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- Teutoburger Münzauktion: Nachbericht zum Banknotenteil der Auktion 173 am 7. September 2026
Die 173. Auktion der Teutoburger Münzauktion verlief sehr erfolgreich und überzeugte mit zahlreichen Highlights im Einzellos-Bereich sowie enormen Steigerungen bei Lots und Sammlungen. Bei 438 Losen lag der Gesamtschätzpreis bei rund 150.000 €, während ein beeindruckender Gesamtzuschlag von 240.000 € erzielt wurde. Damit konnte der Schätzpreis deutlich übertroffen werden. Einige interessante Lose sind aktuell noch im Nachverkauf erhältlich. Zur Teutoburger Münzauktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/ Zum Nachverkauf im Banknotenteil der 173. Teutoburger Münzauktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/suche/13163/seite/1/?lot_range=1-438&items_per_page=30&order_by=default&sale_type=AFTER_AUCTION_SALE Hier einige Auktionsergebnisse aus dem Banknotenteil: Los 174 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 Rosenberg 83 / Grabowski DEU-94 10 Tsd. Mark 3.2.1923. Serie J, FZ: E. I / I- Zuschlag: 3.000 EUR Los 196 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 Rosenberg 136 / Grabowski DEU-169 50 Billionen Mark 10.2.1924. Serie A. II / II+ Zuschlag: 2.800 EUR Los 197 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 Rosenberg 137 / Grabowski DEU-170 100 Billionen Mark 15.2.1924. Serie A. I / I- Zuschlag: 16.000 EUR Los 206 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 Rosenberg 158a / Grabowski DEU-203a 50 Rentenmark 1.11.1923. Reichsdruck, Serie E. II / II-, kl. Einriss Zuschlag: 3.400 EUR Los 348 Banknoten, Lots, Deutschland Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Händlernachlass aus den Niederlanden mit ca. 1500 meist besseren Geldscheinen. Darunter Reichsbanknoten u.a. Bündel mit fortlaufender KN und Werte bis zur Billion, BRD ab Franzosenschein bis 200 DM, DDR, seltene Varianten, Muster-Scheine, Rentenmark-Scheine etc. Überwiegend in Klarsichthüllen gepackt, bestimmt und ausgepriesen. Unbedingt besichtigen. Unterschiedlich erhalten. Zuschlag: 11.500 EUR Los 407 Banknoten, Lots, Ausland Hochinteressanter Händlernachlass mit schätzungsweise 20.000 Scheinen aus aller Welt. Meist schon bestimmt, sortiert und ausgespriesen in insgesamt 17 Postkisten. Dabei überwiegend moderne Scheine in Top-Erhaltungen, darunter auch umtauschbare Scheine. Ein Posten für den Wiederverkäufer mit viel Potenzial, der unbedingt besichtigt werden sollte. Günstig geschätzt. Unterschiedlich erhalten. Zuschlag: 37.000 EUR Los 408 Banknoten, Lots, Ausland Alle Welt, über 6.000 Banknoten in insgesamt 37 Briefmarkenalben. Enthalten sind zahlreiche moderne Geldscheine, darunter auch noch umtauschfähige Ausgaben, sowie ältere und historische Banknoten, unter anderem aus Japan und Österreich. Die Sammlung ist nur teilweise nach Ländern sortiert und auch nur teilweise bestimmt. Bestimmt Fundgrube, besichtigen. Unterschiedlich erhalten. Zuschlag: 18.000 EUR Los 409 Banknoten, Lots, Ausland Hochinteressanter Händlernachlass mit über 500 meist verschiedenen Scheinen. Alle in Klarsichthülle, bestimmt und ausgepriesen. Dabei alte, aber auch neuere umtauschbare Scheine, u.a. aus Afghanistan, Albanien, Argentinien, Bahamas, Belgien, China, Gibraltar, Großbritannien, Grönland, Haiti, Indien, Italien, Japan, Libyen, Österreich, Schweden, Schweiz, Thailand, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn, USA etc. Darunter viele bessere Scheine, auch Specimen. Unbedingt besichtigen! Unterschiedlich erhalten. Zuschlag: 9.500 EUR Los 415 Banknoten, Lots, Ausland Österreich, Notgeldscheine, schöne und saubere Sammlung von ca. 3500 Stück. Sortiert von A-Z im schönen, alten Notgeldalbum. Darunter viele komplette Serien und gute Erhaltungen. Bitte besichtigen. Unterschiedlich erhalten. Zuschlag: 3.200 EUR Los 425 Banknoten, Lots, Allgemein Großer Händlernachlass aus den Niederlanden mit Banknoten und Sammlermaterial. Umfangreicher Händlernachlass mit vielen ausländischen Banknoten, Notgeld, Spielgeld, chinesischem Höllengeld, Banknotenkatalogen und Fachliteratur. Weiter enthalten sind Druckbögen in Bilderrahmen, ältere Zeitschriften aus Deutschland und Polen, Postkarten, Briefmarken, Schecks, Quittungen sowie diverses Sammel- und Belegmaterial aus aller Welt. Dazu kommt eine größere Menge an unsortiertem Material und verschiedenen Kleinteilen. Eine genaue Durchsicht aller Stücke war nicht möglich. Weitere Bilder sind online zu sehen. Besichtigung wegen der großen Menge ausdrücklich empfohlen. Günstig geschätzt und mit Potenzial für Händler und Sammler. Nur Selbstabholung, kein Versand! Zuschlag: 20.000 EUR Zur Teutoburger Münzauktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/ Zum Nachverkauf im Banknotenteil der 173. Teutoburger Münzauktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/suche/13163/seite/1/?lot_range=1-438&items_per_page=30&order_by=default&sale_type=AFTER_AUCTION_SALE Teutoburger Münzauktion GmbH Tel.: 05425/930050 E-Mail: info@teutoburger-muenzauktion.de
- Aus privaten Sammlungen: Die einzige deutsche Gedenkbanknote
Sonderdruck der Staatsbank der DDR zur Öffnung des Brandenburger Tors 1989 Als die ersten Sonderdrucke der Staatsbank der DDR zur Öffnung des Brandenburger Tors auf dem Sammlermarkt auftauchten, brodelte die Gerüchteküche. Fakt ist, dass die damalige Wertpapierdruckerei der DDR in Leipzig im Januar 1990 die bisher einzige deutsche Gedenkbanknote in einer Auflagenhöhe von 530.000 Stück an die Staatsbank der DDR auslieferte. Anlass war die Öffnung des Brandenburger Tors in Berlin am 22. Dezember 1989. Als einzige DDR-Banknote trägt sie eine Faksimile-Unterschrift – die des letzten Staatsbank-Präsidenten Horst Kaminsky. Der Sonderdruck war gleichzeitig auch die letzte Ausgabe der Staatsbank der DDR, die jedoch kein gesetzliches Zahlungsmittel war. Mitarbeiter der Staatsbank boten dem Fachhandel in Westberlin und in der Bundesrepublik große Mengen der Gedenknoten an. Der Verkaufserfolg in DM blieb jedoch für die Staatsbank trotz des historischen Anlasses und der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 bescheiden. Im Frühjahr 1992 wurde schließlich der Großteil der Scheine unter Aufsicht vernichtet. Objekttyp: Gedenkbanknote (Sonderdruck) Sammlung: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Besler (Grabowski) Authentizität: Original Land/Region/Ort: Deutsche Demokratische Republik Emittent: Staatsbank der DDR, Berlin (Ost) Nominal: 20 Mark Datierung: Dezember 1989 Umlauf: Kein gesetzliches Zahlungsmittel! Vorderseite: Brandenburger Tor und Stadtwappen von Berlin, rechts unten: „SONDERDRUCK, KEIN GESETZLICHES ZAHLUNGSMITTEL.“ Rückseite: Links Quadriga vom Brandenburger Tor, rechts Staatswappen der DDR, Mitte Text zum Ausgabeanlass: "SONDERDRUCK, KEIN GESETZLICHES ZAHLUNGSMITTEL. | HERAUSGEGEBEN VON DER STAATSBANK | DER DDR | ANLÄSSLICH DER ÖFFNUNG DES | BRANDENBURGER TORES | DEZEMBER 1989" Material: Papier ohne Wasserzeichen Format: 148 mm x 63 mm Nummerierung: GB (= Gedenkbanknote) 0021809 Druck: VEB Wertpapierdruckerei der DDR, Leipzig Zitate: DDR-28 (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) 366 (Rosenberg/Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) CS1 (Standard Catalog of World Paper Money) Hans-Ludwig Besler (Grabowski) Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus einer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com. Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine ISBN: 978-3-86646-224-3 Auflage: 23. Auflage 2023/2024 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: durchgehend farbig Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: 864 Preis: 39,90 Euro 📖 LESEPROBE 🛒 SHOP
- Leserpost: Reichsbanknote zu 1 Milliarde Mark ohne Firmenzeichen
Hallo Herr Grabowski, beiliegend überlasse ich Ihnen einen Scan von einer Reichsbanknote. Meines Erachtens müsste es sich hier um DEU-128 handeln, da Pergamentpapier weiß und KN 6-stellig grün, davor Rosette (8) ebenfalls grün. Es fehlt aber das Firmenzeichen! Unten unter dem linken Rundsiegel des Reichsbank-Direktoriums befindet sich eine grüne Ziffer "31". Re Rd. In der elliptischen Form in Rot "1 Milliarde Mark" nach außen statt nach innen, also n i c h t Buchstabe c) im Katalog. Wie ist dieser Schein einzustufen und mit welchem Katalog-Preis? Für eine kurze Rückäußerung besten Dank. Mit freundlichen Grüßen H.-W. Donath Antwort der Redaktion Wegen der braunen Einfärbung rechts handelt es sich bei dem gescannten Schein ganz eindeutig um DEU-126 und nicht um DEU-128, konkret um DEU-126c: Firmendruck, ohne Firmenzeichen, nur Bogennummer (hier die 31) und KN 6-stellig grün. In gebrauchter Erhaltung ist der mit 6 EUR bewertet, wenn er über kein Bogen-Wasserzeichen verfügt. Hier ein Beispiel aus meiner Sammlung mit der Bogennummer 7: Der Überdruck "Eine Milliarde Mark" auf der Vorderseite rechts über der Guilloche mit Wertzahl "1000" zeigt nach innen, wie auch bei Ihrem Schein. Beim Druck dieser Scheine wurden verschiedene Plunger verwendet (Sternchen vor oder hinter der Kontrollnummer). Für Spezialsammler sind sicher beide abgebildeten Ausführungen von Interesse. Wenn man bedenkt, dass auch noch die Kontrollnummer in verschiedenen Typen und Größen vorkommt, dann ergeben sich für den Spezialisten eine Vielzahl von Untervarianten, die z. B. im Papiergeld-Spezialkatalog Deutschland von Pick/Rixen aufgeführt waren. Hans-Ludwig Besler (Grabowski) Ankündigung der Neuauflage 2026: Hans-Ludwig Grabowski Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine ISBN: 978-3-86646-279-3 Auflage: 24. Auflage 2026/27 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: durchgehend farbig Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: ca. 880 Seiten Preis: 39,90 EUR Erscheinungstermin: Ende Oktober 2026 Vorbestellung per Email
- Kanada stellt seine neue 20-Dollars-Polymerbanknote vor
Am 3. September 2026 stellten Louise Arbour, Generalgouverneurin von Kanada, und Wayne Long, Staatssekretär (Kanadische Steuerbehörde und Finanzinstitute), gemeinsam mit Tiff Macklem, dem Gouverneur der Bank of Canada, Kanadas neue vertikal ausgerichtete 20-Dollars-Banknote mit dem Porträt von König Charles III. vor. Dies ist Kanadas erste Banknote mit dem Porträt des Königs und das erste Mal seit mehr als 70 Jahren, dass ein neuer Monarch auf einer 20-Dollars-Banknote abgebildet ist. Sie wird ab Ende Februar 2027 schrittweise in Umlauf gebracht. Das Porträt auf der Vorderseite der Banknote ist von einem Blumen- und Blattwerk umgeben, das von dem lebenslangen Engagement des Königs für die Umwelt inspiriert ist. Außerdem zieren die Blumenwappen der 13 Provinzen und Territorien die Vorderseite. Die Stiele und Blätter, die die Blumen verbinden, sind den Motiven in den Gedenkbüchern nachempfunden, die auf dem Parliament Hill aufbewahrt werden. Auf der Rückseite ist das „Canadian National Vimy Memorial“ abgebildet, das sich am Ort der Schlacht um den Vimy-Kamm von 1917 in Frankreich befindet. Es wurde zu Ehren des kanadischen Einsatzes im Ersten Weltkrieg errichtet. Die Darstellung auf der Banknote ist eine Würdigung der Beiträge und Opfer Kanadas in militärischen Konflikten im Laufe der Geschichte des Landes. Im unteren Bereich ist ein Mohnfeld abgebildet. Mohnblumen sind ein Symbol des Gedenkens und stehen dafür, wie wichtig es ist, die Erinnerung an die Gefallenen wachzuhalten. Ihre Darstellung auf der Banknote steht für die leuchtenden und widerstandsfähigen Blumen, die während des Ersten Weltkriegs auf den Schlachtfeldern und Friedhöfen entlang der Westfront in Europa wuchsen. Es ist die zweite Banknote der „Vertical“-Serie. Auf der ersten, der 2018 ausgegebenen 10-Dollars-Note, ist die Bürgerrechtspionierin und Geschäftsfrau Viola Desmond abgebildet. Zu den Sicherheitsmerkmalen gehören: Ein rundes, transparentes Fenster, das von beiden Seiten der Banknote sichtbar ist, zeigt Pflanzen, die für die indigenen Völker Kanadas von kultureller Bedeutung sind (im Uhrzeigersinn von oben): Walderdbeeren, Westliche Rotzeder, geflochtenes Süßgras und Arktische Baumwolle. Diese Pflanzen wurden vom Indigenen Beirat der Bank empfohlen und symbolisieren Lebensgrundlage, Dankbarkeit und Heilung. Ein violetter Sicherheitsstreifen enthält Bilder, die sich bewegen, wenn die Banknote gekippt wird. Innerhalb des Streifens befindet sich eine Blase, die dreidimensional wirkt und die Wertziffern im Inneren vergrößert. Darin pulsiert ein Ahornblatt. In den Blütenblättern des Mohns drehen sich Bänder, und im Hintergrundmuster verwandeln sich die Wertziffern in Ahornblätter. Für das Porträt, die große Nennwertangabe und das Wort „CANADA“ auf der Vorderseite wurde Reliefdruck (Tiefdruck) verwendet. Die goldenen Ahornblätter auf der Rückseite pulsieren, wenn man die Banknote neigt. Zur leichteren Erkennung für Sehbehinderte sind taktile Punkte integriert. Drei Gruppen mit jeweils sechs Punkten befinden sich am oberen rechten Rand auf der Vorderseite. Der Verfasser dieses Beitrags ist persönlich der Meinung, dass das obige Design ziemlich enttäuschend ist. Es gibt schmeichelhaftere Porträts des Königs, die hätten verwendet werden können. Der folgende Fantasieentwurf kursierte vor einigen Jahren in den sozialen Medien. Donald Ludwig (polymernotes.com)
- Max und Moritz – Eine Bubengeschichte in sieben Streichen
Notgeldscheine des Fleckens Wiedensahl erzählen die Geschichte Im niedersächsischen Dorf Wiedensahl (Kreis Schaumburg) wurde am 14. April 1832 Heinrich Christian Wilhelm Busch (1832-1908) geboren. Er war einer der einflussreichsten humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands. Der Ort setzte ihrem größten Sohn mit acht Notgeldscheinen ein bleibendes Denkmal. Während die Vorderseiten das Geburtshaus des Dichters abbilden, finden sich auf den Rückseiten der Gutscheine zu 50 Pfennig Szenen aus seiner wohl bekanntesten Bildergeschichte. Abb. 1: Wiedensahl, Flecken, o. D., 50 Pfennig, gemeinsame Vorderseite mit der Abbildung des Geburtshauses. Abb. 2.1: Bockenem, Heinr. Rehmann, Buchdruckerei, o. D., 1 Mark, Rückseite mit dem Bildnis von Wilhelm Busch. Abb. 2.2: Bockenem, Heinr. Rehmann, Buchdruckerei, o. D., 1 Mark, Vorderseite. „Max und Moritz – Eine Bubengeschichte in sieben Streichen“[1] ist ein Frühwerk des Dichters. Die Bildergeschichte wurde Ende Oktober 1865 erstmals veröffentlicht. Die Handlung weist auffällige inhaltliche, stilistische und wirkungsästhetische Grundmuster auf, die sich auch in den späteren Arbeiten Buschs wiederholen. Viele Reime dieser Bildergeschichte wie „Aber wehe, wehe, wehe! / Wenn ich auf das Ende sehe!“, „Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich“ und „Gott sei Dank! Nun ist’s vorbei / Mit der Übeltäterei!“ sind zu geflügelten Worten im deutschen Sprachgebrauch geworden. Die Geschichte wurde in 300 Sprachen und Dialekte übertragen und zählt zu den meist verkauften Kinderbüchern.[2] Die Bildergeschichte ist eine Abfolge einzelner Episoden. Umrahmt von einem Prolog und einem Epilog wird in sieben einzelnen Streichen der kurze Lebensweg des Lausbubenpaars Max und Moritz erzählt.[3] Die Rückseite des ersten Gutscheins stellt die Protagonisten mit folgenden Worten im Vorwort vor: „Ach, was muß man oft von bösen Kindern hören oder lesen! Wie zum Beispiel hier von diesen, Welche Max und Moritz hießen.“ Abb. 3: Der Gutschein zeigt auf der Rückseite die Protagonisten Max (rechts) und Moritz (links). Der folgende Text leitet auf den ersten Streich der Lausbuben über: „Aber wehe, wehe, wehe, Wenn ich auf das Ende sehe!! Ach, das war ein schlimmes Ding Wie es Max und Moritz ging. Drum ist hier, was sie getrieben, Abgemalt und aufgeschrieben.“ Erster Streich – Witwe Bolte und die Hühner Witwe Boltes Stolz sind ihre drei Hühner und der Hahn. Max und Moritz machen sich einen Spaß daraus, mit den Tieren ihren Schabernack zu treiben. Dazu schneiden sie Brot in vier Teile entzwei, die sie an Fäden über Kreuz zusammenbinden. Kaum hatte der Hahn das Brot entdeckt, fing er auch schon an zu krähen. Das Federvieh stürzt sich auf die Brotstücke und verschluckt sie. Nun hängen sie durch die Schnüre verbunden zusammen und flattern hin und her. Schließlich bleiben sie am Ast des Apfelbaumes hängen und ersticken jämmerlich. Abb. 4: Der Gutschein zeigt auf der Rückseite die um die Hühner trauernde Witwe Bolte. Zweiter Streich – Witwe Bolte und der gestohlene Hühnerbraten Zwar wiegt die Trauer über den Verlust der Hühner schwer, aber die Witwe ist praktisch veranlagt. So beschließt sie, die Hühner in Ehren zu verzehren. Während die Hühner in der Pfanne schmurgeln, geht die Witwe in den Keller Sauerkohl holen. Währenddessen angeln Max und Moritz die gebratenen Hühner durch den Kamin. Der Spitz der Witwe sah den Diebstahl und meldete ihn mit Radau. Da er allein in der Küche war, verdächtigt die Witwe ihren Hund, die Hühner gefressen zu haben. Zur Bestrafung jagt sie ihn mit dem Kochlöffel. Abb. 5: Der Gutschein zeigt auf der Rückseite die beiden Lausbuben beim Angeln auf dem Dach. Dritter Streich – Der Schneider Böck Den nächsten Streich spielen Max und Moritz dem Schneider Böck. Täglich überquert der den Bach über eine Brücke. Max und Moritz sägen die Bretter der Brück an, sodass sie zerbrechen, als der Schneider die Brücke betrat. Er rettet sich, indem er die Beine zweier Schwäne ergreift, die vor Schreck aufflogen und ihn so aus dem Wasser zogen. Zuhause angekommen klagt er über Magendrücken. Kurz entschlossen greift seine Frau zum heißen Bügeleisen, um die Schmerzen weg zu bügeln. Abb. 6: Der Gutschein zeigt auf der Rückseite Frau Böck, wie sie ihrem Mann mit dem heißen Bügeleisen die Schmerzen wegbügelt. Vierter Streich – Lehrer Lämpel Während Lehrer Lämpel in der Kirche Orgel spielt, füllen die Lausbuben seine Pfeife mit Schießpulver. Freudig kehrt er nach Hause zurück, um sich ein Pfeifchen zu gönnen. Als er sie anzündet, explodiert sie. Rußgeschwärzt ist sein Gesicht „Und des Haares letzter Schopf Ist verbrannt bis auf den Kopf.“ Abb. 7: Der Gutschein zeigt auf der Rückseite den auf dem Rücken liegenden Lehrer Lämpel nach der Explosion seiner Tabakpfeife. Fünfter Streich – Der Onkel Fritz Den fünften Streich spielen die Jungen Onkel Fritz. Dazu schütteln sie von einem Baum Maikäfer, die sie in seinem Bett platzieren. Als sich nun der Onkel schlafen legt, krabbeln überall Käfer herum. In panischer Angst springt er aus dem Bett. Abb. 8: Der Gutschein zeigt auf der Rückseite den herumspringenden, erschrockenen Onkel Fritz. Sechster Streich – Der Bäcker Wie alle Kinder lieben Max und Moritz süße Sachen. Darum steigen sie in die Backstube des Bäckers ein. Um an die Brezel zu kommen, klettern sie auf einen Stuhl, der jedoch zerbricht; so landen sie in dem Trog mit dem Backteig. Vollkommen vom Teig bedeckt, schiebt der Bäcker sie mit dem vorbereiteten Brot in den Backofen. Doch die Beiden sind nicht tot, „Knusper, knasper! wie zwei Mäuse Fressen sie durch das Gehäuse;“ Abb. 9: Der Gutschein zeigt auf der Rückseite Meister Bäcker, wie er den fliehenden Buden nachruft. Siebter und letzter Streich – Das Ende der Lausbuben „Max und Moritz, wehe euch! Jetzt kommt euer letzter Streich!“ Aus lauter Übermut steigen sie in die Scheune des Bauern Mecke ein und schneiden Säcke auf, sodass die darin befindlichen Getreidekörner heraus rieseln. Max und Moritz werden entdeckt und der Bauer steckt sie in einen Sack mit den Körnern. Diese Säcke trägt er zum Müller, der den Inhalt in den Trichter des Mahlwerks schüttet. Abb. 10: Der Gutschein zeigt auf der Rückseite Max und Moritz, wie sie Getreidesäcke aufschneiden. „Rickeracke! Rickeracke! Geht die Mühle mit Geknacke.“ Fein geschrotet und in Stücken kommen Max und Moritz aus dem Mahlwerk und das Federvieh des Müllers stürzt sich begeistert darauf. Abb. 11.1: Gatersleben, Gemeinde, 30. Juli 1921, 75 Pfennig, Rückseite. Der Gutschein zeigt auf der Rückseitenmitte in einem Medaillon Max und Moritz, umgeben von Enten, die sich an den geschroteten Lausbuben laben. Abb. 11.2: Gatersleben, Gemeinde, 30. Juli 1921, 75 Pfennig, Vorderseite. So endet die Geschichte drastisch und moralisch. „Als man dies im Dorf erfuhr, War von Trauer keine Spur. … Kurz, im ganzen Ort herum Ging ein freudiges Gebrumm ‚Gott sei Dank! Nun ist‘s vorbei Mit der Übeltäterei!!‘“ Uwe Bronnert Anmerkungen [1] W. Busch, Gesammelte Werke, 1. Auflage, eBook, www.null-papier.de/busch, S. 602 ff. [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Max_und_Moritz (01.09.2026) [3] Der Prolog steht vor dem eigentlichen Haupttext und dient dazu, die Handlung einzuleiten, während der Epilog nach dem Haupttext steht und die Handlung abrundet.
- England: Victoria Cleland hat nur eine einzige „King“-Banknote signiert!
Der Gouverneur der Bank of England, Andrew Bailey, hat kürzlich bekannt gegeben, dass Rhys Phillips ab dem 19. Oktober 2026 der nächste Hauptkassierer (Chief Cashier) und Leiter der Banknotensparte sein wird. Phillips wird die Einführung einer neuen Generation hochwertiger, sicherer Banknoten leiten, die die Öffentlichkeit vertrauensvoll nutzen kann. Weitere Informationen zu der spannenden neuen Banknotenserie finden Sie HIER. Victoria Cleland, die scheidende Hauptkassiererin, hat beschlossen, nach 35 Dienstjahren – darunter über 10 Jahre im Bereich Banknoten – aus der Bank auszuscheiden. Sie wird bis zu ihrem Ausscheiden aus der Bank im nächsten Frühjahr weiterhin als Sonderberaterin der Gouverneure und Vorsitzende des Retail Payments Infrastructure Board tätig sein. Clelands derzeitige Amtszeit als Hauptkassiererin ist eine der kürzesten aller Zeiten. Ihre Unterschrift erscheint auf nur einer der neuen Banknoten mit König Charles III., wie HIER im Blog berichtet. Das erste Präfix für diese Variante lautet EJ01, das letzte Präfix ist noch nicht bekannt – es könnte entweder EK45 oder EK90 sein. Donald Ludwig (polymernotes.com)
- Die Herbstmesse Sberatel 2026 – wieder ein voller Erfolg
Wenn die Sommerferien in der Tschechischen Republik zu Ende gehen, läutet die Sberatel in Prag die Herbstsaison der europäischen Münz- und Sammlerbörsen ein. Die Messe hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Treffpunkt von Münz- und Banknotensammlern aus Mittel- und Osteuropa entwickelt, die Tausende von Besucher von weit über die tschechischen Grenzen anzieht. Dieses Jahr fand die Herbstmesse Sberatel vom Freitag, dem 3. bis Samstag, den 4. September wieder auf dem Gelände der PVA Expo in Prag-Letňany statt. Man verzichtet traditionell auf den Sonntag und hat einen Händlernachmittag am Donnerstagnachmittag eingerichtet. Bereits lange vor der offiziellen Eröffnung um Freitag um 10 Uhr bildeten sich an den Eingängen lange und geordnete Schlangen - anstellen ist bei der Sberatel Bestandteil der Vorfreude. Pünktlich um 10 Uhr strömten die Sammler in die Ausstellungshallen, wenig später waren die Stände (insbesondere der Papiergeldhändler) dicht umlagert. Warten gehört dazu - schon lange vor der Eröffnung am Freitag bildeten sich vor dem Eingang zur Messe lange Schlangen. Foto: Dr. Sven Gerhard Die Sberatel bedient ein breites Sammlerpublikum. Von der Wühlkiste bis zu hochpreisigen und hochwertigen Banknoten- und Münzangeboten werden hier viele Sammler fündig. Ein Schwerpunkt des Angebots liegt naturgemäß auf tschechischem und slowakischem Papiergeld sowie auf Geldscheinen aus Österreich-Ungarn. Bessere Scheine aus diesen Ländern erzielen sowohl auf Auktionen als auch im Handel inzwischen erstaunliche Preise. Auch Nachdrucke nicht ausgegebener tschechoslowakischer Banknoten, die von der staatlichen tschechischen Wertpapier-Druckerei (STC) hergestellt werden, sind beliebt und gesucht. Auch Deutschland- und Weltbanknotensammler sowie Notgeldfreunde finden ein breites Angebot vor. Die Fantasienoten des slowakischen Grafikers Matej Gábriš bilden bereits ein eigenes Sammelgebiet. Foto: Dr. Sven Gerhard Neben den Besuchern werden auch die Verkäufer zunehmend internationaler. Für Händler und Auktionshäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Sberatel ein wichtiger Verkaufsplatz geworden. Die Verbindung mit einer räumlich getrennten Mineralienbörse sowie mit einem Angebot für Briefmarkensammler spricht weite Sammlerkreise an und lässt darauf hoffen, dass Besucher über den Tellerrand ihres Hobbies blicken und sich auch für andere Sammelgebiete begeistern lassen. Ein Blick in die Ausstellungshallen am Freitag: geschäftiges Treiben an allen Ständen. Foto: Dr. Sven Gerhard Das Messegelände im Norden von Prag ist mit dem Auto über ein sehr gut ausgebautes Autobahnnetz (mautpflichtig!) einfach zu erreichen, Parkplätze stehen in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Mit der Metro erreicht man das Messegelände bequem in etwa 20 Minuten vom Stadtzentrum aus. Der Eintritt kostet 150 Kc (etwa EUR 6), wobei man sich auf der Webseite des Veranstalters für eine Freikarte registrieren kann, die per E-Mail etwa 14 Tage vor dem Veranstaltungstermin zugesandt wird. Gastronomie vor Ort ist vorhanden. Neben der Herbstmesse Sberatel gibt es zwei kleinere Schwester-Veranstaltungen - die Wintermesse Sberatel, die dieses Jahr vom 20. bis 21. November im Prager Hotel Olympic stattfindet, sowie eine Frühjahrsmesse im März 2027. Die Herbstmesse nächstes Jahr ist für den 3. bis 4. September 2027 wieder auf dem Gelände der PVA Expo in Prag geplant. Dr. Sven Gerhard
- Lexikon: National Commercial Bank of Scotland Ltd.
Die National Commercial Bank of Scotland war eine schottische Notenbank. Sie war 1959 aus der National Bank of Scotland (gegründet 1825) und der Commercial Bank of Scotland (gegründet 1810) entstanden. Schottland, National Commercial Bank of Scotland Ltd.: Banknote zu 5 Pfund vom 2. Januar 1963 (Pick 272), Druck: Bradbury, Wilkinson & Co., England, Vorderseite mit Wappen. Schottland, National Commercial Bank of Scotland Ltd.: Banknote zu 5 Pfund vom 2. Januar 1963 (Pick 272), Druck: Bradbury, Wilkinson & Co., Rückseite mit dem Edinburgh Castle und dem Bankgebäude der National Commercial Bank of Scotland in Edinburgh. Die Bank gab zwischen 1959 und 1968 in verschiedenen Serien Banknoten in den Nennwerten zu 1, 5, 10, 20 und 100 Pfund aus. 1969 erfolgte der Zusammenschluss mit der Royal Bank of Scotland. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abbildungen: Detlef Hilmer†, München.
- Aus dem Archiv: Banknotenfälscher
Der Kampf an der Falschgeldfront vor dem "Mauerbau" im "Kalten Krieg" – Ein Lehrstück zur Falschgeldbekämpfung in der frühen DDR. Das Herstellen von Falschgeld ist ein schweres Verbrechen, das in hohem Grade gesellschaftsgefährlich ist, und deshalb unsere größte Aufmerksamkeit erfordert. Die Analyse derartiger Straftaten zeigt, daß der Herstellung von Falschgeld im wesentlichen zwei Tatmotive zugrunde liegen. Einmal handelt es sich bei den Tätern um Menschen, die diese Verbrechen zum Zwecke persönlicher Bereicherung durchführen, und zum anderen um solche, die im Auftrage der Feinde unseres Arbeiter- und-Bauern-Staates versuchen, unseren sozialistischen Aufbau zu hemmen. So wurde z. B. im Prozeß gegen den Agenten Burianek u. a. im Jahre 1952 durch das Oberste Gericht nachgewiesen, daß diese Gruppe zur Finanzierung ihrer Untergrundorganisation über eine Million DM Falschgeld herstellen und in unsere Republik einschleusen wollte. Im Gegensatz zu den sozialistischen Staaten stellen in den Ländern des Kapitalismus, also auch in der deutschen Bundesrepublik, Fälschungen von Zahlungsmitteln besonders typische Verbrechen dar. Diese Tatsache liegt im kapitalistischen Wirtschaftssystem begründet, weil die dort herrschenden Verhältnisse manche Menschen veranlassen, raffinierte Verbrechen zu begehen, was auch in der Herstellung von Falschgeld seinen Ausdruck findet. Besonders charakteristisch für diese Feststellung ist folgender Fall: Der Fotografengehilfe W. Berg, wohnhaft in einer westberliner Laubenkolonie, konnte als Hersteller und Verbreiter mehrerer Nachbildungen von Mark der westdeutschen Bank Deutscher Länder und der Deutschen Notenbank (DDR) festgenommen werden. B. besaß in Westberlin eine Fälscherwerkstatt, in der fast alle seine Familienangehörigen mit der Herstellung und Verbreitung von Falschgeld beschäftigt waren. Die Lebensbedingungen dieser Familie waren erbärmlich. Infolge langjähriger Arbeitslosigkeit mehrerer Familienangehöriger, die während dieser Zeit auch keine Unterstützung bekamen, war die Familie bei Geschäftsleuten arg in Schulden geraten. Ws wurden die ärmlichsten Verhältnisse festgestellt. Um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können, hatte diese Fälschergruppe in primitiver Art und mit wenigen Mitteln Falschgeld hergestellt. Die kapitalistischen Wirtschaftsverhältnisse führten sie auf die Bahn des Verbrechens. In Westdeutschland kommen auf je 100 000 Einwohner allein im Jahr 1955 insgesamt 12 Fälle von Falschgeldverbreitung. Auf dem Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik wurden seit 1948 insgesamt siebenundzwanzig verschiedene Nachbildungen von West-Mark mit über 600 Banknoten und bei Münzfälschungen 81 Fälschungsklassen mit über 1800 Falsifikaten registriert. Auf Grund einer übergroßen Zahl von Nachahmungen sah sich die Bank Deutscher Länder bereits 1949/50 gezwungen, mehrere Notenserien von 50-, 20- und 5-Mark-Scheinen außer Kurs zu setzen, die erst im Jahre 1948 in umlauf gebracht worden waren. Aber auch die neu herausgegebenen Werte wurden wiederum gefälscht. Im Juni 1956 mußten außerdem verschiedene Notenserien von Hundertmarkscheinen aus dem Verkehr gezogen werden, da diese "Blüten" in großer Anzahl vornehmlich in Westberlin kursierten. Anfang des Jahres 1955 gelang es der westdeutschen Kriminalpolizei, einen Fälscherring auszuheben. Die Täter hatten "50-Mark-Blüten" hergestellt, die echten Banknoten kaum nachstanden. Der Fälscher hatte zusammen mit weiteren Tätern vier Jahre lang Banknoten der Bank Deutscher Länder hergestellt und für über 50 000 Westmark Falsifikate verbreitet. Im Gegensatz zur Bonner Bundesrepublik gibt es bei uns auf diesem Gebiet nur eine geringe Kriminalität. Abgesehen von wenigen, nur als Einzelexemplare aufgetretenen Handzeichnungen, die aufgrund ihrer Primitivität nicht erwähnenswert sind, wurden seit 1948 13 Fälle von Fälschungen der Mark der Deutschen Notenbank festgestellt. Einen der gefährlichsten Banknotenfälscher gelang es im Jahre 1952 festzunehmen. Er hatte eine in jahrelanger Arbeit entwickelte und hinsichtlich der Qualität äußerst gefährliche Nachbildung in Umlauf gebracht. Dem Fälscher war es geglückt, innerhalb von 14 Tagen 3000 Falsifikate von 20-DM-Noten umzusetzen. Dieser Fall zeigte, daß es bei auftretenden Fälschungen notwendig ist, unverzüglich mit der Verbrechensbekämpfung zu beginnen, auch wenn nur eine geringe Verbreitung erfolgt oder die Nachahmung sehr plump erscheint. Jeder Fälscher ist bestrebt, seine Falsifikate fortlaufend zu verbessern, um eine Fälschung zu schaffen, die den echten Noten sehr nahe kommt und im allgemeinen für den Laien als Falsifikat nicht erkennbar ist. Das gelingt allerdings nur in den wenigsten Fällen. Kaum ein anderer Verbrecher kalkuliert in seine Straftaten die Unachtsamkeit oder Gleichgültigkeit der Mitmenschen in solche starkem Maße ein wie der Banknotenfälscher. Er weiß, daß er bei der Verbreitung des Falschgeldes ständig der Gefahr ausgesetzt ist, daß seine Fälschungen erkannt werden. Deshalb ist er auch bestrebt, die ihm durch die Herstellung entstandenen Unkosten schnell zu decken und darüber hinaus einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen. Er bringt daher meist erst dann größere Mengen Falschgeld in Umlauf, wenn er eine einigermaßen gute Fälschung geschaffen hat. Banknotenfälscher Berg in seiner Werkstatt. Die Fälscherwerkstatt und die vom Täter verwendeten Werkzeuge beseitigen alle Zweifel darüber, daß an jedem beliebigen Ort falsche Banknoten hergestellt werden können. Dem Verbrecher gelang es, mit relativ einfachen Mitteln gute Falsifikate anzufertigen. Schnelle kriminalistische Aufklärungsarbeit erforderlich Große Mengen in Umlauf gesetzter Fälschungen bedeuten für unsere Wirtschaft eine nicht unerhebliche Gefährdung, die auch zu schwerwiegenden politischen Folgen führen kann. Wenn trotz aller seitens der Notenbank und der Volkspolizei eingeleiteten Maßnahmen der Täter nicht ergriffen wird, müssen eventuell bestimmte Notenserien aus dem Verkehr genommen werden. Der Neudruck von Banknoten ist jedoch stets mit der Beschaffung hochwertiger Rohstoffe und mit erheblichen Kosten verbunden, die für unseren Aufbau zweckmäßiger verwendet werden können. Bei Geldfälschern und -verbreitern handelt es sich fast ausschließlich um reisende Täter. Das macht die Bekämpfung dieser Verbrechen besonders schwierig. Wie die Erfahrungen zeigen, handeln Fälscher äußerst geschickt und raffiniert. In der Regel arbeiten sie ausnahmslos außerhalb ihres ständigen Wohnbereiches unter möglichst schnellem Wechsel der Verbreitungsorte. Beispielsweise suchen sie oft erst wochenlang einzelne Geschäfte auf, um zu beobachten, wo sich infolge der Gleichgültigkeit des Verkaufspersonals die besten Absatzmöglichkeiten für die Falsifikate bieten. Fast sämtliche verbreiteten Falsifikate werden erst von der Deutschen Notenbank, von Sparkassen oder anderen Kreditinstituten als Fälschung erkannt. Dadurch vergeht meist eine gewisse Zeit bis zur Feststellung der Falsifikate, so daß es schwerfällt, den letzten Verausgeber zu ermitteln. Oft hat der Verbrecher nur einen falschen Schein mitgenommen, während der sich in der Nähe aufhaltende Mittäter eine größere Anzahl bei sich trägt. Das geschieht aus Sicherheitsgründen, Beobachtet der Komplice beispielsweise, daß die Falschgeldverbreitung mißlingt, d. h. daß der Verkäufer Verdacht geschöpft hat, dann muß er schnellstens sämtliche Spuren, die auf eine Falschgeldherstellung schließen lassen, verwischen. Deshalb ist bei Feststellung eines Verbreitens unbedingt notwendig, daß dessen Wohnung gesichert wird, um vorzubeugen, daß sachliche Beweise beiseite geschafft werden können. Nach einer sofortigen Ergreifung des Falschgeldverbreiters erfolgte schlagartig eine gründliche Wohnungsdurchsuchung. Es konnten mehrere solche Koffer, die Falschgeld enthielten, beschlagnahmt werden. Der Verbrecher hatte 20-DM-Noten en gros hergestellt. In der Regel versucht ein Fälscher oder Falschgeldverbreiter für die verausgabten Falsifikate eine möglichst große Summe echten Geldes zurückzubekommen. Daher kauft er fast ausnahmslos Gegenstände von geringem Wert, beispielsweise Zigaretten, Seife, Kämme, Filme u. a. Diese Waren befinden sich meist in größeren Mengen in seiner Wohnung. So konnten bei einem Fälscher, der seine Falsifikate selbst umsetzte, für einige tausend Mark Münzen im Werte von zehn und fünfzig Pfennig, die er als Wechselgeld empfangen hatte, beschlagnahmt werden. Bei der Durchsuchung von Wohnungen, Werkstätten und anderen Räumen muß auf die unscheinbarsten Dinge geachtet werden. Die zur Herstellung von Falschgeld verwendeten Materialien – beispielsweise Bildwerfer, Fotoapparate, Vergrößerungsgeräte, Flaschen mit Säuren, Metallteile, entsprechende Fachliteratur – sind stets gut versteckt. Eine Fälscherwerkstatt kann in jeder Wohnung, sei es in der Stadt oder auf dem Lande, in einer einfachen Wohnlaube oder in Geschäfts- oder Lagerräumen eingerichtet sein. Es ist notwendig, jede Person, die mit einem Falsifikat angetroffen wird, der örtlichen VP-Dienststelle zuzuführen und durch die Kriminalpolizei feststellen zu lassen, ob es sich um eine wissentliche oder eine gutgläubige Verbreitung handelt. Das Schwergewicht der vorbeugenden Tätigkeit bei Falschgelddelikten liegt in einer wirksamen Zusammenarbeit mit dem Handel oder anderen Institutionen, bei denen wiederholt Falsifikate aufgetaucht sind. Dazu können auch Informationen in mündlicher oder schriftlicher Form, beispielsweise durch Handzettel, erteilt werden. Wenn sich jedoch Anhaltspunkte ergeben, die eine Ergreifung des Täters möglich machen, oder wenn die Verbreitung noch keinen großen Umfang angenommen hat, muß von einer Veröffentlichung zweckmäßigerweise Abstand genommen werden. Erhält der Fälscher irgendwie Kenntnis durch die Presse oder durch andere Umstände, so wird er meist seine Tätigkeit vorübergehend einstellen, das Falsifikat verbessern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder als Verbreiter – oft mit besseren Fälschungen – in Erscheinung treten. Es gibt auch Fälscher, die nur alle Wochen oder Monate einzelne Falsifikate umsetzen. Am häufigsten wurden bisher 20-DM-Noten gefälscht. Die Täter gingen dabei von der Tatsache aus, daß bei diesen gebräuchlichen Zahlungsmitteln vom Verkaufspersonal kaum eine Prüfung erfolgt. Meist haben sich Banknotenfälscher ihr Wissen durch ein ausgiebiges, oft Jahre dauerndes Selbststudium angeeignet. Voraussetzung ist jedoch, daß der Fälscher gründliche Kenntnisse über den gesamten Druckvorgang sowie technische Fertigkeiten besitzt. Falsch ist, anzunehmen, daß Fälscher vorzugsweise aus dem grafischen Gewerbe kommen, Kunstmaler sind, Fotograf oder ähnliche Berufe erlernt haben. Es gibt Beispiele, wo Elektriker, Bäcker, Musiker oder Personen anderer Berufsarten qualitativ gute Fälschungen produzieren. Ein Vergleich des echten Wasserzeichens [links] mit dem Wasserzeichen des Falsifikats [rechts] läßt die Fälschung klar erkennen. Wie erkennt man falsche Banknoten? Echte Banknoten sind gegen Fälschungen durch Spezialpapier, Wasserzeichen, Faserstreifen sowie durch die Zeichnung des Notenbildes und andere Sicherheiten geschützt. Es ist bisher kaum einem Fälscher gelungen, die Wasserzeichen oder die Faserstreifen naturgetreu nachzubilden. Falsifikate ohne diese Sicherheiten sind bei einem Vergleich mit einer echten Note sofort zu erkennen. So bieten Wasserzeichen und Faserstreifen einen besonderen Schutz. Das Wasserzeichen bei einer echten Note entsteht im Produktionsprozeß. Fälscher versuchen durch Verdünnung des Papiers an der entsprechenden Stelle oder mittels Fettaufdruck u. ä. das Wasserzeichen nachzuahmen. Der Faserstreifen ist in das Papier eingewirkt und die Fäserchen sind mit dem Papierstoff verfilzt (außer bei 0,50-DM-Scheinen). Die Fälscher versuchen meist, diese Fasern aufzukleben oder aufzuzeichnen. Fast ausnahmslos ist das gesamte Notenbild einer Fälschung verschwommen, matt getönt und unscharf wiedergegeben; dagegen zeigt das Notenbild der echten Note eine satte Färbung, einen sauberen, deutlichen und klaren Druck. Die mit Tintenstift vorgetäuschten Faserstreifen (links) haben einen ganz anderen Charakter als die Faserstreifen echter Banknoten (rechts). Beide Ausschnitte wurden 300fach vergrößert. Die Bekämpfung eines Schwerpunktes hat auf Grund der Schwierigkeiten bei der Ermittlung meist nur dann Erfolg, wenn eine Einsatzgruppe die zentrale Bearbeitung durchführt. Dieser Einsatzgruppe erwächst die Aufgabe, eine systematische und wirksame Bekämpfung zu organisieren. sie muß sich vorerst über die Lage informieren und entsprechende Unterlagen schaffen. Der Erfolg der Bekämpfung von Falschgelddelikten ist häufig davon abhängig, im welchem Maße außer der Abteilung zum Schutze des Volkseigentums auch andere Dienstzweige von dem Vorhandensein und über die Merkmale der Fälschung informiert werden. Die Zusammenarbeit der einzelnen Dienstzweige darf keinen zufälligen Charakter tragen, sondern alle Maßnahmen müssen systematisch vorbereitet und durchgeführt werden. Die Volkspolizei hat zur Aufklärung dieser Delikte verschiedene Möglichkeiten. Es können beispielsweise Druckereien, Klischeeanstalten und ähnliche Betriebe durch die Abteilungen Erlaubniswesen nach bestimmten Hinweisen überprüft werden. Das kann wiederum Ermittlungen über Personen nach sich ziehen. Dazu müssen besonders die Abschnittsbevollmächtigten herangezogen werden, da sie in ihrem örtlichen Zuständigkeitsbereich die besten Möglichkeiten haben, Auskünfte über diese Menschen zu erlangen. Ähnlich verhält es sich mit der Überprüfung von Personen, die wegen ähnlicher Verbrechen bereits vorbestraft sind. Bisher wurde es oft nicht verstanden, individuell solche Überprüfungen vorzunehmen und genaue Informationen einzuholen. Manchmal ist es auch notwendig, Überprüfungen von Einzelpersonen und von Personengruppen vorzunehmen, die sich zum Zeitpunkt des Anfalls in Hotels oder anderen Übernachtungsstätten aufgehalten haben. Hier ist eine gute Zusammenarbeit mit der Fahndung erforderlich, die über den Schwerpunkt und die eingeleiteten Maßnahmen informiert werden muß. Rudi Augustiniok Herzlichen Dank unserem Leser Stephan Ziegler für die Bereitstellung des historischen Artikels!
- Wie lassen sich die notwendigen Devisen beschaffen?
Anmerkungen zu den Wertscheinen der (Inter-)hotels Der DDR-Außenhandel beschränkte sich in den 1950er und 1960er Jahren zu 95 Prozent auf die im „Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe“ (RGW) zusammengeschlossenen Staaten.[1] Zwischen ihnen wurde seit 1963 der Handel ausschließlich in Transferrubel abgewickelt.[2] Diese konnten bei Zahlungen außerhalb des RWG nicht verwendet werden. Die rohstoffarme DDR musste jedoch für ihre Industrieproduktion zunehmend Waren auf dem Weltmarkt gegen harte Währung einkaufen. Die Devisenknappheit des Arbeiter- und Bauernstaats war sprichwörtlich. Daher entstand 1964 im Ost-Berliner Ministerium für Außenhandel der Bereich „Kommerzielle Koordinierung“ (KoKo) unter der Leitung von Staatssekretär Alexander Schalk-Golodkowski mit dem obersten Ziel der Devisen-Beschaffung. Um diese zu erwirtschaften, waren Exporte ins nichtsozialistische Ausland notwendig. Das führte dazu, dass Waren (z. B. Kleidung, Möbel) zum Teil unter den Herstellungskosten an Versandhäuser und Kaufhäuser in Westdeutschland verkauft wurden. Anfang der 1970er Jahre bemühte sich die DDR-Führung, die Akzeptanz der Bevölkerung für den Sozialismus durch eine spürbare Verbesserung des Lebensstandards zu steigern. Die notwendigen Güter (z. B. Kaffee, Kakao, Südfrüchte usw.) waren auf dem Weltmarkt ebenfalls nur gegen harte Valuta erhältlich. Um die benötigten Devisen zu erhalten, war die DDR-Führung auch bereit, fragwürdige Wege zu gehen. Zwischen Ende 1962 bis 1989 zahlte die Bundesregierung über 3,44 Milliarden DM an die DDR, um etwa 33.000 politische Gefangene und 250.000 Ausreisewillige freizukaufen. Außerdem erhielt die DDR aufgrund des Transitabkommens seit 1971 jährlich DM-Zahlungen. So flossen z. B. 1974: 234 Millionen DM, 1978: 400 Millionen DM und 1989: 525 Millionen DM in die Staatskasse der DDR. Da die Mark der DDR eine reine Binnenwährung[3] war, spielte sie im internationalen Zahlungsverkehr keine Rolle. In der DDR betrug der offizielle Umtauschkurs zur D-Mark 1:1. Er galt auch beim Mindestumtausch (sog. „Zwangsumtausch“)[4] für Bürger der Bundesrepublik und West-Berlins bei DDR-Besuchen oder bei der Bereitstellung des Reisegelds von 15 DM für DDR-Bürger, die ins westliche Ausland fahren durften. Der übliche Schwarzmarkt-Kurs lag meist bei 1:4, d. h. für eine DM erhielt man vier Mark der DDR, zeitweise auch mehr. Im Besitz der Bevölkerung der DDR befanden sich beträchtliche Mengen an Devisen, insbesondere DM-Zahlungsmittel waren vorhanden, obwohl der Besitz und Handel mit "Westgeld" offiziell stark reglementiert war. Das Geld stammte aus Sendungen von Verwandten aus der Bundesrepublik, Einnahmen aus Reisen in den Westen, Verkauf von Antiquitäten oder Kunst an westliche Käufer und natürlich Schwarzmarkt-Geschäften. Über den Umfang der begehrten DM-Zahlungsmitteln liegen natürlich keine konkreten Zahlen vor, Schätzungen aus den 1980er Jahren gehen aber davon aus, dass private Haushalte in der DDR über mehrere Milliarden DM verfügten. Seit 1962 verkauften Intershop-Läden Westprodukte und sonst nicht zu erhaltende hochwertige Waren aus DDR-Produktion gegen Zahlung in Devisen. Um schneller an die gehorteten Westzahlungsmittel der Bevölkerung zu kommen, regelte man die Zahlung in den Intershops neu. Mit Einführung der Forumschecks am 16. April 1979, durften DDR-Bürger dort nicht mehr mit frei konvertierbaren Währungen zahlen. Diese mussten zuvor bei den Bankinstituten der DDR oder den Filialen der Staatsbank der DDR gegen sog. Forumschecks umgetauscht werden. Die Intershops waren mit einer Rendite von bis zu 70 Prozent enorm gewinnträchtig. Zwischen 1971 und 1989 trugen allein sie mit 14,3 Milliarden DM zur Staatssanierung bei. Weitere Devisen sollten von Touristen und Geschäftsreisenden aus dem westlichen Ausland und der BRD generiert werden. 1963 setzte Staatsratsvorsitzender Walter Ulbricht eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Heinz Siegert ein, die zu diesem Zweck ein Netz gehobener Hotels schaffen sollten. Nach zweijähriger Vorbereitungszeit war es am 1. Januar 1965 so weit. Zwölf Hotels in Berlin, Erfurt, Jena, Magdeburg, Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) und Leipzig öffneten unter dem Markenzeichen „Interhotel“ die Pforten, zu ihnen gehörten in Ost-Berlin das Hotel Stadt Berlin, das Hotel Berolina und das Hotel Unter den Linden, in Erfurt der Erfurter Hof, in Weimar das Hotel Elephant, in Leipzig das Hotel Astoria und in Karl-Marx-Stadt der Chemnitzer Hof. Bis 1989 wuchs die Hotelkette auf 34 Häuser mit rund 20.000 Betten an.[5] Die Interhotels[6] wandten sich mit ihrer gehobenen Ausstattung und einer gepflegten, internationalen Küche an ausländische Gäste. Die sogenannten „Devisenhotels“, Fünf-Sterne-Häuser, standen nahezu ausschließlich Besuchern aus dem „nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet“ (NSW) offen.[7] Bezahlt wurde hier in frei konvertierbaren Währungen, also DM, US-Dollar usw. Die Hotels waren zentral organisiert und unterhielten auch Intershops. Als Folge der neuen wirtschaftspolitischen Ausrichtung nach dem VIII. Parteitag der SED (15. – 19. Juni 1971) wurden einige Luxusherbergen auch den DDR-Bürgern geöffnet. „1971/72 waren in sechs von der Vereinigung Interhotel sowie der HO und der Mitropa betriebenen Hotels (in Oberhof, Dresden, Warnemünde, Potsdam, Schwerin und Saßnitz) insgesamt 2.000 Betten dem FDGB[-Feriendienst] zugeteilt worden, sodass wohl jährlich 30.000 bis 40.000 Urlauber diesen Luxus zum Spottpreis von 310 Ostmark für zwei Wochen genießen konnten.“[8] Zu Beginn lag der Übernachtungspreis für ein Zweibettzimmer ohne Frühstück in Vier-Sterne-Hotels bei 40 bis 60 Mark, in Fünf-Sterne-Hotels bei 45 bis 75 Mark. Ein DDR-Ehepaar mit Ferienscheck zahlte inklusive Verpflegung nur 52 Mark pro Tag. Bei ausländischen Gästen lag der Preis höher, allerdings wurde nicht mehr verlangt als in vergleichbaren westlichen Hotels. Das Flaggschiff der Interhotelkette – das „Grand Hotel“ in der Friedrichstraße – wurde 1987 im Beisein Honeckers eröffnet. Die Übernachtungspreise reichten von 275 DM für ein Einzelzimmer bis mindestens 3.600 DM für eine Suite.[9] Das war „Weltniveau“. Warnemünde, HO-Hotel "Neptun", Strandkörbe ADN-ZB Junge 21.4.1972 Bez. Rostock: Neue gastronomische Perle des Ostseebeirkes. Das neue unmittelbar hinter den Dünen der Ostsee gelegene HO-Hotel "Neptun" in Rostock - Warnemünde eröffnete am 7.6.1971 seine Pforten. Abb. Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst, Bundesarchiv Bild 183-L0424-306. Es ist kein Geheimnis, dass die Interhotels von der Stasi überwacht wurden. Hinter den Kulissen werkelten Abhörspezialisten. Im Hotel „Neptun“ in Warnemünde kam in den Zimmern ausgefeilte Mikrofon- und Videotechnik zum Einsatz – und selbst die Restauranttische waren verwanzt. Obwohl laut § 249 Strafgesetzbuch Prostitution als „asoziales Verhalten“ verboten war, boten manche Häuser auch den diskreten Service, ein Call-Girl zu bestellen, an. Die DDR unternahm große Anstrengungen, den Gästen aus dem westlichen Ausland einen Aufenthalt auf internationalem Niveau zu bieten. Dazu gehörten besondere, exklusive Speisen und Getränke im Hotelrestaurant, die allerdings mit harter Währung bezahlt werden mussten. In einigen Häusern, die auch für DDR-Bürger zugänglich waren, begegnete man nicht nur ausländischen Gästen, sondern auch besonderen Wertscheinen zu 50 Pf(ennig), 1, 2, 5, 10, 20 und 50 M(ark), wobei nicht alle Werte für jeden Emittenten hergestellt wurden. Die Scheine haben die Größe 140 mm x 75 mm und unterscheiden sich bei der Farbgebung bei den einzelnen Hotels, sind aber sonst weitgehend gleich gestaltet. Auf der Vorderseite wird in einem Schmuckrahmen im mittleren Teil auf einer Guilloche die Bezeichnung „Wertschein“ oder „Storeticket“ und darüber das ausgebende Hotel (z. B. Hotel Neptun Warnemünde; Interhotel Panorama Oberhof) genannt. Unten am Rand heißt es dann „hat nur Gültigkeit im Hotel …“ oder auch in Englisch „only for payment in the hotel …“. Rechts von diesen Angaben in einer Guilloche eine große Wertzahl und darunter kleiner ein „M“ für Mark, darüber eine sechsstellige Kennziffer mit vorgesetzter „Nr“ bzw. „No“. Der rechte weiße Schaurand ist bedruckt mit „Wertschein / über / Wertzahl (groß) / M / Name des ausgebenden Hotels mit einem entsprechenden Logo“. Die Rückseiten sind bei den Ausgaben der verschiedenen Emittenten individueller gestaltet: Firmensignet oder Abbildung des Hotelgebäudes im Unterdruck sowie Angabe des Hotelnamens. Am unteren Rand „Nur gültig zur Bezahlung von Speisen und Getränken“, manchmal auch zusätzlich am oberen Rand „As payment only for meals and drinks“. Da die Scheine undatiert sind, kann das Druckjahr nur am Druckvermerk in der unteren linken Scheinecke abgelesen werden, z. B. „C 439 75 III 18 185“; die 75 gibt dabei das Druckjahr (1975) an. Die Wertscheine dürften in Leipzig bei „VEB Wertpapierdruckerei der DDR“ gedruckt worden sein. Es wurden mehrere Wasserzeichenpapiere verwendet. Die Wertscheine mussten von den Reisenden aus dem kapitalistischen Ausland gegen Devisen erworben werden, um damit exklusive Waren (z. B. hochwertige Speisen, Alkohol, Importprodukte) im Hotel zu bezahlen. Somit war der Zugang zu diesen Waren nur bestimmten Gästegruppen möglich und verhinderte einen „Ausverkauf“ an DDR-Bürger. Die Verwendung der Wertscheine hatten ferner den Vorteil, dass Hotelangestellte nicht in den Besitz der begehrten Valuta gelangten. Damit auch verdiente Werktätige der DDR die Vorzüge einer Unterkunft und Verpflegung in den Luxushäusern in Anspruch nehmen konnten, erhielten Sie vom FDGB-Feriendienst einen gewissen Tagessatz in Form der Wertscheine. Abb. 1.1: Ahrenshoop, Ostseehotel, o. D. (1982), 10 M, Vorderseite. Abb. 1.2: Ahrenshoop, Ostseehotel, o. D. (1982), 10 M, Rückseite. Abb. 2.1: Dresden, Hotel Bastei, o. D. (1986), 10 M, Vorderseite. Abb. 2.2: Dresden, Hotel Bastei, o. D. (1986), 10 M, Rückseite. Abb. 3.1: Oberhof, Interhotel Panorama, o. D. (1984), 2 M, Vorderseite. Abb. 3.2: Oberhof, Interhotel Panorama, o. D. (1984), 2 M, Rückseite. Abb. 4.1: Oberhof, Hotel Panorama, o. D. (1986), 5 M, Vorderseite. Abb. 4.2: Oberhof, Hotel Panorama, o. D. (1986), 5 M, Rückseite. Abb. 5.1: Saßnitz, MITROPA Rügen-Hotel, o. d. (1987), 20 M, Vorderseite. Abb. 5.2: Saßnitz, MITROPA Rügen-Hotel, o. d. (1987), 20 M, Rückseite. Abb. 6.1: Warnemünde, Hotel Neptun, o. d. (1975), 1 M, Vorderseite. Abb. 6.2: Warnemünde, Hotel Neptun, o. d. (1975), 1 M, Rückseite. Von den einheitlichen Wertscheinen sind die Verzehrbons des Interhotels „International“ in Magdeburg zu unterscheiden. Abb. 7: Magdeburg, Interhotel International, Café Wien, o. d, (1979), 10 M. Vorderseite. Außerdem sind von den beschriebenen Wertzeichen die undatierten Wertscheine des Frankfurter Hofs in Frankfurt (Oder), des Schloss- und Parkhotels Reinhardsbrunn in Friedrichroda, des Hotels Ernst Thälmann in Oberhof und des Ringberghauses in Suhl zu unterscheiden. Die Storetickets des Frankfurter Hofs fallen dabei vollkommen aus dem Rahmen, lauten sie doch auf DM. Somit dürfte ihre Ausgabe erst für die Zeit nach der Währungsumstellung geplant gewesen sein. Da sich für ihre Nutzung kein plausibler Grund mehr fand, wurde sie wohl nie ausgegeben. Abb. 8.1: Frankfurt (Oder), Hotel Stadt Frankfurt, o. D. (1990), 5 DM, Vorderseite. Abb. 8.2: Frankfurt (Oder), Hotel Stadt Frankfurt, o. D. (1990), 5 DM, Rückseite. Die Scheine des Schloss- und Parkhotels Reinhardsbrunn dürften am ehesten vergleichbar mit den Einheitsausgaben gewesen sein, denn das Hotel wurde sowohl von DDR-Bürgern wie Touristen aus der Bundesrepublik besucht. Abb. 9.1: Friedrichroda, Schloss- und Parkhotel Reinhardsbrunn, o. D., 50 Pfennig, Vorderseite. Abb. 9.2: Friedrichroda, Schloss- und Parkhotel Reinhardsbrunn, o. D., 50 Pfennig, Rückseite. Das Hotel Ernst Thälmann in Oberhof war ein Konsum-Erholungsheim und Haus des FDGB (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund), in dem wahrscheinlich nur DDR-Bürger Urlaub machten. Abb. 10.1: Oberhof, Hotel Ernst Thälmann, o. D., 50 Mark, Vorderseite. Abb. 10.2: Oberhof, Hotel Ernst Thälmann, o. D., 50 Mark, Rückseite. Abb. 11.1: Suhl, Ringberghaus, o. D., 5 Mark, Vorderseite. Abb. 11.2: Suhl, Ringberghaus, o. D., 5 Mark, Rückseite. Das "Ringberghaus" in Suhl gehörte dem Bauernverband der DDR (VdgB = Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe), wo Landwirte aus der gesamten Republik ihren Urlaub verbrachten. Die Scheine dürften als internes Verrechnungsgeld gegolten haben, wie wir es z. B. von den Speisetalons des Reisebüros der DDR in Zinnowitz auf Usedom kennen. Sie wurden aber auch von verschiedenen Geschäften in der Stadt Suhl angenommen, so z.B. von dem auf der Rückseite abgebildeten CENTRUM-Warenhaus Suhl. Suhl blickt auf eine jahrhundertelange Tradition in der Waffenherstellung zurück. Heute produzieren vor allem zwei traditionsreiche Unternehmen hier: Merkel Jagd- und Sportwaffen GmbH sowie C. G. Haenel. In der DDR-Zeit kamen die Waffen vom VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann“ Suhl, wo auch Sportwaffen hergestellt wurden. Suhl war als international anerkanntes Schießsportzentrum regelmäßig Gastgeber internationaler Trainingslager und Vergleichswettkämpfe. 1986 fand hier die 44. Weltmeisterschaft im Sportschießen statt. Teilnehmer sowie Vertreter der internationale Presse waren u. a. in dem zu diesem Anlass neu erbauten Hotel Stadt Suhl untergebracht, das zur WM auch eigenes Hotelgeld ausgab. Abb. 12.1: Zinnowitz, Hotel Zinnowitz (Reisebüro der DDR), 1985, 1 Mark, Vorderseite. Abb. 12.2: Zinnowitz, Hotel Zinnowitz (Reisebüro der DDR), 1985, 1 Mark, Rückseite. Nach der Wiedervereinigung wurden zahlreiche Häuser des Reisebüros der DDR sowie die Interhotels von der Treuhandanstalt verwaltet. 1991 übernahm die Klingbeil-Gruppe fast alle Häuser und im Dezember 2006 wurden die verbliebenen Hotels der Deutschen Interhotel AG an die Blackstone Group für ca. 750 Mio. € verkauft. Uwe Bronnert Anmerkungen [1] Der Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) war eine internationale Organisation sozialistischer Staaten. Er wurde am 25. Januar 1949 als Antwort auf den US-amerikanischen "Marshall-Plan" gegründet und sollte die wirtschaftliche Planung der Mitgliedstaaten koordinieren, um eine unabhängige sozialistische Wirtschaft zu schaffen, ferner den Handel zwischen den Mitgliedstaaten und der Bereitstellung gegenseitiger Kredite fördern. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten die Sowjetunion, Polen, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und die Tschechoslowakei. Am 23. Februar 1949 trat Albanien (ab 1961 ruhte die Mitgliedschaft) dem Bündnis bei und am 29. September 1950 folgte die DDR. Ab 1962 wurde der RGW für nicht-europäische Staaten geöffnet und international ausgebaut. Neue Mitglieder wurden die Mongolei (1962), Kuba (1972) und Vietnam (1978). Am 17. September 1964 trat Jugoslawien einigen Organen des RGW bei. China (bis 1961) und Nordkorea erhielten Beobachterstatus. Am 16. Mai 1973 unterzeichnete Finnland ein Kooperationsabkommen mit dem RGW, 1975 folgten dann der Irak und Mexiko, Angola 1976, Nicaragua 1984, Mosambik 1985. Im November 1986 nahmen Delegierte aus der Demokratischen Republik Afghanistan, Äthiopien, der Demokratischen Volksrepublik Jemen (Südjemen) und Laos als Beobachter an einem Treffen teil. Mit dem Zusammenbruch der kommunistischen Regime in Mittel- und Osteuropa und den politischen Veränderungen ab 1989 wurde der RGW am 28. Juni 1991 offiziell aufgelöst. [2] Dabei galt 1 Transferrubel 4,67 Ost-Mark. [3] Zahlungsmittel der DDR durften weder ein- noch ausgeführt werden. [4] Der Mindestumtausch wurde am 2. Dezember 1964 eingeführt und nach der "Wende" am 24. Dezember 1989 abgeschafft. Insgesamt erzielte die DDR-Regierung mit dieser Maßnahme Einnahmen in Höhe von 4,5 Milliarden DM. [5] Hasso Spode, Urlaub macht Geschichte, Reisen und Tourismus in der DDR, Bonn 2023, S. 148. [6] Nahezu alle Hotels der gehobenen Klasse in der DDR waren Interhotels; bekannte Ausnahmen stellten das HO-Hotel Neptun in Warnemünde und das dem Reisebüro der DDR gehörende Hotel Cecilienhof in Potsdam dar. [7] 1978 waren es etwa 9,5 Millionen Gäste aus dem kapitalistischen Ausland. [8] Hasso Spode, S. 149. [9] Ebenda, S. 156.
- São Tomé und Príncipe feiert 50 Jahre Unabhängigkeit
Am 26. August 2026 gab São Tomé und Príncipe eine 50-Dobras-Gedenkbanknote aus, um den 50. Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes zu feiern. Diese Sonderausgabe würdigt die historische Unabhängigkeitserklärung vom 12. Juli 1975 und feiert die Erfolge der Nation in den vergangenen fünf Jahrzehnten. An der öffentlichen Zeremonie nahmen der Premierminister und Regierungschef Américo Ramos sowie weitere hochrangige Staatsvertreter teil, darunter der Generalstaatsanwalt der Republik, Carlos Stok, die Präsidentin des Obersten Gerichtshofs, Richterin Euridice Dias, und ehemalige Gouverneure der Zentralbank von São Tomé und Príncipe, die die Zeremonie ausrichtete. Die Ausgabe erfolgte im Rahmen des offiziellen Programms der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der Unabhängigkeit und zum institutionellen Werdegang der Währungsbehörde, die vor 34 Jahren gegründet wurde. Fotos der Zeremonie zur Vorstellung der neuen Gedenkbanknote. Auf der Vorderseite der Banknote sind zwei symbolträchtige Vogelarten der Inseln prominent abgebildet: links der Wanderfalke (und rechts der Graupapagei, die sich vor der Cascata Mioba (Wasserfall) in Praia Pesqueira im Süden von São Tomé befinden. Die tropische Landschaft aus Wasser, Farnen und Waldlaub unterstreicht den außergewöhnlichen Naturreichtum des Archipels. Ein Porträt des Nationalhelden Rei Amador oben rechts, das Staatswappen unten in der Mitte und ein Kaffeeblatt rechts schmücken zusätzlich die Vorderseite der Banknote. Das transparente Fenster unten rechts zeigt eine irisierende Kakaoschote. Die irisierende Kakaoschote wurde in das Polymersubtrat zum Zeitpunkt seiner Herstellung eingearbeitet. Das Kakaomotiv würdigt die langjährige landwirtschaftliche Tradition des Landes und dessen historische Rolle in der Volkswirtschaft. Der Nennwert oben rechts ist mit optisch variabler Druckfarbe (OVI) gedruckt, deren Farbe von Gold zu Grün wechselt. Das Kaffeeblatt besteht ausschließlich aus dem sich wiederholenden Mikrotext „BANCOCENTRALDESÃOTOMÉEPRÍNCIPECINQUENTADOBRAS“ in hellen und dunklen Schattierungen. Der Wanderfalke (links) und der Graupapagei (rechts). Der Cascata Mioba (Wasserfall) in Praia Pesqueira. Das Kaffeeblatt aus sich wiederholendem Mikrotext „BANCOCENTRALDESÃOTOMÉEPRÍNCIPECINQUENTADOBRAS“. Die Rückseite hebt die einzigartige Lage von São Tomé und Príncipe am Äquator hervor und zeigt eine Umrisskarte von Amerika und Afrika, auf der der Äquator deutlich als „EQUADOR“ gekennzeichnet ist. Über die Weltkarte ist eine Luftaufnahme der Inseln gelegt, auf der der Äquator bei Ilhéu das Rolas (Rolas-Inselchen) zu sehen ist. Das Denkmal „Marco do Equador“ auf Ilhéu das Rolas ist unten rechts in der Mitte abgebildet, zusammen mit einem Hinweis auf die geodätischen und astronomischen Arbeiten von Gago Coutinho zwischen 1916 und 1918, über einer Umrisszeichnung des Globus. Coutinho bestätigte, dass der Äquator direkt durch Ilhéu das Rolas verläuft. Eine Inselszene mit Meer und Palmen ziert den unteren mittleren und rechten Bereich der Banknote im Hintergrund. Das Denkmal „Marco do Equador“ auf Ilhéu das Rolas. Die Banknote ist in Grün- und Goldtönen gehalten, die Fruchtbarkeit, Sonnenlicht und Wohlstand symbolisieren, und verbindet Tradition mit moderner Gedenk-Ästhetik. Sie misst 145 x 67 mm. Das Projekt zur Herstellung dieser Gedenkbanknoten wurde von Authentix in dessen Werk „Royal Joh. Enschedé“ (RJE) in Haarlem, Niederlande, umgesetzt. Dies ist in der Tat eine spannende Entwicklung, die die Rückkehr des renommierten niederländischen Sicherheitsdruckers in das Geschäft mit dem Druck hochsicherer Banknoten signalisiert. RJE wurde 1703 als kleine Buchdruckerei und Schreibwarenhandlung in Haarlem, Niederlande, von Izaak Enschedé gegründet. Das Unternehmen stieg in den Hochsicherheitsdruck ein und produzierte ab 1814 neben internationalen Banknoten und Briefmarken auch die offiziellen Banknoten für die niederländische Zentralbank. Die neue Gedenkbanknote wurde auf dem PolySecure®-Polymersubstrat von Q&T Hi-Tech Polymer gedruckt, einem Unternehmen mit Sitz in der Nähe von Hanoi, Vietnam. PolySecure® basiert auf einem firmeneigenen Polymerkern mit kontrollierter Opazifizierung, Oberflächenbehandlung und transparenten Fensterbereichen. Die Architektur ist so konzipiert, dass sie offensichtliche optische Merkmale, verdeckte maschinenlesbare Elemente und bestehende Arbeitsabläufe in der Banknotenproduktion unterstützt. Erfahren Sie HIER mehr über dieses neue Polymersubstrat. Diese Gedenkbanknote ist weltweit die fünfte im Umlauf befindliche Banknote, die auf PolySecure® gedruckt wurde. Bei den anderen vier handelt es sich um die vier vietnamesischen Polymerbanknoten mit niedrigem Nennwert aus den Jahren (20)24 und (20)25. Die Banknote wurde im Neun-Farben-Offsetdruck mit mehreren Iris-Übergängen gedruckt, kombiniert mit einem Zweifarben-Tiefdruck für das beim Banknotendruck typische taktile Relief. Optisch variable Druckfarbe, die im Siebdruckverfahren aufgetragen wurde, wechselt die Farbe, wenn die Banknote gekippt wird. Die Farne auf der Vorderseite links leuchten unter UV-Licht. Mit dieser Banknote führt die RJE zudem erstmals ein vollständig digitales Nummerierungsverfahren ein. Anstelle fester Nummerierwerke wird jede Nummer digital aufgebracht, was eine eindeutige Identifizierung der Banknoten und zusätzliche Fälschungsschutzmaßnahmen ermöglicht. Die Gedenkbanknote ist derzeit nicht für den allgemeinen Umlauf bestimmt, könnte jedoch zu einem späteren Zeitpunkt in kleinen Mengen in Umlauf gebracht werden. Mit ihrer Ausgabe soll die monetäre Identität des Landes mit der Bewahrung des nationalen Gedächtnisses verknüpft werden, wobei die Numismatik als Instrument zur Würdigung von Ereignissen und Institutionen dient, die die jüngste Geschichte von São Tomé und Príncipe geprägt haben. Sie wurde gemäß Dekret Nr. 09/2025 ausgegeben und von Gareth Haddad do Espírito Santo Guadalupe, dem Staatsminister für Wirtschaft und Finanzen, sowie Agostinho Quaresma dos Santos Afonso Fernandes, dem Gouverneur der Zentralbank, unterzeichnet. Die Gedenkbanknote wurde mit den Präfixen A (gefolgt von einer fünfstelligen Kontrollnummer) und STP (gefolgt von einer vierstelligen Kontrollnummer) gedruckt: Präfix A mit den Seriennummern A 00001–55000, A 56101–57000 und A 58101–59000, 56.800 Stück. Präfix STP mit den Seriennummern STP 0001–0100, 100 Stück. Nur in einer VIP-Mappe erhältlich. Präfix STP mit den Seriennummern STP 0101–1000, 900 Stück. Nur in einer Sammlermappe erhältlich. Präfix A mit der Seriennummer A 00000, nummeriert von 001 bis 100, mit dem Aufdruck „ESPÉCIME“ (MUSTER) auf Vorder- und Rückseite, 100 Stück. Die exklusive VIP-Mappe mit Präfix STP. Die Sammlermappe mit Präfix A. Die Zentralbank von São Tomé und Príncipe genehmigte den Vorverkauf der Banknote ab Freitag, dem 21. August 2026, auf der HICC-Münz-und-Banknotenbörse in Hongkong; das offizielle Ausgabedatum war jedoch der 26. August 2026. Donald Ludwig (polymernotes.com)
- Uruguay: Neue 200-Pesos-Banknote mit modernisiertem Sicherheitsfaden
Die Zentralbank von Uruguay hat ihre 200-Pesos-Banknote der Serie H 2025 mit einem neuen, 3 mm breiten, gefensterten, animierten mikrooptischen Sicherheitsstreifen namens ANIMA™ SIGN ausgestattet, der im Rahmen der Banknotenproduktion von Oberthur Fiduciaire geliefert wurde. Es ist die erste Banknote, bei der Anima™ SIGN zum Einsatz kommt, und kombiniert die beeindruckenden dynamischen Effekte eines Sicherheitsstreifens mit Mikrolinsen mit magnetischer Maschinenlesbarkeit. Der Streifen erzeugt beim Kippen der Banknote eine sichtbare Bewegung, bei der sich die Aufschriften „200“ und „BCU“ abwechseln, während seine integrierte magnetische Funktionalität eine zuverlässige Erkennung durch Geldbearbeitungsgeräte ermöglicht. Dies stellt einen wichtigen Meilenstein in der Sicherheitsstreifen-Technologie dar, da hier die öffentliche Authentifizierung der Stufe 1 und die maschinenlesbare Funktionalität in einem einzigen animierten mikrooptischen Merkmal vereint werden. Erfahren Sie mehr über diesen neuen Sicherheitsstreifen und sehen Sie sich HIER das Video an. Donald Ludwig












