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- Aus privaten Sammlungen: Austauschschein zu 50 Militärmark der Alliierten Militärbehörde 1944
Vor über hundert Jahren entschied man sich in der staatlichen Druckerei Bureau of Engraving and Printing in den USA zum Druck von besonders gekennzeichneten Geldscheinen, die aussortierte Noten ersetzen sollten. Das waren die replacement notes – die Austauschscheine oder auch Ersatznoten: Beim Nummerieren ersetzte man den vorderen linken Serienbuchstaben durch einen Stern. Anfangs war das noch ein vollständig gefüllter Stern – kurze Zeit später änderte man das Aussehen und setzte einen lichten Stern ein. Eine Methode, die bis heute beim Notendruck in Washington fortgeführt wird. Anders verfuhr man beim Druck der Militärgeldscheine für die Verwendung in europäischen Ländern und in Japan im Zweiten Weltkrieg. Nummerierte man die Militär-Lire-Scheine von 1943 noch mit einem lichten Stern, änderte man das bei den Francs-Scheinen von 1944; die in der privaten Druckerei Forbes hergestellten Scheine erhielten als Kennzeichnung der Austauschscheine den zusätzlichen Buchstaben „X“. Anders verhielt man sich beim Druck der Militär-Yen-Scheine für Japan ab 1945. Dort wechselte man den vorderen Serienbuchstaben „A“ durch ein „H“ aus. Und beim Druck der Militärmark-Scheine für Deutschland ab 1944 ersetzte man die erste Null der 9-stelligen Kontrollnummer durch einen waagerechten Gedankenstrich (sog. hyphen bzw. dash). Beim Druck der Military Payment Certificates verzichtete man ab 1946 bei den Ersatzscheinen auf den rechten Block-Buchstaben. Durch die Recherchen der US-amerikanischen Sammler und Autoren Ken E. Bressett und Neil Shafer weiß man seit fast 60 Jahren von den Unterschieden in der Nummerierung von Standard- und Austauschscheinen. Bis dahin meinte man anhand der Kontrollnummern die Militärmark-Scheine den vier Besatzungszonen in Deutschland zuordnen zu können. Auch die Aufklärung über den seit 1947 bekannten und in den Ornamenten versteckten Kleinbuchstaben verdanken wir fast 20 Jahre später Bressett/Shafer. Das dem englischen handschriftlichen „F“ ähnliche Druckerzeichen für die Druckfirma Forbes gilt seitdem als Unterscheidungsmerkmal zwischen US-amerikanischen und sowjetischen Drucken. So gibt es bei den 50-Militärmark-Scheinen die 8-stelligen Kontrollnummern mit „–00...“ für die amerikanischen Ersatznoten und für die sowjetischen Standardscheine ab „–40...“. Die US-Austauschscheine zu 50 Mark wurden in zwei Chargen gedruckt: 1. Lieferung vom April 1944 mit den Kontrollnummern von –00000001 bis –00200000 bei 27,2 Mio. Standardscheinen – die spätere 2. Lieferung von –00200001 bis –00430000. Registerauszug des BEP vom 28. April 1944 über den Druck und die Lieferung der Militärmark-Scheinen. Eine Statistik nennt aktuell 39 belegten Exemplare, von denen zehn mit SPECIMEN perforierte Musterscheine sind, die sich nicht im Umlauf befanden. Ein besonderer Austauschschein mit fehlerhafter Nummerierung ist belegt: Kontrollnummern –00024613 rechts oben und –00024623 links unten. Ursache ist ein hängen gebliebenes Nummernwerk bei einer Austauschnote. Objekttyp: Besatzungs-/Militärgeld Sammlung: Sammlung M. H. Schöne Authentizität: Original (aus erster Lieferung des BEP-Auftrags 6153) Land/Region/Ort: Deutschland Emittent: Alliierte Militärbehörde, nach Weisungen des U.S. Treasury Department an die Foreign Exchange Depository Nominal: 50 Mark Datierung: 1944 (während der Besetzung von Oktober 1944 bis Juni 1948 gültig) Vorderseite: Text in Großbuchstaben „Alliierte / Militärbehörde“, „In Umlauf gesetzt / in / Deutschland / Fünfzig Mark / Serie 1944“. Rückseite: Schriftband mit „Alliierte Militärbehörde“ und Großbuchstaben „M“. Material: Papier mit fortlaufendem Wasserzeichen ALLIED MILITARY AUTHORITY in Zeilen. Format: 156 mm x 67 mm Druck: Forbes Lithograph Manufacturing Company, Boston, USA (Nummerierung bei BEP) Nummerierung: –00257961, schwarz Umlauf: während der alliierten Besatzung von Oktober 1944 bis Juni 1948 gültig Zitate: Grabowski: „Die deutschen Banknoten ab 1871“ 2023, KN # ABM-6 b) Michael H. Schöne Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com mit dem Betreff "Aus privaten Sammlungen". Ankündigung der Neuauflage 2026: Hans-Ludwig Grabowski Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine Titel: Battenberg Verlag ISBN: 978-3-86646-279-3 Auflage: 24. Auflage 2026/27 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: durchgehend farbig Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: ca. 880 Seiten Preis: 39,90 EUR Erscheinungstermin: Ende Oktober 2026
- Wann kursierten die Banknoten der Banca Generala Româna?
Unter den während des Ersten Weltkriegs ausgegebenen Besatzungsausgaben befindet sich auch jene Emission, die mit Genehmigung der Mittelmächte von der Rumänischen Generalbank (Banca Generala Româna - BGR) hergestellt wurde (EWK 7-14 = Ro. 472-479); P. M1–M9). Die in Berlin nach den Anweisungen der deutschen Militärbehörden gedruckten Banknoten zirkulierten im besetzten Gebiet Rumäniens ab 1917 und noch eine Zeit lang nach Kriegsende. Bis vor Kurzem galt die Annahme, dass die gesamte Emission zwischen dem 19. oder 29. Januar 1917 und dem 10. Juni 1920 im Umlauf war[1]. Die jüngst ausgewerteten Informationen, darunter auch die einschlägigen Verordnungen zu dieser Ausgabe, ermöglichten uns jedoch die genaue Bestimmung der Daten für die Einführung und Außerkurssetzung. Rumänien trat am 27. August 1916[2] auf Seiten der Alliierten in den Ersten Weltkrieg ein. Trotz anfänglicher Erfolge führte eine Reihe von Niederlagen im Herbst 1916 dazu, dass der größte Teil des Landes von den Truppen der Mittelmächte unter der Führung von Feldmarschall August von Mackensen besetzt wurde. Die rumänischen Behörden räumten Bukarest, das am 6. Dezember 1916 eingenommen wurde, und zogen sich nach Iași zurück. Die Verwaltung des besetzten Gebiets, das im Operationsbereich der Heeresgruppe Mackensen lag, wurde der Militärverwaltung in Rumänien übertragen, die vom deutschen General Franz Tülff von Tschepe und Weidenbach als Militärgouverneur geleitet wurde. Eines der wichtigsten Probleme, das gelöst werden musste, war die Regelung des Geldumlaufs. Zu diesem Zweck richteten die Militärbehörden eine Emissionsabteilung innerhalb einer rumänischen Bank ein, die eigene Banknoten in Umlauf bringen sollte. Die Rumänische Generalbank (Banca Generala Româna - BGR), gegründet im Jahr 1897, basierte überwiegend auf deutschem Kapital, das größtenteils von der Disconto Gesellschaft und der S. Bleichröder Bank in Berlin gezeichnet worden war. Die Banca Generala Româna entwickelte sich zu einer der bedeutendsten Banken Rumäniens vor dem Ersten Weltkrieg. Sie wurde von den Deutschen Max Sterling und Otto Petersen geleitet. Als Institut mit deutschem Kapital wurde sie im August 1916 von den rumänischen Behörden unter Zwangsverwaltung gestellt; dennoch nahm die Bank ihre Tätigkeit unter der Leitung von Otto Petersen wieder auf – jenes Mannes, dessen Faksimile-Unterschrift sich auch auf den gedruckten Noten der Bank findet. Abb. 1: Hauptsitz der Banca Generala Româna in Bukarest (Postkarte um 1905). Die Banknotenausgabe war durch ein bei der Reichsbank in Berlin hinterlegtes Markendepot gedeckt, und zwar zu einem Kurs von 100 Lei für 80 Mark. Anfang 1917 war ein großer Teil der Emission bereits in Bukarest eingetroffen. Die Ausgabe erfolgte auf Grundlage der Verordnung Nr. 10 vom 18. Januar 1917[3], unterzeichnet von Feldmarschall August von Mackensen. Diese informierte die Bevölkerung des besetzten rumänischen Gebiets darüber, dass die Emissionsabteilung der Rumänischen Generalbank Banknoten zu 1.000 Lei, 100 Lei, 20 Lei, 1 Leu, 50 und 25 Bani ausgegeben habe. Die Banknoten wurden im besetzten Gebiet zu gesetzlichen Zahlungsmitteln erklärt und mussten daher von jedem Einwohner zum vollen Nennwert angenommen werden; Geschäfte, die die Annahme verweigerten, sollten geschlossen werden. Der Bevölkerung wurde zugesichert, dass die Kassen des Militärs und die Behörden die Noten ebenfalls zum vollen Nennwert annehmen würden. Da die Verordnung sofortige Wirkung hatte und am 18. Januar 1917 vollständig veröffentlicht wurde, ergibt sich daraus, dass dies das Datum ist[4], an dem die ersten Banknoten der Rumänischen Generalbank im besetzten Gebiet Rumäniens in Umlauf kamen. Auffällig am Inhalt der Verordnung Nr. 10 vom 18. Januar 1917 ist, dass nicht alle Nominalwerte der Banknoten erwähnt werden: Es erscheinen nur die Werte zu 25 und 50 Bani, 1 Leu sowie 20, 100 und 1.000 Lei, während die Nominale zu 2 und 5 Lei fehlen. Handelt es sich um einen Schreibfehler, einen Druckfehler, oder wurden diese Banknoten tatsächlich erst später in Umlauf gebracht? Den gefundenen Informationen zufolge wurden die Banknoten zu 2 und 5 Lei erst Ende des Jahres 1917, genauer gesagt am 3. Dezember 1917, in Umlauf gebracht. Ihre Ausgabe erfolgte auf Grundlage der Verordnung Nr. 341 vom 3. Dezember 1917[5], die festlegte, dass – in Ergänzung zur Verordnung vom 18. Januar 1917 IV a.1135, die Banca Generala Româna ermächtigt (sei) auch Noten in Abschnitten zu 5 Lei und zu 2 Lei auszugeben. Abb 2: Ankunft einer Banknotensendung am Hauptsitz der Banca Generala Româna in Bukarest (1918?). Abb 3.1: Banca Generala Româna, Banknote zu 50 Bani ohne Datum, Vorderseite, in Umlauf ab Januar 1917. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski. Abb 3.2: Banca Generala Româna, Banknote zu 50 Bani ohne Datum, Rückseite. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski. Abb 4.1: Banca Generala Româna, Banknote zu 100 Lei ohne Datum, Vorderseite, in Umlauf ab Januar 1917. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski. Abb 4.2: Banca Generala Româna, Banknote zu 100 Lei ohne Datum, Rückseite. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski. Die spätere Einführung der 2-und 5-Lei-Banknoten erklärt auch die festgestellte Diskrepanz bei der Serienbezeichnung der BGR-Banknoten. In Deutschland gedruckt, entsprach jeder Nennwert einem Buchstaben, beginnend mit dem höchsten: A für 1.000 Lei, B für 100 Lei, C für 20 Lei. Es ist bemerkenswert, dass der Buchstabe D für 1 Leu verwendet wurde, E für 50 Bani und F für 25 Bani. Somit trugen die am 18. Januar 1917 in Umlauf gebrachten Banknoten die Serien A, B, C, D, E und F. Die am 3. Dezember 1917 ausgegebenen Banknoten zu 5 und 2 Lei setzten die Reihenfolge mit den Serien G bzw. H fort. Abb 5.1: Banca Generala Româna, Banknote zu 5 Lei ohne Datum, Vorderseite, in Umlauf ab Dezember 1917. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski. Abb 5.2: Banca Generala Româna, Banknote zu 5 Lei ohne Datum, Rückseite. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski. Ein weiterer Serienbuchstabe wurde verwendet, nämlich L für die 20-Lei-Banknote. Nur die 20-Lei-Note (in der Verordnung vom 18. Januar 1917 erwähnt) ist mit zwei Buchstaben, C und L., anzutreffen. Da mit dem Buchstaben C die ersten 10.000.000 Banknoten versehen wurden, von 0000001 bis 10000000, und anschließend mit dem Buchstaben L weitere 5.000.000 Banknoten, von 0000001 bis 5000000, ergibt sich, dass die Banknoten mit dem Buchstaben L eine zweite Auflage darstellen. Trotz der Überprüfung aller bekannten Verordnungen konnte bisher keine gefunden werden, die die Einführung der 20-Lei-Noten mit dem Buchstaben L regelt; da diese jedoch bereits gemäß der Verordnung vom 18. Januar 1917 hätten umlaufen dürfen, war eine solche Maßnahme auch nicht erforderlich. Angesichts der Tatsache, dass der Buchstabe L höher ist als der bei den am 3. Dezember 1917 in Umlauf gebrachten Banknoten zu 2 Lei und 5 Lei, stellt sich jedoch die Frage, ob diese zweite Auflage des Zwanzigers mit dem Buchstaben L nicht erst im Jahr 1918 ausgegeben wurde. Abb 6.1: Banca Generala Româna, Banknote zu 20 Lei ohne Datum, Vorderseite. In Umlauf ab 1918? Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski. Abb 6.2: Banca Generala Româna, Banknote zu 20 Lei ohne Datum, Rückseite. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski. Abb. 7: Bild mit Titel ”Die Modelle der BGR Banknoten” (November 1918 oder Januar 1919). Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Rückzug der deutschen Truppen am 10. November 1918 wurde der Wert der BGR-Banknoten durch Gerüchte beeinträchtigt, wonach diese von den rumänischen Behörden für ungültig erklärt werden sollten. Aus verschiedenen Gründen – darunter auch die Rückgewinnung des Gesamtwertes der Emission in Höhe von 2,1 Milliarden Lei, die durch das Depot bei der Reichsbank in Berlin garantiert war – beschlossen die rumänischen Behörden, die Banknoten im Umlauf zu belassen und sie erst dann zurückzuziehen, wenn die Umstände es erlauben würden. Als sofortige Maßnahme wurde am 18. Dezember 1918 durch das Dekret Nr. 3552[6] die umgehende Abstempelung aller Banknoten der Banca Generala Româna angekündigt. Diese durften, sofern sie keinen Stempel einer rumänischen zentralen oder lokalen Behörde aus dem ehemals besetzten Gebiet trugen, nur noch bis zum 13. Januar (1. Januar alter Stil) 1919 umlaufen. Das Dekret wurde mehrfach geändert. Kurz nach der Veröffentlichung wurde bekanntgegeben, dass die Banknoten zu 25 und 50 Bani sowie 1 Leu nicht mehr gestempelt würden und weiterhin im Umlauf bleiben könnten. Eine ähnliche Situation ergab sich bei der 2-Lei-Banknote: Sie wurde zwar bis zum Ende der Frist abgestempelt, durfte jedoch auch danach weiter umlaufen, selbst wenn sie keinen Stempel rumänischer Behörden trug. Auch die Frist für die Abstempelung wurde mehrfach verlängert. So wurde diese durch das Dekret Nr. 12919 bis zum 12. Februar 1919[7] verlängert und durch eine weitere Mitteilung des Finanzministeriums schließlich bis zum 22. März 1919[8], dem Datum, an dem die Zeichnungen für die 5% Einheitsanleihe von 1919 enden sollten; für diese Anleihe wurden auch ungestempelte Banknoten der Rumänischen Generalbank als Zahlungsmittel akzeptiert. Daher konnten ungestempelte Banknoten zu 5, 20, 100 und 1.000 Lei nur bis zum 22. März 1919 umlaufen, während die Werte zu 25 und 50 Bani sowie 1 Leu und 2 Lei weiterhin ungestempelt im Umlauf blieben. Die Rücknahme der gestempelten Banknoten der Rumänischen Generalbank erfolgte erst in den Jahren 1920/21. Als erste wurden die Noten zu 1.000 Lei, dem höchsten Nennwert, eingezogen. Die Bekanntmachung über den Rückzug wurde am 17. Oktober 1920 veröffentlicht[9], und die Frist wurde auf den 6. November 1920 festgesetzt – ein Datum, nach dem diese Scheine nicht mehr für Zahlungen verwendet werden durften; wer nach diesem Zeitpunkt noch im Besitz solcher Banknoten angetroffen wurde, sollte als jemand gelten, der sie durch Schmuggel eingeführt hatte, und entsprechend bestraft werden. Um jedoch der Bevölkerung den Umtausch dieser Banknoten mit hohem Nennwert zu erleichtern, wurde der Umtausch der von der Rumänischen Generalbank ausgegebenen Tausender auf Antrag bei den Filialen und Agenturen der Rumänischen Nationalbank bis zum 1. Januar 1921 gestattet. Im folgenden Jahr waren die Banknoten zu 1 Leu, 2 Lei, 5 Lei, 20 Lei und 100 Lei an der Reihe, ab dem 2. Juli 1921 aus dem Verkehr gezogen zu werden[10]. Die Umtauschfrist wurde zunächst auf den 31. Juli 1921 festgelegt, jedoch mit der Bestimmung – offensichtlich zur Beschleunigung des Umtausches – dass ab dem Datum der Rückzugsankündigung niemand mehr verpflichtet war, diese Scheine anzunehmen. Auch im Fall dieser Banknoten wurde die Frist mehrfach verlängert; der endgültige Termin für den Rückzug wurde dann auf den 20. August 1921 festgesetzt. Im Umlauf verblieben somit nur noch die kleinen Banknoten zu 25 und 50 Bani. Ihr Wert war durch die Inflation stark gesunken, sodass sie hinsichtlich des Gesamtvolumens der Emission kaum noch Bedeutung hatten – jedoch im täglichen Leben wegen des Mangels an Kleingeld weiterhin nützlich waren. Um dieses Problem zu lösen und den Bedürfnissen des Geldumlaufs gerecht zu werden, schlug das rumänische Finanzministerium die Prägung neuer Münzen zu 25 und 50 Bani vor. Das Gesetz zur Prägung dieser Münzen im Gesamtwert von 20.000.000 Lei wurde im August 1920 vom rumänischen Parlament verabschiedet[11]. Verschiedene Schwierigkeiten verzögerten jedoch die Herstellung der Aluminiummünzen, die erst Ende 1921 bzw. Anfang 1922 fertiggestellt wurden (sie tragen das Jahr 1921). Erst nachdem alle Münzen am 1. März 1922 in Bukarest eingetroffen waren, kündigte das Finanzministerium den Rückzug der Banknoten zu 25 und 50 Bani der Rumänischen Generalbank aus dem Umlauf sowie deren Ersatz durch rumänische Münzen an und setzte den 1. April 1922 als endgültigen Termin für den Umtausch fest. Diese Frist wurde verlängert; bezeichnend ist eine Meldung vom 7. April 1922, wonach in Arad die Finanzverwaltung und die Filiale der Rumänischen Nationalbank die Annahme der von der Generalbank ausgegebenen 50-Bani-Banknoten verweigerten, was dazu führte, dass auch die Bevölkerung sich weigerte, diese Scheine weiter zu verwenden. Die amtlichen Stellen traten dem Gerücht entgegen[12]. Am 20. April 1922 teilte das Finanzministerium mit, dass die kleinen Banknoten zu 25 und 50 Bani weiterhin zum Umtausch angenommen werden mussten – bis zu einer späteren Entscheidung des Ministeriums. Erst Ende November 1922 wurden die kleinen Banknoten endgültig aus dem Verkehr gezogen; ihre Verwendung war nur noch zur Zahlung von Steuern sowie bei Finanzverwaltungen und Steuerämtern gestattet. Ştefan Vasiliţă Anmerkungen [1] Albert Pick, Papiergeld Lexikon, München, Mosaik Verlag, 1978, S. 29; Hans-Ludwig Grabowski, Die deutschen Banknoten ab 1871, Regenstauf, Battenberg Gietl Verlag, 21. Auflage, 2018, S. 223- 227. [2] Zu jener Zeit wurde in Rumänien der julianische Kalender verwendet, der auch als alter Stil bekannt ist. Während der Besatzungsjahre 1916-1918 führten die deutschen Behörden die Verwendung des gregorianischen Kalenders, also des neuen Stils, ein. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ging Rumänien im April 1919 offiziell zum gregorianischen Kalender über. Die in diesem Artikel genannten Daten sind im gregorianischen Kalender (neuer Stil) angegeben. [3] Gr. Pherekyde, Colecțiunea ordonanțelor pentru populația României în cuprinsul administrațiunei militare [Sammlung der Verordnungen für die Bevölkerung Rumäniens im Bereich der Militärverwaltung], Bukarest, Cultura Druckerei, 1918, S. 5. [4] Die erste Zahlung, in Höhe von 250.0000 lei in 100-Lei-Banknoten, erfolgte am 19. Januar 1917 an Feldintendantur General-Komando 52. [5] Gr. Pherekyde, Colecțiunea ordonanțelor pentru populația României în cuprinsul administrațiunei militare [Sammlung der Verordnungen für die Bevölkerung Rumäniens im Bereich der Militärverwaltung], Bukarest, Cultura Druckerei, 1918, S. 164. [6] Veröffentlicht im Monitorul Oficial Nr. 206 vom 5./18. Dezember 1918, S. 3606-3607. [7] Monitorul Oficial Nr. 229 vom 9./22. Januar 1919, S. 4352. [8] Monitorul Oficial Nr. 269 vom 28. Februar/18. März 1919, S. 5880. [9] Monitorul Oficial Nr. 156 vom 17. Oktober 1920, S. 5521. [10] Monitorul Oficial Nr. 70 vom 2. Juli 1921, S. 2599. [11] Monitorul Oficial Nr. 125 vom 9. September 1920, S. 4326. [12] Ultime informații [Neueste Nachrichten], in Dimineața (Bukarest), XIX, 7. April 1922, Nr. 5556, S. 5.
- Aus alten Zeitungen: Ein Milliardenvermögen wird vernichtet
Gefunden in: "Siegener Zeitung", Nr. 95 vom 24. August 1931 Ein Milliardenvermögen wird vernichtet In diesen Kisten ruhen Banknoten im Nominalbetrage von mehr als 3 Milliarden Mark. Es sind alte deutsche Banknoten, die von der Besatzungszeit her in Belgien geblieben waren und jetzt auf Grund eines besonderen deutsch-belgischen Vertrages vernichtet werden müssen. Zu diesem Zweck werden sie von einer Papierfabrik abgeholt. Das Verbrennen der Banknoten kam schon deshalb nicht in Frage, da diese Prozedur eineinhalb Jahre beansprucht hätte. Die Banknoten werden zu Packpapier verarbeitet. Uwe Bronnert Anmerkung der Redaktion Unter der Rubrik "Aus alten Zeitungen" möchten wir unseren Lesern in lockerer Folge interessante und amüsante Berichte aus historischen Zeitungen rund um Geldscheine, Falschgeld und echte "Räuberpistolen" präsentieren. Wenn auch Sie eine passende Geschichte in einer alten Zeitung gefunden haben, dann würden wir uns freuen, wenn Sie sich an uns wenden, um sie mit anderen Lesern zu teilen. Die Abbildung "Der Zeitungsleser" ist KI-generiert!
- Teutoburger Münzauktion: Vorschau auf die Auktion 173 am 7. September 2026
Die 173. Auktion vom 7.-11. September 2026 besteht wieder aus drei Katalogen: Teil 1 sind dieses Mal die Banknoten und Briefmarken, diese werden am Montag, 7. September versteigert. Teil 2 ist wieder ein umfangreicher Goldbereich mit Anlagegold aus aller Welt, altgriechischen Elektron-Münzen, Raritäten aus Polen, Russland, Italien, Altdeutschland, Reichsgold, usw., aber auch Luxusuhren und Schmuck. Versteigert am Dienstag, 8. September 2026.Eine DDR-Materialprobe aus Gold vom 10 Mark 1985 zum 40. Jahrestag der DDR befindet sich in Teil III des Kataloges (Los 4171). Teil 3, der Hauptkatalog, beginnt am Dienstag, 8. September am Nachmittag mit China & Südostasien und exotischen Antiquitäten. Es folgen antike Münzen mit vielen altgriechischen Tetradrachmen und einigen Ausgrabungsgegenständen. Im Bereich ausländischer Münzen aus aller Welt kommt u.a. eine bedeutende Sammlung russischer Münzen und Medaillen (u.a. der Ganggut-Rubel) zum Ausruf. Bei den habsburgischen Erblanden und der Abteilung Altdeutschland ist ein außergewöhnliches Angebot an alten Talern und Mehrfachtalern vorhanden, allen voran eine numismatische Sensation, der zuvor in der Literatur anscheinend vollkommen unbekannte dreifache Reichstaler 1588 von Hessen-Marburg, bei dem es sich sehr wahrscheinlich um ein Unikat handelt. Nach den Medaillen (hier eine riesige Auswahl verschiedenster Thematik aus einem belgischen Händler-Nachlass) ist der moderne deutsche Bereich ab 1871 nach Jaeger sehr breit vertreten, besonders mit Seltenheiten der Bundesrepublik und Proben/Verprägungen. Lots und Sammlungen schließen wie immer den numismatischen Bereich ab. Am Ende der Auktion kommen Orden und Ehrenzeichen, Militaria (viele Blankwaffen) und div. Kleinantiquitäten zur Versteigerung. Zur Teutoburger Münzauktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/ Zum Banknotenteil der 173. Teutoburger Münzauktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/suche/13163/seite/1/?lot_range=1-438 Hier einige Beispiele aus dem Banknotenteil: Los 174 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 Rosenberg 83 / Grabowski DEU-94 10 Tsd. Mark 3.2.1923. Serie J, FZ: E. I / I- Startpreis: 3.000 EUR Los 196 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 Rosenberg 136 / Grabowski DEU-169 50 Billionen Mark 10.2.1924. Serie A. II / II+ Startpreis: 2.500 EUR Los 197 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 Rosenberg 137 / Grabowski DEU-170 100 Billionen Mark 15.2.1924. Serie A. I / I- Startpreis: 15.000 EUR Los 206 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 Rosenberg 158a / Grabowski DEU-203a 50 Rentenmark 1.11.1923. Reichsdruck, Serie E. II / II-, kl. Einriss Startpreis: 3.000 EUR Los 207 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 Rosenberg 159 / Grabowski DEU-204 100 Rentenmark 1.11.1923. Serie A. II+, leichter Mittelknick Startpreis: 3.000 EUR Los 243 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsche Auslandsbanken, China/Kiautschou, Deutsch-Asiatische Bank 1907-191 Rosenberg 1034 / Pick S280r 5 Tael 1.3.1907. Filiale Peking. PMG Grading 58 Choice About Unc Startpreis: 10.000 EUR Los 348 Banknoten, Lots, Deutschland Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Händlernachlass aus den Niederlanden mit ca. 1500 meist besseren Geldscheinen. Darunter Reichsbanknoten u.a. Bündel mit fortlaufender KN und Werte bis zur Billion, BRD ab Franzosenschein bis 200 DM, DDR, seltene Varianten, Muster-Scheine, Rentenmark-Scheine etc. Überwiegend in Klarsichthüllen gepackt, bestimmt und ausgepriesen. Unbedingt besichtigen. Unterschiedlich erhalten. Startpreis: 3.000 EUR Los 407 Banknoten, Lots, Ausland Hochinteressanter Händlernachlass mit schätzungsweise 20.000 Scheinen aus aller Welt. Meist schon bestimmt, sortiert und ausgespriesen in insgesamt 17 Postkisten. Dabei überwiegend moderne Scheine in Top-Erhaltungen, darunter auch umtauschbare Scheine. Ein Posten für den Wiederverkäufer mit viel Potenzial, der unbedingt besichtigt werden sollte. Günstig geschätzt. Unterschiedlich erhalten. Startpreis: 15.000 EUR Los 409 Banknoten, Lots, Ausland Hochinteressanter Händlernachlass mit über 500 meist verschiedenen Scheinen. Alle in Klarsichthülle, bestimmt und ausgepriesen. Dabei alte, aber auch neuere umtauschbare Scheine, u.a. aus Afghanistan, Albanien, Argentinien, Bahamas, Belgien, China, Gibraltar, Großbritannien, Grönland, Haiti, Indien, Italien, Japan, Libyen, Österreich, Schweden, Schweiz, Thailand, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn, USA etc. Darunter viele bessere Scheine, auch Specimen. Unbedingt besichtigen! Unterschiedlich erhalten. Startpreis: 3.000 EUR Los 425 Banknoten, Lots, Allgemein Großer Händlernachlass aus den Niederlanden mit Banknoten und Sammlermaterial. Umfangreicher Händlernachlass mit vielen ausländischen Banknoten, Notgeld, Spielgeld, chinesischem Höllengeld, Banknotenkatalogen und Fachliteratur. Weiter enthalten sind Druckbögen in Bilderrahmen, ältere Zeitschriften aus Deutschland und Polen, Postkarten, Briefmarken, Schecks, Quittungen sowie diverses Sammel- und Belegmaterial aus aller Welt. Dazu kommt eine größere Menge an unsortiertem Material und verschiedenen Kleinteilen. Eine genaue Durchsicht aller Stücke war nicht möglich. Weitere Bilder sind online zu sehen. Besichtigung wegen der großen Menge ausdrücklich empfohlen. Günstig geschätzt und mit Potenzial für Händler und Sammler. Nur Selbstabholung, kein Versand! Startpreis: 5.000 EUR Zur Teutoburger Münzauktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/ Zum Banknotenteil der 173. Teutoburger Münzauktion: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/suche/13163/seite/1/?lot_range=1-438 Teutoburger Münzauktion GmbH Tel.: 05425/930050 E-Mail: info@teutoburger-muenzauktion.de
- Ukraine: Eine neue 2000-Griwna-Banknote kommt im September 2026
Am 10. Juli 2026 kündigte die ukrainische Zentralbank Pläne zur Ausgabe einer neuen 2000-Griwna-Banknote an, die dann der höchsten Nennwert sein wird. Damit soll der Bargeldverkehr erleichtert werden, da der Krieg die Inflation in die Höhe treibt und den Bankbetrieb sowie den elektronischen Zahlungsverkehr beeinträchtigt. Die neue Banknote – deren Wert derzeit bei etwa 45 US-Dollar liegt – wird am 4. September in Umlauf gebracht, erklärte Zentralbankgouverneur Andriy Pyshnyy. „Die Wirtschaft verändert sich. Das Einkommensniveau, die Preise, die Menge des im Umlauf befindlichen Bargeldes und das Zahlungsverhalten der Menschen entwickeln sich weiter“, sagte er, als er die neue Gestaltung in der Betriebshalle der Zentralbank innerhalb des streng bewachten Regierungsviertels vorstellte. Auf der Vorderseite der neuen Banknote ist ein Porträt des ukrainischen Dichters und Dissidenten Vasyl Stus abgebildet. Die Rückseite zeigt die philologische Fakultät der Nationalen Universität Donezk, an der Stus studierte. Vasyl Stus (1938–1985) war der berühmte ukrainische Dichter der „Sechziger“-Bewegung – Übersetzer, Publizist, Prosa-Autor, Philosoph, Literaturwissenschaftler, Literaturkritiker, Menschenrechtsaktivist, politischer Gefangener in der UdSSR, Mitglied der Ukrainischen "Helsinki-Gruppe", einer der prominentesten Vertreter der ukrainischen Dissidentenbewegung, ein Kämpfer für die Unabhängigkeit der Ukraine im 20. Jahrhundert, Träger des Taras-Schewtschenko-Staatspreises (posthum, 1991) und Held der Ukraine (posthum, 2005). „Vasyl Stus wurde zu einem Symbol für den unbezähmbaren ukrainischen Geist“, sagte Pyshnyy während einer Pressekonferenz in der Nationalbank. „Die neue Banknote erinnert nicht nur an das Leben von Vasyl Stus, sondern auch an all jene, die seine Ideale und den Geist jener Ära des moralischen Widerstands in der Ukraine teilten“, so Pyshnyy. „Jedes Element darauf hat eine Bedeutung. Die Banknote lässt sich wie ein Buch lesen. Man erkennt Elemente, die von den Mosaiken von Alla Horska inspiriert sind. Zum Beispiel das Bildnis des Turmfalken aus ihrem berühmten Mariupol-Wandbild. Der Turmfalke ist ein Vogel, der selbst bei stärkstem Wind an einer Stelle schweben kann. Er ist eine bemerkenswert treffende Metapher für die Sechziger. Sie stellten sich gegen ein System, das allmächtig schien. Ihre Generation hatte weder einen Staat noch Schutz, aber sie besaß innere Freiheit. Es war diese innere Freiheit, die den Grundstein für die zukünftige Unabhängigkeit der Ukraine legte.“ Die Banknote enthält zudem Motive aus einem Gedicht, das Stus während seiner Haft verfasste, darunter die Zeile: „Und die Kerze flackert mit der Morgendämmerung, die unser Urenkel den Tag nennen wird.“ Das Design der neuen Banknote entspricht dem Stil der überarbeiteten Griwna-Banknoten, die zwischen 2014 und 2019 ausgegeben wurden. Durch ihre Farbe und Größe lässt sich die Banknote leicht von anderen Stückelungen unterscheiden, was den Nutzern das Erkennen des Nennwerts erleichtert. Das Format der neuen Note beträgt 166 × 75 mm. Die Hauptfarbe ist Blau. Die Banknote wurde im Inland von der Banknoten- und Münzprägeanstalt der Nationalbank der Ukraine gedruckt. Sie verfügt zudem über mehr als zwanzig Sicherheitsmerkmale, darunter sowohl papierbasierte als auch fortschrittliche Drucktechnologien, die zum Schutz vor Fälschungen dienen. Dazu gehören: ein SPARK®-OVI-Element mit kinematischem Effekt. Wenn die Banknote geneigt wird, sind in bestimmten Bereichen des Bildes allmähliche Farbübergänge – von Violett zu Goldgrün – zu erkennen. ein gefensterter Anima™ Colour-Sicherheitsfaden aus Polymer, der mehrfarbig und animiert ist. Er wurde von Oberthur Fiduciaire entwickelt, während das spezifische visuelle Design des Fadens im Auftrag der Nationalbank der Ukraine in den Nationalfarben Blau und Gelb gestaltet wurde. Wenn die Banknote gekippt wird, entsteht sowohl ein Bewegungseffekt als auch eine Bildveränderung, bei der sich der Dreizack in das Griwna-Zeichen verwandelt. Das Ausgabedatum 4. September hat eine besondere Bedeutung. Am 4. September 1965 organisierte Vasyl Stus gemeinsam mit Vyacheslav Chornovil und Ivan Dziuba anlässlich der Premiere des Films „Schatten vergessener Vorfahren“ im Kiewer Kino „Ukraina“ den ersten öffentlichen Protest in der UdSSR gegen die massiven politischen Repressionen gegen die ukrainische Intelligenz. Und am 4. September 1985 starb Vasyl Stus in einem Arbeitslager mit Sonderregime. Der Großteil der gewerblichen Transaktionen in der Ukraine erfolgt bargeldlos, doch die Herausforderungen in Kriegszeiten sorgen nach wie vor für eine hohe Nachfrage nach Bargeld, so Pyshnyy. Ein einfacher Zugang zu Bargeld ist in den Frontregionen der Ukraine besonders wichtig. Das Bargeldvolumen im Umlauf stieg Anfang Juli 2026 auf 970 Milliarden Griwna, verglichen mit etwa 390 Milliarden Griwna im Jahr 2019, als die 1000-Griwna-Banknote eingeführt wurde. „Die Zusammensetzung des Bargeldumlaufs hat sich verändert. 1000-Griwna-Banknoten machen nun mehr als 55 % des Gesamtwerts aller im Umlauf befindlichen Banknoten aus“, sagte Pyshnyy bei der Pressekonferenz. Dies habe gezeigt, dass eine Banknote mit höherem Nennwert erforderlich sei, fügte er hinzu. Er bekräftigte das Engagement der Zentralbank, die Inflation unter Kontrolle zu halten. Die neue Banknote mit dem nun höchsten Nennwert werde dazu beitragen, die Logistikkosten zu senken und den Bargeldumlauf zu optimieren. Donald Ludwig
- 3. Internationale Münzen- und Banknotenbörse in Wuppertal am 11. Oktober 2026
Am Sonntag den 11. Oktober 2026 findet im Großen Saal der Stadthalle Wuppertal von 10 bis 18 Uhr die 3. Internationale Münzen- und Banknotenbörse statt. „Sammler sind glückliche Menschen“, so schrieb die Westdeutsche Zeitung in einem Beitrag über eine vorherige Münzbörse in Wuppertal und zitierte damit den Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe. Bei der Stippvisite des Blattes an einem Sonntagmorgen waren schon um 9 Uhr viele dieser frohen Gemüter im Mendelssohn-Saal der Historischen Stadthalle versammelt. Die Wuppertaler Münzfreunde hatten zur Münzen- und Banknotenbörse eingeladen Rund 40 Aussteller waren der Einladung ebenso gefolgt wie Sammler und Interessenten, die von den vielfältigen Formen des einstmals so weit verbreiteten Bargeldes fasziniert waren. Und die gern die Gelegenheit wahrgenommen hatten, Angebote zu studieren oder sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Historische Stadthalle in Wuppertal. Großer Saal (Mendelssohn-Saal) in der Stadthalle Wuppertal. Auch im Numismatikforum ist die Wuppertaler Münzbörse oft Thema. Ein Nutzer schrieb zu einer früheren Börse: "Ich möchte zur heutigen Wuppertaler Münzbörse meine Eindrücke an Euch weitergeben. Wir hatten Sonne pur, die Stadthalle Wuppertal widerspiegelte an Glanz das, was im Inneren das Auge erfreute, jede Menge Münzhändler mit einem beachtlichen Angebot an Münzen, Medaillen, Barren, Notgeld, Orden und Ehrenzeichen, historische Aktien, Banknoten u.v.m. Dementsprechend war die Anzahl der Münzfreunde enorm, der Handel florierte und überall strahlende Gesichter! Ein Lob an die Veranstalter, die abgesehen vom Ambiente des Saales, die Besucher mit Kaffee und belegten Brötchen versorgten. Ich traf alte Bekannte und es entwickelten sich interessante Gespräche rund ums Hobby." Logo der Wuppertaler Münzfreund und 2. Vorsitzender des Vereins Rainer Thiel. Wuppertaler Münzfreunde Im Jahr 1952 gründeten sich die Wuppertaler Münzfreunde e.V. im Ratskeller Wuppertal Elberfeld: "Wir Wuppertaler Münzfreunde sehen uns als Verein, der gemeinsame Interessen der Sammler von Münzen, Medaillen, Geldscheinen, Wertuzeichen und anderen numismatischen Objekten vertritt." Nach zahlreichen Veranstaltungen in kleinerem Rahmen folgte im Jahr 1975 eine erste Großveranstaltung mit 1.000 Sammlern. Seit 2018 gibt es den Sammlertreff in der Stadthalle Wuppertal. Die neuesten Informationen zu den Münzfreunden gibt es online unter www.wuppertaler-muenzfreunde.de oder direkt bei Rainer Thiel telefonisch unter 0202/ 443224 oder 0160/ 90901852 bzw. per Mail an thiel.wuppertal@web.de
- Lexikon: Napoleonische Fälschungen
Um seine Gegner wirtschaftlich zu schwächen und die Finanzierung ihrer Rüstung zu behindern, ließ Napoleon I. Geldscheine Österreichs, Russlands und angeblich auch Englands nachmachen. Die gefälschten russischen Scheine erkennt man an den gedruckten Faksimile-Unterschriften, während Originale handschriftlich unterschrieben wurden. Viel mehr wurde über diese Fälschungen leider nicht bekannt, außer, dass Napoleon auf seinem Russlandfeldzug mit der "Grande Armée" 1812 ganze Kisten gefälschten russischen Geldes mit sich geführt haben soll. Napoleonische Fälschung der russischen 25-Rubel-Note aus dem Jahr 1807, Format ca. 131 x 177 mm. Ebenfalls 1812 soll Napoleons Polizeiminister Joseph Fouché Beamte der englischen Notendruckerei bestochen haben, die ihm die erforderlichen Druckstöcke für die englischen Banknoten übergeben haben sollen, damit Frankreich diese nachdrucken konnte. Die Berichte über die Fälschungen englischer Scheine sind jedoch nicht durch Belegstücke nachgewiesen. Genaueres weiß man über die Fälschung der Wiener Stadtbanco-Zettel. Während der Besetzung Wiens im Jahr 1805 ließ der französische Gouverneur von Wien, General Clark, auf Veranlassung Napoleons Fachleute nach Wien kommen, die heimlich Zutritt zu der Druckerei des Banco fanden und dort die Druckplatten der Geldscheine kopierten. Der französische Polizeiminister Fouché ließ dann von diesen Platten in Paris und später in Italien fleißig Wiener Stadtbanco-Zettel drucken. Wie geheim diese Angelegenheit vor sich ging, geht daraus hervor, dass nicht einmal die Pariser Stadtpolizei von dieser offiziellen Fälschungsaktion wusste. Daher kam es sogar zu einem Polizeieinsatz gegen die Druckerei. Erst eine kaiserliche Erklärung verhinderte weitere polizeiliche Maßnahmen. Wiener Stadt-Banco-Zettel zu 25 Gulden vom 1.6.1806. Während der Besetzung Wiens ließ Napoleon die Druckplatten entwenden, um diese Banknoten später zum Schaden der Feindwährung nachzudrucken. Napoleon wollte bei der zweiten Besetzung Wiens die Scheine in Umlauf bringen. Da er jedoch inzwischen 1810 die Tochter des Habsburger Kaisers Franz II., die Prinzessin Marie-Louise, geheiratet hatte, wurde der Plan aufgegeben. In dem von den Franzosen besetzen Glatz in Schlesien kam es aber doch ohne den Willen Napoleons zur Ausgabe der Fälschungen. Fürst Metternich hatte längst von der Fälschungsaktion Napoleons erfahren und bat den französischen Außenminister nach der Hochzeit Napoleons um Auslieferung der Fälschungen, Druckplatten und aller Werkzeuge. In einem Bericht an Franz II. konnte Metternich mitteilen, dass Napoleon erklärt habe, alles Material sein vernichtet worden. Im Druck sind die Fälschungen der Wiener Banco-Zettel nicht von den Originalen zu unterscheiden, man kann sie jedoch am blassgrünlichen Papier erkennen. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abbildungen: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de
- Leserpost: Impressionen einer Grönlandreise
Ich bin kürzlich aus einem sehr spannenden Urlaub zurückgekehrt und möchte ein paar Eindrücke mit den Lesern des Geldschein-Blogs teilen. Anfang Juni 2026 war ich in Grönland. Ein fantastisches Land, man bekommt so viele Eindrücke und es braucht noch eine gewisse Zeit um diese zu verarbeiten. In Grönland ist die Dänische Krone die gültige Währung. Ich hatte neben einer Kreditkarte auch Bargeld in Form von Euro und Kronen mit. Aber eigentlich benötigt keiner mehr Bargeld. In Grönland kann man alles, aber auch wirklich alles per EC-Karte bezahlen. Das Lesegerät erkennt aus welchem Land man kommt und bedankt sich auf Deutsch für die Bezahlung. Bargeld in Form von Kronen wird auch genommen aber manchmal muss der Verkäufer das Münzwechselgeld zusammensuchen. Einige Geschäfte in Grönland nehmen überhaupt kein Bargeld mehr an, wie zum Beispiel das sehenswerte Icefjord Center in Ilulissat. Die Internetverbindung in Grönland ist hervorragend und viele Menschen, insbesondere Jugendliche, zahlen dort grundsätzlich nur noch mit dem Mobiltelefon. Hier komme ich auf das Vorwort in der "Münzen & Sammeln", Ausgabe Juli/August 2026 zurück. Die bargeldlosen Zahlungen im täglichem Geschäft lassen sich international nicht aufhalten, sie sind inzwischen vielerorts Standard. Hier in Deutschland wird sich diese Entwicklung fortsetzen und ich hoffe, es wird eine gesunde Mischung aus beiden Möglichkeiten (Bargeld und bargeldlos) geben. Ein anderes "Problem" ist, dass Banken beim Einsatz einer deutschen EC-Karte im Ausland für jede Zahlung eine Gebühr erheben und das summiert sich. Warum eigentlich? Alles läuft quasi zeitgleich ab, Zahlung und Abrechnung sowie Umrechnung. Wenn schon der bargeldlose Zahlungsverkehr gewollt und gefördert wird, so sollten eigentlich die Gebühren entfallen. Anbei noch ein Foto eines Aushangs in einem grönländischen Supermarkt. Er weist darauf hin, dass der 1000-Kronen-Schein ungültig geworden ist. Der Aushang ist auf Grönländisch. Die Sprache heißt Kalaallisut, sie ist die vorherrschende indigene Inuit-Sprache. Das Foto ist im Vorbeigehen gemacht worden, daher bitte ich die etwas schlechte Qualität zu entschuldigen. Hinweis für Banknotensammler In Grönland kennt keiner mehr die alten grönländischen Banknoten (Katalog Pick A1-A41, 1-24 und M1-M10) aus der Zeit von 1803 bis 1967. Diese kann man nur im internationalen Fachhandel finden. Ab 1968 gelten ausschließlich dänische Münzen und Banknoten. Anbei Fotos aus Grönland so wie man sich das vorstellt. Eine Reise nach Grönland kann ich nur empfehlen. Es bedarf allerdings einer guten Vorbereitung und eines guten Reiseanbieters. Ich hatte mich für den Reiseanbieter Greenland Tours entschieden und mir aus deren Angebot "Das Beste vom Westen" meine Touren und Erlebnisse zusammengestellt. Es war eine Individualreise, also keine Gruppe. Alles war perfekt organisiert, von den gesamten Flügen, Hotels und Ausflügen. Das Essen in den Restaurants ist sehr köstlich und immer gut und schmackhaft zubereitet. Es werden auch Schiffstouren entlang der Westküste angeboten. Zudem hatte ich nur gutes Wetter und die Mitternachtssonne schien den ganzen Tag und die ganze Nacht. Auch sind die Grönländer und alle, die dort arbeiten, sehr freundlich und hilfsbereit. Ich sende Ihnen mal einige Handy-Fotos. Diese können sie gerne verwenden, wenn sie aus meinem Text einen Leserbrief oder etwas Ähnliches machen möchten. Leider habe ich keine alten Geldscheine aus Grönland und könnte auch nichts dazu ausführen. Sonst könnte man das Ganze kombinieren. Das müsste dann evtl. ein anderer Autor übernehmen. Mir hat es jedenfalls so gut gefallen, dass ich gerne ein weiters Mal dorthin reisen möchte. Antwort der Redaktion Herzlichen Dank für die interessanten Reise-Impressionen, die ich gern mit unseren Lesern teile. Warum auch nicht, Reisen bildet und als Sammler ist natürlich auch alles rund ums Geld von Interesse. Grönland ist ja seit den erhobenen "Ansprüchen" von Donald Trump in den Medien so präsent, wie kaum zuvor. Bleibt zu hoffen, dass Grönland auch weiterhin den Grönländern gehört, auch dann noch, wenn Trump längst Geschichte ist. Hans-Ludwig Besler (Grabowski) Ankündigung der Neuauflage 2026: Hans-Ludwig Grabowski Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine Titel: Battenberg Verlag ISBN: 978-3-86646-279-3 Auflage: 24. Auflage 2026/27 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: durchgehend farbig Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: ca. 880 Seiten Preis: 39,90 EUR Erscheinungstermin: Ende Oktober 2026
- Geldscheinporträts: Dschingis Khan – Der „ozeangleiche Herrscher“
Reihe zu Porträts bedeutender Persönlichkeiten auf Geldscheinen. Geburtsname: Temüdschin oder Temüüdschin Zur Person: Großkhan, Begründer des Mongolischen Reiches Nationalität: Mongolisch Lebensdaten: 1155, 1162 oder 1167 – 18. August 1227 Geburtsort: Burchan Chaldun im Chentii-Gebirge (laut Legende) Sterbeort: Xingqing (heutiges Yinchuan, China) Dschingis Khan, Porträt aus einem Album aus der Yuan-Ära, Tinte und Farben auf Seide, 14. Jahrhundert, National Palace Museum, Taipei. Als „Temüdschin“ – der Schmied – wurde Dschingis Khan um 1160 geboren. „Der Schmied“ sollte sich als passender Name erweisen: Temüdschin schmiedete die mongolischen Stämme zum zweitgrößten Reich der Menschheitsgeschichte zusammen, unter enormer Härte und Gewalt. Nur das britische Empire war größer. Bereits als kleiner Junge verlor Temüdschin seinen Vater. Er wurde von Tataren vergiftet, aus Rache für Raubzüge und Überfälle. Temüdschin war der älteste Sohn, konnte Reiten und Bogenschießen, Jagen, Kämpfen und mit Vieh umgehen. Er war jedoch zu jung, um sich als Nachfolger seines Vaters durchzusetzen. Seine Sippe löste sich auf. Seine Familie war schutzlos, wurde ausgeraubt und verlor ihr gesamtes Hab und Gut. Das Leben in Filzzelten im Hochland zwischen Sibirien und Nordchina mit seinen ständigen Winden und dem Wechsel zwischen wochenlanger Trockenheit und extremen Niederschlägen war äußerst hart. Die Sippen bekämpften sich ständig. Temüdschin wurde mehrmals entführt, versklavt und floh wieder. Er lernte so das harte Gesetz der Steppe kennen; es herrscht das Recht des Stärkeren – wer Schwäche zeigt, geht unter. Bald scharte er eine kleine Gefolgschaft um sich. Als Anführer war er geschickt. Auf Raubzügen war er beim Verteilen der Beute besonders großzügig. Er scherte sich nicht viel um alte Hierarchien und Stammesadel, sondern achtete vor allem auf Erfolg und Loyalität. Ihm strömten immer mehr Anhänger zu und er konnte zahlreiche Widersacher ausschalten. Das Vorgehen auf den Feldzügen war äußerst brutal. Kollaborateure waren stets willkommen, Gegenwehr wurde blutig bestraft. Als Motto galt: Unterwirf dich, oder stirb! Nach der Geheimen Geschichte der Mongolen, der mongolischen Gründungslegende aus dem 13. Jahrhundert, wurden nur die Tataren am Leben gelassen, die nicht größer als das Rad eines Ochsenkarrens waren. 1206 ernannte eine Versammlung der mächtigsten Schamanen und Stammesfürsten Temüdschin zum „Dschingis Khan“, dem „ozeangleichen Herrscher“, dem Großkhan aller Mongolen. Dieser Moment gilt als Geburtsstunde des mongolischen Nationalmythos. Mit Pferden, Spitzhelmen und Kompositbögen starteten die Mongolen fast beispiellose Eroberungszüge. Dschingis Khan eroberte weite Teile des heutigen China und die muslimischen Königreiche bis in die heutige Türkei, belagerte Samarkand und drang sogar bis nach Osteuropa vor. In seiner größten Ausdehnung umfasste das Mongolenreich bis zu 26 Millionen Quadratkilometer mit etwa 100 Millionen Menschen. Ein derart riesiges Reich war freilich nicht besonders eng verwaltet. Dennoch war Dschingis Khan auf neue Regierungstechniken angewiesen. Er gliederte seine Armee in Truppenteile mit gut organisierten Befehlsstrukturen und ließ aus dem Uigurischen eine eigene mongolische Schrift entwickeln, in der er Gesetze festhalten ließ. Handwerker, Architekten und Verwalter verschonte er bei seinen Massakern. So beendete er die Willkürherrschaft der einzelnen Stammesfürsten. Auch seine Nachfolge regelte er rechtzeitig. Nach seinem Tod 1227 (er starb möglicherweise an der Pest) übernahm sein Sohn Ögedei. Mongolei, Mongolbank: 1000 Tugrik von 2013. Vorderseite mit Bildnis von Dschingis Khan. Mongolei, Mongolbank: 1000 Tugrik von 2013.Rückseite Ochsenkarren mit geschmückter Jurte, begleitet von Reitern auf Kamelen und Pferden; im Hintergrund Jurtenlager. Mongolei, Mongolbank: Gedenkbanknote zu 100.000 Tugrik von 2025, Vorderseite mit Porträt von Dschings Khan. Über die Jahrhunderte blieb die Identifikation der Mongolen mit ihrem Reichsgründer Dschingis Khan bestehen. In der postkommunistischen Mongolei ist er präsenter denn je. Am 9. Dezember 2025 wurde eine 100.000-Tugrik-Gedenknote präsentiert, um das 100-jährige Jubiläum der Landeswährung zu feiern. Sie zeigt ebenfalls Dschingis Khan, den „Vater der Nation“. Elias Heindl Literatur/Quellen: Donald Ludwig zur Gedenknote zum 100-jährigen Jubiläum des Tugrik: https://www.geldscheine-online.com/post/mongolei-100-j%C3%A4hriges-jubil%C3%A4um-des-tugrik, 02. Februar 2026 Markus Dichmann, Matthias von Hellfeld: Dschingis Khan – Das Weltreich der Mongolen, Deutschlandfunk Nova, Eine Stunde History, Beitrag vom 05. November 2021 Karénina Kollmar-Paulenz: Die Mongolen. Von Dschingis Khan bis heute. C.H.Beck, München, 2., aktualisierte Auflage, 2024 Mathias Mesenhöller: Dschingis Khan: Der Steppenherrscher, der nach der Weltherrschaft gierte. Geo Epoche. 3. Januar 2024
- Ostkaribische Staaten: Nationalhelden auf der neuen Banknotenserie
Am 9. Juli 2026 gaben der Gouverneur der Ostkaribischen Zentralbank (ECCB), Timothy N. J. Antoine, sowie Mitglieder des Währungsrats in Dominica im Rahmen der Feierlichkeiten zum Wechsel des Vorsitzes im Währungsrat der ECCB offiziell neue Banknoten aus, auf denen das Bildnis der verstorbenen Königin Elisabeth II. nicht mehr zu sehen ist. Die neuen Motive würdigen Persönlichkeiten, das kulturelle Erbe und die Errungenschaften der acht Mitgliedsländer der Ostkaribischen Währungsunion (ECCU). Die ECCB wurde im Oktober 1983 gegründet, sie ist die Währungsbehörde für Anguilla, Antigua und Barbuda, das Commonwealth von Dominica, Grenada, Montserrat, St. Kitts und Nevis, St. Lucia sowie St. Vincent und die Grenadinen. „In Anerkennung der Tatsache, dass die Währung dem Volk der Ostkaribischen Währungsunion gehört, hat der Währungsrat die Öffentlichkeit über die Zentralbank dazu aufgerufen, dieses neue Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte mitzugestalten“, sagte Gouverneur Antoine zur Vorstellung der neuen Banknoten. Der ECCB-Gouverneur fuhr fort: „Die Resonanz war eindeutig und überzeugend. Die Menschen forderten, dass unsere Währung unsere eigenen Helden, Staatsgründer und Persönlichkeiten ehrt, deren Leben und Leistungen unsere Länder bereichert und unsere Region gestärkt haben.“ Der Gouverneur merkte an, dass jedes teilnehmende Mitgliedsland, geleitet von diesem Auftrag, aufgefordert wurde, eine Persönlichkeit zu nominieren, deren Leben und Vermächtnis die höchsten Ideale von Dienst am Nächsten, Führungsstärke, Gelehrsamkeit und herausragenden Leistungen widerspiegeln. Oben, l. nach r.: Die neue 5$-Banknote (Vorderseite), Kirani Z. James, Milton Cato. Unten, l. nach r.: Die neue 5$-Banknote (Rückseite), Trafalgar-Wasserfälle, Admiral's House. Auf der Vorderseite der 5-Dollars-Banknote sind rechts Milton Cato (aus St. Vincent und den Grenadinen) und links Sir Kirani Z. James (aus Grenada) abgebildet. Die Rückseite der Banknote bleibt unverändert: Oben sind die Trafalgar-Wasserfälle auf Dominica und unten das Admiral's House auf Antigua zu sehen. Robert Milton Cato (1915–1997) war ein sozialistischer Politiker aus St. Vincent, der als erster Premierminister von St. Vincent und den Grenadinen amtierte und vor der Unabhängigkeit auch die Ämter des Premiers von St. Vincent und des Ministerpräsidenten von St. Vincent innehatte. Cato war Vorsitzender der Saint Vincent Labour Party und führte das Land 1979 in die Unabhängigkeit. Sir Kirani Zeno James (geb. 1992) ist ein professioneller Sprinter aus Grenada. Er gewann den 400-Meter-Lauf bei den Weltmeisterschaften 2011 und holte die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2012 in London. Im 400-Meter-Lauf gewann James zudem die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio und eine Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio und wurde damit der erste Mann, der in der hundertjährigen Geschichte dieser Disziplin alle drei Medaillen gewann. Oben, l. nach r.: Die neue 10$-Banknote (Vorderseite), Ronald Webster, William Bramble. Unten, l. nach r.: Die neue 10$-Banknote (Rückseite), Dark View Falls, die Warspite. Auf der Vorderseite der 10-Dollars-Banknote sind rechts William Henry Bramble (aus Montserrat) und links Ronald Webster (aus Anguilla) abgebildet. Die Rückseite der Banknote wurde geändert. Die Ansicht der Admiralty Bay (auf der Insel Bequia, Grenadinen) wurde durch die Dark View Falls (Wasserfälle) auf St. Vincent ersetzt. Die „Warspite“ (ein Zweimastschoner) aus Anguilla ist weiterhin am unteren Rand abgebildet. William Henry Bramble (1901 – 1988) war ein Gewerkschaftsführer und Parteivorsitzender aus Montserrat. Als Vertreter seiner Montserrat Labour Party war er der erste Ministerpräsident des Territoriums und hatte dieses Amt von Januar 1960 bis Dezember 1970 inne. Aufgrund seines sozialen Engagements für die Armen und seines politischen Wirkens gilt Bramble allgemein als Nationalheld. James Ronald Webster (1926 – 2016) war ein Politiker aus Anguilla. Nach der Auflösung der Föderation St. Kitts, Nevis und Anguilla im Jahr 1967 war er von Februar 1976 bis Februar 1977 und erneut von Mai 1980 bis März 1984 der erste Ministerpräsident des Inselterritoriums. Oben, l. nach r.: Die neue 20$-Banknote (Vorderseite), Mary Charles, Vere Bird Sr. Unten, l. nach r.: Die neue 20$-Banknote (Rückseite), der Montserrat-Pirol, die rote Heliconia. Auf der Vorderseite der 20-Dollars-Banknote sind rechts Sir Vere C. Bird Senior (aus Antigua und Barbuda) und links Dame Mary Eugenia Charles (aus Dominica) abgebildet. Auf der Rückseite wurde das Regierungsgebäude in Montserrat durch den Montserrat-Pirol (Vogel) und die Nationalblume von Montserrat, die rote Heliconia, ersetzt. Das kleinere Bild des Regierungsgebäudes am unteren Rand wurde ebenfalls durch rote Heliconia-Blüten ersetzt. Die Muskatnusspflanze aus Grenada bleibt unverändert und ist in der Mitte abgebildet. Der holografische Folienstreifen wurde ebenfalls aktualisiert. Vere Cornwall Bird Sr. (1909 – 1999) war ein Politiker aus Antigua und der erste Premierminister von Antigua und Barbuda. Sein Sohn, Lester Bryant Bird, trat seine Nachfolge als Premierminister an. Im Jahr 1994 wurde er zum Nationalhelden erklärt. Mary Eugenia Charles (1919 – 2005) war eine Politikerin aus Dominica, die von Juli 1980 bis Juni 1995 Premierministerin von Dominica war. Als erste Rechtsanwältin in Dominica war sie die erste und bislang einzige Premierministerin des Landes. Sie war die erste Frau in Amerika, die aus eigener Kraft zur Regierungschefin gewählt wurde. Oben, l. nach r.: Die neue 50$-Banknote (Vorderseite), Dwight Venner, Robert Bradshaw. Unten, l. nach r.: Die neue 50$-Banknote (Rückseite), Brimstone Hill (2 Fotos). Auf der Vorderseite der 50-Dollars-Banknote sind rechts Sir Robert Llewellyn Bradshaw (aus St. Kitts und Nevis) und links der ehemalige Gouverneur der Eastern Caribbean Central Bank Sir K. Dwight Venner abgebildet. Auch die Rückseite wurde angepasst. Das Porträt von Sir K. Dwight Venner ist nun auf der Vorderseite der 50-Dollars-Note zu sehen. Das obere Bild des Brimstone Hill Fortress National Park (St. Kitts) wurde erweitert und zeigt nun auch eine Kanone der Festung. Brimstone Hill ist weiterhin unten abgebildet. Der holografische Folienstreifen wurde ebenfalls aktualisiert. Robert Llewellyn Bradshaw (1916–1978) war der erste Premierminister von St. Kitts und Nevis und hatte zuvor als Ministerpräsident, Abgeordneter und Gewerkschafter gewirkt. Kenneth Dwight Vincent Venner (1946–2016) war Gouverneur der Ostkaribischen Zentralbank, ein Amt, das er von Dezember 1989 bis November 2015 innehatte. Zuvor war er von November 1981 bis November 1989 als Direktor für Finanzen und Planung in der Regierung von St. Lucia tätig. Oben, l. nach r.: Die neue 100$-Banknote (Vorderseite), William Lewis, John Compton. Unten, l. nach r.: Die neue 100$-Banknote (Rückseite), der St.-Lucia-Amazon, Les Pitons. Auf der Vorderseite der 100-Dollars-Note sind rechts Sir John Compton (aus St. Lucia) und links Sir William Arthur Lewis (ebenfalls aus St. Lucia) abgebildet. Auch die Rückseite wurde angepasst. Das Bildnis von Sir William Arthur Lewis, das nun auf der Vorderseite der 100-Dollars-Note zu sehen ist, wurde durch den Nationalvogel von St. Lucia, den St.-Lucia-Amazonen, ersetzt. Das Image der Pitons von St. Lucia bleibt oben und unten erhalten. Der holografische Folienstreifen wurde ebenfalls aktualisiert. John George Melvin Compton (1925 – 2007) war ein Politiker aus St. Lucia, der nach der Unabhängigkeit im Februar 1979 der erste Premierminister des Landes wurde. Compton, der St. Lucia von 1964 bis 1979 unter britischer Herrschaft geführt hatte, war dreimal Premierminister: kurzzeitig im Jahr 1979, erneut von 1982 bis 1996 und von 2006 bis zu seinem Tod im Jahr 2007. Er war 1964 Mitbegründer der konservativen United Workers Party (UWP) und führte die Partei bis 1996, erneut von 1998 bis 2000 sowie von 2005 bis 2007. William Arthur Lewis (1915–1991) war ein Wirtschaftswissenschaftler aus St. Lucia und James-Madison-Professor für politische Ökonomie an der Princeton University. Er ist bis heute der einzige Schwarze, der 1979 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhielt, den er sich mit Theodore Schultz für ihre bahnbrechenden Forschungen zur Wirtschaftsentwicklung unter besonderer Berücksichtigung der Probleme von Entwicklungsländern teilte. Die neue Banknotenserie zeigt zudem erstmals das ECCB-Logo, umgeben von den Fahnen der ECCU. Das Logo befindet sich in der Mitte rechts auf der Vorderseite jeder Banknote, an der Stelle, an der früher das Brustbild der Königin zu sehen war. Donald Ludwig (polymernotes.com)
- Das Fürstentum Monaco im Schatten von Liktorenbündel und Hakenkreuz
Das Fürstentum Monaco ist mit 38.631 Einwohnern (Stand: 2024) und einer Fläche von 2,084 Quadratkilometern nach der Vatikanstadt der zweitkleinste Staat der Erde. Es liegt an der französischen Riviera zwischen der französischen Stadt Nizza im Westen (13 km Entfernung) und der französisch-italienischen Grenze (etwa zehn Kilometer Entfernung) im Osten. 1215 gründeten die Grafen von Genua auf dem heutigen Gebiet Monacos eine Festung, die im Jahr 1297 von der Familie Grimaldi erobert wurde. Dieses Ereignis gilt als die Geburtsstunde der noch heute regierenden Dynastie. Infolge der Napoleonischen Kriege kam Monaco unter französische Kontrolle. Auf dem Wiener Kongress 1815 wurde Monaco unter dem Schutz des Königreichs Sardinien als souveräner Staat wieder hergestellt. Durch Vertrag vom 2. Februar 1861 trat Sardinien das Monaco umgebende Gebiet mit den Städten Menton und Roquebrune an Frankreich ab. Gleichzeitig erkannte Frankreich die volle Unabhängigkeit Monacos unter der alleinigen Souveränität des Fürsten an. Mit Gründung der Spielbank Monte-Carlo 1853, der Zollunion mit Frankreich 1865 und dem Anschluss an das Eisenbahnnetz 1868 wurden die Grundlage für den mondänen Tourismus gelegt. Der Französisch-Monegassische Vertrag vom 17. Juli 1918, der in Artikel 436 des Versailler Vertrags von 1919 formell verankert ist, regelt die Beziehungen der beiden Staaten und garantiert die Unabhängigkeit Monacos.[1] Am 26. Juni 1922 trat Louis Honoré Charles Antoine Grimaldi [* 12. Juli 1870 in Baden-Baden; † 9. Mai 1949 in Monaco] die Nachfolge seines Vaters Albert I. als regierender Fürst an.[2] Trotz Monacos enger Anbindung an Frankreich betonte der Prinz in den 1930er und 1940er Jahren stets die Neutralität des Fürstentums. Das nationalsozialistische Deutschland erkannte früh die Vorteile eines unabhängigen und neutralen Monacos. 1936 besuchte der deutsche Finanzminister Hjalmar Schacht das Fürstentum. Bei einem Treffen mit dem Prinzen Louis arrangierte er die finanzielle Zusammenarbeit zwischen deutschen und monegassischen Banken. Dabei beruhten die Interessen auf Gegenseitigkeit. Monaco stärkte seine Unabhängigkeit und das Deutsche Reich erlangte einen weiteren Zugang zu internationalen Finanzmärkten. Abb. 1: Prinz Louis II. von Monaco Dieses Werk stammt aus der George Grantham Bain-Sammlung der Library of Congress. Laut der Bibliothek gibt es keine bekannten Copyright-Einschränkungen in der Verwendung dieses Werkes. Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 erklärten Frankreich und Großbritannien dem Deutschen Reich am 3. September 1939 den Krieg. An der Westfront blieb es zunächst weitgehend ruhig. Die unter dem Tarnnamen „Fall Gelb“ geplante deutsche Offensive begann am 10. Mai 1940. Bedingt durch den schnellen Vormarsch der deutschen Truppen sah sich die französische Regierung gezwungen am 22. Juni in Compiègne einen Waffenstillstandsvertrag zu schließen. Infolgedessen wurden Nordfrankreich und die Küstengebiete am Atlantik – insgesamt 60 Prozent des Landes – von deutschen Truppen besetzt. Am 2. Juli 1940 richtete sich die französische Regierung in der Stadt Vichy ein, das dadurch in gewisser Weise zur Hauptstadt der freien Zone wurde. Am Der Süden Frankreichs blieb unbesetzt. Während die französische Regierung ihren Sitz in Vichy hatte, blieb die Zentrale der Banque de France in Paris. Am 10. Juli übertrug das Parlament Marschall Pétain die vollen Machtbefugnisse. Dieser rief den „État français“ (französischen Staat) aus und begann wenig später eine Politik der Kollaboration mit den deutschen Besatzern. Das mit dem Deutschen Reich verbündete Italien hatte sich bei Ausbruch der Kämpfe als „nichtkriegführend“ bezeichnet und wartete ab, wie sich der deutsche Westfeldzug entwickelten würde. Erst als Frankreich militärisch zusammenbrach, entschied Mussolini, „noch rechtzeitig“ am 10. Juni in den Krieg einzutreten, um so Gebietsgewinne zu sichern. Die Ankunft der italienischen Truppen beunruhigte Prinz Louis II., befürchtet er doch die Annexion des Fürstentums Monaco durch Italien. Über Stellung und Zukunft Monacos herrschten zwischen Hitler und dem "Duce" heftige Meinungsverschiedenheiten. Entgegen dem Wunsch der italienischen Faschisten, die ehemalige Grafschaft Nizza zurückzugewinnen, endete die italienische Besatzungszone bei Menton, am Rande Monacos. Der Zugang zu einem neutralen Monaco war für das Deutsche Reich sehr wichtig, konnte man hier doch an ausländische Devisen gelangen, die für die Durchführung ehrgeiziger Militärprojekte und kriegsbezogener Aktivitäten notwendig waren. Mithilfe der im Fürstentum gegründeten Vorzeige-Unternehmen konnte das "Dritte Reich" Handel mit dem Rest der Welt treiben und so das Embargo der Alliierten umgehen. Als am 8. November 1942 alliierte Truppen in Marokko landeten, hatte die Vichy-Regierung zwar ca. 60.000 Soldaten, Küstenartillerie, einige Panzer und Flugzeuge sowie etwa zehn Kriegsschiffe und elf U-Boote in Marokko stationiert, aber der Marschall weigerte sich, Hitlers Forderung nach einem französischen Kriegseintritt auf deutscher Seite nachzukommen. So marschierten am 11. November deutsche und italienische Truppen in die bis dato frei französische Zone. Die Italiener besetzten den Südosten Frankreichs (Dauphiné, den größten Teil der Provence und die Provinz Nizza) sowie Monaco. Am 24. Juli 1943 kündigte der Große Faschistische Rat Benito Mussolini die Gefolgschaft und einen Tag später ließ König Viktor Emanuel III. den „Duce“ verhaften. Der neue Ministerpräsident Pietro Badoglio erklärte zwar, er wollte den Kampf loyal an der deutschen Seite fortsetzen, gleichzeitig führte er aber Geheimverhandlungen mit den Alliierten, die am 10. Juli auf Sizilien gelandet waren. Die Verhandlungen endeten am 3. September mit dem Abschluss eines Waffenstillstands zwischen Italien und den Alliierten, die an diesem Tag auf das italienische Festland übersetzten. Als Badoglio den Waffenstillstand am 8. September im Rundfunk verkünden ließ, liefen die deutschen Gegenmaßnahmen unverzüglich an: Entwaffnung und Gefangennahme der italienischen Streitkräfte in Italien, Südfrankreich und dem Balkan sowie die Besetzung Roms durch deutsche Truppen. Abb. 2: Zwei deutsche Offiziere im exotischen Garten von Monaco (Foto aufgenommen am 12. Mai 1944), Quelle: https://sudwall.superforum.fr/t1973-monaco-occupation-allemande-1943-1944 (29.04.2026). Am 9. September verließen die Italiener Monaco und die deutsche Wehrmacht rückte nach und richtete ihr Hauptquartier im Hotel de Paris ein. Prinz Louis II., der seinen Status behalten wollte, hieß die Deutschen willkommen und nutzte seine deutschen Wurzeln als verbindendes Element.[3] Für Monaco selbst existiert keine eigene deutsche Militärverwaltung; das Fürstentum wurde in die deutsche Kommandostruktur der besetzten französischen Mittelmeerküste integriert. Der verantwortliche deutsche Befehlshaber für Monaco war der für Südfrankreich zuständige General der Infanterie Rudolf Toussaint. Monaco erfuhr weiterhin eine Sonderbehandlung durch die Nationalsozialisten. Prinz Louis und die Deutschen nutzte die angebliche Neutralität für wirtschaftliche und finanzielle Transaktionen. Während des Zweiten Weltkriegs gab es in Monaco mehr als dreihundert Gesellschaften mit deutscher Beteiligung.[4] Noch im Sommer 1944 gründeten man eine Bank, um das US-amerikanische Wirtschaftsembargo zu umgehen. Aber nicht nur im finanziellen und wirtschaftlichen Bereich war die Zusammenarbeit mit den monegassischen Behörden eng, sondern auch mit der Gestapo. Bereits in der Nacht des 1. August 1942 waren laut einem Regierungsbericht etwa 90 Personen aus Monaco deportiert worden, von denen nur neun überlebten. Unter den Deportierten war auch René Blum, der Gründer des Opernhauses, der in einem Konzentrationslager starb. Staatsminister Émile Roblot argumentierte später, Deutschland habe gedroht, Monacos Sonderstellung zu beenden, wenn es nicht kooperiere. Noch während der italienischen Besatzung wurden Dr. Hellenthal zum Generalkonsul Deutschlands in Monaco und am 25. Juni 1943 ernannte Louis II. den NSDAP-Abgeordneten Dr. Bernhard Bodenstein zum Konsul Monacos in Berlin. Die alliierten Truppen landeten am 15. August 1944 in der Provence. Die 1st Airborne Task Force unter General Robert T. Frederick stieß rasch nach Norden und Osten vor. Ihr Vormarsch zwang die deutschen Einheiten an der Côte d’Azur zum Rückzug, sodass am 3. September US- und französische Truppen Monaco befreiten. Nach dem Französisch-Monégassischen Vertrag von 1918 stand Monaco unter französischem Schutz und war durch eine Währungs- und Zollunion wirtschaftlich eng an Frankreich gebunden. Der französische Franc war gesetzliches Zahlungsmittel im Fürstentum. Nur zwischen 1878 und 1904 ließen die Fürsten eigene Goldmünzen prägen. Da nach dem Ersten Weltkrieg in Frankreich ein Mangel an Kleingeld herrschte, beschloss die monegassische Regierung am 16. März 1920 die Ausgabe von Staatspapiergeld über 25 und 50 Centimes und ein Franc. Die Scheine ähneln im Stil dem französischen Notgeld der Nachkriegszeit. Zur Ausgabe gelangten zwei Serien, die sich nur in der Farbe unterscheiden. Abb. 4.1: Principavté de Monaco, 20.3.1920, 50 Centimes, Vorderseite. Abb. 4.2: Principavté de Monaco, 20.3.1920, 50 Centimes, Rückseite. Sie waren bis zum 31. Dezember 1922 gesetzliche Zahlungsmittel und wurden noch bis zum 30. April 1926 eingelöst. Von den gedruckten Nominalen im Wert von 774.500 Francs wurden nur etwa 4.000 Francs eingelöst. Es ist das einzige Papiergeld Monacos. Abb. 4.1/2: Credit Foncier de Monaco, 1924, 1 Franc, Vorder- und Rückseite. Abb. 5.1/2: Credit Foncier de Monaco, 1926, 1 Franc, Vorder- und Rückseite. Mit der Jahreszahl 1924 bzw. 1926 gab die „Credit Foncier de Monaco“ Münzen zu 50 Centimes, ein Franc und zwei Francs aus. Münzmetall (Aluminium-Bronze), Größe und Gewicht entsprechen den Münzen der französischen Handelskammern (Chambres de Commerce de France). Ansonsten machte das Fürstentum in den 1920er und 1930er Jahren kein Gebrauch vom Recht, eigene Geldzeichen zu emittieren. Dies blieb auch nach Kriegsausbruch 1939 so. Abb. 6.1/2: Monaco, o. D. (1943), 1 Franc, Vorder- und Rückseite. Abb. 7.1/2: Monaco, o. D. (1943), 2 Francs, Vorder- und Rückseite. Abb. 8.1/2: Republique Française, 1941, 1 Franc, Vorder- und Rückseite. Abb. 9.1/2: Republique Française, 1941, 2 Francs, Vorder- und Rückseite. Abb. 10.1/2: Republique Française (Vichy), 1942, 1 Franc, Vorder- und Rückseite. Abb. 11.1/2: Republique Française (Vichy), 1943, 2 Francs, Vorder- und Rückseite. Wohl um seinen Souveränitäts-Anspruch gegenüber den Besatzungsmächten zu dokumentieren, ließ Prinz Louis II. 1943 2.500.000 Münzen zu einem Franc und 1.250.000 zu zwei Francs bei der Monnaie de Paris prägen. Sie entsprechen in Material, Größe und Gewicht den damaligen französischen Münzen. Beide Münzen sind bildgleich ohne Jahreszahl. Auf der Vorderseite das gekrönte Wappen und die Wertangabe; auf der Rückseite das Kopfbildnis des Prinzen nach links blickend und der Umschrift „LOUIS II PRINCE DE MONACO“. Die Gravur stammt von L. Maubert. Erst ab 1945 ließ das Fürstentum regelmäßig Münzen in Paris prägen. Beispiele für Banknoten der Banque de France, die im Fürstentum gesetzliche Zahlungsmittel waren: Abb. 12.1: Banque de France, 5 Francs, 26. Dezember 1940, Vorderseite. Abb. Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de. Abb. 12.2: Banque de France, 5 Francs, 26. Dezember 1940, Rückseite. Abb. Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de. Abb. 13.1: Banque de France, 10 Francs, 4. Dezember 1941, Vorderseite. Abb. Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de. Abb. 13.2: Banque de France, 10 Francs, 4. Dezember 1941, Rückseite. Abb. Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de. Abb. 14.1: Banque de France, 20 Francs, 7. Dezember 1939, Vorderseite. Abb. Sammlung Schilde. Abb. 14.2: Banque de France, 20 Francs, 7. Dezember 1939, Rückseite. Abb. Sammlung Schilde. Abb. 15.1: Banque de France, 100 Francs, 9. Januar 1941, Vorderseite. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski. Abb. 15.2: Banque de France, 100 Francs, 9. Januar 1941, Rückseite. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Grabowski. Abb. 16.1: Banque de France, 1000 Francs, 11. Juni 1942, Vorderseite. Abb. Sammlung Schilde. Abb. 16.2: Banque de France, 1000 Francs, 11. Juni 1942, Rückseite. Abb. Sammlung Schilde. Auch während der italienischen und deutschen Besatzung blieb der französische Franc gesetzliches Zahlungsmittel. Weder Lire noch Reichsmark hatten in Monaco Umlaufrecht. Die Geldversorgung erfolgte durch die französischen Banken. Die Banque de France unterhielt hier aber keine eigene Zweiganstalt. Uwe Bronnert Anmerkungen [1] Im Jahr 2002 wurde der Vertrag überarbeitet und 2005 von beiden Parteien ratifiziert. [2] Sein offizieller Titel lautet lautet „Son Altesse Sérénissime le Prince Louis II“ [Seine Durchlauchtigste Hoheit Fürst Ludwig II.]. [3] Als Louis gerade zehn Jahre alt war, wurde die Ehe seines Vaters Albert I. und seiner ersten Frau Lady Mary Victoria Hamilton annulliert. So wuchs der junge Prinz überwiegend in Baden-Baden bei seiner Mutter auf. Sie stammte mütterlicherseits aus der Familie des Großherzogs von Baden. [4] Im Februar 1944 besuchte Finanzinspektor M. Montarnal im Auftrage des Vichy-Wirtschaftsministeriums das Fürstentum. Bei seiner Rückkehr schrieb er fassungslos in seinen Missionsbericht: „Die monegassische Staatskasse, die 1937 gerade erschöpft war, hatte Ende 1943 188 Millionen Francs, die sofort realisierbar waren. Weil die Ausgaben eingedämmt wurden? Ganz im Gegenteil: Sie haben sich seit 1938 verdreifacht.“ Zitiert nach „Die schwarzen Akten der Besatzung im Fürstentum Monaco, Geld und die Nazis“ (29.04.2026) Literatur: Victor Gadoury: Monnaies Françaises 1789 – 1975, Deuxième édition, Baden-Baden 1975. Owen W. Linzmeyer: The Banknote Book: Monaco, 20. May 2021. Histoire de Monaco pendant la Seconde Guerre mondiale https://fr.wikipedia.org/wiki/Histoire_de_Monaco_pendant_la_Seconde_Guerre_mondiale (18.3.2025). Invasion and occupation of Monaco during World War II https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Invasion_and_occupation_of_Monaco_during_World_War_II&oldid=1259677822. (17.3.2025) La guerre vue par les Monégasques https://lobservateurdemonaco.com/infos/societe/la-guerre-vue-par-les-monegasques/ (27.04.2026). Military history of Italy during World War II https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Military_history_of_Italy_during_World_War_II&oldid=1254704593 (18.03.2025). Monaco during World War II https://en.topwar.ru/190570-monako-vo-vremja-vtoroj-mirovoj-vojny.html (27.04.2026). Die schwarzen Akten der Besatzung im Fürstentum Monaco, Geld und die Nazis“ (29.04.2026).
- Das Notgeld aus Suttrop und Warstein von 1947 und 1948
Seit 1946 herrschte zunehmender Mangel an Kleingeld in weiten Teilen Rest-Deutschlands. Ursache war der Abfluss von Scheidemünzen nach Österreich. Am 21. Dezember 1945 wurde in Österreich die Schillig-Währung wieder eingeführt und das umlaufende deutsche Papiergeld außer Kurs gesetzt. Das deutsche Hartgeld behielt aber seine Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel, allerdings galten statt Pfennige nunmehr Groschen (z.B. 10 Pfennig gleich 10 Groschen). Der Groschen hatte eine deutlich höhere Kaufkraft und das hatte zur Folge, dass deutsche Reichspfennig-Münzen in großem Maß nach Österreich abflossen. Gleiches galt auch für das Saargebiet nachdem dort ab Mitte 1947 die Saarmark eingeführt wurde. Auch hier behielt das deutsche Münzgeld seine Gültigkeit, erlebte aber eine deutliche Aufwertung hinsichtlich seiner Kaufkraft. Daher fehlte gerade im kleinen Zahlungsverkehr überall in Deutschland das Wechselgeld. In vielen Orten wurde dem Kleingeldmangel durch Ausgabe von Notgeld begegnet. Ausgegeben wurden meist Werte in Höhe von 1, 5, 10, 20, 25 und 50 (Reichs-)Pfennig. Mit der Währungsreform im Jahr 1948 verschwand dieses Notgeld dann wieder. Viele der damaligen Ausgaben sind heute selten, aber es gibt auch Ausgaben die relativ häufig angeboten werden. Suttrop An dieser Stelle möchte ich die äußerst selten Ausgaben aus Suttrop[1] vorstellen. Die Gemeinde Suttrop lag in der Provinz Westfalen. 1946 hatte die Gemeinde rund 4.100 Einwohner und gehörte zum Kreis Lippstadt. Im Zuge einer Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen wurde Suttrop am 1. Januar 1975 nach Warstein eingemeindet. Folgende Gutscheine der Gemeinde Suttrop sind bekannt: 5 Pfennig, gültig bis 31.12.1947 (Format ca. 44 x 33 mm) 10 Pfennig, gültig bis 31.12.1947 (Format ca. 45 x 30 mm) 25 Pfennig, gültig bis 31.12.1947 (Format ca. 45 x 34 mm) Beidseitig gedruckt auf beigem Kartonpapier ohne Datum, Wasserzeichen, Kontrollnummer und Stempel. Auf fast allen Scheinen gibt es Abweichungen im Gültigkeitsdatum: Abb. 1.1: Gemeinde Suttrop, 5 Pfennig – das Gültigkeitsdatum (bis 31.12.1947) ist auf beiden Seiten gleich. Abb. 1.2/3: Gemeinde Suttrop, 10 Pfennig – das Gültigkeitsdatum (bis 31.12.1947) hat auf der Vorderseite einen Punkt nach dem Monat. Auf der Rückseite fehlt der Punkt nach dem Monat und es gibt eine Lücke zwischen dem 31. und dem Monat. Abb. 1.4: Gemeinde Suttrop, 25 Pfennig – das Gültigkeitsdatum ist gedruckt mit „31. 121947“ ohne Punkt nach dem Monat und ist auf beiden Seiten gleich. Angaben zur Höhe der ausgegebenen Stücke sowie zur Druckerei sind nicht bekannt. Die hier gezeigten Exemplare sind leicht gebraucht. Vermutlich handelt es sich um Einzelstücke. Dem Autor sind seit Jahrzehnten keine Exemplare aus Auktionen oder Verkaufsplattformen bekannt geworden. In folgenden Katalogen sind die Gemeindeausgaben teilweise katalogisiert: Dr. Arnold Keller: Das Notgeld der deutschen Währungsreform 1947/48 – Nummer 245 – Suttrop, Gemeinde: 5 Pfennig mit dem Hinweis, dass dieser Schein einmal gemeldet ist, aber nirgends vorliegt. Keller bewertet dieses Stück mit 25 DM. Michael H. Schöne: Das Papiergeld im besetzten Deutschland 1945 bis 1949 – Nummer 0611 – Suttrop, Gemeinde: 5 Pfennig mit dem gleichen Hinweis wie bei Keller. Schöne bewertet dieses Exemplar mit 120 bis 150 DM (gebraucht/kassenfrisch). Jochen Jos. Topp: Das Papiernotgeld von Westfalen 1914-1948 – Nummer 834.1 und 834.2 – Suttrop, Gemeinde: 5 Pfennig und 10 Pfennig. Topp bewertet diese Stücke mit jeweils 200 DM bis 250 DM (gebraucht/kassenfrisch). Eine aktuelle Bewertung kann aufgrund der Seltenheit nur mit „Liebhaberpreis“ festgesetzt werden. Aus Suttrop ist noch eine weitere Ausgabe bekannt. Es handelt sich um Gutscheine der Lebensmittelhandlung Eugen Schulte. Diese sollen ebenfalls 1947 ausgegeben worden sein. Folgende Gutscheine von Eugen Schulte / Lebensmittel sind bekannt: 1 Pfennig ohne Datum (Format ca. 35 x 40 mm) 5 Pfennig ohne Datum (Format ca. 35 x 40 mm) 10 Pfennig ohne Datum (Format ca. 35 x 40 mm) Abb. 2.1-3: Suttrop, Lebensmittelhandlung Eugen Schulte, Gutscheine zu 1, 5 und 10 Pfennig ohne Datum (1947). Einseitig gedruckt auf hellbraunem Kartonpapier ohne Wasserzeichen und Kontrollnummer. Alle Scheine sind mit einem violetten Rundstempel „Eugen Schulte – Suttrop“ versehen. Zur Auflagenhöhe und zum Gültigkeitszeitraum liegen keine Erkenntnisse vor. Diese Ausgaben sind in keinem der bekannten Kataloge aufgeführt. Allerdings wurden gleiche Scheine vor einigen Jahren in einer Auktion angeboten. Angaben hierzu sind dem Autor leider nicht mehr erinnerlich. Eine verlässliche Bewertung kann daher nicht vorgenommen werden. Warstein Das Amt Warstein gehörte bis zur Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen zum Kreis Arnsberg und ab dem 1. Januar 1975 zum Kreis Soest im Regierungsbezirk Arnsberg. Als touristischer Anziehungspunkt ist der Naturpark Arnsberger Wald und der Besuch einer bekannten ortsansässigen Brauerei zu nennen. 1947 und 1948 wurden ebenfalls Notgeldscheine ausgegeben. Diese werden aber nicht als Gutschein sondern als „Gebührenmarke“ bezeichnet. Folgende Ausgaben sind bekannt: 5 Reichspfennig – gültig bis 31.12.47 (Format ca. 43 x 34 mm) 10 Reichspfennig – gültig bis 31.12.47 (Format ca. 43 x 39 mm) 50 Reichspfennig – gültig bis 31.12.47 (Format ca. 44 x 48 mm) 1 Reichsmark – gültig bis 31.12.1947 (Format ca. 86 x 70 mm) Abb. 3.1.1/2: Amt Warstein, Gebührenmarke zu 5 Reichspfennig, gültig bis 31.12.47, Vorder- und Rückseite. Abb. 3.2.1/2: Amt Warstein, Gebührenmarke zu 10 Reichspfennig, gültig bis 31.12.47, Vorder- und Rückseite. Abb. 3.3.1/2: Amt Warstein, Gebührenmarke zu 50 Reichspfennig, gültig bis 31.12.47, Vorder- und Rückseite. Pfennigwerte sind rot gedruckt auf olivbraunem Kartonpapier ohne Wasserzeichen und Kontrollnummer. Vorder- und Rückseite sehen gleich aus. Eine Druckerei ist nicht angegeben. Auf der Vorderseite befindet sich jeweils ein runder violetter Amtsstempel. Abb. 3.4.1/2: Amt Warstein, Gebührenmarke zu 1 Reichsmark, gültig bis 31.12.1947, Vorder- und Rückseite. Der Schein über eine Reichsmark wurde auf grünlichem Papier gedruckt mit Press-Wasserzeichen Streifen und einer Kontrollnummer. Auch hier befindet sich ein runder violetter Amtsstempel auf der Vorderseite, aber es sind auch Exemplare ohne Stempel bekannt. Nur auf dem Schein über eine Reichsmark ist die „Druckerei Hennecke, Warstein“ angegeben. Diese Druckerei bestand vermutlich bis zum Jahr 2010. 1948 wurden folgende Gebührenmarken ausgegeben: 5 Reichspfennig – gültig bis 30.6.48 – Amtsstempel auf der Vorderseite (Format ca. 42 x 32 mm) 5 Reichspfennig – gültig bis 30.6.48 – Amtsstempel auf der Rückseite (Format ca. 42 x 32 mm) 10 Reichspfennig – gültig bis 30.6.48 – Amtsstempel auf der Rückseite (Format ca. 42 x 40 mm) 50 Reichspfennig – gültig bis 30.6.48 – Amtsstempel auf der Rückseite (Format ca. 42 x 46 mm) Abb. 3.5.1/2: Amt Warstein, Gebührenmarke zu 5 Reichspfennig, gültig bis 30.6.48, Vorder- und Rückseite. Abb. 3.6.1/2: Amt Warstein, Gebührenmarke zu 10 Reichspfennig, gültig bis 30.6.48, Vorder- und Rückseite. Abb. 3.7.1/2: Amt Warstein, Gebührenmarke zu 50 Reichspfennig, gültig bis 30.6.48, Vorder- und Rückseite. Pfennigwerte sind hellrot gedruckt auf hellbraunem Kartonpapier ohne Wasserzeichen und Kontrollnummer. Vorder- und Rückseite sehen unterschiedlich aus. Eine Druckerei ist nicht angegeben. In den bereits vorgenannten Katalogen sind die Gebührenmarken wie Folgt katalogisiert: Keller: Nummer 256a, 256b und 256c Schöne: Nummer 0621 bis 0624 Topp: Nummer 875.1 bis 875.7 Die vorgenannten Scheine aus Warstein sind aktuell über den Handel, Auktionen und Verkaufsplattformen zu moderaten Preisen zu erwerben. Thomas van Eck Anmerkungen [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Suttrop












