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- Aus privaten Sammlungen: 10 Thaler der Preussischen Hauptverwaltung der Staatsschulden von 1870
Bei Ausbruch des Deutsch-Französischen Kriegs 1870 wurden auf Initiative des Norddeutschen Reichstags Darlehenskassen des Norddeutschen Bundes mit 30 Millionen Thaler Darlehenskassenscheinen ausgestattet, wovon 29.651.000 Thaler ausgegeben wurden, zu denen auch der vorliegende 10-Thaler-Schein gehört. Zweck der Darlehnskassen war es, Darlehen gegen Verpfändung von Waren oder Schuldverschreibungen an Handel und Gewerbe zu gewähren, um einem Kreditmangel vorzubeugen. Die Verwaltung der Darlehenskassen übernahm die Preußische Bank, unter Leitung des Finanzministers. Die Scheine wurden nach dem Ende des Kriegs ordnungsgemäß eingezogen und vernichtet. [1] In dem „Münz-, Maass- und Gewichtsbuch“ von Friedrich Noback [2] heißt es hierzu: „Ein Papiergeld des Norddeutschen Bundes waren die Darlehnskassenscheine dieses Bundes zu 25, 10 und 5 Thalern (nicht mit den preussischen Darlehnskassenscheinen zu verwechseln), welche auf Grund des Gesetzes vom 21. Juli 1870 den nach Maassgabe des nämlichen Gesetzes errichteten vormaligen Darlehnskassen übergeben wurden, um damit Vorschüsse gegen Unterpfand auf kurze Frist zu gewähren, und vom 1. August 1870 datirt waren…. Sie hatten freien Umlauf und wurden bei allen Bundeskassen, sowie bei allen öffentlichen Kassen der Bundesstaaten zum Nennwerthe in Zahlung angenommen. Nach Erfüllung des Zwecks der Darlehnskassen, spätestens in drei Jahren (somit bis 21. Juli 1873), sollten alle Darlehnskassenscheine wieder eingezogen werden. Ende April 1872 waren noch für 1.183.250 Thaler derselben in Umlauf. Die Hauptverwaltung der Darlehenskassen kündigte unter dem 7. November 1871, der Finanzminister unter dem 8. desselben Monats die Einziehung und Einlösung der Scheine an. Einlösungsstellen waren alle norddeutschen Bundeskassen; die preussische Hauptverwaltung der Staatsschulden in Berlin löste ausschliesslich die Stücke zu 25 Thalern ein.“ Die Scheine wurden offensichtlich sehr zügig eingezogen. In einer amtlichen Übersicht über die Ausgabe von Staatspapiergeld der Staaten des Deutschen Reichs Stand Oktober 1872 sind die Darlehnskassenscheine von 1870 nicht mehr aufgeführt. [3] Objekttyp: Darlehns-Kassenschein Sammlung: Sammlung Hensengerth Authentizität: Original Land/Region/Ort: Norddeutscher Bund, Königreich Preußen, Berlin Emittent: Preussische Hauptverwaltung der Staatsschulden Nominal: 10 Thaler Datierung: 1. August 1870 Vorderseite: Bekröntes Wappenschild des Norddeutschen Bundes (schwarz-weiß-rotes Wappen) mit "wilden Männern" als Schildhalter. Die die Darlehns-Kassenscheine der Preussischen Hauptverwaltung der Staatsschulden laut Gesetz vom 21. Juli 1870 als Ausgabe des Norddeutschen Bundes galten, zeigen sie auch das Wappen dessen Wappen und nicht das Wappen von Preußen. Rückseite: Text und Wertzahl in farbiger Guilloche. Unterschriften: Wedell | Löwe | Meinecke | Eck Material: Papier ohne Wasserzeichen, mit Prägestempel (Wappen). Format: 128 mm x 79 mm Nummerierung: Lit. E, No 116930 Druck: Preußische Staatsdruckerei, Berlin. Zitate: G/K 297 (Grabowski/Kranz: Das Papiergeld der altdeutschen Staaten, 1. Auflage 2020) A 230 (Pick/Rixen: Papiergeld-Spazialkatalog Deutschland, 3. Auflage 1998) S423 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. I – Specialized Issues) Dr. Bernd Sprenger Anmerkungen Quelle: Darlehnskassen, von W. Lotz, in: Handwörterbuch der Staatswissenschaften, 2. Auflage, 3. Bd., Jena 1900, S. 117 - 120. 2. Auflage, Leipzig 1879, S. 265. Siehe Anlage I. zum Gesetzentwurf betr. die Ausgabe von Reichskassenscheinen, Nr. 70 der Drucksachen des Reichstags, 1874, abgedruckt z.B. bei Herbert Rittmann, Deutsche Geldgeschichte 1484-1914, München 1975, S. 1057 - 1061. Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com. Literaturempfehlung: Grabowski/Kranz. Das Papiergeld der altdeutschen Staaten Geldscheine der Staaten auf dem Gebiet des 1871 gegründeten Deutschen Reichs von den Anfängen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts 1. Auflage 2020 Battenberg Verlag ISBN: 978-3-86646-188-8 Format 17 x 24 cm 344, durchgehend farbig Preis: 49,90 Euro Zur Leseprobe Bestellung über den Verlags-Shop
- Rumänien ehrt Eugeniu Carada mit einer Gedenkbanknote
Am 14. September 2026 hat die Rumänische Nationalbank eine Polymer-Gedenkbanknote ausgegeben, die Eugeniu Carada, dem Gründer der Rumänischen Nationalbank, gewidmet ist. Der Nennwert der neuen Ausgabe beträgt 100 Lei. Für Sammler werden sowohl Einzelbanknoten als auch ein ungeschnittener Viererblock angeboten. Eugeniu Carada (1836 – 1910) war ein rumänischer Wirtschaftswissenschaftler, Schriftsteller und Gründer der Rumänischen Nationalbank im Jahr 1880. Diese Gedenkbanknote wurde anlässlich seines 190. Geburtstags herausgegeben. Auf der Vorderseite sind rechts das Porträt und die Unterschrift von Eugeniu Carada abgebildet. In der Mitte ist im Hintergrund die Schalterhalle im Alten Palast der Rumänischen Nationalbank (NBR) zu sehen, davor ein Adler und ein verziertes Wappenschild mit dem NBR-Logo. Das Staatswappen Rumäniens befindet sich oben links. Die Unterschriften des Gouverneurs und des Hauptkassiers finden sich unten in der Mitte. Die Banknote trägt das Datum „14. September 2026“, das genaue Datum, an dem sie in Umlauf kommt. Die Rückseite zeigt eine Abbildung des Alten Palasts der Rumänischen Nationalbank. Im Hintergrund ist der Ratssaal der Rumänischen Nationalbank abgebildet. Die Banknote weist folgende Sicherheitsmerkmale auf: Ein komplexes, vertikales, transparentes Fenster mit einem mehrfarbigen Porträt von Eugeniu Carada links; oben ein stilisiertes Element, das von der ersten 20-Lei-Banknote inspiriert ist, die 1881 von der NBR ausgegeben wurde; sowohl im oberen als auch im unteren Teil ein mehrfarbiges, stilisiertes grafisches Element (Kamee), das unter UV-Licht in zwei Farben (Vivid Colour) – Gelb und Blau – fluoresziert. Zwei „Wasserzeichen“-Elemente: die Vorderseite der Medaille „Danube Crossing“, die Eugeniu Carada von König Carol I. verliehen wurde, sowie das NBR-Logo; beide sind sichtbar, wenn man die Banknote gegen das Licht hält. Ein magnetischer Sicherheitsfaden, auf dem der Mikrotext „CARADA“ in Negativdarstellung zu sehen ist, der aus vier verschiedenen Richtungen lesbar ist. Über dem Porträt befindet sich ein Element, das mit optisch variabler magnetischer Druckfarbe (OVMI SPARK®) gedruckt ist und bei Neigung der Banknote von Gold zu Grün wechselt. Ein Prägemerkmal innerhalb des auf der Rückseite aufgedruckten stilisierten Elements ist von der ersten 20-Lei-Banknote inspiriert, die 1881 von der NBR ausgegeben wurde. Der Nennwert „LEI UNA SUTĂ“ unten in der Mitte ist in optisch variabler Druckfarbe gedruckt, die beim Kippen der Banknote von Gold zu Grün wechselt. Ein überlagerndes Bild auf Vorder- und Rückseite: Eine stilisierte Darstellung eines dekorativen Elements im Alten Palast der Nationalbank von Rumänien wird sichtbar, wenn die Banknote gegen das Licht gehalten wird. Lasermikroperforationen mit dem Nennwert „100“ befinden sich vertikal in der Mitte. In den freien Bereichen links und rechts sind Muster zum Schutz vor Scannen und Kopieren integriert, ebenso wie ein durch eine versetzte Regenbogenfärbung gesichertes Motiv. Sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite der Banknote sind verschiedene Mikrotexte zu finden. sowie verschiedene weitere Sicherheitsmerkmale. Die Banknote wurde in einer Mappe mit Umschlag und Texten in Rumänisch, Englisch und Französisch ausgegeben. Jeder ungeschnittene Viererblock wurde zusammen mit einem Echtheitszertifikat in einem Gedenkumschlag ausgegeben. Die Auflage beträgt 16.000 Einzelbanknoten und 1.000 ungeschnittene Viererblöcke. Jede Einzelbanknote im Folder wurde für 240 Lei inklusive Mehrwertsteuer verkauft. Jeder ungeschnittene Viererblock wurde für 840 Lei inklusive Mehrwertsteuer und Echtheitszertifikat angeboten. Die Einzelbanknoten und ungeschnittenen Blöcke wurden über die Regionalfilialen der Rumänischen Nationalbank in Bukarest, Cluj-Napoca, Constanța, Craiova, Iași und Timișoara vertrieben. Sie waren ab dem 15. September 2026, einen Tag nach dem offiziellen Ausgabedatum, erhältlich. Informationen zum Erwerb dieser numismatischen Artikel fand man auf der Website der Rumänischen Nationalbank im Bereich „Numismatik“. Donald Ludwig (polymernotes.com)
- Österreich-Ungarn – Geschichte einer Währungstrennung, Teil 2
Die Abstempelung der Noten der Oesterreichisch-ungarischen Bank im Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen Aus dem früheren Königreich Serbien, dem Fürstentum Montenegro und den ehemaligen österreichischen Gebieten Kroatien, Slovenien, Dalmatien, Krain und Teilen der Steiermark, Bosnien, der Herzegovina, sowie weiteren Teilen Ungarns (die Komitate Bács-Bodrog, Torontál, Teile von Baranya, Temes, Krassó Szöreny und Zala) sowie einem bulgarischen Grenzstreifen entstand am 1. Dezember 1918 das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen. Auf dem Territorium des neuen Staates liefen die verschiedensten Zahlungsmittel um: serbische Dinara, montenegrinische Perper, österreichisch-ungarische Kronen, bulgarische Leva, deutsche Mark – etwa einhundert verschiedene Noten und Münzen. Daher war eine der ersten Aufgaben, das Zahlungsmittel-Wirrwarr zu beseitigen und eine einheitliche Währung zu schaffen. Als ersten Schritt ordnete der Finanzminister am 12. Dezember 1918 die Abstempelung der umlaufenden Kronen-, Leva- und Mark-Scheine an.[1] Gemäß der Anordnung musste das Papiergeld von den Besitzern bei näher bezeichneten Stellen, vorgelegt werden. Hier wurde der Notenbetrag im Ausweis des Einreichers eingetragen und die Geldscheine mit einem Stempelabdruck versehen. Die 10- bis 1000-Kronen-Noten erhielten zusätzlich eine laufende Nummer, die mit Tinte vermerkt wurde. Damit sollte nicht etwa die Note neu nummeriert, sondern nur der eingelieferte Posten gekennzeichnet werden.[2] Schließlich wurde die Summe der vorgelegten Scheine in einem Register festgehalten. Von der Kennzeichnung ausgeschlossen waren die Noten zu 20 Kronen – II. Auflage – sowie die Noten zu 25, 200 und 10.000 Kronen. Sie wurden nicht als Zahlungsmittel anerkannt. Auch die Einfuhr österreichisch-ungarischer Kronen-Noten wurde strengstens verboten. Abb. 1: Oesterreichisch-Ungarische Bank, 2 Kronen, 1. März 1917, Vorderseite mit Stempel von „Lubljana“ (Laibach). Abb. 2: Oesterreichisch-Ungarische Bank, 2 Kronen, 1. März 1917, Vorderseite mit Stempel. Abb. 3: Oesterreichisch-Ungarische Bank, 20 Kronen, 2. Januar 1913, Vorderseite mit Stempel. Abb. 4: Oesterreichisch-Ungarische Bank, 20 Kronen, 2. Januar 1913, Vorderseite mit Stempel, zusätzlich mit Zählstempel und Jahreszahl 1919. Abb. 5: Oesterreichisch-Ungarische Bank, 100 Kronen, 1. Januar 1912, Rückseite mit Stempel und Zählstempel. Abb. 6: Oesterreichisch-Ungarische Bank, 100 Kronen, 1. Januar 1912, Vorderseite mit Stempel. Aufgrund der Vielzahl von Stellen, die bei der Aktion aktiv mitwirkten, sind verschiedene Arten von Stempeln zu unterscheiden:[3] (A) Runder Stempel (Durchmesser 33 mm); mit dem Wappen des Königreichs und Aufschrift des Finanzministeriums: MИНСTAРСTВO ФИНAНСИJA KRAЉEВСTВA [SHS] СРБA, XРВATA И СЛOВEНAЦA (MINISTARSTVO FINANSIJA KRALJEVSTVA SHS, SRBA, HRVATA I SLOVENACA); Stempelfarbe schwarz, maschinell angebracht. Keller merkt zu diesem Stempel an: „Dieser Aufdruck ist offenbar in Wien für Südslavien hergestellt worden, denn … [sie] tragen .. den Druckfehler KRAЉEВСTВA statt KPAЉEВСTВA, der wohl nur auf nichtserbischem Sprachgebiet entstehen konnte. Er findet sich genau gleichmäßig auf allen bekannten Werten dieser Reihe. Ein Datum ist auf den Scheinen nicht angegeben, aber wir können sie doch auf das Jahr 1919 bestimmen. … Die Aufdrucknoten finden wir nirgends amtlich erwähnt. Sie hätten eigentlich die Abstempelung unnötig gemacht. Ob der Druckfehler verhindert hat, dass man sie allgemein in Umlauf setzte?“[4] (B) Runder Stempel (Durchmesser 42 mm), mit kleinem Wappen des Königreichs in der Mitte und Aufschrift: MинисTaрсTвo финaнсиja Бр. … Жигoсaњe нeприjaTeљсKoг нoвцa (MINISTARSTVO FINANSIJA BR … ŽIGOSANJE NEPRIJATELJSKOG NOVCA = Finanzministerium Nr. … Bestempelung von feindlichem Geld). Stempelfarbe schwarz, violett oder rot; von Hand angebracht. (C) Runder Stempel (Durchmesser 42 mm); mit kleinem Wappen des Königreichs in der Mitte und Aufschrift: KOMISIJA ZA SPROVODENJE VALUTNE REFORME KRALJEVSTVA S.K.S. BEOGRAD (Kommission zur Durchführung der Währungsreform des Königreichs S.K.S. Belgrad) bzw. mit ähnlichen Aufschriften. Stempelfarbe violett; von Hand angebracht. (D) Andere Stempel von Banken, Postämtern, Militärbehörden, Kirchengemeinden Gerichtsstellen, Gemeinden, Bezirken usw. Verschiedene Formen, Größen und Stempelfarben. Laut offiziellem Bericht vom 31. Januar 1919 wurden Scheine im Wert von insgesamt 5.323 Millionen Kronen, etwa 50 Millionen bulgarische Leva und eine geringe Menge deutscher Mark bestempelt.[5] Abb. 7.1: Bulgarische Notenbank, o. D. (1916), 1 Leva, Vorderseite. Abb. 7.2: Bulgarische Notenbank, o. D. (1916), 1 Leva, Rückseite mit Stempel. Abb. 8.1: Darlehenskassenschein, 12. August 1914, 1 Mark, Vorderseite. Abb. 8.2: Darlehenskassenschein, 12. August 1914, 1 Mark, Rückseite mit Stempel Zagubinja. Der Artikel 206 des Friedensvertrags von St. Germain forderte die Abstempelung der Banknoten der Oesterreichisch-ungarischen Bank durch die Nachfolgerstaaten. So kam es, dass die jugoslawische Regierung die erste Abstempelung nur als statistische Maßnahme ansah und als nicht verbindlich erklärte. Am 5. November 1919 wurde daher eine neue, zweite Abstempelung für die Kronen-Noten angeordnet. Begründet wurde dies auch damit, dass „ein grosser Teil der ersten Stempel .. gefälscht gewesen [seien]. Fast die Hälfte war unlesbar! Viele Städte benutzten mehrere Stempel, was auch die Übersicht erschwerte. Schwach ausgefallene Stempel waren mit Kopierstift nachgezogen worden. Auch Münzabdrucke waren als Stempel angebracht worden – nämlich auf ungestempelt gebliebenen Scheinen, deren Ungültigkeit man dadurch verhindern wollte.“[6] Abb. 9.1: Oesterreichisch-Ungarische Bank, 10 Kronen, 2. Januar 1904, Vorderseite mit Marke und Stempelentwertung. Abb. 9.2: Oesterreichisch-Ungarische Bank, 10 Kronen, 2. Januar 1904, Rückseite mit Stempel der ersten Stempelung. Abb. 10: Oesterreichisch-Ungarische Bank, 100 Kronen, 2. Januar 1912, Vorderseite mit Marke und Stempelentwertung, sowie Stempel A der ersten Stempelung. Abb. 11.1: Oesterreichisch-Ungarische Bank, 1000 Kronen, 2. Januar 1902, Vorderseite mit Marke und Stempelentwertung. Abb. 11.2: Oesterreichisch-Ungarische Bank, 1000 Kronen, 2. Januar 1902, Rückseite mit Stempel der ersten Stempelung. Abb. 12.1: Oesterreichisch-Ungarische Bank, 1000 Kronen, 2. Januar 1902, Vorderseite mit Marke und Stempelentwertung, sowie Stempel „Falsum" (Fälschung). Abb. 12.2: Oesterreichisch-Ungarische Bank, 1000 Kronen, 2. Januar 1902, Rückseite mit Stempel der ersten Stempelung. Die zweite Abstempelung sollte in der Zeit vom 13. November bis 15. Dezember 1919 stattfinden. Scheine zu 10, 20, 50, 100 und 1000 Kronen mit als echt anerkannten Stempeln sollten nochmals gestempelt werden. Nicht gestempelte, falsch gestempelte Noten, sowie 1 -und 2-Kronen-Scheine sollten nicht nochmals gestempelt werden. Die neue Abstempelung sollte durch die Filialen der Oesterreichisch-ungarischen Bank und einer Anzahl anderer Banken erfolgen. Die neue Stempelung begann am 25. November, in Bosnien am 3. Dezember 1919 und bestand nun darin, dass auf die Noten eine Marke aufgeklebt wurde, die durch einen Stempel der ausführenden Kasse entwertet wurde. Von den eingereichten Noten wurden 20 Prozent gegen Quittung einbehalten. Die Quittungen sollten bis 1930 in Dinara ausgezahlt und mit 3 Prozent verzinst werden. Nach einer Anordnung des Finanzministers begann ab 30. Januar 1920 der Umtausch der Noten zu 20, 50, 100 und 1000 Kronen auf dem Gebiet Serbiens und Montenegros und ab 7. Februar 1920 in den übrigen Gebieten. Nach mehreren Verlängerungen wurde der Umtausch gegen das neue Staatspapiergeld zu ½, 1, 5, 10, 20, 100 und 1000 Dinara am 3. Juni 1920 beendet. Durch Beschluss des Ministerrates vom 20. Dezember 1919 war die Parität der Krone zum Dinar im Verhältnis 4:1 festgesetzt worden. Derselbe Beschluss sah einen zusätzlichen Aufdruck des Kronenwertes auf den neuen Dinar-Noten vor. Abb. 13.1: SHS, 1. Februar 1919, ½ Dinara = 2 Kronen, Vorderseite. Abb. 13.2: SHS, 1. Februar 1919, ½ Dinara = 2 Kronen, Rückseite. Abb. 14.1: SHS, o. D., 10 Dinara = 40 Kronen, Vorderseite. Abb. 14.2: SHS, o. D., 10 Dinara = 40 Kronen, Rückseite. Abb. 15.1: SHS, o. D., 20 Dinara = 80 Kronen, Vorderseite. Abb. 15.2: SHS, o. D., 20 Dinara = 80 Kronen, Rückseite. Die in Zagreb, Paris und Prag gedruckten Geldscheine erhielten ab 2. Januar 1920 den entsprechenden Aufdruck in Belgrad. Hier geschah beim kyrillischen Aufdruck ein Fehler. Obwohl es auf ihnen „4 KURNE“ statt „4 KRUNE“ hieß, wurden sie am 21. Februar 1920 in Umlauf gesetzt. Die kleineren Nennwerte zu einer, zwei und zehn Kronen blieben noch bis Ende des ersten Quartals 1922 im Umlauf und wurden dann in Scheine zu ¼ Dinar umgetauscht. Insgesamt 5.121,6 Millionen Kronen wurden so aus dem Verkehr gezogen.[7] Uwe Bronnert Fortsetzung folgt! Anmerkungen Željko Stojanvoč, Papirni Novac Srbije i Jugoslavije – Das Papiergeld Serbiens und Jugoslawiens – Paper Money of Serbia and Yugoslavia, Belgrad 1996, S. 82. Andere Autoren nennen andere Termine. Dr. Arnold Keller, Die Abstempelung der österreichisch-ungarischen Banknoten 1918 – 1920, Berlin-Wittenau 1962, S. 22. Željko Stojanvoč, S. 83. Dr. Arnold Keller, S. 21. Željko Stojanvoč, S. 82. Dr. Arnold Keller, S. 50. Željko Stojanvoč, S. 87.
- Samoa ehrt die verstorbene Königin Elisabeth II. in ihrem 100. Geburtsjahr
Am 10. September 2026 würdigte die Zentralbank von Samoa das Leben und Vermächtnis der verstorbenen Königin Elisabeth II. mit einer limitierten, im Hochformat gestalteten Gedenkbanknote, die als gesetzliches Zahlungsmittel gilt. Die 100-Tālā-Note erinnert an den 100. Geburtsjahr der Königin, die 1926 geboren wurde. Elisabeth und Prinz Philip besuchten am 11. Februar 1977 im Rahmen ihrer Silberjubiläums-Reise das damalige Westsamoa. Von Samoas Staatsoberhaupt Malietoa Tanumafili II. begrüßt, wurde ihre Ankunft mit großen Feierlichkeiten begangen und gilt bis heute als eines der bedeutendsten Ereignisse in der Geschichte Samoas: der erste Besuch eines regierenden britischen Monarchen in (West)samoa. Der Nennwert von 100 Tālā wurde gewählt, um an ihr 100. Geburtsjahr zu erinnern. Auf beiden Seiten der Banknote werden königliche Motive mit Sehenswürdigkeiten und Naturlandschaften kombiniert, die eng mit der nationalen Identität Samoas verbunden sind. Auf der Vorderseite wird die Königin mit drei außergewöhnlichen Porträts gewürdigt, die ihr Leben anhand von Fotografien aus ihrer Kindheit, ihrer Jugend und ihrer späteren Regierungszeit nachzeichnen. Vor allem ist in der Mitte rechts der ikonische Stich von Edwin H. Gunn nach dem Foto von Marcus Adams aus dem Jahr 1934 zu sehen, das auf der kanadischen 20-Dollars-Banknote von 1935 abgebildet war. Dieses Bild zeigt eine unbeschwerte und fröhliche achtjährige Prinzessin. Ergänzt wird ihr Kindheitsporträt durch Gravuren einer Fotografie von Yousuf Karsh aus dem Jahr 1951 (in der Mitte links) der damaligen Prinzessin sowie einer Aufnahme von Bill Ingalls aus dem Jahr 2007 (oben) der Königin in ihren späteren Jahren. Im Hintergrund in der Mitte links ist die restaurierte und erweiterte Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis zu sehen, eine der ältesten Kirchen Samoas. Sie ist eine Hommage an den starken christlichen Glauben des samoanischen Volkes. Im oberen Hintergrund der Banknote ist eine Waldszene abgebildet. Verlockend warme, blaue Meereswellen tragen eine grüne Meeresschildkröte, die in den Gewässern Samoas häufig anzutreffen ist, sowie ein Auslegerkanu (vaʻa), das an die entscheidende Rolle erinnert, die das vaʻa bei der Migration, der Fischerei und der Kultur dieser Pazifiknation spielte. Das Monogramm der Königin ist in der Mitte rechts zu sehen, das Wappen Samoas unten in der Mitte links. Die Gouverneurin der Bank of Samoa, Maiava Atalina Ainuu-Enari, hat die Banknote unterzeichnet. Unter der Unterschrift befindet sich der Gedenktext „COMMEMORATING THE 100TH BIRTH ANNIVERSARY OF QUEEN ELIZABETH II“ („ZUM 100. GEBURTSJAHR VON KÖNIGIN ELISABETH II.“). Im Hintergrund sind zudem traditionelle Lapita-Muster zu sehen, die auf originalen Lapita-Töpferwaren basieren, die in Samoa gefunden wurden. Die Originalphotos der drei Porträts auf der Vorderseite. Der Stich der Prinzessin erschien zuerst auf dieser Banknote. Die Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis (links) und die grüne Meeresschildkröte (rechts). Auf der Rückseite sind die Königin, Prinz Philip und Malietoa Tanumafili II. abgebildet, die alle traditionelle samoanische Halsketten (ʻula) tragen. Malietoa Tanumafili II. war seit der Unabhängigkeit Samoas im Jahr 1962 bis zu seinem Tod im Jahr 2007 „O le Ao o le Malo“ (Staatsoberhaupt) von Samoa. Die Abbildungen auf der Banknote stammen von Originalfotos des historischen Besuchs im Jahr 1977. Die Inselvegetation und die spektakulären Fuipisia-Wasserfälle auf der Insel Upolu im Hintergrund unterstreichen die natürliche Schönheit der Inseln. Unten links segelt die „De Arend“ (der Adler) durch die Wellen. Dieses Segelschiff war das Flaggschiff des Niederländers Jacob Roggeveen, dem die Entdeckung Samoas durch Europäer im Juni 1722 zugeschrieben wird – nicht lange nach seiner Entdeckung der Osterinsel zwei Monate zuvor. Diese Darstellung auf der Banknote ist eine besondere Hommage an die Niederlande, wo die Banknote von Royal Joh. Enschedé gedruckt wurde. Die Ruine der Kirche der London Missionary Society (unten rechts) im Sale’aula-Lava-Feld auf Savai’i erinnert an die vulkanischen Anfänge Samoas. Sie entstanden während der Eruptionen des Mount Matavanu in den Jahren 1905–1911, als erstarrte schwarze Lava durch die offenen Torbögen und Fenster der Kirche floss. Das Christentum in Samoa hatte 1830 auf der Insel Savai’i seinen Anfang genommen, als Reverend John Williams von der London Missionary Society in Sapapali’i landete. Im Hintergrund sind zudem traditionelle Lapita-Muster zu erkennen. Originalbilder vom 11.02.1977 auf Samoa. Fuipisia-Wasserfälle auf Upolu (links) und die Ruine der LMS-Kirche auf Savai'i (rechts). Die samoanische Plumeria. Die Banknote misst 140 × 72 mm. Das transparente Fenster zeigt die samoanische Plumeria, die Schönheit, Charme und Anmut symbolisiert. Zu den weiteren Sicherheitsmerkmalen zählen Mikrotext und UV-Lumineszenz auf beiden Seiten der Banknote. Die neue Gedenkbanknote wurde auf dem PolySecure®-Polymersubstrat von Q&T Hi-Tech Polymer gedruckt, einem Unternehmen mit Sitz in der Nähe von Hanoi, Vietnam. PolySecure® basiert auf einem firmeneigenen Polymerkern mit kontrollierter Opazität, Oberflächenbehandlung und transparenten Fensterbereichen. Die Architektur ist so konzipiert, dass sie offensichtliche optische Merkmale, verdeckte maschinenlesbare Elemente und bestehende Arbeitsabläufe in der Banknotenproduktion unterstützt. Erfahren Sie HIER mehr über dieses neue Polymersubstrat. Die Gedenkbanknote ist weltweit erst die sechste Banknote, die auf PolySecure® gedruckt wurde. Die anderen fünf sind die vier vietnamesischen Polymerbanknoten mit niedrigem Nennwert aus den Jahren (20)24 und (20)25 sowie die kürzlich ausgegebene 50-Dobras-Gedenkbanknote von São Tomé und Príncipe, HIER im Blog präsentiert.. Die Vorderseite wurde im Sechsfarben-Offsetdruckverfahren gedruckt, einschließlich eines Regenbogen-Effekts (Iris-Effekt). Das Design und die künstlerische Leitung übernahmen Christian David Petermann und Mike Vos von Enschedé. Die neuen Porträtgravuren auf der Vorderseite wurden von dem renommierten schwedischen Banknotenkünstler und Graveur Martin Mörck (geb. 1955 in Göteborg, Schweden) handgraviert, dessen Arbeit in der Banknoten- und Sicherheitsdruck-Branche international anerkannt ist. Zusätzlich wurde im Siebdruckverfahren eine spezielle irisierende, transparente Farbe auf die Meereswellen aufgetragen. Dieses Merkmal hebt Elemente der Meereswellen hervor und erzeugt einen attraktiven visuellen Effekt, wenn die Banknote aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet wird. Die Rückseite wurde ebenfalls im Sechs-Farben-Offsetdruck gedruckt, wobei ein Regenbogenmerkmal als Teil des Gesamtdesigns integriert wurde. Für die ersten 1.000 Banknoten ist zudem eine Gedenkmappe erhältlich. Diese Gedenkbanknote ist nicht für den allgemeinen Umlauf bestimmt. In ihrer offiziellen Pressemitteilung hat die Zentralbank von Samoa die Öffentlichkeit gebeten, sich für weitere Informationen an die Zentralbank zu wenden. Technische Daten: Herausgeber: Zentralbank von Samoa Ausgabejahr: 2026 Nennwert: 100 Tālā Auflage: 20.000 Stück Kontrollnummerierung: QEII 00001 – 20000 „Specimen“-Scheine: 100 Stück Ungeschnittene Blöcke zu je 8 Banknoten, 125 Blöcke Banknotengröße: 140 x 72 mm Material: PolySecure™ von Q&T Hi-Tech Polymer, Hoa Lac Hi-Tech Park, Vietnam Mikrotext und UV-Motive Keine Austauschnoten („Replacement“-Noten) Druckerei: Royal Joh. Enschedé, Haarlem, Niederlande (Teil von Authentix) Donald Ludwig (polymernotes.com)
- Aus dem Archiv: Banknotenfälscher
Der Kampf an der Falschgeldfront vor dem "Mauerbau" im "Kalten Krieg" – Ein Lehrstück zur Falschgeldbekämpfung in der frühen DDR. Das Herstellen von Falschgeld ist ein schweres Verbrechen, das in hohem Grade gesellschaftsgefährlich ist, und deshalb unsere größte Aufmerksamkeit erfordert. Die Analyse derartiger Straftaten zeigt, daß der Herstellung von Falschgeld im wesentlichen zwei Tatmotive zugrunde liegen. Einmal handelt es sich bei den Tätern um Menschen, die diese Verbrechen zum Zwecke persönlicher Bereicherung durchführen, und zum anderen um solche, die im Auftrage der Feinde unseres Arbeiter- und-Bauern-Staates versuchen, unseren sozialistischen Aufbau zu hemmen. So wurde z. B. im Prozeß gegen den Agenten Burianek u. a. im Jahre 1952 durch das Oberste Gericht nachgewiesen, daß diese Gruppe zur Finanzierung ihrer Untergrundorganisation über eine Million DM Falschgeld herstellen und in unsere Republik einschleusen wollte. Im Gegensatz zu den sozialistischen Staaten stellen in den Ländern des Kapitalismus, also auch in der deutschen Bundesrepublik, Fälschungen von Zahlungsmitteln besonders typische Verbrechen dar. Diese Tatsache liegt im kapitalistischen Wirtschaftssystem begründet, weil die dort herrschenden Verhältnisse manche Menschen veranlassen, raffinierte Verbrechen zu begehen, was auch in der Herstellung von Falschgeld seinen Ausdruck findet. Besonders charakteristisch für diese Feststellung ist folgender Fall: Der Fotografengehilfe W. Berg, wohnhaft in einer westberliner Laubenkolonie, konnte als Hersteller und Verbreiter mehrerer Nachbildungen von Mark der westdeutschen Bank Deutscher Länder und der Deutschen Notenbank (DDR) festgenommen werden. B. besaß in Westberlin eine Fälscherwerkstatt, in der fast alle seine Familienangehörigen mit der Herstellung und Verbreitung von Falschgeld beschäftigt waren. Die Lebensbedingungen dieser Familie waren erbärmlich. Infolge langjähriger Arbeitslosigkeit mehrerer Familienangehöriger, die während dieser Zeit auch keine Unterstützung bekamen, war die Familie bei Geschäftsleuten arg in Schulden geraten. Ws wurden die ärmlichsten Verhältnisse festgestellt. Um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können, hatte diese Fälschergruppe in primitiver Art und mit wenigen Mitteln Falschgeld hergestellt. Die kapitalistischen Wirtschaftsverhältnisse führten sie auf die Bahn des Verbrechens. In Westdeutschland kommen auf je 100 000 Einwohner allein im Jahr 1955 insgesamt 12 Fälle von Falschgeldverbreitung. Auf dem Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik wurden seit 1948 insgesamt siebenundzwanzig verschiedene Nachbildungen von West-Mark mit über 600 Banknoten und bei Münzfälschungen 81 Fälschungsklassen mit über 1800 Falsifikaten registriert. Auf Grund einer übergroßen Zahl von Nachahmungen sah sich die Bank Deutscher Länder bereits 1949/50 gezwungen, mehrere Notenserien von 50-, 20- und 5-Mark-Scheinen außer Kurs zu setzen, die erst im Jahre 1948 in umlauf gebracht worden waren. Aber auch die neu herausgegebenen Werte wurden wiederum gefälscht. Im Juni 1956 mußten außerdem verschiedene Notenserien von Hundertmarkscheinen aus dem Verkehr gezogen werden, da diese "Blüten" in großer Anzahl vornehmlich in Westberlin kursierten. Anfang des Jahres 1955 gelang es der westdeutschen Kriminalpolizei, einen Fälscherring auszuheben. Die Täter hatten "50-Mark-Blüten" hergestellt, die echten Banknoten kaum nachstanden. Der Fälscher hatte zusammen mit weiteren Tätern vier Jahre lang Banknoten der Bank Deutscher Länder hergestellt und für über 50 000 Westmark Falsifikate verbreitet. Im Gegensatz zur Bonner Bundesrepublik gibt es bei uns auf diesem Gebiet nur eine geringe Kriminalität. Abgesehen von wenigen, nur als Einzelexemplare aufgetretenen Handzeichnungen, die aufgrund ihrer Primitivität nicht erwähnenswert sind, wurden seit 1948 13 Fälle von Fälschungen der Mark der Deutschen Notenbank festgestellt. Einen der gefährlichsten Banknotenfälscher gelang es im Jahre 1952 festzunehmen. Er hatte eine in jahrelanger Arbeit entwickelte und hinsichtlich der Qualität äußerst gefährliche Nachbildung in Umlauf gebracht. Dem Fälscher war es geglückt, innerhalb von 14 Tagen 3000 Falsifikate von 20-DM-Noten umzusetzen. Dieser Fall zeigte, daß es bei auftretenden Fälschungen notwendig ist, unverzüglich mit der Verbrechensbekämpfung zu beginnen, auch wenn nur eine geringe Verbreitung erfolgt oder die Nachahmung sehr plump erscheint. Jeder Fälscher ist bestrebt, seine Falsifikate fortlaufend zu verbessern, um eine Fälschung zu schaffen, die den echten Noten sehr nahe kommt und im allgemeinen für den Laien als Falsifikat nicht erkennbar ist. Das gelingt allerdings nur in den wenigsten Fällen. Kaum ein anderer Verbrecher kalkuliert in seine Straftaten die Unachtsamkeit oder Gleichgültigkeit der Mitmenschen in solche starkem Maße ein wie der Banknotenfälscher. Er weiß, daß er bei der Verbreitung des Falschgeldes ständig der Gefahr ausgesetzt ist, daß seine Fälschungen erkannt werden. Deshalb ist er auch bestrebt, die ihm durch die Herstellung entstandenen Unkosten schnell zu decken und darüber hinaus einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen. Er bringt daher meist erst dann größere Mengen Falschgeld in Umlauf, wenn er eine einigermaßen gute Fälschung geschaffen hat. Banknotenfälscher Berg in seiner Werkstatt. Die Fälscherwerkstatt und die vom Täter verwendeten Werkzeuge beseitigen alle Zweifel darüber, daß an jedem beliebigen Ort falsche Banknoten hergestellt werden können. Dem Verbrecher gelang es, mit relativ einfachen Mitteln gute Falsifikate anzufertigen. Schnelle kriminalistische Aufklärungsarbeit erforderlich Große Mengen in Umlauf gesetzter Fälschungen bedeuten für unsere Wirtschaft eine nicht unerhebliche Gefährdung, die auch zu schwerwiegenden politischen Folgen führen kann. Wenn trotz aller seitens der Notenbank und der Volkspolizei eingeleiteten Maßnahmen der Täter nicht ergriffen wird, müssen eventuell bestimmte Notenserien aus dem Verkehr genommen werden. Der Neudruck von Banknoten ist jedoch stets mit der Beschaffung hochwertiger Rohstoffe und mit erheblichen Kosten verbunden, die für unseren Aufbau zweckmäßiger verwendet werden können. Bei Geldfälschern und -verbreitern handelt es sich fast ausschließlich um reisende Täter. Das macht die Bekämpfung dieser Verbrechen besonders schwierig. Wie die Erfahrungen zeigen, handeln Fälscher äußerst geschickt und raffiniert. In der Regel arbeiten sie ausnahmslos außerhalb ihres ständigen Wohnbereiches unter möglichst schnellem Wechsel der Verbreitungsorte. Beispielsweise suchen sie oft erst wochenlang einzelne Geschäfte auf, um zu beobachten, wo sich infolge der Gleichgültigkeit des Verkaufspersonals die besten Absatzmöglichkeiten für die Falsifikate bieten. Fast sämtliche verbreiteten Falsifikate werden erst von der Deutschen Notenbank, von Sparkassen oder anderen Kreditinstituten als Fälschung erkannt. Dadurch vergeht meist eine gewisse Zeit bis zur Feststellung der Falsifikate, so daß es schwerfällt, den letzten Verausgeber zu ermitteln. Oft hat der Verbrecher nur einen falschen Schein mitgenommen, während der sich in der Nähe aufhaltende Mittäter eine größere Anzahl bei sich trägt. Das geschieht aus Sicherheitsgründen, Beobachtet der Komplice beispielsweise, daß die Falschgeldverbreitung mißlingt, d. h. daß der Verkäufer Verdacht geschöpft hat, dann muß er schnellstens sämtliche Spuren, die auf eine Falschgeldherstellung schließen lassen, verwischen. Deshalb ist bei Feststellung eines Verbreitens unbedingt notwendig, daß dessen Wohnung gesichert wird, um vorzubeugen, daß sachliche Beweise beiseite geschafft werden können. Nach einer sofortigen Ergreifung des Falschgeldverbreiters erfolgte schlagartig eine gründliche Wohnungsdurchsuchung. Es konnten mehrere solche Koffer, die Falschgeld enthielten, beschlagnahmt werden. Der Verbrecher hatte 20-DM-Noten en gros hergestellt. In der Regel versucht ein Fälscher oder Falschgeldverbreiter für die verausgabten Falsifikate eine möglichst große Summe echten Geldes zurückzubekommen. Daher kauft er fast ausnahmslos Gegenstände von geringem Wert, beispielsweise Zigaretten, Seife, Kämme, Filme u. a. Diese Waren befinden sich meist in größeren Mengen in seiner Wohnung. So konnten bei einem Fälscher, der seine Falsifikate selbst umsetzte, für einige tausend Mark Münzen im Werte von zehn und fünfzig Pfennig, die er als Wechselgeld empfangen hatte, beschlagnahmt werden. Bei der Durchsuchung von Wohnungen, Werkstätten und anderen Räumen muß auf die unscheinbarsten Dinge geachtet werden. Die zur Herstellung von Falschgeld verwendeten Materialien – beispielsweise Bildwerfer, Fotoapparate, Vergrößerungsgeräte, Flaschen mit Säuren, Metallteile, entsprechende Fachliteratur – sind stets gut versteckt. Eine Fälscherwerkstatt kann in jeder Wohnung, sei es in der Stadt oder auf dem Lande, in einer einfachen Wohnlaube oder in Geschäfts- oder Lagerräumen eingerichtet sein. Es ist notwendig, jede Person, die mit einem Falsifikat angetroffen wird, der örtlichen VP-Dienststelle zuzuführen und durch die Kriminalpolizei feststellen zu lassen, ob es sich um eine wissentliche oder eine gutgläubige Verbreitung handelt. Das Schwergewicht der vorbeugenden Tätigkeit bei Falschgelddelikten liegt in einer wirksamen Zusammenarbeit mit dem Handel oder anderen Institutionen, bei denen wiederholt Falsifikate aufgetaucht sind. Dazu können auch Informationen in mündlicher oder schriftlicher Form, beispielsweise durch Handzettel, erteilt werden. Wenn sich jedoch Anhaltspunkte ergeben, die eine Ergreifung des Täters möglich machen, oder wenn die Verbreitung noch keinen großen Umfang angenommen hat, muß von einer Veröffentlichung zweckmäßigerweise Abstand genommen werden. Erhält der Fälscher irgendwie Kenntnis durch die Presse oder durch andere Umstände, so wird er meist seine Tätigkeit vorübergehend einstellen, das Falsifikat verbessern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder als Verbreiter – oft mit besseren Fälschungen – in Erscheinung treten. Es gibt auch Fälscher, die nur alle Wochen oder Monate einzelne Falsifikate umsetzen. Am häufigsten wurden bisher 20-DM-Noten gefälscht. Die Täter gingen dabei von der Tatsache aus, daß bei diesen gebräuchlichen Zahlungsmitteln vom Verkaufspersonal kaum eine Prüfung erfolgt. Meist haben sich Banknotenfälscher ihr Wissen durch ein ausgiebiges, oft Jahre dauerndes Selbststudium angeeignet. Voraussetzung ist jedoch, daß der Fälscher gründliche Kenntnisse über den gesamten Druckvorgang sowie technische Fertigkeiten besitzt. Falsch ist, anzunehmen, daß Fälscher vorzugsweise aus dem grafischen Gewerbe kommen, Kunstmaler sind, Fotograf oder ähnliche Berufe erlernt haben. Es gibt Beispiele, wo Elektriker, Bäcker, Musiker oder Personen anderer Berufsarten qualitativ gute Fälschungen produzieren. Ein Vergleich des echten Wasserzeichens [links] mit dem Wasserzeichen des Falsifikats [rechts] läßt die Fälschung klar erkennen. Wie erkennt man falsche Banknoten? Echte Banknoten sind gegen Fälschungen durch Spezialpapier, Wasserzeichen, Faserstreifen sowie durch die Zeichnung des Notenbildes und andere Sicherheiten geschützt. Es ist bisher kaum einem Fälscher gelungen, die Wasserzeichen oder die Faserstreifen naturgetreu nachzubilden. Falsifikate ohne diese Sicherheiten sind bei einem Vergleich mit einer echten Note sofort zu erkennen. So bieten Wasserzeichen und Faserstreifen einen besonderen Schutz. Das Wasserzeichen bei einer echten Note entsteht im Produktionsprozeß. Fälscher versuchen durch Verdünnung des Papiers an der entsprechenden Stelle oder mittels Fettaufdruck u. ä. das Wasserzeichen nachzuahmen. Der Faserstreifen ist in das Papier eingewirkt und die Fäserchen sind mit dem Papierstoff verfilzt (außer bei 0,50-DM-Scheinen). Die Fälscher versuchen meist, diese Fasern aufzukleben oder aufzuzeichnen. Fast ausnahmslos ist das gesamte Notenbild einer Fälschung verschwommen, matt getönt und unscharf wiedergegeben; dagegen zeigt das Notenbild der echten Note eine satte Färbung, einen sauberen, deutlichen und klaren Druck. Die mit Tintenstift vorgetäuschten Faserstreifen (links) haben einen ganz anderen Charakter als die Faserstreifen echter Banknoten (rechts). Beide Ausschnitte wurden 300fach vergrößert. Die Bekämpfung eines Schwerpunktes hat auf Grund der Schwierigkeiten bei der Ermittlung meist nur dann Erfolg, wenn eine Einsatzgruppe die zentrale Bearbeitung durchführt. Dieser Einsatzgruppe erwächst die Aufgabe, eine systematische und wirksame Bekämpfung zu organisieren. sie muß sich vorerst über die Lage informieren und entsprechende Unterlagen schaffen. Der Erfolg der Bekämpfung von Falschgelddelikten ist häufig davon abhängig, im welchem Maße außer der Abteilung zum Schutze des Volkseigentums auch andere Dienstzweige von dem Vorhandensein und über die Merkmale der Fälschung informiert werden. Die Zusammenarbeit der einzelnen Dienstzweige darf keinen zufälligen Charakter tragen, sondern alle Maßnahmen müssen systematisch vorbereitet und durchgeführt werden. Die Volkspolizei hat zur Aufklärung dieser Delikte verschiedene Möglichkeiten. Es können beispielsweise Druckereien, Klischeeanstalten und ähnliche Betriebe durch die Abteilungen Erlaubniswesen nach bestimmten Hinweisen überprüft werden. Das kann wiederum Ermittlungen über Personen nach sich ziehen. Dazu müssen besonders die Abschnittsbevollmächtigten herangezogen werden, da sie in ihrem örtlichen Zuständigkeitsbereich die besten Möglichkeiten haben, Auskünfte über diese Menschen zu erlangen. Ähnlich verhält es sich mit der Überprüfung von Personen, die wegen ähnlicher Verbrechen bereits vorbestraft sind. Bisher wurde es oft nicht verstanden, individuell solche Überprüfungen vorzunehmen und genaue Informationen einzuholen. Manchmal ist es auch notwendig, Überprüfungen von Einzelpersonen und von Personengruppen vorzunehmen, die sich zum Zeitpunkt des Anfalls in Hotels oder anderen Übernachtungsstätten aufgehalten haben. Hier ist eine gute Zusammenarbeit mit der Fahndung erforderlich, die über den Schwerpunkt und die eingeleiteten Maßnahmen informiert werden muß. Rudi Augustiniok Herzlichen Dank unserem Leser Stephan Ziegler für die Bereitstellung des historischen Artikels!
- Teutoburger Münzauktion: Nachbericht zum Banknotenteil der Auktion 173 am 7. September 2026
Die 173. Auktion der Teutoburger Münzauktion verlief sehr erfolgreich und überzeugte mit zahlreichen Highlights im Einzellos-Bereich sowie enormen Steigerungen bei Lots und Sammlungen. Bei 438 Losen lag der Gesamtschätzpreis bei rund 150.000 €, während ein beeindruckender Gesamtzuschlag von 240.000 € erzielt wurde. Damit konnte der Schätzpreis deutlich übertroffen werden. Einige interessante Lose sind aktuell noch im Nachverkauf bis 9. Oktober 2026 erhältlich. Zur Teutoburger Münzauktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/ Zum Nachverkauf im Banknotenteil der 173. Teutoburger Münzauktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/suche/13163/seite/1/?lot_range=1-438&items_per_page=30&order_by=default&sale_type=AFTER_AUCTION_SALE Hier einige Auktionsergebnisse aus dem Banknotenteil: Los 174 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 Rosenberg 83 / Grabowski DEU-94 10 Tsd. Mark 3.2.1923. Serie J, FZ: E. I / I- Zuschlag: 3.000 EUR Los 196 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 Rosenberg 136 / Grabowski DEU-169 50 Billionen Mark 10.2.1924. Serie A. II / II+ Zuschlag: 2.800 EUR Los 197 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 Rosenberg 137 / Grabowski DEU-170 100 Billionen Mark 15.2.1924. Serie A. I / I- Zuschlag: 16.000 EUR Los 206 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 Rosenberg 158a / Grabowski DEU-203a 50 Rentenmark 1.11.1923. Reichsdruck, Serie E. II / II-, kl. Einriss Zuschlag: 3.400 EUR Los 348 Banknoten, Lots, Deutschland Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Händlernachlass aus den Niederlanden mit ca. 1500 meist besseren Geldscheinen. Darunter Reichsbanknoten u.a. Bündel mit fortlaufender KN und Werte bis zur Billion, BRD ab Franzosenschein bis 200 DM, DDR, seltene Varianten, Muster-Scheine, Rentenmark-Scheine etc. Überwiegend in Klarsichthüllen gepackt, bestimmt und ausgepriesen. Unbedingt besichtigen. Unterschiedlich erhalten. Zuschlag: 11.500 EUR Los 407 Banknoten, Lots, Ausland Hochinteressanter Händlernachlass mit schätzungsweise 20.000 Scheinen aus aller Welt. Meist schon bestimmt, sortiert und ausgespriesen in insgesamt 17 Postkisten. Dabei überwiegend moderne Scheine in Top-Erhaltungen, darunter auch umtauschbare Scheine. Ein Posten für den Wiederverkäufer mit viel Potenzial, der unbedingt besichtigt werden sollte. Günstig geschätzt. Unterschiedlich erhalten. Zuschlag: 37.000 EUR Los 408 Banknoten, Lots, Ausland Alle Welt, über 6.000 Banknoten in insgesamt 37 Briefmarkenalben. Enthalten sind zahlreiche moderne Geldscheine, darunter auch noch umtauschfähige Ausgaben, sowie ältere und historische Banknoten, unter anderem aus Japan und Österreich. Die Sammlung ist nur teilweise nach Ländern sortiert und auch nur teilweise bestimmt. Bestimmt Fundgrube, besichtigen. Unterschiedlich erhalten. Zuschlag: 18.000 EUR Los 409 Banknoten, Lots, Ausland Hochinteressanter Händlernachlass mit über 500 meist verschiedenen Scheinen. Alle in Klarsichthülle, bestimmt und ausgepriesen. Dabei alte, aber auch neuere umtauschbare Scheine, u.a. aus Afghanistan, Albanien, Argentinien, Bahamas, Belgien, China, Gibraltar, Großbritannien, Grönland, Haiti, Indien, Italien, Japan, Libyen, Österreich, Schweden, Schweiz, Thailand, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn, USA etc. Darunter viele bessere Scheine, auch Specimen. Unbedingt besichtigen! Unterschiedlich erhalten. Zuschlag: 9.500 EUR Los 415 Banknoten, Lots, Ausland Österreich, Notgeldscheine, schöne und saubere Sammlung von ca. 3500 Stück. Sortiert von A-Z im schönen, alten Notgeldalbum. Darunter viele komplette Serien und gute Erhaltungen. Bitte besichtigen. Unterschiedlich erhalten. Zuschlag: 3.200 EUR Los 425 Banknoten, Lots, Allgemein Großer Händlernachlass aus den Niederlanden mit Banknoten und Sammlermaterial. Umfangreicher Händlernachlass mit vielen ausländischen Banknoten, Notgeld, Spielgeld, chinesischem Höllengeld, Banknotenkatalogen und Fachliteratur. Weiter enthalten sind Druckbögen in Bilderrahmen, ältere Zeitschriften aus Deutschland und Polen, Postkarten, Briefmarken, Schecks, Quittungen sowie diverses Sammel- und Belegmaterial aus aller Welt. Dazu kommt eine größere Menge an unsortiertem Material und verschiedenen Kleinteilen. Eine genaue Durchsicht aller Stücke war nicht möglich. Weitere Bilder sind online zu sehen. Besichtigung wegen der großen Menge ausdrücklich empfohlen. Günstig geschätzt und mit Potenzial für Händler und Sammler. Nur Selbstabholung, kein Versand! Zuschlag: 20.000 EUR Zur Teutoburger Münzauktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/ Zum Nachverkauf im Banknotenteil der 173. Teutoburger Münzauktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/suche/13163/seite/1/?lot_range=1-438&items_per_page=30&order_by=default&sale_type=AFTER_AUCTION_SALE Teutoburger Münzauktion GmbH Tel.: 05425/930050 E-Mail: info@teutoburger-muenzauktion.de
- Neue Weltbanknoten-Varianten: September 2026, Teil 1
Kuwait, Mexiko, Namibia, Nigeria, Ungarn BNB = The Banknote Book (von Owen W. Linzmayer) SCWPM = Standard Catalog of World Paper Money (eingestellt) Kuwait 5 Dinars, neue Auflage BNB B232e: wie BNB B232d (SCWPM 32), aber mit neuen Unterschriften (Al-Haroon/unbekannt). 20 Dinars, neue Auflage BNB B234c: wie BNB B234b (SCWPM 34), aber mit neuen Unterschriften (Al-Haroon/unbekannt). Mexiko 100 Pesos vom 04.07.2025 BNB B715k: wie BNB B715j (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuem Datum (4 JUL. 2025). Namibia 20 Namibia Dollars von 2026 BNB B221b: wie BNB B221a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuem Jahr und neuer Druckerei (Oberthur Technologies). Nigeria 100 Naira von 2026 BNB B226t: wie BNB B226s (SCWPM 28), aber mit neuen Unterschriften (Cardoso/Adedeji) und neuem Jahr. Ungarn 1000 Forint von 2026 BNB B588g: wie BNB B588f (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Péter Benő Banai/Mihaly Varga/Zoltan Kurali) und neuem Jahr. 10.000 Forint von 2026 BNB B591j: wie BNB B591i (SCWPM 206), aber mit neuen Unterschriften (Péter Benő Banai/Mihaly Varga/Zoltan Kurali) und neuem Jahr. Donald Ludwig (polymernotes.com) (Abb. Owen W. Linzmayer, The Banknote Book, und Stane Straus, polymernotes.com)
- In eigener Sache: Der Mitgliedsbereich wurde abgeschaltet!
Seit etwa einem Monat erhält Geldscheine-Online eine ungewöhnlich hohe Zahl an Neuanmeldungen für den Mitgliedsbereich mit verdächtig ähnlich lautenden Email-Adressen. Schließlich sind Hunderte neuer Anmeldungen innerhalb weniger Tage eingegangen, die nicht mehr freigegeben wurden und täglich kamen neue hinzu. Hierbei handelt es sich, wie sich rasch herausstellte, um Fake-Anmeldungen als Einfallstor in die Seite. Die wenigen anfänglich freigegebenen Email-Adressen haben ausgereicht, um über den Mitgliedsbereich innerhalb kürzester Zeit über 500 SPAM-Kommentare zu Beiträgen im Geldschein-Blog einzuschleusen. Es handelte sich in der Mehrzahl um vietnamesische SPAM-Nachrichten für Online-Spielseiten, vor denen wir unsere Leser schützen möchten. Wir hatten uns deshalb dazu entschlossen, den Mitgliedsbereich – wenigstens vorübergehend – zu sperren. Das heißt, dass man sich nicht mehr für den Mitgliedsbereich neu anmelden oder einloggen konnte. Der Mitgliedsbereich ermöglichte den Zugriff auf zusätzliche Informationen und die Abgabe von Kommentaren zu den veröffentlichten Blog-Beiträgen. Diese Maßnahme erfolgte auch, um einer zu erwartenden weiteren Flut von Fake-Kommentaren vorzubeugen. Trotz des Ausblendens der Anmeldung zum Mitgliedsbereich und der Löschung der Kommentare, sind weiter täglich zahlreiche Neuanmeldungen eingegangen. Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, den Mitgliedsbereich komplett und vollständig abzuschalten! Auch ohne sich für den Mitgliedsbereich anzumelden oder sich in diesem einzuloggen, können Sie wie gewohnt alle Beiträge im Blog kostenlos lesen! Die Abgabe von Kommentaren zu den Beiträgen im Blog ist nun aber leider nicht mehr möglich. Wir bitten unsere Leser um Verständnis für diese drastische Maßnahme, die jedoch zum Schutz der gesamten Seite und unserer Leser vor SPAM notwendig wurde. Mit besten Grüßen und noch viel Freude beim Lesen unserer Beiträge sowie Spaß beim Hobby Hans-Ludwig Besler (Grabowski)
- São Tomé und Príncipe feiert 50 Jahre Unabhängigkeit
Am 26. August 2026 gab São Tomé und Príncipe eine 50-Dobras-Gedenkbanknote aus, um den 50. Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes zu feiern. Diese Sonderausgabe würdigt die historische Unabhängigkeitserklärung vom 12. Juli 1975 und feiert die Erfolge der Nation in den vergangenen fünf Jahrzehnten. An der öffentlichen Zeremonie nahmen der Premierminister und Regierungschef Américo Ramos sowie weitere hochrangige Staatsvertreter teil, darunter der Generalstaatsanwalt der Republik, Carlos Stok, die Präsidentin des Obersten Gerichtshofs, Richterin Euridice Dias, und ehemalige Gouverneure der Zentralbank von São Tomé und Príncipe, die die Zeremonie ausrichtete. Die Ausgabe erfolgte im Rahmen des offiziellen Programms der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der Unabhängigkeit und zum institutionellen Werdegang der Währungsbehörde, die vor 34 Jahren gegründet wurde. Fotos der Zeremonie zur Vorstellung der neuen Gedenkbanknote. Auf der Vorderseite der Banknote sind zwei symbolträchtige Vogelarten der Inseln prominent abgebildet: links der Wanderfalke (und rechts der Graupapagei, die sich vor der Cascata Mioba (Wasserfall) in Praia Pesqueira im Süden von São Tomé befinden. Die tropische Landschaft aus Wasser, Farnen und Waldlaub unterstreicht den außergewöhnlichen Naturreichtum des Archipels. Ein Porträt des Nationalhelden Rei Amador oben rechts, das Staatswappen unten in der Mitte und ein Kaffeeblatt rechts schmücken zusätzlich die Vorderseite der Banknote. Das transparente Fenster unten rechts zeigt eine irisierende Kakaoschote. Die irisierende Kakaoschote wurde in das Polymersubtrat zum Zeitpunkt seiner Herstellung eingearbeitet. Das Kakaomotiv würdigt die langjährige landwirtschaftliche Tradition des Landes und dessen historische Rolle in der Volkswirtschaft. Der Nennwert oben rechts ist mit optisch variabler Druckfarbe (OVI) gedruckt, deren Farbe von Gold zu Grün wechselt. Das Kaffeeblatt besteht ausschließlich aus dem sich wiederholenden Mikrotext „BANCOCENTRALDESÃOTOMÉEPRÍNCIPECINQUENTADOBRAS“ in hellen und dunklen Schattierungen. Der Wanderfalke (links) und der Graupapagei (rechts). Der Cascata Mioba (Wasserfall) in Praia Pesqueira. Das Kaffeeblatt aus sich wiederholendem Mikrotext „BANCOCENTRALDESÃOTOMÉEPRÍNCIPECINQUENTADOBRAS“. Die Rückseite hebt die einzigartige Lage von São Tomé und Príncipe am Äquator hervor und zeigt eine Umrisskarte von Amerika und Afrika, auf der der Äquator deutlich als „EQUADOR“ gekennzeichnet ist. Über die Weltkarte ist eine Luftaufnahme der Inseln gelegt, auf der der Äquator bei Ilhéu das Rolas (Rolas-Inselchen) zu sehen ist. Das Denkmal „Marco do Equador“ auf Ilhéu das Rolas ist unten rechts in der Mitte abgebildet, zusammen mit einem Hinweis auf die geodätischen und astronomischen Arbeiten von Gago Coutinho zwischen 1916 und 1918, über einer Umrisszeichnung des Globus. Coutinho bestätigte, dass der Äquator direkt durch Ilhéu das Rolas verläuft. Eine Inselszene mit Meer und Palmen ziert den unteren mittleren und rechten Bereich der Banknote im Hintergrund. Das Denkmal „Marco do Equador“ auf Ilhéu das Rolas. Die Banknote ist in Grün- und Goldtönen gehalten, die Fruchtbarkeit, Sonnenlicht und Wohlstand symbolisieren, und verbindet Tradition mit moderner Gedenk-Ästhetik. Sie misst 150 x 67 mm. Das Projekt zur Herstellung dieser Gedenkbanknoten wurde von Authentix in dessen Werk „Royal Joh. Enschedé“ (RJE) in Haarlem, Niederlande, umgesetzt. Dies ist in der Tat eine spannende Entwicklung, die die Rückkehr des renommierten niederländischen Sicherheitsdruckers in das Geschäft mit dem Druck hochsicherer Banknoten signalisiert. RJE wurde 1703 als kleine Buchdruckerei und Schreibwarenhandlung in Haarlem, Niederlande, von Izaak Enschedé gegründet. Das Unternehmen stieg in den Hochsicherheitsdruck ein und produzierte ab 1814 neben internationalen Banknoten und Briefmarken auch die offiziellen Banknoten für die niederländische Zentralbank. Die neue Gedenkbanknote wurde auf dem PolySecure®-Polymersubstrat von Q&T Hi-Tech Polymer gedruckt, einem Unternehmen mit Sitz in der Nähe von Hanoi, Vietnam. PolySecure® basiert auf einem firmeneigenen Polymerkern mit kontrollierter Opazifizierung, Oberflächenbehandlung und transparenten Fensterbereichen. Die Architektur ist so konzipiert, dass sie offensichtliche optische Merkmale, verdeckte maschinenlesbare Elemente und bestehende Arbeitsabläufe in der Banknotenproduktion unterstützt. Erfahren Sie HIER mehr über dieses neue Polymersubstrat. Diese Gedenkbanknote ist weltweit die fünfte im Umlauf befindliche Banknote, die auf PolySecure® gedruckt wurde. Bei den anderen vier handelt es sich um die vier vietnamesischen Polymerbanknoten mit niedrigem Nennwert aus den Jahren (20)24 und (20)25. Die Banknote wurde im Neun-Farben-Offsetdruck mit mehreren Iris-Übergängen gedruckt, kombiniert mit einem Zweifarben-Tiefdruck für das beim Banknotendruck typische taktile Relief. Optisch variable Druckfarbe, die im Siebdruckverfahren aufgetragen wurde, wechselt die Farbe, wenn die Banknote gekippt wird. Die Farne auf der Vorderseite links leuchten unter UV-Licht. Mit dieser Banknote führt die RJE zudem erstmals ein vollständig digitales Nummerierungsverfahren ein. Anstelle fester Nummerierwerke wird jede Nummer digital aufgebracht, was eine eindeutige Identifizierung der Banknoten und zusätzliche Fälschungsschutzmaßnahmen ermöglicht. Die Gedenkbanknote ist derzeit nicht für den allgemeinen Umlauf bestimmt, könnte jedoch zu einem späteren Zeitpunkt in kleinen Mengen in Umlauf gebracht werden. Mit ihrer Ausgabe soll die monetäre Identität des Landes mit der Bewahrung des nationalen Gedächtnisses verknüpft werden, wobei die Numismatik als Instrument zur Würdigung von Ereignissen und Institutionen dient, die die jüngste Geschichte von São Tomé und Príncipe geprägt haben. Sie wurde gemäß Dekret Nr. 09/2025 ausgegeben und von Gareth Haddad do Espírito Santo Guadalupe, dem Staatsminister für Wirtschaft und Finanzen, sowie Agostinho Quaresma dos Santos Afonso Fernandes, dem Gouverneur der Zentralbank, unterzeichnet. Die Gedenkbanknote wurde mit den Präfixen A (gefolgt von einer fünfstelligen Kontrollnummer) und STP (gefolgt von einer vierstelligen Kontrollnummer) gedruckt: Präfix A mit den Seriennummern A 00001–55000, A 56101–57000 und A 58101–59000, 56.800 Stück. Präfix STP mit den Seriennummern STP 0001–0100, 100 Stück. Nur in einer VIP-Mappe erhältlich. Präfix STP mit den Seriennummern STP 0101–1000, 900 Stück. Nur in einer Sammlermappe erhältlich. Präfix A mit der Seriennummer A 00000, nummeriert von 001 bis 100, mit dem Aufdruck „ESPÉCIME“ (MUSTER) auf Vorder- und Rückseite, 100 Stück. Die exklusive VIP-Mappe mit Präfix STP. Die Sammlermappe mit Präfix A. Die Zentralbank von São Tomé und Príncipe genehmigte den Vorverkauf der Banknote ab Freitag, dem 21. August 2026, auf der HICC-Münz-und-Banknotenbörse in Hongkong; das offizielle Ausgabedatum war jedoch der 26. August 2026. Donald Ludwig (polymernotes.com)
- Aus privaten Sammlungen: Die einzige deutsche Gedenkbanknote
Sonderdruck der Staatsbank der DDR zur Öffnung des Brandenburger Tors 1989 Als die ersten Sonderdrucke der Staatsbank der DDR zur Öffnung des Brandenburger Tors auf dem Sammlermarkt auftauchten, brodelte die Gerüchteküche. Fakt ist, dass die damalige Wertpapierdruckerei der DDR in Leipzig im Januar 1990 die bisher einzige deutsche Gedenkbanknote in einer Auflagenhöhe von 530.000 Stück an die Staatsbank der DDR auslieferte. Anlass war die Öffnung des Brandenburger Tors in Berlin am 22. Dezember 1989. Als einzige DDR-Banknote trägt sie eine Faksimile-Unterschrift – die des letzten Staatsbank-Präsidenten Horst Kaminsky. Der Sonderdruck war gleichzeitig auch die letzte Ausgabe der Staatsbank der DDR, die jedoch kein gesetzliches Zahlungsmittel war. Mitarbeiter der Staatsbank boten dem Fachhandel in Westberlin und in der Bundesrepublik große Mengen der Gedenknoten an. Der Verkaufserfolg in DM blieb jedoch für die Staatsbank trotz des historischen Anlasses und der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 bescheiden. Im Frühjahr 1992 wurde schließlich der Großteil der Scheine unter Aufsicht vernichtet. Objekttyp: Gedenkbanknote (Sonderdruck) Sammlung: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Besler (Grabowski) Authentizität: Original Land/Region/Ort: Deutsche Demokratische Republik Emittent: Staatsbank der DDR, Berlin (Ost) Nominal: 20 Mark Datierung: Dezember 1989 Umlauf: Kein gesetzliches Zahlungsmittel! Vorderseite: Brandenburger Tor und Stadtwappen von Berlin, rechts unten: „SONDERDRUCK, KEIN GESETZLICHES ZAHLUNGSMITTEL.“ Rückseite: Links Quadriga vom Brandenburger Tor, rechts Staatswappen der DDR, Mitte Text zum Ausgabeanlass: "SONDERDRUCK, KEIN GESETZLICHES ZAHLUNGSMITTEL. | HERAUSGEGEBEN VON DER STAATSBANK | DER DDR | ANLÄSSLICH DER ÖFFNUNG DES | BRANDENBURGER TORES | DEZEMBER 1989" Material: Papier ohne Wasserzeichen Format: 148 mm x 63 mm Nummerierung: GB (= Gedenkbanknote) 0021809 Druck: VEB Wertpapierdruckerei der DDR, Leipzig Zitate: DDR-28 (Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) 366 (Rosenberg/Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871) CS1 (Standard Catalog of World Paper Money) Hans-Ludwig Besler (Grabowski) Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus einer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com. Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine ISBN: 978-3-86646-224-3 Auflage: 23. Auflage 2023/2024 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: durchgehend farbig Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: 864 Preis: 39,90 Euro 📖 LESEPROBE 🛒 SHOP
- Leserpost: Reichsbanknote zu 1 Milliarde Mark ohne Firmenzeichen
Hallo Herr Grabowski, beiliegend überlasse ich Ihnen einen Scan von einer Reichsbanknote. Meines Erachtens müsste es sich hier um DEU-128 handeln, da Pergamentpapier weiß und KN 6-stellig grün, davor Rosette (8) ebenfalls grün. Es fehlt aber das Firmenzeichen! Unten unter dem linken Rundsiegel des Reichsbank-Direktoriums befindet sich eine grüne Ziffer "31". Re Rd. In der elliptischen Form in Rot "1 Milliarde Mark" nach außen statt nach innen, also n i c h t Buchstabe c) im Katalog. Wie ist dieser Schein einzustufen und mit welchem Katalog-Preis? Für eine kurze Rückäußerung besten Dank. Mit freundlichen Grüßen H.-W. Donath Antwort der Redaktion Wegen der braunen Einfärbung rechts handelt es sich bei dem gescannten Schein ganz eindeutig um DEU-126 und nicht um DEU-128, konkret um DEU-126c: Firmendruck, ohne Firmenzeichen, nur Bogennummer (hier die 31) und KN 6-stellig grün. In gebrauchter Erhaltung ist der mit 6 EUR bewertet, wenn er über kein Bogen-Wasserzeichen verfügt. Hier ein Beispiel aus meiner Sammlung mit der Bogennummer 7: Der Überdruck "Eine Milliarde Mark" auf der Vorderseite rechts über der Guilloche mit Wertzahl "1000" zeigt nach innen, wie auch bei Ihrem Schein. Beim Druck dieser Scheine wurden verschiedene Plunger verwendet (Sternchen vor oder hinter der Kontrollnummer). Für Spezialsammler sind sicher beide abgebildeten Ausführungen von Interesse. Wenn man bedenkt, dass auch noch die Kontrollnummer in verschiedenen Typen und Größen vorkommt, dann ergeben sich für den Spezialisten eine Vielzahl von Untervarianten, die z. B. im Papiergeld-Spezialkatalog Deutschland von Pick/Rixen aufgeführt waren. Hans-Ludwig Besler (Grabowski) Ankündigung der Neuauflage 2026: Hans-Ludwig Grabowski Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine ISBN: 978-3-86646-279-3 Auflage: 24. Auflage 2026/27 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: durchgehend farbig Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: ca. 880 Seiten Preis: 39,90 EUR Erscheinungstermin: Ende Oktober 2026 Vorbestellung per Email
- Kanada stellt seine neue 20-Dollars-Polymerbanknote vor
Am 3. September 2026 stellten Louise Arbour, Generalgouverneurin von Kanada, und Wayne Long, Staatssekretär (Kanadische Steuerbehörde und Finanzinstitute), gemeinsam mit Tiff Macklem, dem Gouverneur der Bank of Canada, Kanadas neue vertikal ausgerichtete 20-Dollars-Banknote mit dem Porträt von König Charles III. vor. Dies ist Kanadas erste Banknote mit dem Porträt des Königs und das erste Mal seit mehr als 70 Jahren, dass ein neuer Monarch auf einer 20-Dollars-Banknote abgebildet ist. Sie wird ab Ende Februar 2027 schrittweise in Umlauf gebracht. Das Porträt auf der Vorderseite der Banknote ist von einem Blumen- und Blattwerk umgeben, das von dem lebenslangen Engagement des Königs für die Umwelt inspiriert ist. Außerdem zieren die Blumenwappen der 13 Provinzen und Territorien die Vorderseite. Die Stiele und Blätter, die die Blumen verbinden, sind den Motiven in den Gedenkbüchern nachempfunden, die auf dem Parliament Hill aufbewahrt werden. Auf der Rückseite ist das „Canadian National Vimy Memorial“ abgebildet, das sich am Ort der Schlacht um den Vimy-Kamm von 1917 in Frankreich befindet. Es wurde zu Ehren des kanadischen Einsatzes im Ersten Weltkrieg errichtet. Die Darstellung auf der Banknote ist eine Würdigung der Beiträge und Opfer Kanadas in militärischen Konflikten im Laufe der Geschichte des Landes. Im unteren Bereich ist ein Mohnfeld abgebildet. Mohnblumen sind ein Symbol des Gedenkens und stehen dafür, wie wichtig es ist, die Erinnerung an die Gefallenen wachzuhalten. Ihre Darstellung auf der Banknote steht für die leuchtenden und widerstandsfähigen Blumen, die während des Ersten Weltkriegs auf den Schlachtfeldern und Friedhöfen entlang der Westfront in Europa wuchsen. Es ist die zweite Banknote der „Vertical“-Serie. Auf der ersten, der 2018 ausgegebenen 10-Dollars-Note, ist die Bürgerrechtspionierin und Geschäftsfrau Viola Desmond abgebildet. Zu den Sicherheitsmerkmalen gehören: Ein rundes, transparentes Fenster, das von beiden Seiten der Banknote sichtbar ist, zeigt Pflanzen, die für die indigenen Völker Kanadas von kultureller Bedeutung sind (im Uhrzeigersinn von oben): Walderdbeeren, Westliche Rotzeder, geflochtenes Süßgras und Arktische Baumwolle. Diese Pflanzen wurden vom Indigenen Beirat der Bank empfohlen und symbolisieren Lebensgrundlage, Dankbarkeit und Heilung. Ein violetter Sicherheitsstreifen enthält Bilder, die sich bewegen, wenn die Banknote gekippt wird. Innerhalb des Streifens befindet sich eine Blase, die dreidimensional wirkt und die Wertziffern im Inneren vergrößert. Darin pulsiert ein Ahornblatt. In den Blütenblättern des Mohns drehen sich Bänder, und im Hintergrundmuster verwandeln sich die Wertziffern in Ahornblätter. Für das Porträt, die große Nennwertangabe und das Wort „CANADA“ auf der Vorderseite wurde Reliefdruck (Tiefdruck) verwendet. Die goldenen Ahornblätter auf der Rückseite pulsieren, wenn man die Banknote neigt. Zur leichteren Erkennung für Sehbehinderte sind taktile Punkte integriert. Drei Gruppen mit jeweils sechs Punkten befinden sich am oberen rechten Rand auf der Vorderseite. Der Verfasser dieses Beitrags ist persönlich der Meinung, dass das obige Design ziemlich enttäuschend ist. Es gibt schmeichelhaftere Porträts des Königs, die hätten verwendet werden können. Der folgende Fantasieentwurf kursierte vor einigen Jahren in den sozialen Medien. Donald Ludwig (polymernotes.com)












