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- Aus privaten Sammlungen: Friedhofsgeld der Katholischen Kirchengemeinde Delmenhorst
Die deutschen Bestattungstraditionen spiegeln eine lange historische Entwicklung wider und verdeutlichen die Bedeutung gemeinschaftlicher Handlungen. Ursprünglich dienten Bestattungszeremonien nicht nur der Trauerbewältigung, also dem Umgang mit Verlust, sondern auch dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Friedhöfe wurden bereits im Mittelalter zu zentralen Stätten des Gedenkens. Bis Mitte des 20. Jahrhundert änderten sich die Gepflogenheiten bei der Bestattung in Deutschland nur wenig. Nicht nur die Hausgeburt war zu dieser Zeit eine Selbstverständlichkeit, auch das Sterben erfolgte meist zu Hause im Kreise der nächsten Familienangehörigen. Bestattungsvorbereitungen erfolgten gewöhnlich durch die Familienangehörigen. Zumindest in ländlichen Gegenden wurde der Verstorbene von diesen gewaschen und angekleidet und zu Hause im vom Schreiner gelieferten Sarg aufgebahrt. Verwandte, Freunde und Nachbarn verabschiedeten sich hier vom Verblichenen. Erst am Tag der Bestattung wurde der Leichnam im sogenannten Trauerzug zur Trauerfeier und anschließenden Erdbestattung geleitet. Eine Bestattung bedeutete auch schon damals für die Familie eine erhebliche finanzielle Belastung, lag das durchschnittliche Arbeitsentgelt aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten z. B. 1929 bei nur rund 176 RM pro Monat. Hilfsarbeiter kamen 1928 auf einen Monatsverdienst von etwa 120 bis 160 RM, Facharbeiter erhielten ca. 170 bis 220 RM, Meister ca. 220 bis 350 RM und Angestellte in mittlerer Position ca. 180 bis 300 RM. In Berlin musste man Ende der 1920er Jahre für eine einfache Erdbestattung auf kommunalen Friedhöfen mit etwa 60 bis 150 Reichsmark rechnen, bestehend aus Grabstelle, Ausheben des Grabes, Benutzung der Leichenhalle und Verwaltungsgebühren. Bürgerliche Begräbnisse mit besserem Sarg, Leichenwagen und Trauerfeier lagen häufig zwischen 150 und 400 RM. Die Leistungen vieler Arbeiter- und Beamtensterbekassen lagen typischerweise zwischen 150 und 500 RM, was ausdrücklich zur Deckung der Bestattungskosten vorgesehen war. Nach zeitgenössischen Preisverzeichnissen, Sterbekassenordnungen und kommunalen Gebührenordnungen entstanden bei einer einfachen Beerdigung die folgenden Einzelkosten: Bezieht man das Einkommen auf die Bestattungskosten, dann kostete eine einfache Beerdigung etwa 100 bis 200 RM, also ungefähr einen Monatslohn eines Facharbeiters, eine größere bürgerliche Beerdigung kostete 300 bis 500 RM, also zwei bis drei Monatslöhne. Um sich vor den erheblichen finanziellen Belastungen zu schützen, waren viele Familien Mitglied einer Sterbekasse. Möglicherweise hatten auch die Friedhofs-Gutscheine der Kath. Kirchengemeinde Delmenhorst diese Aufgabe. 1928 ließ sie einen Gutschein zu einer Reichsmark drucken. Der Text des Gutscheins lautet: „Der Gutschein wird von der Kirchenkasse in Zahlung genommen: 1. bei Kauf einer Familiengrabstätte. 2. bei Sterbefällen zur Zahlung der Begräbniskosten. 3. bei Fortzug aus der Kirchengemeinde.“ Dies lässt vermuten, dass die Gutscheine zur Bildung von Rücklagen dienten, mit der der Erwerber zu einem späteren Zeitpunkt einen Teil der Bestattungskosten bezahlen konnte. Da Informationen zu diesen Gutscheinen fehlen, könnte auch ein anderer Grund im Mittelpunkt der Überlegungen gestanden haben. Bei der Kirchengemeinde standen z. B. größere Ausgaben für den Friedhof an. Bei fehlenden Finanzmitteln wäre dann ein Bankkredit nötig gewesen oder die Gemeindemitglieder erwarben die Friedhofs-Gutscheine. Durch ihren „Kauf“ erwarb das Gemeindemitglied das Recht eine später zu erbringenden Bestattungsleistung damit bezahlen zu dürfen. Die Kirchengemeinde erhielt einen unkündbaren Kredit, wie man unschwer aus dem Text ableiten kann: „Der Gutschein gilt nur für den ersten Erwerber und dessen Erben.“ Eine Rückerstattung war nur bei Fortzug des Gemeindemitglieds vorgesehen oder bei Aufruf durch den Kirchenvorstand. Objekttyp: Gutschein Sammlung: Sammlung Bronnert Authentizität: Original Land/Region/Ort: Deutsches Reich, Oldenburg, Delmenhorst Emittent: Kirchenausschuß und Kirchenvorstand der Kath. Kirchengemeinde Delmenhorst Nominal: 1 Reichsmark Datierung: Juni 1928 Vorderseite: Schwarzer Druck auf gelben Unterdruck mit Wertbezeichnung und Muster Rückseite: Unbedruckt Material: Papier ohne Wasserzeichen Format: 145 mm x 100 mm Nummerierung: No 010062 (Auflage unbekannt) Druck: Unbekannt Zitate: D001 (Kai Lindman: Gedruckte Behelfszahlungsmittel und Wertmarken des Deutschen Reiches 1924 – 1944, Sassenburg 2018, S. 21) Uwe Bronnert Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com.
- 4. Banknotensammlertreffen in Rabenau/Sachsen am Samstag, den 23. Januar 2027
Es ist inzwischen zu einem festen Ereignis im Kalender vieler Banknotensammler geworden, um thematisch passend in das neue Sammeljahr zu starten - das mitteldeutsche Banknotensammlertreffen in Rabenau bei Dresden zu Jahresbeginn. Auch 2027 findet es wieder statt, am Samstag, den 23. Januar. Beginn ist ab 10:00 Uhr mit Tausch, Handel und Fachsimpelei. Um 16:00 Uhr steht ein Vortrag von Peter Vogelsang über die Faszination der bildlich gestalteten Banknoten des Deutschen Reichs auf dem Programm - Referent und Thema versprechen interessante Informationen und neue Einblicke. Ab 18:00 Uhr klingt das Treffen wieder mit einem geselligen Abendessen im Hotel Rabennest aus. Sammler und Händler sind wie immer willkommen. Händlertische kosten EUR 10, der Eintritt für Sammler ist frei. Teilnehmer melden sich bitte an bei Marcel Fränzel: Banknoten-fan@gmx.de Veranstaltungsort: Hotel Rabennest, Nordstraße 8, 01734 Rabenau/Sachsen (mit Übernachtungsmöglichkeit). Parkplätze vor dem Hotel. ÖPNV: S-Bahn / Zug von Dresden Hauptbahnhof bis Freital-Hainsberg, dann Bus oder Taxi. Rabenau liegt ca. 15 km südwestlich von Dresden. Dr. Sven Gerhard
- Lexikon: Nord-Gebietsregierung
Als Nord-Gebietsregierung wird die 1918 während der russischen Gegenrevolution im Bürgerkrieg entstandene Teilregierung unter dem Vorsitz des russischen Sozialrevolutionärs und erbitterten Gegners der Bolschewiki Nikolai Wassiljewitsch Tschaikowski (1851 – 1926) in Archangelsk bezeichnet. Diese gab zunächst mit 5 % verzinsliche Obligationen (Datum vom 15.08.1918 über 50 bis 10.000 Rubel) aus, die umlauffähig waren. Interessant sind die danach emittierten Scheine, die den zaristischen Rubel-Noten ähnlich waren und deshalb von Sammlern oft verwechselt werden. Sie lassen sich aber an der Kopfzeile "СБВЕРНАЯ РОССІЯ" (Nordrussland) erkennen. Nordrussland: Staatlicher Kassenschein über 10 Rubel von 1918 in der Gestaltung der Rubelnoten des Zarenreichs (RUS-S0140), Vorder- und Rückseite. Abb. www.worbes-verlag.de. Es gab Kleingeldscheine zu 10, 20, und 50 Kopeken sowie 1-, 3-, 5-, 10-, 25-, 100- und 500-Rubel-Noten, wobei die frühen Scheine den russischen Adler mit Krone zeigen, die bei den späteren Ausgaben fehlt. Die auch für den Umlauf zugelassenen Zaren-Noten sowie die der Provisorischen Regierung und die der Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik Russland wurden mit einer Perforation "ГБСО" gekennzeichnet. Es gibt zahlreiche Fälschungen dieser Perforation, die sich leider praktisch nicht von echten unterscheiden lassen (Vorsicht vor zu hohen Preisen!). Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)
- Samoas neue Gedenkbanknote für Königin Elisabeth II. im Folder
Am 10. September 2026 gab die Zentralbank von Samoa eine 100-Tālā-Banknote zum 100. Geburtstag der 2022 verstorbenen britischen Königin Elisabeth II. heraus. Darüber wurde erstmals HIER im Blog berichtet. Für die ersten 1.000 Banknoten wurde eine attraktive, dreifach gefaltete Gedenkmappe hergestellt. Diese verfügt auf der Vorderseite über ein stilisiertes, offenes Fenster, das einen Blick auf die drei Porträts der Königin auf der Vorderseite der Banknote freigibt. Öffnet man die Mappe, liest man zunächst einen Text über das Leben der Königin und darüber, warum Samoa diese historische Banknote herausgegeben hat. Öffnet man die dreifach gefaltete Mappe vollständig, kann man sich dann ausführlich über die auf der Banknote abgebildeten Motive informieren und insbesondere erfahren, warum diese sorgfältig ausgewählt wurden. Auf der Rückseite der Mappe ist die Rückseite der Banknote selbst zu sehen, und man kann die technischen Spezifikationen der Note nachlesen, die in einer limitierten Auflage von insgesamt nur 20.000 Stück herausgegeben wurde. Donald Ludwig (polymernotes.com)
- Silvio Gesells Freiwirtschaftslehre
Die Freiwirtschaftslehre unter besonderer Berücksichtigung des Freigeldes (Schwundgeldes) Die staatliche Wirtschaftspolitik ist eng mit der Frage verbunden, wie Wohlstand geschaffen, Wirtschaftskrisen vermieden und soziale Gerechtigkeit gewährleistet werden kann. Seit dem 19. Jahrhundert konkurrierten kapitalistische[1] und sozialistische[2] Wirtschaftssysteme miteinander. Daneben entstanden zahlreiche Reformkonzepte, die alternative Wege zwischen Marktfreiheit und sozialer Verantwortung suchten. Zu den bemerkenswertesten Vertretern dieser Reformbewegungen zählt der deutsch-argentinische Kaufmann, Publizist, Finanztheoretiker und Sozialreformer Silvio Gesell. Gesells Freiwirtschaftslehre nimmt innerhalb der Geschichte wirtschaftspolitischer Ideen eine Sonderstellung ein. Anders als marxistische Autoren sah er die Ursache wirtschaftlicher Krisen nicht primär in Eigentums- oder Klassenverhältnissen. Zugleich lehnte er die Vorstellung ab, dass freie Märkte allein zu einer gerechten und stabilen Wirtschaftsordnung führen würden. Nach seiner Auffassung beruhte die Krisenanfälligkeit moderner Volkswirtschaften auf grundlegenden Fehlentwicklungen der Geld- und Bodenordnung. Die Institutionen des Geldes und des Grundeigentums ermöglichen seiner Ansicht nach die Entstehung leistungsloser Einkommen, die regelmäßig zu Arbeitslosigkeit, Unterkonsumtion und sozialen Ungleichheiten führen. Johann Silvio Gesell wurde am 17. März 1862 als siebtes von neun Kindern der Eheleute Ernst und Mathilde Gesell, geb. Talbot, in Sankt Vith geboren, das damals zur Rheinprovinz im Königreich Preußen gehörte. Nach einer kaufmännischen Ausbildung zog es ihn 1887 nach Argentinien, wo er als Unternehmer erfolgreich tätig war. Die heftigen Krisen, die Argentinien im 19. Jahrhundert erschütterten, prägten sein Denken nachhaltig. Besonders beschäftigte ihn die Frage, warum der Warenabsatz schrumpfen kann und Investitionen ausbleiben, obwohl ausreichende Produktionskapazitäten und Ressourcen an Arbeitskräften und Rohstoffen vorhanden sind. Er sah die Ursachen dafür im Geldwesen. Im Laufe seiner publizistischen Tätigkeit entwickelte er eine umfassende Theorie wirtschaftlicher Reformen, die er 1916 in seinem Hauptwerk „Die natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“ darlegte. Dieses Werk wurde zum Fundament der Freiwirtschaftsbewegung und bildet bis heute die zentrale Quelle für die Interpretation seiner Lehre.[3] Abb. 1.1: Silvio Gesell, 1895. Abb. Wikipedia, restauriert mit KI. Abb. 1.2: Titelseite seines Hauptwerkes. Abb. des Autors. Gesells Theorie wird häufig als Versuch gesehen, einen „dritten Weg“ zwischen Kapitalismus und Sozialismus zu finden. Diese Einordnung ist insofern zutreffend, als er sowohl die kapitalistische als auch die sozialistische Wirtschaftsordnung grundlegend kritisierte. Am Kapitalismus beanstandete er insbesondere die Möglichkeit, Einkommen aus Eigentum zu erzielen, ohne selbst produktiv tätig zu sein. Zins- und Renteneinkommen erschienen ihm als Ausdruck struktureller Privilegien, die den Wettbewerb verzerrten und gesellschaftliche Ungleichheiten verstärkten. Gleichzeitig wandte er sich gegen sozialistische Forderungen nach einer zentralen Planung der Wirtschaft. Märkte betrachtete er grundsätzlich als effiziente Informations- und Koordinationsmechanismen. Wettbewerb und unternehmerische Initiative sollten daher erhalten bleiben. Die eigentliche Reformaufgabe bestand für ihn nicht in der Abschaffung des Marktes, sondern in der Veränderung jener institutionellen Rahmenbedingungen, die seiner Ansicht nach Krisen und Ungleichheiten verursachten. Der ordnungspolitische Kern seiner Theorie besteht folglich darin, den Markt von Einflüssen der Geldhortung und Bodenrente zu befreien. Dabei sind „Freigeld“ und „Freiland“ die zentralen Elemente seiner Freiwirtschaftslehre. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist die besondere Stellung des Geldes innerhalb einer Volkswirtschaft. Gesell argumentierte, dass nahezu alle Güter einem natürlichen Wertverlust unterliegen. Lebensmittel verderben, Maschinen verschleißen und Gebäude altern. Geld hingegen besitze den Vorteil, über lange Zeiträume nahezu verlustfrei aufbewahrt werden zu können. Dies verleiht den Geldbesitzern eine strukturelle Machtposition. Während Produzenten ihre Waren verkaufen müssen, können Geldhalter den Austauschprozess unterbrechen und auf günstigere Marktbedingungen warten. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten werde Geld daher gehortet, wodurch die Nachfrage sinke und Investitionen zurückgestellt würden. Diese Prozesse betrachtete Gesell als wesentliche Ursache von Wirtschaftskrisen und Arbeitslosigkeit. Zur Überwindung dieses Problems entwickelte er die Idee eines umlaufgesicherten Geldes, das er Freigeld nannte. Es soll regelmäßig an Wert verlieren, sofern es nicht ausgegeben oder investiert wird. Technisch stellte sich Gesell dies so vor. In festen Zeitabständen muss der Geldbesitzer eine Gebühr entrichtet, damit der Geldwert erhalten bleibt. Geld würde damit Lagerkosten verursachen und sich wie andere Wirtschaftsgüter verhalten. Er erwartete, dass dies die Geldhortung verringert, die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erhöht und damit die Nachfrage stabilisiert. Dadurch würden Konjunkturschwankungen abgeschwächt und Vollbeschäftigung begünstigt. Eng mit seiner Geldtheorie verbunden ist die Erklärung des Zinses. Nach seiner Auffassung beruht der Zins wesentlich auf dem Liquiditätsvorteil des Geldes. Da Geldhalter die Möglichkeit besitzen, ihre Mittel zurückzuhalten, müssen Kapitalnachfrager einen Preis zahlen, um Zugang zu diesen Mitteln zu erhalten. Diesen Preis nennt Gesell Urzins. Durch die Einführung eines umlaufgesicherten Geldes würde dieser strukturelle Vorteil weitgehend verschwinden. Geldbesitzer hätten dann ein Interesse daran, ihre Mittel möglichst rasch in Umlauf zu bringen. Gesell nahm an, dass das Kreditangebot dadurch steigen und die Zinssätze langfristig gegen null tendieren würden. Er übersah dabei, dass sich der Zins in der Regel durch ein Zusammenwirken von Zeitpräferenzen, Risikoabwägungen, Kapitalproduktivität und Inflationserwartungen bildet. Neben dem Geldwesen betrachtete Gesell die Bodenordnung als zweite zentrale Ursache gesellschaftlicher Ungleichheit. Seine Kritik knüpfte an ältere Reformtraditionen an, insbesondere an die Ideen des US-amerikanischen Ökonomen Henry George. Gesell argumentierte, dass Boden grundsätzlich anders behandelt werden müsse als gewöhnliche Produktionsgüter. Während Maschinen oder Gebäude durch menschliche Arbeit geschaffen werden, existiert Boden unabhängig von menschlicher Leistung. Sein Wert steigt häufig aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen wie Bevölkerungswachstum, Urbanisierung oder Infrastrukturinvestitionen. Die daraus entstehenden Bodenwertsteigerungen betrachtete Gesell als leistungsloses Einkommen. Wer über Grundbesitz verfügt, könne wirtschaftliche Vorteile erzielen, ohne selbst zusätzliche produktive Leistungen zu erbringen. Dies widerspreche seinem Ideal einer Wirtschaftsordnung, in der Einkommen primär aus Arbeit und Unternehmertum hervorgehen sollten. Als Gegenmodell entwickelte er das Konzept des Freilandes. Grund und Boden sollten in öffentliches Eigentum überführt und lediglich zur Nutzung verpachtet werden. Die entstehenden Bodenrenten würden dadurch der Allgemeinheit zufließen. Gesell erwartete hiervon eine Verringerung der Bodenspekulation sowie einen gerechteren Zugang zu Wohn- und Wirtschaftsflächen. Seine Überlegungen beeinflussten verschiedene Reformbewegungen des 20. Jahrhunderts und werden bis heute in Debatten über Geldpolitik, Bodenwertbesteuerung und alternative Währungssysteme diskutiert. Dabei nimmt das Freigeld eine besondere Stellung ein. dass nun genauer betrachtet werden soll. Silvio Gesell selbst beschreibt es so:[4] Erklärung des Freigeldes 1. Das Freigeld wird in Zetteln von 1-5-10-50-100-1000 Mark ausgegeben. – Außer diesen festen Zetteln werden Kleingeldzettel auf farbigem Muster ausgegeben, die ähnlich wie die Briefmarkenbogen eingerichtet sind und dazu dienen, durch Abreißen der nötigen Felder jeden Einzelbetrag bis Mk. 1,- zu zahlen; sie ersetzen also das frühere Kleingeld von 1-2-5-10 und 50 Pfg. (Gleichzeitig dienen diese Kleingeldabrisse dazu, die Zahlkraft der festen Geldzettel durch Ueberkleben der fälligen Wochenfelder auf dem Laufenden zu erhalten [siehe unter 2.]) Die bei den öffentlichen Kassen eingehenden Kleingeldabrisse werden nicht mehr in Verkehr gebracht, sondern immer wieder durch neue Zettel ersetzt. 2. Das Freigeld verliert wöchentlich ein Tausendstel (1‰) an Zahlkraft und zwar auf Kosten der Inhaber. Durch Aufkleben von Abrissen des erwähnten Kleingeldes hat der Inhaber die Zahlkraft der Zettel immer zu vervollständigen. So ist z. B. auf dem farbigen Muster die Note zu Mk. 100 durch Aufkleben solcher Abrisse bis zum 10. August vervollständigt. Der Empfänger dieser Note, der sich natürlich solchen Schaden entziehen will, sucht nun das Geld immer so schnell wie möglich weiterzugeben; denn erhält er es aus Bequemlichkeit bei sich, etwa bis zum 10. September, so muß er schon 5x10=50 Pfennig nachzahlen, indem er von seinem Kleingeld 5x10 Pfennig abreißt und auf die Hundertmarknote aufklebt. So steht der Geldumlauf unter Druck, der es bewirkt, daß jeder immer gleich bar bezahlt, seine Schulden tilgt und etwa dann noch verbleibenden Geldüberschuß mit derselben Eile zur Sparkasse trägt, die ihrerseits auch wieder danach trachten muß, Abnehmer für die Spareinlage heranzulocken, wenn nötig, durch Herabsetzung des Zinsfußes. 3. Am Ende des Jahres werden alle Geldscheine gegen neue umgetauscht. 4. Zweck des Freigeldes. Vor allem soll die Uebermacht des Geldes gebrochen werden. Diese Uebermacht ist restlos darauf zurückzuführen, daß das herkömmliche Geld den Waren gegenüber den Vorzug der Unverwüstlichkeit hat. Während unsere Arbeitserzeugnisse bedeutende Lager- und Wartekosten verursachen, die ihren allmählichen Zerfall nur verlangsamen, aber nicht verhindern können, ist der Besitz von Geld durch die Natur des Geldstoffes (Edelmetall) frei von jedem solchen Verlust. Der Geldbesitzer (Kapitalist) hat darum im Handel immer Zeit; er kann warten, während die Warenbesitzer es immer eilig haben. Zerschlagen sich also die um den Preis geführten Verhandlungen, so trifft der Schaden, der daraus erwächst, immer einseitig den Warenbesitzer, letzten Endes also den Arbeiter. Diesen Umstand benützt der Kapitalist, um den Druck auf den Warenbesitzer (Arbeiter) auszuüben, also um diesen zu veranlassen, seine Arbeitserzeugnisse (Arbeitskraft) unter Preis zu verkaufen. 5. Eine Einlösung des Papiergeldes von seiten des Währungsamtes findet nicht statt. Wozu denn auch? Geld wird man ja immer brauchen; darum ist auch keine Einlösungspflicht vorgesehen. Jedoch ist das Währungsamt verpflichtet, die Geldausgabe derart den Marktverhältnissen anzupassen, daß die Warenpreise im Durchschnitt fest bleiben. Das Währungsamt setzt mehr Geld in Umlauf, wenn die Warenpreise abwärts neigen, und zieht Geld ein, wenn die Warenpreise aufwärts streben, denn die Preise hängen ausschließlich von der Menge des angebotenen Geldes ab. Dafür aber, daß das vom Währungsamt in Umlauf gesetzte Geld auch sofort gegen Waren angeboten wird, sorgt die Natur diese Freigeldes. Das Währungsamt wird also nicht wie bisher schlafen und schicksalsgläubig faul die Währung des Landesgeldes vom rätselhaften sogenannten inneren Wert des Goldes erwarten, zum Vorteil des Schwindels, der Glücksritter und der Wucherer, sondern zielbewußt mit starker Hand eingreifen und den ehrlichen Handel gegen alle Fährnisse schirmen. 6. Unter Berücksichtigung der großen Bedeutung des Außenhandels wäre zur Herbeiführung fester Wechselkurse eine zwischenstaatliche Verständigung zu erstreben. Solange eine solche jedoch nicht erzielt ist, hat man die Wahl zu treffen, ob die Geldverwaltung die Festigkeit der Inlandspreise oder die der Wechselkurse zum Maßstab der Geldausgabe machen soll. 7. Der Umtausch des Metallgeldes gegen dieses Freigeld soll ein völlig freiwilliger bleiben. Wer sich also nicht vom Gold trennen kann, mag es behalten, doch verliert das Gold, genau wie es bereits mit dem Silber geschah, das freie Prägerecht, und die Münzen verlieren die Eigenschaft eines gesetzlichen Zahlungsmittels. Nach Ablauf der Umtauschfrist werden die Münzen an allen Staatskassen und vor Gericht zurückgewiesen. 8. Für Zahlungen ins Ausland bediene man sich wie bisher der Wechsel, die die Banken und Kaufleute als Erlös für die ins Ausland gelieferte und vom Ausland bezogene Waren feilhalten. Für kleinere Beträge bedient man sich in gewohnter Weise der Postanweisung. 9. Wer Landeserzeugnisse für die Ausfuhr erwerben will und dazu nur über Gold verfügt, also keine Einfuhrwechsel hat auftreiben können, dem wird das Gold vom Währungsamt abgekauft werden. Wer umgekehrt für die Einfuhr ausländischer Waren Gold braucht und keine Ausfuhrwechsel auftreiben kann, dem verkauft das Währungsamt das benötigte Gold. Der Preis dieses Goldes wird davon abhängen, wie man die im Absatz 6 offengelassene Frage beantwortet. 10. Durch den Kursverlust von 5,2 % jährlich dürfte die umlaufende Geldmasse um jährlich 200 – 300 Millionen abnehmen. Damit aber durchaus kein Geldmangel entsteht, muß das Währungsamt diese Millionen immer durch neu herzustellendes Geld jährlich ersetzen. Dies bedeutet für das Amt also eine regelmäßige Einnahme. 11. Bei dieser Einnahme der Geldverwaltung handelt es sich um eine unbeabsichtigte Nebenwirkung der Geldreform von verhältnismäßig ganz untergeordneter Bedeutung. Ueber die Verwendung dieser Summe sind besondere gesetzliche Bestimmungen zu treffen. Abb. 2.1: Muster des Freigeldes, Abb. des Autors. Abb. 2.2: Muster des Freigeldes, Abb. des Autors. Gesells Reformforderungen wurden im deutschsprachigen Raum vor allem in den 1920er Jahren von der Freiwirtschaftsbewegung – oft mit F.F.F. (Freigeld, Freiland, Festwährung) – propagiert, deren Wurzeln jedoch weiter zurückliegen. 1909 schloss sich der gelernte Tischler Georg Blumenthal (1872–1929) dem damals kleinen Kreis der "Gesellianer" an und gründete den Verein für physiokratische Politik, dem Gesell von Südamerika aus beitrat. Bereits im folgenden Jahr erfolgte die Gründung des Physiokratischen Verlags, in dem im Mai 1912 die erste Ausgabe der Zeitschrift „Der Physiokrat“ erschien, die im März 1916 der Kriegszensur zum Opfer fiel. Ein weiter Multiplikator der Gesell'schen Lehre war der ehemalige römisch-katholische Landpfarrer und Damaschke[5]-Anhänger Paulus Klüpfel (1876–1918). Er begegnete 1914 zunächst Blumenthal und dann Gesell, für den er bald als Privatsekretär arbeitete. Bereits ein Jahr später gründete Klüpfel den Freiland-Freigeld-Bund mit Sitz in Berlin-Steglitz. Im selben Jahr wurde eine Parallelorganisation mit gleichem Namen in der Schweiz vom Arzt und Mathematiker Theophil Christen (1873–1920) sowie dem Reformpädagoge und Psychoanalytiker Ernst Schneider (1878–1957) gegründet. Am 14. September 1919 schlossen sich in Arnstadt (Thüringen) der "Freiland-Freigeld-Bund" und der "Helmut Haackes Bund für Freiwirtschaft" zum "Deutschen Freiland-Freigeld-Bund" (DFFB) zusammen, dem sich im Mai 1921 weite Teile Blumenthalschen Physiokraten anschlossen. Der neue Name dieser Einheitsorganisation lautete "Freiwirtschaftsbund". Um die Idee des Freigeldes größeren Bevölkerungsgruppen bekannt zu machen, setzte die Freiwirtschaftsbewegung auf Flugschriften und Flugblätter in Form von Geldscheinen. Abb. 3.1: 100 Mark, 1922, doppelseitiges Flugblatt, Außenseiten. Abb. des Autors. Abb. 3.2: 100 Mark, 1922, doppelseitiges Flugblatt, Innenseiten. Größe: 250 x 176 mm. Abb. des Autors. Abb. 4.1: 50 Mark, 1. Januar 1922, Flugblatt, Vorderseite. Abb. des Autors. Abb. 4.2: 50 Mark, 1. Januar 1922, Flugblatt, Rückseite. Größe: 157 x 100 mm. Abb. des Autors. Abb. 5.1: 1000 Mark, 1. Januar 1922, Flugblatt, Vorderseite. Abb. des Autors. Abb. 5.2: 1000 Mark, 1. Januar 1922, Flugblatt, Rückseite. Größe 196 x 104 mm. Abb. des Autors. Abb. 6.1: 50 Mark, 1. Januar 1922, Flugblatt, Vorderseite. Abb. des Autors. Abb. 6.2: 50 Mark, 1. Januar 1922, Flugblatt, Innenseite links. Abb. des Autors. Abb. 6.3: 50 Mark, 1. Januar 1922, Flugblatt, Innenseite rechts. Abb. des Autors. Abb. 6.4: 50 Mark, 1. Januar 1922, Flugblatt, Rückseite. Größe: 187 x 130 mm. Abb. des Autors. Abb. 7.1: 100 Mark, 1. Januar 1922, Flugblatt, Vorderseite. Abb. des Autors. Abb. 7.2: 100 Mark, 1. Januar 1922, Flugblatt, Rückseite. Größe: 205 x 105 mm. Abb. des Autors. Abb. 8.1: 50 Mark, 1. Januar 1923, Flugblatt, Vorderseite. Abb. des Autors. Abb. 8.2: 50 Mark, 1. Januar 1923, Flugblatt, Innenseite links. Abb. des Autors. Abb. 8.3: 50 Mark, 1. Januar 1923, Flugblatt, Innenseite rechts. Abb. des Autors. Abb. 8.4: 50 Mark, 1. Januar 1923, Flugblatt, Rückseite. Größe: 164 x 120 mm. Abb. des Autors. Abb. 8.5: Angeklebter Aufnahmeantrag beim Freiwirtschaftsbund, Ortsgruppe Dortmund. Abb. des Autors. Abb. 9: 50 Mark, 1. Januar 1923, Flugblatt, Vorderseite in anderer Farbe. Größe: 164 x 120 mm. Abb. des Autors. Abb. 10.1: 10 Mark, 10. Dezember 1931, Flugblatt, Vorderseite. Abb. des Autors. Abb. 10.2: 10 Mark, 10. Dezember 1931, Flugblatt, Rückseite. Größe: 180 x 86 mm. Abb. des Autors. Abb. 11.1: 50 Mark, 1933, Flugblatt, Vorderseite. Abb. des Autors. Abb. 11.2: 50 Mark, 1933, Flugblatt, Rückseite. Größe: 144 x 113 mm. Abb. des Autors. Abb. 12.1: 100 Mark, 1. Januar 1933, Flugblatt, Vorderseite[6]. Abb. des Autors. Abb. 12.2: 100 Mark, 1. Januar 1933, Flugblatt, Rückseite. Größe: 178 x 78 mm. Abb. des Autors. Anm.: In gleicher Zeichnung gibt es ein Flugblatt, das auf den 1. Januar 1940 datiert. Hier fehlt die Unterschrift von Blumenthal. Abb. 13.1: 100 Mark, 1. Januar 1944, Flugblatt, Vorderseite. Abb. des Autors. Abb. 13.2: 100 Mark, 1. Januar 1944, Flugblatt, Rückseite. Größe: 144 x 88 mm. Abb. des Autors. Abb. 14.1: Flugblatt auf einer 1000-Mark-Reichsbanknote vom 15. September 1922, Vorderseite. Abb. des Autors (restauriert). Abb. 14.2: Flugblatt auf einer 1000-Mark-Reichsbanknote vom 15. September 1922, Rückseite. Abb. des Autors (restauriert). Abb. 15: Achtseitiges Flugblatt des Schweizerischen Freiland- und Freigeldbundes. Größe: 215 x 140 mm. Abb. des Autors. Zwar emittierte die Flensburger Goldmarkgesellschaft m.b.H. unter dem Datum vom 30. September 1923 einen Notgeldschein über eine Goldmark, aber er blieb eine Kuriosität innerhalb der Goldgeld-Ausgaben des sog. wertbeständigen Notgelds am Ende der Hyperinflation. Am rechten Rand dieses Scheins ist „ein Aufgeld, damit dieser Schein 1 Goldmark gilt“ für Daten vom 3. Oktober bis 31. Dezember 1923 in Pfennigen aufgeführt und daneben die Umkehrung „Sonst gilt der Schein nur …“ mit datenmäßiger Festlegung des Schwundes bis zu einem Wert von 86 Pfennig am 31. Dezember 1923. Um den Schwund ausgleichen zu können und wieder auf den vollen Betrag zu kommen, war die Ausgabe von Scheinen zu einem Goldpfennig und einem Goldgroschen nötig. Abb. 16: Flensburger Goldmarkgesellschaft m.b.H., 30. September 1923, 1 Goldmark, Vorderseite, Rückseite unbedruckt. Quelle: Kai Lindman, Schwundgeld in Deutschland. Freigeld – Freiland – Freiwirtschaft 1916 – 1952, Gifhorn 2011, S. 22. Abb. 17.1: Flensburger Goldmarkgesellschaft m.b.H., o. D., 1 Goldpfennig, Vorderseite. Abb. des Autors. Abb. 17.2: Flensburger Goldmarkgesellschaft m.b.H., o. D., 1 Goldpfennig, Rückseite mit zweizeiligen Stempelaufdruck: ZUM OFFIZIELLEN KURS DER / DEUTSCHEN GOLDANLEIHE. Abb. des Autors. Abb. 18: Flensburger Goldmarkgesellschaft m.b.H., o. D., 1 Goldgroschen, Vorderseite. Goldpfennig und Goldgroschen mit und ohne Stempelaufdruck. Abb. des Autors. Der Text auf dem Wert zu einem Goldpfennig [Goldgroschen] lautet: „Gegen diesen Zettel zahlen wir an Herrn Karl Polenske Berlin oder dessen Order den Betrag von 1/400 Dollar (1/4 cts) [1/40 Dollar (2 ½ cts)] in deutschem Gelde zum Dollarschatzkurse, wenn er als Ergänzung zu 10 oder 1 Goldmark vorgelegt wird, andernfalls nur die Hälfte [1/50 Dollar (2 cts)]. Der Zettel kann vom 1.1.1924 zur Vorlage aufgerufen werden.“ Die Scheine wurden ab 5. Oktober 1923 in Umlauf gesetzt. Sie dürften keine große Bedeutung im Zahlungsverkehr gehabt haben, zumal sie schon bald beschlagnahmt wurden, da sie nicht den Vorschriften entsprachen. Auf Anfrage vom 22. Januar 1922 teilte der Emittent zwei Tage später der Finanzabteilung des Magistrats der Stadt Flensburg Folgendes mit:[7] Bleibt noch anzumerken, dass diese Goldmark-Scheine die erste Schwundgeld-Ausgabe überhaupt war. Silvio Gesell erlebte eine erfolgreiche Umsetzung seiner Freigeld-Idee nicht mehr. Er starb am 11. März 1930 an einer Lungenentzündung in Oranienburg, wo er einige Tage später im kleinen Kreis auf dem Stadtfriedhof beigesetzt wurde. Die moderne Volkswirtschaftslehre betrachtet die Freiwirtschaftslehre überwiegend kritisch.[8] Empirisch konnte bislang nicht nachgewiesen werden, dass Geldhortung allein die zentrale Ursache wirtschaftlicher Krisen darstellt. Gegenwärtige Konjunkturtheorien berücksichtigen zahlreiche weitere Faktoren, darunter technologische Innovationen, Finanzmarktentwicklungen, Erwartungen und staatliche Rahmenbedingungen. Zudem bestehen praktische Einwände gegen ein dauerhaft wertminderndes Geldsystem. In offenen Volkswirtschaften könnten Wirtschaftssubjekte auf alternative Währungen oder Anlageformen ausweichen. Auch die Frage, ob eine Umlaufsicherung tatsächlich zu dauerhaft höherer Beschäftigung führen würde, bleibt ungeklärt. Gleichzeitig sollte die Freiwirtschaftslehre nicht vorschnell als historische Kuriosität abgetan werden. Viele von Gesells Fragestellungen besitzen weiterhin Aktualität. Die Diskussion über Vermögenskonzentration, steigende Bodenpreise, Finanzspekulation und die gesellschaftliche Funktion des Geldes berührt Themen, die bereits im Zentrum seiner Analysen standen. Insbesondere die Debatten über Negativzinsen nach der Finanzkrise von 2008 sowie über digitale Zentralbankwährungen zeigen, dass Fragen nach der Steuerung des Geldumlaufs auch im 21. Jahrhundert von erheblicher Bedeutung sind. Uwe Bronnert Anmerkungen [1] Der Kapitalismus beruht auf der Idee, dass Wirtschaftswachstum und Wohlstand durch die Freiheit des Marktes, unabhängige Unternehmen und individuelle Entscheidungen erreicht werden können. Im kapitalistischen Wirtschaftssystem gibt es private Eigentumsrechte an Produktionsmitteln und Waren, die dem freien Markt angeboten werden. Die Preise für diese Waren und Dienstleistungen werden durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Merkmale des kapitalistischen Wirtschaftssystems: Privateigentum an Produktionsmitteln und Waren Freier Marktmechanismus Wettbewerbsorientierung Gewinne und Verluste sind individuell [2] Das sozialistische Wirtschaftssystem beruht auf der Vorstellung, dass die Produktion und Verteilung von Gütern und Dienstleistungen am besten von der Gemeinschaft kontrolliert werden sollten, um soziale Gerechtigkeit und Gleichheit zu erreichen. Im Unterschied zum Kapitalismus besteht im sozialistischen Wirtschaftssystem kein privates Eigentum an Produktionsmitteln und Waren. Die Waren und Dienstleistungen werden staatlich kontrolliert und die Preise festgesetzt. Merkmale des sozialistischen Wirtschaftssystems: Staatliche Kontrolle der Produktion und Verteilung von Waren Gemeinwohl-Orientierung Gleichheit und soziale Gerechtigkeit Planwirtschaft [3] Gesell, Silvio: Die natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld, 6. Auflage, Berlin und Bern 1924. [4] Ebenda, S. 239 ff. [5] Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke (* 24. November 1865 in Berlin; † 30. Juli 1935 ebenda) war Lehrer und eine führende Persönlichkeit der Bodenreform in Deutschland. [6] Siehe hierzu Bronnert, Uwe: Das Geld der Zukunft, Beschlagnahmen – Einziehen – Verbieten, Geldscheine-online.com 13/2021. [7] Angaben nach Bakowsky, Herbert: Das Notgeld der Stadt Flensburg 1914-1923, Band 49 der Schriftenreihe „Die Münze“, Berlin 1975, S. 32. [8] Der britische Ökonomen John Maynard Keynes nannte Gesell in seinem Werk „General Theory of Employment, Interest and Money“ einen originellen und unterschätzten Denker, dessen Analyse der Geldhaltung wichtige Einsichten enthalte.
- Vorbericht Emporium Hamburg: Auktion 113 „Banknoten & Notgeld“ vom 26. bis 27.11.2026
Emporium Hamburg lädt auch in diesem Jahr zur doppelten Herbstauktion ein: Auktion 112 „Münzen & Medaillen“ läuft vom 23. bis 26. November 2026. Auktion 113 „Banknoten & Notgeld“ beginnt in diesem Jahr aufgrund des umfangreichen Angebots schon am Donnerstagnachmittag und läuft vom 26. bis 27. November 2026. Auktion 113 „Banknoten & Notgeld“ Die Banknotenauktion beginnt am Donnerstag mit dem Bereich Ausland. Am Freitag folgen die Banknoten aus Altdeutschland, den Deutschen Landen ab 1800, die Kategorie Notgeld sowie die Historischen Wertpapiere. Die Kategorie Ausland beinhaltet ein besonders umfangreiches Lot, das allerdings den Rahmen einer Fotographie sprengen würde: Los 5 versammelt nicht weniger als ca. 1030 Stück, darunter 870 Scheine belgischen Notgelds, in einer großen schönen Sammlung mit vielen vollständigen Serien. Zusätzlich enthalten sind ca. 160 Notgeldscheine aus Frankreich mit meist guter Erhaltung. Wir empfehlen daher unbedingt eine Besichtigung des Lots vor Ort im Störtebeker-Haus. Aus dem historischen Bereich der Auslandsausgaben sind Los 66 (Polen, 1 Talar 1810) und Los 161 (Lübeck, 20 Thaler 1865) hervorzuheben: Hier erhält man einen Blick in die frühe Entwicklung des Papiergeldes vor dem Aufkommen moderner nationaler Banknotensysteme. Hier geht es direkt zur Auktion 113 – Banknoten & Notgeld! Einige Beispiele aus der Auktion: Los 66 Polen, Herzogtum Warschau. 1 Talar 1. Dezember 1810. Erhaltung: III-IV. Schätzpreis: 1.500,00 € Los 161 Lübeck. 20 Thaler 1. Juli 1865 (1866). Erhaltung: I. Schätzpreis: 400,00 € Das Titelstück der diesjährigen Banknotenauktion verbindet deutsche Nachkriegsgeschichte mit amerikanischen Einflüssen: 50 Mark „Liberty“ von 1948 (Los 299). Entworfen und gedruckt in den USA, genauer in der Tudor Press in Boston, weist der Schein deutliche Anklänge an die US-amerikanische Banknotengestaltung seiner Zeit auf. Los 299 Noten der Bank Deutscher Länder. 50 Deutsche Mark o.D. (1948-1949) "Liberty". Erhaltung: extrem selten, I. Schätzpreis: 9.000,00 € Nicht weniger Aufmerksamkeit gilt erneut den Ausgaben der Deutschen Auslandsbanken in China. Die Lose 471–474 umfassen jeweils 1 Dollar beziehungsweise 10 Tael, sämtlich aus dem Jahr 1907. Vergleichbare Exemplare dieser fachgerecht restaurierten Scheine riefen bereits in vergangenen Auktionen großes Interesse unter Sammlern hervor. Los 471 Deutsch-Asiatische Bank, 1907-1918. 1 Dollar 1.3.1907, Tsingtau. Erhaltung: perforiert „DRUCKPROBE“, sehr selten, restauriert. Schätzpreis: 2.000,00 € Los 474 Deutsch-Asiatische Bank, 1907-1918. 10 Tael 1.3.1907, Tientsin. Erhaltung: perforiert „DRUCKPROBE“, sehr selten, restauriert. Schätzpreis: 2.000,00 € Zwei umfangreiche Spezialbereiche setzen die Sammlungsschwerpunkte des Katalogs. Die Sammlung der Zinskupons bayerischer Staatsanleihen von 1918 (Lose 492–510) dokumentiert eine ungewöhnliche Form des Notgeldes. Am 20. November 1918, wenige Tage nach dem Ende der bayerischen Monarchie, erklärte die Regierung des Volksstaates Bayern sämtliche bis zum 1. April 1919 fälligen Zinskupons bayerischer Staatsanleihen vorübergehend zu gesetzlichem Notgeld. Damit reagierte sie auf den akuten Mangel an Kleingeld und anderen Zahlungsmitteln in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Los 492 Zinskupons bayerischer Staatsanleihen. Königlich Bayerisches Allgemeines Anlehen. 8,75 Mark 1.3.1919. Erhaltung: selten, I. Schätzpreis: 300,00 € Der Mangel an gesetzlichen Zahlungsmitteln führte auch in Schlesien zur Ausgabe zahlreicher Notgeldscheine durch Städte, Gemeinden und Unternehmen (Sammlung Schlesischen Notgelds, Lose 577–931). Zwischen 1919 und 1923 entstand eine außergewöhnliche Vielfalt an Ausgaben, die neben ihrer wirtschaftlichen Funktion mit minimalistischem Aufdruck auch teils durch aufwendige Gestaltung, regionale Motive, Wappen und Stadtansichten auffallen. Auch in dieser Kategorie laden zahlreiche Lots zur vorherigen Besichtigung im Störtebeker-Haus ein! Los 607 Breslau. J. Kemna, Eisengießerei und Maschinenfabrik, 1, 2, 5 und 10 Mark, 21. November 1922. Erhaltung: 4 Stk., I (3x), II. Schätzpreis: 1.000,00 € Los 716 Hirschberg. Neudeutsche Bundespfalz, 5, 10 und 15 Mark. Serienscheine. Erhaltung: 3 Stk., je I. Schätzpreis: 350,00 € Los 733 Knurow. 1, 2 und 5 Mark 3. Mai 1922. Serienscheine. Erhaltung: 3 Stk., je I. Schätzpreis: 50,00 € Los 888 Magistrat Sprottau. Lot 13 Scheine, alle selten. 50.000 bis 50 Milliarden Mark 1923. Erhaltung: 13 Stk., meist gute Erhaltung. Schätzpreis: 800,00 € Hier geht es direkt zur Auktion 113 – Banknoten & Notgeld! Die Auktionen 112 und 113 finden vom 23. bis 27. November 2026 statt und werden live online über Auctionmobility übertragen. Die Vorbesichtigung der Auktionsware ist ab dem 12. Oktober 2026 nach vorheriger Terminabsprache im Störtebeker-Haus möglich. Weitere Informationen sowie ausgewählte Video-Highlights finden Sie unter www.emporium-hamburg.com! Emporium Hamburg Süderstraße 288 20537 Hamburg Tel.: + 49 (0) 40 25799 137 www.emporium-hamburg.com numis@emporium-hamburg.com
- Nachbericht zum 19. Mecklenburgischen Münztag in Wismar
Der 19. Mecklenburgische Münztag fand wieder im Rathaus von Wismar am Markt statt. Die übergroße Münze am Eingang weist Besuchern den Weg. Abseits von Trubel und Geschäftigkeit großer Münzbörsen, ruhig und bodenständig - eben wie es Mecklenburger Art ist - veranstalten die Münzfreunde Wismar seit vielen Jahren den Mecklenburgischen Münztag in Wismar als Münzbörse. Er fand dieses Jahr am Sonntag, den 11. Oktober wieder im Bürgerschaftsaal des historischen Rathauses zu Wismar direkt am Marktplatz statt. Zirka 15 Händler waren vertreten und boten für den kleinen und größeren Geldbeutel Münzen, Banknoten und Notgeld an. Sammler konnten fündig werden und neue Stücke für ihre Sammlungen erwerben. Sogar ein bisher unedierter Roggenschein der Landhilfe Grimmen von 1923 wurde entdeckt. Vieles hatten die Wismarer Münzfreunde wieder richtig gemacht – ein stilvoller Veranstaltungsaal, die zentrale Lage im historischen Stadtkern, freier Eintritt, Parkplätze vor der Tür und eine gute Beschilderung lockten bei schönem Herbstwetter neben dem festen Sammlerpublikum zahlreiche Neugierige an, so dass die Börse bis in den Nachmittag gut besucht war. Auch war die Veranstaltung rechtzeitig in der lokalen Presse und im Veranstaltungskalender der Stadt bekanntgegeben worden. So kam es auch, dass mancher Verkaufswillige seinen Weg in den Bürgerschaftssaal fand. An den zufriedenen Gesichtern auf beiden Seiten des Händlertisches erkannte man, dass hier zwei Parteien ein gutes Geschäft gemacht hatten. Ein ständiges Kommen und Gehen während des Tages im Bürgerschaftsaal Wismar als alte Hansestadt und seine denkmalgerecht sanierte Altstadt, die seit 2002 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, luden nach der Börse zu einem Spaziergang ein. Lohnend ist eine Fahrt mit dem gläsernen Fahrstuhl auf den Turm der St.-Georgen-Kirche in 35 Meter Höhe, von dem man einen beeindruckenden Blick auf Stadt, Hafen und Ostsee hat. Der nächste Mecklenburgische Münztag findet voraussichtlich im Oktober 2027 statt. Nähere Informationen bei Reinhardsieg@aol.com und auf der Webseite des Vereins der Münzfreunde Wismar https://münzfreunde-wismar.de/. Dr. Sven Gerhard Abb. Fotos des Autors
- Aus privaten Sammlungen: Falsche Banknote zu 100 Mark der Preussischen Haupt-Bank von 1876!
Die hier vorgestellte Fälschung gibt Rätsel auf. Es handelt sich um eine nachgemachte Banknote der Preußischen Haupt-Bank zu 100 Mark aus den 1870er Jahren. Während die echte Banknote auf den 1. Mai 1874 datiert ist, irritiert die vorliegende Fälschung mit dem Datum 4. Januar 1876. Warum hat der Fälscher (oder die Fälscherin) ein von der echten Banknote abweichendes Datum gewählt? Noch dazu den 4. Januar 1876, als die Preußische Bank bereits nicht mehr existierte? Denn am 1. Januar 1876 war sie in die Deutsche Reichsbank umgewandelt worden.[1] Weitere Fehler fallen auf, so lautet die Nominalangabe in den Feldern oben links und rechts auf der Vorderseite bei dem Falsifikat schlicht „100 Mark“, beim Original dagegen „100 Mark 100“. Abweichungen sind auch beim Stil der Buchstaben und bei den Randverzierungen erkennbar. Die Fälschung weist auf Vorder- und Rückseite handschriftliche Vermerke auf und zeigt deutliche Gebrauchsspuren (einschließlich hinterklebter Knickfalte), so als ob sie eine Zeitlang umgelaufen wäre. Man sollte annehmen, dass eine so hochwertige Banknote sorgfältig auf Echtheit geprüft wurde, bevor sie den Besitzer wechselte. Das durchschnittliche jährliche Arbeitseinkommen in Industrie und Handwerk lag in den 1870er Jahren zwischen 500 und 700 Mark, also bei etwa 50 Mark monatlich.[2] Ein Hundertmarkschein entsprach demnach etwa zwei Monatseinkommen. Auch wenn sich der Fälscher viel Mühe gemacht hat und die Handzeichnung einigen Aufwand und Ausdauer erforderte, sollte der Schein bei näherer Betrachtung eigentlich schnell als Fälschung aufgefallen sein. Wie lange mag der Fälscher an seinem "Produkt" gearbeitet haben? Bei einem Fälscherprozess im westfälischen Hamm im Jahr 1834 gab der Beschuldigte an, für die Anfertigung einer gefälschten preußischen Kassenanweisung mit einem Nennwert von einem Thaler (Federzeichnung) anderthalb bis zwei Tage benötigt zu haben.[3] An dem Zeitaufwand gemessen war die Fälschung einer 100-Marknote aufgrund des hohen Nominalwertes ein lukratives Geschäft – solange das Falsifikat nicht auffiel und der Fälscher nicht erwischt wurde. Objekttyp: Preussische Banknote (zeitgenössische Fälschung) Sammlung: Sammlung Hensengerth Authentizität: Original Land/Region/Ort: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Berlin Emittent: Preussische Haupt-Bank Nominal: 100 Mark Datierung: 4. Januar 1876! Vorderseite: Links Wappen mit Schildhaltern, rechts: Borussia im Lorbeer-Eichenlaubkranz. Rückseite: Zwei Putten, einen Kranz mit Wertangabe haltend. Material: Papier Format: 158 mm x 101 mm (entspricht der Original-Banknote) Nummerierung: No. 509754 c. (Serie c ist bislang nicht katalogisiert) Druck: Private Fälschung. Zitate: Zu G/K 314 (Grabowski/Kranz: Das Papiergeld der altdeutschen Staaten, 1. Auflage 2020) Zu A 255 (Pick/Rixen: Papiergeld-Spezialkatalog Deutschland, 3. Auflage 1998) Zu S454 (Standard Catalog of World Paper Money, Vol. I – Specialized Issues) Dr. Bernd Sprenger Anmerkungen [1] Die neugegründete Deutsche Reichsbank in Berlin übernahm am 1. Januar 1876 die Aktiva und Passiva der Preußischen Bank. [2] Vgl. Walther G. Hoffmann: Das Wachstum der Deutschen Wirtschaft seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, Berlin – Heidelberg – New York 1965, S. 468 f. [3] Jens Heckl: Falsche Kassenanweisungen in Unna. Ermittlungen und Rechtsprechung zu einem westfälischen Präzedenzfall aus dem Jahr 1834, in: Nummi Docent! Festschrift für Peter Ilisch zum 65. Geburtstag am 28. April 2012, Osnabrück 2012, S. 351-362, hier S. 358. Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com. Literaturempfehlung: Grabowski/Kranz. Das Papiergeld der altdeutschen Staaten Geldscheine der Staaten auf dem Gebiet des 1871 gegründeten Deutschen Reichs von den Anfängen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts 1. Auflage 2020 Battenberg Verlag ISBN: 978-3-86646-188-8 Format 17 x 24 cm 344, durchgehend farbig Preis: 49,90 Euro Zur Leseprobe Bestellung über den Verlags-Shop
- Neue Weltbanknoten-Varianten: Oktober 2026, Teil 1
Indonesien, Jordanien, Nepal, Oman, Südsudan, Ungarn, Westafrikanische Staaten (Guinea-Bissau) BNB = The Banknote Book (von Owen W. Linzmayer) SCWPM = Standard Catalog of World Paper Money (eingestellt) Indonesien 50.000 Rupiah von 2025 BNB B622d: wie BNB B622c (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuem Jahr. Jordanien 10 Dinars von 2025 BNB B237b: wie BNB B237a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Al-Shibli/Al-Sharkas) und neuem Jahr. Nepal 50 Rupees von 2025 BNB B290c: wie BNB B290b (SCWPM 79), aber mit neuer Unterschrift (Poudel), neuem Jahr und neuer Druckerei (China Bank Note Printing and Minting Corporation). Oman 1/2 Rial, neue Auflage BNB B239b: wie BNB B239a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuem Unterschriftstitel („Vorsitzender des Rates der Gouverneure“ geändert auf „Vorstandsvorsitzender“ im Arabischen). Südsudan 1000 Pounds von 2025 BNB B121b: wie BNB B121a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Garang/Athian) und neuem Jahr. Ungarn 20.000 Forint von 2026 BNB B592j: wie BNB B592i (SCWPM 207), aber mit neuen Unterschriften (Banai/Varga/Kurali) und neuem Jahr. Westafrikanische Staaten (Guinea-Bissau) 500 Francs CFA von 2026 BNB B120Sp: wie BNB B120So (SCWPM 919S), aber mit neuem Jahr (20)26 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Buchstabe S = Guinea-Bissau. Donald Ludwig (polymernotes.com) (Abb. Owen W. Linzmayer, The Banknote Book)
- Auktionshaus Christoph Gärtner: 66. Auktion 12. - 16. Oktober 2026, Nachbericht Banknoten
Seltene Banknoten und außergewöhnliche Sammlungen stark gefragt Die Banknotenauktion im Rahmen der 66. Auktion am 13. Oktober 2026 stieß auf großes Interesse bei Sammlern aus dem In- und Ausland. Besonders erfreulich war die enorme Nachfrage nach der Sammlung des Weltenbummlers Gunter W. Holtorf, die zu 99 % unmittelbar verkauft werden konnte. Die beeindruckende Welt-Banknotensammlung stammt aus dem Nachlass Holtorfs, der auf seinen Reisen durch 215 Länder und Territorien Banknoten zusammentrug. Sie ist damit nicht nur eine außergewöhnliche Sammlung, sondern zugleich ein eindrucksvolles Zeugnis seiner bewegten Lebensreise. Hier geht es zum Nachverkauf – Banknoten Zahlreiche Lose erzielten deutliche Steigerungen gegenüber ihren Ausrufen. Ein Spitzenresultat erreichte Los 1533, eine Banknote über 1.000 Francs aus Belgisch-Kongo aus dem Jahr 1920. Bei einem Ausruf von 5.000 Euro fiel der Zuschlag erst bei 16.500 Euro. Auch eine 20-Shillings-Banknote aus Ostafrika von 1921 (Los 1615) sorgte für eine besondere Überraschung: Das Exemplar mit der begehrten Kontrollnummer 1 wurde von 1.000 auf 14.500 Euro gesteigert. Großes Interesse galt auch Banknoten aus dem Nahen Osten. Eine umfangreiche Sammlung von mehr als 110 überwiegend unterschiedlichen Banknoten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (Los 2263) erzielte 7.500 Euro bei einem Ausruf von 3.000 Euro. Ein Satz von sechs SPECIMEN-Banknoten aus Kuwait (Los 2131) steigerte sich von 500 auf 4.600 Euro. Auch europäische Banknoten überzeugten mit bemerkenswerten Ergebnissen. Eine 500-Latu-Banknote aus Lettland aus dem Jahr 2008 (Los 2140) erreichte bei einem Ausruf von 700 Euro einen Zuschlag von 2.700 Euro. Bemerkenswert ist dabei, dass die Banknote noch bis zur Einführung des Euro in Lettland im Jahr 2014 als Zahlungsmittel verwendet werden konnte. Ihr damaliger Gegenwert lag bei rund 700 Euro. Der Zuschlag zeigt, wie stark die Nachfrage nach gesuchten Banknoten ihren Marktwert beeinflussen kann. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei den Banknoten der Slowakei. Eine Sammlung mit 19 verschiedenen Ausgaben vom Slovenský štát bis zu modernen Korun-Noten (Los 1783) erzielte bei einem Ausruf von 250 Euro einen Zuschlag von 1.200 Euro. Dies zeigt, dass selbst vergleichsweise moderne Ausgaben bei Sammlern auf große Resonanz stoßen können. Weitere beachtliche Ergebnisse gab es bei Banknoten aus Deutschland und Nordeuropa. Eine Ersatznote über 500 Deutsche Mark der Bank deutscher Länder aus dem Jahr 1960 mit dem Buchstaben Y (Los 2352) stieg von 350 auf 1.600 Euro. Eine Sammlung von Banknoten der Färöer-Inseln mit fünf verschiedenen Nennwerten von 50 bis 1.000 Kronur (Los 2079) erzielte bei einem Ausruf von 200 Euro einen Zuschlag von 1.000 Euro. Dass Seltenheit und Verfügbarkeit entscheidende Faktoren sind, zeigte auch Los 1601 aus der Tschechoslowakei. Obwohl die Banknote mehrfach gefaltet war, stieg der Ausruf von 200 auf 600 Euro. Besonders seltene Ausgaben sind in bankfrischer Erhaltung kaum am Markt zu finden. Entsprechend sind Sammler mitunter bereit, auch bei stärker gebrauchten Exemplaren höhere Preise zu zahlen, wenn diese eine gesuchte Ergänzung ihrer Sammlung darstellen. Die Auktion war sowohl im Saal als auch online von reger Beteiligung geprägt. Mehr als 80 Sammler verfolgten die Versteigerung online und gaben ihre Gebote ab. Auch Interessenten aus dem hohen Norden und dem Ausland reisten eigens zur Besichtigung und persönlichen Teilnahme an. Dank unserer umfangreichen Adressdatenbank konnten potenzielle Interessenten bereits Wochen vor der Auktion gezielt auf ausgewählte Stücke und Sammlungen aufmerksam gemacht werden. Die große Resonanz und die zahlreichen Gebotseingänge machten deutlich, wie lebendig der internationale Banknoten-Sammlermarkt ist. Besonders erfreulich war zudem das große Interesse an sorgfältig aufgebauten Sammlungen, die wir vielfach bewusst als geschlossene Einheiten angeboten haben. Die Ergebnisse bestätigen, dass neben seltenen Einzelnoten auch thematisch und systematisch zusammengestellte Sammlungen bei Sammlern gefragt sind. Nicht zugeschlagene Lose sind weiterhin im Nachverkauf erhältlich. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter Auktionen-Gaertner.de. Hier geht es zum Nachverkauf – Banknoten Wir bedanken uns herzlich bei allen Einlieferern und Bietern für das entgegengebrachte Vertrauen und die rege Teilnahme. Nutzen Sie bereits jetzt die Gelegenheit, hochwertige Banknoten, Sammlungen oder Nachlässe für unsere 67. Auktion vom 15. bis 19. Februar 2027 einzuliefern. Gerne beraten wir Sie persönlich, kompetent und unverbindlich. Kontaktieren Sie uns unter info@auktionen-gaertner.de oder über unser Kontaktformular.
- Tempelhofer Münzenhaus: Vorschau auf die Auktion 175 vom 11. - 13.11.2026 – Papiergeld
Die als ONLINE-Auktion durchgeführte 175. Auktion des Tempelhofer Münzenhauses beinhaltet über 2.000 Positionen Münzen, Medaillen und Papiergeld. Wir ermöglichen unseren Kunden dass ONLINE-LIVE-BIETEN unter www.tempelhofer-muenzenhaus.de Die Registrierung ist ab sofort möglich. Selbstverständlich ist auch schriftliches und telefonisches bieten möglich. Die Besichtigung der Auktionsware findet ab 27. Oktober nach telefonischer Voranmeldung statt. Bei moderaten Schätzpreisen ist für jeden Geldbeutel etwas zu finden. Der Katalog beginnt mit 60 Positionen Habsburger/Österreich-Ungarn gefolgt von 270 deutschen Münzen und Medaillen vor 1871, von Anhalt bis Württemberg. Im Anschluss über 240 thematische Medaillen und Plaketten sowie 80 Orden, Ehrenzeichen, Militaria. Gefolgt von deutschen Kleinmünzen und Silbermünzen des Kaiserreichs, Weimarer Republik, Kolonien und Danzig sowie Bundesrepublik Deutschland. Unter den 80 Positionen DDR-Münzen finden sich zahlreiche Proben, 10 Mark 1978 Weltraumflug in Silber; 20 Mark Martin Luther Materialprobe; 20 Mark Karl Marx Motivprobe; 5 Mark 40 Jahre Befreiung Motivprobe, 5 Mark Postwesen Motivprobe. Der Auslandsteil beinhaltet 480 Lose von A bis Z. Moderne chinesische Münzen sind wieder reichhaltig vertreten. Darunter zahlreiche 5 Unzen Silberpandas. Seltene tschechische Gedenkmünzen in polierter Platte. In der Abteilung Meißner Porzellannotmünzen/-medaillen(400 Positionen) wird der 1. Teil der zur Zeit bedeutendsten Sammlung von Porzellanmünzen versteigert. Darunter zahlreiche Unikate aus den Sammlungen Scheuch bzw. Dr. Klausch. Eine Fundgrube für den Heimatsammler. Papiergeld In der Papiergeld-Abteilung (300 Lose) werden Reichsbanknoten, Notgeld und ausländische Geldscheine versteigert. Darunter eine kleine Serien von Banknoten altdeutscher Staaten sowie Notgeld der besonderen Art. Zum Papiergeld in der Auktion: https://www.tempelhofer-muenzenhaus.de/category/175-auktion/papiergeld-175/ Zum Papier-Notgeld in der Auktion: https://www.tempelhofer-muenzenhaus.de/category/175-auktion/papiergeld-notgeld-175/ Einige Beispiele aus dem Papiergeld-Teil: Altdeutsche Staaten und Länderbanknoten Bayern 500 Milliarden Mark (Roter Überdruck auf 100 Millionen Mark 1.12.1923) 1.8.1923. Ros. BAY-21. Losnummer: 1912 Erhaltung: Fast kassenfrisch Schätzpreis: 250,00 € Altdeutsche Staaten und Länderbanknoten Sachsen Churfürstlich-Sächsische Cassen-Billets 1772-1804. 1 Reichs-Thaler 6.5.1772. Litt. A. No 7521. Grabowski/Kranz 440. Pick/Rixen A 374. Losnummer: 1915 Erhaltung: Äusserst stark gebraucht, Hälften geklebt Schätzpreis: 250,00 € Altdeutsche Staaten und Länderbanknoten Sachsen Churfürstlich-Sächsische Cassen-Billets 1772-1804. 2 Reichs-Thaler 6.5.1772. Litt. B. No 104334. Grabowski/Kranz 441. Pick/Rixen A 375. Losnummer: 1916 Erhaltung: Äusserst stark gebraucht, Hälften geklebt Schätzpreis: 250,00 € Altdeutsche Staaten und Länderbanknoten Sachsen Churfürstlich-Sächsische Cassen-Billets 1772-1804. 1 Reichs-Thaler 2.1.1804. Litt. A. No 1496581. Grabowski/Kranz 446 g. Pick/Rixen A 380. Losnummer: 1917 Erhaltung: Extrem stark gebraucht, Rückseite verklebt Schätzpreis: 50,00 € Altdeutsche Staaten und Länderbanknoten Sachsen Königlich-Sächsische Cassen-Billets 1818-1867. 50 Thaler 6.9.1855. Litt. E. No. 17259. Grabowski/Kranz 461. Pick/Rixen A 395.. Losnummer: 1921 Erhaltung: Einrisse an den Knickfalten, stärker gebraucht Schätzpreis: 500,00 € Altdeutsche Staaten und Länderbanknoten Sachsen Leipziger Bank. Bankkassenscheine. 20 Thaler 15.7.1845. Litt. A. No. 19001. Rückseitig zwei handschriftliche Notizen. Grabowski/Kranz 495. Pick/Rixen A 420. Losnummer: 1925 Erhaltung: Stärker gebraucht Schätzpreis: 250,00 € Altdeutsche Staaten und Länderbanknoten Sachsen-Gotha Herzogl. Sachsen-Gothaische Cassen-Anweisungen 1847-1860. 1 Thaler 12.7.1860. Lit. T. No. 234816. Grabowski/Kranz 632. Pick/Rixen A 450. Losnummer: 1938 Erhaltung: Rückseitig geklebt, Einrisse, Loch, stark gebraucht Schätzpreis: 150,00 € Altdeutsche Staaten und Länderbanknoten Sachsen-Weimar-Eisenach Weimarische Bank 1854-1874. 20 Thaler 4.2.1854. Lit. E. No. 02464. Beidseitig kreuzentwertet, vorne 6 x handschriftlicher Vermerk „Cassiert“ und zusätzliche „Tintenwellen“ rückseitig. Grabowski/Kranz 646. Pick/Rixen A 464. Losnummer: 1941 Erhaltung: Knickfalten, sonst leicht gebraucht Schätzpreis: 500,00 € Altdeutsche Staaten und Länderbanknoten Schaumburg-Lippe Controll-Commission der fürstl. Lippischen Kassen-Anweisungen. 10 Thaler-Courant 2.1.1857. Ser. XXV. No. 2540110. Grabowski/Kranz 516. Pick/Rixen A 468. Losnummer: 1942 Erhaltung: Kleine Fehlstellen oben, Loch, Klebespuren, stark gebraucht Schätzpreis: 200,00 € Altdeutsche Staaten und Länderbanknoten Schleswig-Holstein Königliches Finanz-Kollegium. Anweisungen auf den Schatzkammer-Fond. 2 Reichsthaler 24 Schilling 9.1.1807. Grabowski/Kranz 531. Pick/Rixen A 479. Losnummer: 1943 Erhaltung: Kleine Einrisse am Rand und an den Knickfalten, kleine Fehlstelle im Schein, s Schätzpreis: 300,00 € Altdeutsche Staaten und Länderbanknoten Schleswig-Holstein Königliches Finanz-Kollegium. Anweisungen auf den Schatzkammer-Abtragsfond. 2 Reichsthaler 24 Schilling 8.4.1808. Runder Prägestempel. Grabowski/Kranz 533 a. Pick/Rixen A 471 a. Losnummer: 1944 Erhaltung: Leicht gebraucht, sauber Schätzpreis: 300,00 € Altdeutsche Staaten und Länderbanknoten Schleswig-Holstein Königliches Finanz-Kollegium. Anweisungen auf den Schatzkammer-Abtragsfond. 2 Reichsthaler 24 Schilling 8.4.1808. Achteckiger Prägestempel. Grabowski/Kranz 533 b. Pick/Rixen A 471 b. Losnummer: 1945 Erhaltung: Flecken, Einrisse, Löcher, stark gebraucht Schätzpreis: 300,00 € Altdeutsche Staaten und Länderbanknoten Schleswig-Holstein Sr. Königl. Majestät Ministerium für die Herzogtümer Holstein und Lauenburg, Kopenhagen, 1854. 5 Reichstaler 1.9.1854. Grabowski/Kranz 544. Pick/Rixen A 494. Losnummer: 1947 Erhaltung: Einrisse und kleine Löcher, stark gebraucht Schätzpreis: 500,00 € Altdeutsche Staaten und Länderbanknoten Thüringen Reuß, jüngere Linie. Kommission für die Verwaltung der Staatsschulden 1849-1870. 1 Thaler 4.7.1870. Grabowski/Kranz 613. Pick/Rixen A 367. Losnummer: 1952 Erhaltung: Knickfalten, teilweise dort Einrisse, stärker gebraucht Schätzpreis: 150,00 € Alliierte Besetzung LOT. von 43 Scheinen. 1/2 Mark 1944 bis 50 Mark 1948. Ros. AMB-1 a(2), 2 a(2), 2 c, 2 d, 3 a(2), 3 c, 3 d(2), 4 a, 4 d(2), 5 a(2), 5 c, 5 d(2), 6 d(2), 7 a(2), 7 c(2), 7 d(3). Ros. WBZ-1, 2(2), 3, 4(2), 6, 7, 13 a(2), 13 b, 14 a(2), 16 a, 19 a. Losnummer: 1967 Erhaltung: Stärker gebraucht bis gebraucht Schätzpreis: 250,00 € Bundesrepublik Deutschland 10 Deutsche Mark. 22.8.1949. Mit blauem Aufdruck SPECIMEN und KN 000000000, Lochentwertung. (Originalmuster ABNC). Ros. BRD-4 M 1. 4er Druckbogen, mit Druckvermerk F13877. Bleistiftvermerk : NOV 8, 1957. Die KN 000000000 jeweils nach oben rechts verschoben. Literaturnummer: 258 M Losnummer: 1972 Erhaltung: Knicke sonst ungebraucht Schätzpreis: 250,00 € Bundesrepublik Deutschland 20 Deutsche Mark. 22.8.1949. Mit blauem Aufdruck SPECIMEN und KN 000000000, Lochentwertung. (Originalmuster ABNC). Ros. BRD-5 M 1. 4er Druckbogen mit Druckvermerk F13878. Seitlich mit rotem Aufdruck „20“. KN 000000000″ jeweils nach rechts oben verschoben. Literaturnummer: 260 M Losnummer: 1974 Erhaltung: Knicke sonst ungebraucht Schätzpreis: 300,00 € Notgeld der besonderen Art Bielefelder Stoffgeld 500 Mark 21.10.1922. Seide, weiß. Druckprobe. Kompletter Bogen aus Vorder- und Rückseite. Grab. P. 53.1 c. Losnummer: 2052 Erhaltung: Mittelfalte, seitlich „ausgefranst“, mit Farbvermerken, ungebraucht Schätzpreis: 500,00 € Brandenburg Berlin Berliner-Sport-Club. 5 Mark o. D. Bausteine zu einem Sportplatz. Serie A bis K. G/M 82.1. LOT. 10 Scheine. Kompletter Satz, Nr.7705. Losnummer: 2115 Erhaltung: 1x stockfleckig, 1x mit Knickspuren, sonst kaum gebraucht Schätzpreis: 400,00 € Zum Papiergeld in der Auktion: https://www.tempelhofer-muenzenhaus.de/category/175-auktion/papiergeld-175/ Zum Papier-Notgeld in der Auktion: https://www.tempelhofer-muenzenhaus.de/category/175-auktion/papiergeld-notgeld-175/ Den kostenlosen Auktionskatalog können Sie ab sofort unter der Service-Telefonnummer: 030/626 33 59, per FAX 030/625 77 30 oder per email tmh.senger@t-online.de anfordern. Den gesamten Auktionskatalog finden Sie unter www.tempelhofer-muenzenhaus.de Tempelhofer Münzenhaus Matthias Senger Bacharacher Straße 39 12099 Berlin Telefon: 030/626 33 59 Telefax: 030/625 77 30 email : tmh.senger@t-online.de www.tempelhofer-muenzenhaus.de
- Lexikon: Nennwert
Der Nennwert oder auch Nominalwert ist die bei Geldscheinen aufgedruckte bzw. bei Münzen aufgeprägte Wertangabe (Wertzahl und Währungsangabe), die vom tatsächlichen Wert (Kurswert) abweichen kann. Deutsches Reich ("Weimarer Republik"), Deutsche Reichsbank: Reichsbanknoten mit dem Nennwert "Hundert Mark" vom 1. November 1920, Vorderseite. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. Belgien, Königreich, Banque Nationale de Belgique / Nationale Bank van Belgie: Banknote mit zwei Nennwert-Angaben in Französisch "500 Francs" und Niederländisch "100 Belgas" vom 5. Februar 1943. Abb. Archiv für Geld- und Zeitgeschichte. Bei mehrsprachigen Ländern kamen und kommen auch Angaben zum Nennwert in mehreren Sprachen und Währungsbezeichnungen vor. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung)












