Sons. Von 1993 bis 2003 wurde die al-Farabi-Serie in den Stückelungen 200 (1993), 500 (1994), 1000 (1994), 2000 (1996) und 5000 (1998) eingeführt. Die in diesem Beitrag vorgestellte 5000-Tenge-Banknote aus dem Jahr 1998 ist inzwischen für Sammler die seltenste und teuerste aller kasachischen Banknoten. Objekttyp: Banknote Sammlung: Karl Köhler Authentizität: Original Land/Region/Ort: Kasachstan Emittent: ҚАЗАҚСТАН ҰΛТТЫҚ БАНКІ (Nationalbank von Kasachstan) Nominal: 5000 Tenge Datierung: 1998 Vorderseite: Kasachischer Text. Der muslimische Gelehrte Abu Nasr Muhammad al-Farabi mit Turban in der Mitte, oben links das Staatswappen. Der Nennwert in Worten, darunter 5000, darunter Tenge, darunter zwei stilisierte Schneeleoparden rechts. Ein breiter gefensterter Sicherheitsfaden rechts mit dem entmetallisierten Schriftzug „Қазақстан“. Zahlreiche geometrische Muster und die Wertzahl „5000“ wiederholen sich diagonal im Hintergrund. Ein Registrierungsmerkmal unten in der Mitte links. Rückseite: Kasachischer Text. Das Mausoleum von Hodscha Ahmen Yassavi in Turkestan, einer Stadt in Südkasachstan. Zahlreiche geometrische Muster und die Zahl „5000“ wiederholen sich vertikal im Hintergrund. Unterschriften: Kadyrzhan Damiltov (ТӨРАҒА [Vorsitzender]) Material: Papier mit Wasserzeichen (von al-Farabi mit Elektrotypie eines stilisierten Schneeleoparden darunter) Druck: Banknotendruckerei der Nationalbank von Kasachstan (nicht auf der Banknote gedruckt) Format: 149 mm x 74 mm Nummerierung: AA1266284 Zitate: Kazakhstan 18 (Standard Catalog of World Paper Money, Modern Issues 1961-Present, 25th Edition). B118 ( The Banknote Book : Kazakhstan, Owen W. Linzmayer) Donald Ludwig Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com .
- Superfest! Zur Vernichtung der Banknotenserie der Deutschen Notenbank von 1964
Nicht nur die Herstellung, sondern auch die Vernichtung von aus dem Verkehr gezogenen Banknoten stellte und stellt Notenbanken oft vor besondere Herausforderungen [1] . Die Deutsche Notenbank bzw. die Staatsbank der DDR stand ab Mitte der 1960er-Jahre ebenfalls vor entsprechenden Problemen, denn: Das Papier der Banknoten der Ausgabe von 1964 war zu hochwertig! Die Banknoten der Ausgaben 1948 und teilweise auch 1955 waren durch die Deutsche Notenbank verschiedenen Papier- und Kartonagefabriken zur Verkollerung übergeben worden. Dabei wurden die Scheine durch ein schweres Mahlwerk unter Hinzufügung von Wasser und chemischen Zusätzen zu einem Papierbrei zermahlen, der anschließend für die Herstellung von Papier und Pappen verwendet wurde. Ab dem 1. August 1964 gab die Deutsche Notenbank eine neue Serie von Banknoten in den Wertstufen zu 5, 10, 20, 50 und 100 MDN aus [2] , die im Stahlstich-Tiefdruck bei der Staatsdruckerei der UdSSR „Gosnak“ hergestellt worden war [3] . Mitte 1965 liefen die ersten stark gebrauchten Exemplare dieser Scheine an die Deutsche Notenbank zurück, die aus dem Umlauf genommen und zur Vernichtung bereitgestellt wurden. Auch bei diesen Scheinen versuchte man zunächst, sie an den Papierfabriken zur Vernichtung durch Verkollerung weiterzugeben. Die Scheine waren vorher durch die Deutsche Notenbank zerschnitzelt und teilweise lochentwertet worden [4] , wobei die Schnipsel recht groß waren und Teile der Banknote gut erkennen ließen. Das sollte sich noch als problematisch herausstellen. Schnipsel von zur Verkollerung bestimmten Banknoten der Deutschen Notenbank Ausgabe 1964 aus den Beständen der Papier- und Kartonagefabrik PAKA in Glashütte/Erzgebirge. Diese waren durch Anwohner am 3. Juni 1969 auf offener Strasse in Bärenhecke bei Glashütte gefunden worden. Was die Deutsche Notenbank nicht bedacht hatte, war, dass dem Papier der Scheine der Ausgabe 1964 bei der Herstellung Kunstharze zugegeben worden waren, die für eine besondere Haltbarkeit sorgen sollten. Das Papier war dadurch „nassstabil“ – es löste sich in Wasser nicht auf. Was die Haltbarkeit der Scheine und damit deren Umlaufdauer erhöhte, wurde für die Vernichtung plötzlich zu einem echten Problem: Die weiterhin bei diversen Betrieben der Altpapierverwertung angelieferten Schnipsel von Banknoten der Ausgabe 1964 konnten dort nicht mehr, wie noch die Vorgängerserien, problemlos verkollert werden. Die Papierindustrie lehnte daher ab 1968 einheitlich die weitere Annahme von Banknotenschnipseln zur Verwertung ab. Die Staatsbank tat deshalb ab Sommer 1969, was diverse Papierfabriken mit den ihr überlassenen Schnipseln - ohne Genehmigung der Staatsbank - auch schon getan hatte: Sie begann damit, diese in Säcken auf der Mülldeponie Schwanebeck bei Bernau abladen zu lassen. Dabei hatte sie allerdings den sozialistischen Schlendrian auch bei der Ablagerung von Müll nicht berücksichtigt. Denn entgegen ausdrücklichen Weisungen wurden die Säcke dabei mitnichten mit Schutt und Erde bedeckt. Wind und Wetter setzten den Säcken zu und bald fanden sich zudem ungebetene Besucher ein. Am 29. September 1969 bei der Kreisfiliale Bernau der Industrie und Handelsbank zum Umtausch vorgelegte Scheine zu 20 und 100 MDN, die aus Banknotenschnipseln zusammengeklebt worden waren, die die Staatsbank einige Monate zuvor auf der Mülldeponie Schwanebeck bei Bernau hatte abkippen lassen. Rückseiten. Am 29. September 1969 legte Dieter H. aus Zepernick bei der Kreisfiliale Bernau der Industrie und Handelsbank je eine Banknote zu 20 und 100 MDN der Ausgabe 1964 zum Umtausch vor. Die Bankmitarbeiter erkannten sofort, dass mit diesen beiden Scheinen etwas nicht stimmen konnte: Sie waren aus diversen gelochten Schnipseln zusammengeklebt. Auch wichen die Kontrollnummern auf beiden Notenhälften voneinander ab. Die Industrie- und Handelsbank zog die Noten gegen Empfangsbescheinigung ein und schickte sie an die Staatsbank der DDR in Berlin. Dort erkannte man schnell, worum es sich handelte – die Scheine waren aus den Schnipseln von zur Vernichtung bestimmten Banknoten zusammengesetzt worden. Wegen der Nähe von Zepernick zur Mülldeponie Schwanebeck war auch sofort klar, woher diese Schnipsel stammen mussten. Die Deutsche Notenbank leitete Ermittlungen ein, der Einreicher wurde durch die Volkspolizei in Bernau vorgeladen. Bei seinen Aussagen verwickelte er sich in Widersprüche: Während er zunächst angab, einer alten Dame beim Umtausch behilflich gewesen zu sein, und sodann mitteilte, dass er die Scheine zur Vermeidung von Missbrauch nur habe abgeben wollen, stellte sich schließlich heraus, dass Dieter H. Säcke mit Banknotenschnipsel auf der Müllkippe in Schwanebeck gefunden hatte, aus denen dann zwei Scheine zusammengeklebt wurden. Die Müllkippe suchte Dieter H. nach eigenen Angaben regelmäßig Samstags zum „Kramen“ auf. Nicht nachzuweisen war Dieter H., dass er die Scheine selbst zusammengeklebt hatte, von DNA-Spurenauswertung war man damals noch weit entfernt. Zur Einleitung eines Strafverfahrens gegen Dieter H. kam es nicht, obwohl jedenfalls eine Strafbarkeit wegen versuchten Betrugs nachgewiesen war. Über die Gründe schweigen sich die Akten der Staatsbank aus, sie dürften aber auf der Hand gelegen haben: Dieter H. war Sekretär bei der DDR-Gewerkschaft IG Bau und Holz. Ein Funktionär als Müllkippenkramer und Bankbetrüger – ein öffentliches Aufsehen in diesem Fall musste vermieden werden. Staatsbank und Volkspolizei kamen daher überein, den Fall durch einen Bescheid der Staatsbank zum Einlösungsantrag zu beenden, der am 23. Oktober 1969 erging. Die Einlösung der Scheine wurde abgelehnt, Dieter H. vor dem Hintergrund seiner Funktionärsstellung und als Bürger des sozialistischen Staates schärfstens verwarnt. Eine Kopie des Schreibens und die zusammengeklebten Noten wurden zu den Akten genommen. Empfangsbescheinigung der Kreisfiliale Bernau der Industrie und Handelsbank über die von Dieter H. zum Umtausch vorgelegten Banknoten. Zu einer Erstattung kam es nicht. Die weitere Verklappung von Banknotenschnipseln auf Mülldeponien kam damit jedenfalls nicht mehr in Betracht, zumal auch in Bärenhecke bei Glashütte auf offener Straße Banknotenschnipsel aufgetaucht waren, die aus einer ungesicherten Abfuhr von Säcken mit nicht verkollerbaren Schnipseln durch die Papier- und Kartonagenfabrik PAKA in Glashütte stammten. Einen ähnlichen Fund hatte die Volkspolizei bereits Ende April 1969 an der Autobahn bei Duben in Brandenburg gemacht, wo in einer Sandgrube ebenfalls Säcke mit Banknotenschnipseln gefunden wurden. Diese hatte der VEB Lübbener Papierfabrik dort ohne Genehmigung der Staatsbank abladen lassen. Banknotenschnipsel aus einer Sandgrube bei Duben, die von einer Streife der Volkspolizei am 28. April 1969 sichergestellt worden waren. Der VEB Lübbener Papierfabrik hatte dort ohne Genehmigung der Staatsbank Säcke mit nicht verkollerbaren Schnipseln abladen lassen. Interessant ist, dass diese ungelocht sind. In den Folgejahren führte die Staatsbank der DDR zusammen mit diversen staatlichen Produktionsbetrieben und sogar dem Forschungsbereich Chemie der Akademie der Wissenschaften der DDR Versuche durch, nicht mehr umlauffähige Banknoten einer Wiederverwertung zuzuführen – sei es als Altpapier, bei der Herstellung von Faserplatten oder als Zwischenlage bei der Herstellung von Wellpappe. Alle Versuche brachten unbefriedigende Ergebnisse oder erwiesen sich als zu aufwändig und unwirtschaftlich. Eine testweise Verbrennung von Notenschnipseln in den Kesseln eines Ostberliner Kraftwerkes scheiterte am Aufwand: Die Verbrennung von 350 kg Banknotenschnipseln dauerte 3 ½ Stunden, da die Schnipsel nur häppchenweise dem Verbrennungsprozess beigegeben werden konnten. Außerdem führte die Verbrennung zu einer starken Verschmutzung der Kessel. Ebenso erfolglos waren Überlegungen, die ausgesonderten Banknoten in ausgedienten Bergwerksstollen zu verkippen, wie das die Nationalbank der Tschechoslowakei tat. Die Banknoten der Ausgabe 1964 erwiesen sich selbst in stark gebrauchtem Zustand als zu robust. Ab 1975 fand die Staatsbank der DDR die Möglichkeit einer Verbrennung ausgesonderter Banknoten in der 1974 in Betrieb genommenen Müllverwertungsanlage in Berlin-Lichtenberg, der seinerzeit einzigen in der DDR. Auch hier waren jedoch die Kapazitäten zur Vernichtung begrenzt. Außerdem rückten jetzt nicht mehr umlauffähige Bestände aus der ab 1973 ausgegebenen Ausgabe von 1971/1975 [5] nach, die ebenfalls vernichtet werden mussten. Die Probleme bei der Vernichtung der Banknotenausgabe 1964 erklären, warum 1990 in den Tresoren der Staatsbank der DDR noch große Mengen dieser Scheine vorhanden, obwohl bereits zum 31. Dezember 1983 ungültig geworden waren. Diese Bestände wurden dann 1991 durch die Staatsbank in Berlin in einer Untertageanlage bei Halberstadt eingelagert [6] . Auch dort erwiesen sie sich aufgrund der Papierqualität als „superfest“ [7] . Die Scheine verrotteten nicht wie geplant und mussten 2002 nach Bekanntwerden von Diebstählen unter hohem Aufwand geborgen und einer Vernichtung durch Hochtemperaturverbrennung in der Müllverbrennungsanlage Buschhaus in Schöningen bei Helmstedt zugeführt werden. Hätte man seitens der Staatsbank in Berlin vor der Einlagerung in die alten Unterlagen zur Vernichtung von Banknoten aus den Jahren 1969 bis 1975 geschaut, hätte man vielleicht erahnen können, dass der Plan, die Scheine im Halberstädter Stollen verrotten zu lassen, aufgrund der Papierqualität der Banknoten zum Scheitern verurteilt sein musste. Dr. Sven Gerhard Anmerkungen Dazu Uwe Bronnert, Kurze Geschichte der Vernichtung von Banknoten, https://www.geldscheine-online.com/post/kurze-geschichte-der-vernichtung-von-banknoten Grabowski DDR-16 bis DDR 20 Interessante Details dazu bei Peter Leisering, Geldgeschichten aus der DDR, Regenstauf 2011, S. 107 ff. Vermutlich stammen lochentwerte Scheine aus den Kreisfilialen der Staatsbank, die eingezogene Scheine vor Versand an die Zentrale in Berlin zur Entwertung mehrfach lochten. Grabowski DDR-21 bis DDR-25 Dazu mit anschaulichen Bildern Hans-Ludwig Besler, Das Ende der DDR-Banknoten, https://www.geldscheine-online.com/post/das-ende-der-ddr-banknoten , ferner Uwe Bronnert, Das Milliardengrab – Eine Währung wird abgewickelt https://www.geldscheine-online.com/post/das-milliardengrab-eine-w%C3%A4hrung-wird-abgewickelt , sowie die KfW-Publikation „Der Schatz von Halberstadt“, online abrufbar unter https://www.kfw.de/stories/halberstadt.html „Superfest“ war in der DDR eine Marke für hochfeste Trinkgläser, die aufgrund eines besonderen Herstellungsverfahrens erheblich stabiler und bruchfester waren als Trinkgläser aus normalem Glas. Sie wurden zwischen 1980 und 1990 im damaligen VEB Sachsenglas Schwepnitz (Kombinat Lausitzer Glas) produziert.
- Testmitgliedschaft bei der IBNS: Ein Jahr für nur 5 Euro!
Vom 1.1. bis 30.06.2026 bietet die International Bank Note Society (IBNS) für Neumitglieder eine einjährige Testmitgliedschaft für nur 5 Euro an. Die Testmitgliedschaft wandelt sich nach einem Jahr in eine reguläre Mitgliedschaft um und kann zum Ablauf gekündigt werden. Neumitglieder können während der Testmitgliedschaft alle Vorteile der IBNS nutzen, das viermal jährlich in englischer Sprache erscheinende IBNS-Journal (80 Seiten) kann als pdf-Datei aus dem Mitgliederbereich der Webseite der IBNS heruntergeladen werden. Der reguläre Mitgliedsbeitrag beträgt 32 Euro pro Jahr und schließt den Versand des gedruckten Journals ein. Mitglieder der IBNS erhalten zudem eine Vergünstigung von 20 US-Dollars auf das jährliche Abonnement des Weltbanknotenkatalogs The Banknote Book von Owen W. Linzmayer. Die 1961 gegründete IBNS hat derzeit etwa 1.800 Mitglieder in über 90 Ländern und ist die größte Vereinigung von Banknotensammlern weltweit. Sie hat ihren offiziellen Sitz in England. Eine Beantragung der Mitgliedschaft ist hier möglich: https://www.theibns.org/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=1006 Dr. Sven Gerhard
- Tongas Serie 2023: Musterscheine und mehr!
Am 4. Dezember 2023 gab die National Reserve Bank of Tonga (NRBT) ihre neue Banknotenserie in den Stückelungen 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Pa'anga heraus. Alle Banknoten wurden von De La Rue plc gedruckt. Die 5- und 10-Pa'anga-Scheine wurden auf dem Safeguard®-Polymersubstrat gedruckt, die anderen auf einem Substrat auf Baumwollbasis. Über diese Neuausgaben wurde erstmals HIER in diesem Blog berichtet. Die UV-Bilder dieser Banknoten wurden HIER vorgestellt. Für den Gebrauch durch die NRBT wurden zwei Varianten von Musterbanknoten erstellt. Was ist eigentlich ein Musterschein ("Specimen" auf Englisch)? Eine Musterbanknote wird in der Regel in sehr begrenzter Auflage gedruckt und an Zentralbanken verteilt, um diese bei der Erkennung von Banknoten aus anderen Ländern zu ermöglichen. In einigen Fällen werden Musterbanknoten an Geschäftsbanken, Strafverfolgungsbehörden und Wirtschaftsunternehmen verteilt und manchmal auch dazu verwendet, die breite Öffentlichkeit über neue Designs zu informieren. Manchmal werden Musterbanknoten an Sammler verkauft (oft in speziellen Foldern oder Alben verpackt). Gelegentlich werden Musterbanknoten als Geschenke an Würdenträger oder Mitarbeiter von Zentralbanken verteilt, oft in Präsentationsalben. Wenn eine Zentralbank einen Druckauftrag erteilt, gibt sie die Anzahl der Musterscheine an, die sie erhalten möchte. Im Falle der NRBT wurden zwei Varianten von Musterbanknoten hergestellt: Offizielle Bank-Musterscheine mit den Kontrollnummern A000000, dem Wort " SPECIMEN " in roter Schrift in der oberen linken und unteren rechten Ecke und " SPECIMEN No xxx " in roter Schrift in der unteren linken Ecke, wobei xxx = 001 bis 100. Somit wurden 100 Musterscheine für den internen Gebrauch der Bank hergestellt. Die Rückseiten der Bankmuster weisen keinerlei Aufdrucke auf und sehen genauso aus wie die im Umlauf befindenden Banknoten. Offizielle Sammler-Musterscheine mit den Kontrollnummern A000000 und dem Wort " SPECIMEN " in roter Schrift, das diagonal auf der Vorder- und Rückseite jeder Banknote aufgedruckt ist. Es wurden 1000 Musterscheine für Sammler hergestellt, die genauso offiziell wie die Bankmuster sind, jedoch für ein anderes Publikum bestimmt. Beide Musterbanknoten-Varianten aus Tonga sind sehr begehrte Sammlerstücke und eine schöne Ergänzung für jede Sammlung. Wie bereits bei den beiden vorherigen Serien wurden auch die neuen NRBT-Banknoten mit gleichen Kontrollnummern in Präsentationsfoldern (Mappen) verpackt und der Öffentlichkeit zum Verkauf angeboten. Ausgewählt wurden die Kontrollnummern 1 bis 100 sowie etwa 250 weitere Nummern, darunter niedrige Nummern unter 500 und viele Nummern, die für Jahreszahlen stehen, wie 1965, 2024 usw. Diese "matching serial number sets" in Präsentationsfoldern waren bei den Bankangestellten sehr beliebt, die viele davon selbst kauften. Viele kauften ihr Geburtsjahr und/oder andere Nummern, die für sie eine besondere Bedeutung hatten. Sogar die Banknoten im offiziellen Präsentationsset, das bei der Enthüllungszeremonie verwendet wurde und jetzt in der Lobby der NRBT ausgestellt ist, haben alle die Kontrollnummer A002023, das Ausgabejahr. Diese Präsentationsmappen wurden alle vom Gouverneur der NRBT handsigniert. Das in der Lobby der NRBT ausgestellte, offizielle Präsentationsset der aktuellen Serie. Zusätzlich zu den normalen Umlaufbanknoten, den Musterbanknoten und den "matching number sets", gibt es Ersatzbanknoten für alle sechs Stückelungen. Der Ersatzpräfixbuchstabe ist Z statt A. Vier der sechs Ersatznoten der aktuellen Serie. Alle oben genannten Varianten haben nun ihren Weg auf den Sammlermarkt gefunden, wobei die offiziellen Bankmuster am seltensten sind. Donald Ludwig ( polymernotes.org )
- Russland gibt eine neue 1000-Rubel-Banknote aus
Am 26. Dezember 2025 gab die Zentralbank der Russischen Föderation offiziell erstmals ihre neue 1000-Rubel-Banknote heraus. Die Vorderseite zeigt den Nikolskaja-Turm (Sankt-Nikolaus-Turm) und die Brücke des Kremls von Nischni Nowgorod, das Hauptgebäude der Messe von Nischni Nowgorod, eine Karte der Flüsse Oka und Wolga, einen stilisierten Turm und Kreis in einem farbwechselnden Sicherheitsmerkmal (OVI), das von gold-purpurrot bis gold-grün die Farbe wechselt, das Stadion von Nischni Nowgorod und einen QR-Code. Die Rückseite zeigt die Straßenbrücke von Saratow, ein Tragflügelboot Meteor-120R, den Palast der Bauern in Kasan, eine Karte des Föderationskreises Wolga, fliegende Vögel und einen 5,5-mm-breiten holografischen Sicherheitsfaden mit Flügeln und Fenstern, auf dem „1000 CBRF“ in entmetaliserter Schrift zu sehen ist. Das Wasserzeichen zeigt den Nikolskaya-Turm, seine Brücke und die Elektrotypie 1000. Die Papierbanknote wurde von Gosnak gedruckt und misst 157 mm x 69 mm. Die Banknote wurde zwar offiziell ausgegeben, wird jedoch Berichten zufolge nicht sofort in Umlauf kommen. Die Verzögerung könnte bis zu anderthalb Jahre dauern, da Geldautomaten usw. an die neuen Banknoten angepasst werden müssen. Erinnern wir uns daran, dass die Zentralbank bereits eine aktualisierte 1.000-Rubel-Banknote vorgestellt hatte, über die HIER im Geldschein-Blog berichtet wurde. Damals war auf der Vorderseite auch der Nikolskaja-Turm des Kremls von Nischni Nowgorod abgebildet, aber auf der Rückseite das Museum für die Geschichte der Staatlichkeit des tatarischen Volkes und Tatarstans, der Syuyumbike-Turm in Kasan und das Museum für Archäologie und Ethnographie in Ufa. Das Bild des Museums sorgte jedoch für Empörung. Insbesondere der Priester und Blogger Pavel Ostrovsky war empört darüber, dass auf der Banknote angeblich eine Kirche ohne Kreuz und ein Minarett mit Halbmond abgebildet waren. Später widmete sich auch die russisch-orthodoxe Kirche diesem Problem. Der Leiter der Abteilung für Medienarbeit, Vladimir Legoyda, forderte eine sorgfältigere Auswahl der Bilder für Banknoten, um „keine Spannungen zu erzeugen, wo keine sein sollten“. Gleichzeitig betonte die russisch-orthodoxe Kirche, dass die Kirche auf der Banknote ohne Kreuz abgebildet sei, da es sich um ein Museum handele und in Wirklichkeit kein Kreuz auf ihrer Kuppel zu sehen sei. Letztendlich beschloss die Zentralbank jedoch, die Ausgabe der Banknote zu stoppen, ohne sie in den Umlauf zu bringen. Um Missverständnisse in Zukunft zu vermeiden, startete die Regulierungsbehörde auf ihrer Internetseite eine Abstimmung über die Objekte, die auf der Banknote abgebildet werden sollten. 25 Symbole des Föderationskreises Wolga nahmen an der Abstimmung teil. Am Ende erhielt das in Zelenodolsk hergestellte Hochgeschwindigkeits-Tragflügelboot Meteor die meisten Stimmen. Der Kasaner Bauernpalast belegte den zweiten und die Saratower Automobilbrücke über die Wolga den dritten Platz. Rund 700.000 Russen nahmen an der Abstimmung teil. Donald Ludwig
- Marokko: Gedenkbanknote zum Afrika-Cup
Anlässlich der Ausrichtung der 35. Ausgabe des Afrika-Cups gab die Bank Al-Maghrib (die marokkanische Zentralbank) am 22. Dezember 2025 eine Gedenkmünze mit einem Nennwert von 250 sowie eine Gedenkbanknote mit einem Nennwert von 100 Dirhams heraus. Diese Ausgaben erinnern an AFCON 2025 (den 35. Afrika-Cup) vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko. Die Gedenkbanknote verdeutlicht das Engagement des Königreichs für den Sport und hebt seine neue Sportinfrastruktur hervor. Auf der Vorderseite sind das Porträt von König Mohammed VI., das Wappen des Königreichs, eine stilisierte Darstellung des Prinz-Moulay-Abdellah-Sportkomplexes in Rabat, die Umrisskarte Afrikas, ein marokkanisches Arabeskenmotiv und ein stilisierter Fußball abgebildet. Die Rückseite zeigt den Namen der ausgebenden Institution in Tifinagh (eine Schrift, die zur Darstellung der Berbersprachen verwendet wird und aus dem alten libysch-berberischen Alphabet hervorgegangen ist) und in lateinischer Schrift, eine Innenansicht des Prince Moulay Abdellah Sports Complex in Rabat, stilisierte Silhouetten von Fußballspielern, einen mit der Karte Afrikas verzierten Fußball, dynamische Sterne, die an Feierlichkeiten erinnern, sowie eine Mischung aus marokkanischen Arabesken und afrikanischen Motiven. Die Banknote verfügt über mehrere hochmoderne Sicherheitsmerkmale, darunter einen gefensterten Sicherheitsfaden mit Farbwechsel-Effekt und dynamischen Effekten, ein durchscheinendes Registerungsmerkmal, Motive, die mit speziellen Druckfarben gedruckt sind, die je nach Blickwinkel ihre Farbe ändern, Motive mit taktiler Reliefstruktur für Sehbehinderte und Mikrotexte. Das Wasserzeichen zeigt König Mohammed VI. und eine Elektrotypie der Zahl 100. Die 100-Dirhams-Gedenkbanknote, die ein gesetzliches Zahlungsmittel ist und im ganzen Land zum Bezahlen verwendet werden kann, wurde in begrenzter Auflage herausgegeben und wird parallel zu den derzeit im Umlauf befindlichen 100-Dirhams-Banknoten verwendet. Alle Phasen des Entwurfs- und Produktionsprozesses dieser Gedenkbanknote (und -münze) wurden ausschließlich von marokkanischen Spezialisten bei Dar As-Sikkah, der nationalen Banknotendruckerei und Münzprägeanstalt Marokkos, durchgeführt. Donald Ludwig












