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- Geldscheinporträts: Demokrit – Der Alleskönner der Antike
Reihe zu Porträts bedeutender Persönlichkeiten auf Geldscheinen. Geburtsname: Demokrit von Abdera Zur Person: Philosoph und Universalgelehrter Nationalität: Griechisch Lebensdaten: 460 – 370 v. u. Z. Geburtsort: Abdera (Thrakien) Sterbeort: Unbekannt Heiterer Demokrit, Gemälde von Charles-Antoine Coypel (1694–1752), Öl auf Leinwand, 1746, Abb. Wikimedia Commons. Die Philosophie als der Versuch des Menschen, die Rätsel seines Daseins zu lösen, ist älter als alle geschriebenen Zeugnisse, die wir darüber besitzen. Unsere Kenntnis reicht rund 3000 Jahre zurück. Einführungswerke zur Philosophiegeschichte beginnen meist um 600 v. u. Z. mit den sogenannten „Vorsokratikern“, den griechischen Philosophen vor Sokrates – zu denen auch Demokrit von Abdera gezählt wird. Wie bei allen frühgriechischen Philosophen sind von Demokrits umfangreichem Werk nur kümmerliche Fragmente und indirekte Überlieferungen erhalten. Auch zu seinem Leben gibt es wenige gesicherte Daten. Fest steht, dass Demokrit um 460 v. u. Z. in Abdera in Thrakien geboren wurde. Sein Vater war reich, das Erbe ermöglichte Demokrit ausgedehnte Bildungsreisen. Sein bedeutungsvollster Lehrer war Leukippos, dessen Atomlehre er deutlich ausbaute. Sie beruht auf der Vorstellung, dass Materie aus kleinsten, nicht teilbaren Teilchen besteht – den Atomen. Aus den Atomen fügen sich laut Demokrit im leeren Raum alle Dinge zusammen. Diese Vorgänge folgen natürlichen Gesetzmäßigkeiten. Alle Dinge unterscheiden sich nur in der Zahl und Anordnung ihrer Atome. Eigenschaften wie Farbe oder Geschmack verortete Demokrit nicht in den Dingen selbst, sondern in unserer subjektiven Sinneswahrnehmung. Die Annahme, dass es jenseits der Materie ein Seelenprinzip gäbe, verwarf Demokrit. Auch die Seele sei ein Aggregat aus den glattesten und feinsten Atomen. Der Atomismus beschäftigte über Jahrhunderte einige der namhaftesten Denker; noch im 17. Jahrhundert bekannten sich Galileo Galilei und Isaac Newton zur atomistischen Materieauffassung, Karl Marx promovierte zur demokritischen Naturphilosophie. Demokrit betätigte sich neben der Atomistik auch auf zahlreichen anderen Gebieten. Er verfasste Schriften zu Medizin, Logik, Mathematik, Astronomie, Botanik und Zoologie. Aristoteles bescheinigte ihm, dass er den Eindruck habe, Demokrit habe sich über alles seine Gedanken gemacht. GRE P196b, 100-Drachmen-Banknote, Griechische Nationalbank, 1967. Vorderseite: links Statue von Demokrit, rechts Atommodell und das Gebäude des nationalen Zentrums für wissenschaftliche Forschung „Demokritos“. GRE P196b, 100-Drachmen-Banknote, Griechische Nationalbank, 1967. Rückseite: Akademie von Athen. Auch aus den ethischen Schriften Demokrits sind einige Fragmente überliefert. Er stützt sich dabei auf herkömmliche griechische Lebensweisheiten. Vor allem seine Überlegungen zur Euthymie (etwa: gute Laune, Heiterkeit) sind bekannt. Seinen Beinamen „der lachende Philosoph“ hat Demokrit wohl diesen Fragmenten zu verdanken. Die Euthymie ist Demokrit zufolge Resultat des Maßhaltens und einer gleichmäßigen Lebensweise. Das Zuwenig und das Zuviel versetzen die Seele in Unruhe: „Wenn einer das rechte Maß überschreitet, kann ihm das Erfreulichste zum Unerfreulichen werden.“. Eine Haltung, die wie die Atomlehre kaum an Aktualität eingebüßt hat. Auch nach über zwei Jahrtausenden. Elias Heindl Literatur/Quellen: Christof Rapp: Vorsokratiker. München: C.H.Beck, 1997. Hans Joachim Störig: Kleine Weltgeschichte der Philosophie. Frankfurt am Main: Fischer, 1999. Rudolf Löbl: Demokrit. Texte zu seiner Philosophie. Amsterdam: Rodopi, 1989.
- Alfons Mucha – Die weniger bekannte Seite des Meisters des Jugendstils
Wer war Alfons Mucha? Er war Künstler, d.h. Maler, Grafiker und Designer. Sein unverwechselbarer Jugendstil-Flair kennzeichnet seine Arbeiten. Schöne Frauen in neoklassizistischen Kleidern – poetisch umrahmt von floralen Motiven – waren sein Markenzeichen. Sie setzten Maßstäbe und fanden in allen Bereichen Nachahmung. Sein Hauptwerk zeigt ihn auch als glühenden Anhänger der slawischen Idee. Als 1918 die tschechoslowakische Republik ausgerufen wurde, war er einer der Ersten, die sich in den Dienst des neuen Staates stellten. Abb. 1: Alfons Mucha in seinem Pariser Studio um 1899, Abb. Wikimedia Commons. Restauriert mit KI. Abb. 2.1: Werbenote der „Státní tiskárna cenin, s. p.“, o. D., Vorderseite mit dem Brustbild Alfons Muchas. Abb. 2.2: Werbenote der „Státní tiskárna cenin, s. p.“, o. D., Rückseite. Alfons Mucha erblickte am 24. Juli 1860 im mährischen Städtchen Ivancice das Licht der Welt. Sein Vater Ondrej entstammte einer alten Winzerfamilie. „Er war ein launiger Mensch mit einer blühenden Fantasie, der im Freundeskreis mit Vorliebe seine Kriegserlebnisse schilderte.“ [1] Nach siebenjähriger Militärzeit musste der gelernte Schneider den Posten eines Gerichtsdieners annehmen, da die wenigen Äcker absterbenden Weinlands nicht zum Lebensunterhalt ausreichten. Aus erster Ehe hatte er drei Kinder: Aloisie, Antonie und Augusta. 1859 heiratete der 37jährige Witwer Amalie Malá. Sie stammte aus Budisov bei Trebic, wo ihr Vater eine Mühle besaß. Zweifellos brachte sie eine anständige Mitgift mit in die Ehe. „Amalie war schön, blauäugig, schwarzhaarig, und von der Mutter her, einer geborenen Ratkowska, polnischer Abstammung. Sie war fromm, von feinem Benehmen, sehr belesen ...“ [2] Aus der Ehe gingen wiederum drei Kinder hervor: Alfons, Andela und Anna. Sechs Jahre lang, bis 1871, besuchte Alfons die Schule in Ivancice. Für den Besuch des slawischen Gymnasiums in Brünn fehlte das Geld. Er durfte die Schule dennoch besuchen, weil er im Domchor unterkam. Er fiel jedoch weniger durch gute Leistungen auf, als durch häufiges unentschuldigtes Fehlen. Gute Noten hatte er nur im Zeichnen und Gesang. 17jährig verließ er vorzeitig die Schule und bemühte sich um die Aufnahme an der Prager Akademie. Professor Lhotas Urteil über die eingereichten Arbeiten: „einfach untalentiert“. Nach der Absage nahm der junge Mann die Stelle eines Gerichtsschreibers in seinem Geburtsort an. Etwa zwei Jahre später zog es ihn nach Wien, dem politischen und kulturellen Zentrum der Habsburgermonarchie. Hier fand er eine Anstellung bei der Firma Kautski-Brioschi-Burkhart als Maler von Bühnenbildern und Theaterkulissen. Als 1881 ein verheerender Brand das Ring-Theater, den Hauptkunden des Unternehmens, verwüstete, wurde Mucha arbeitslos. Mit dem Anfertigen von Porträts verdiente er sich in Mikuloy, einer Stadt in Südmähren, seinen bescheidenen Lebensunterhalt. Der Gutsbesitzer Graf Eduard Khuen Belasi erkannte sein Talent und beauftragte ihn, eine Reihe von Wandgemälden für sein Schloss Emmahof zu malen, sowie später auch für Schloss Gandegg in Tirol. Der Graf förderte den jungen Mucha und ermöglichte ihm Reisen nach Venedig, Florenz und Mailand. Als es Mucha im September 1885 zum Studium an die renommierte Münchner Akademie der Bildenden Künste zog, übernahm der Graf großzügig die Studiengebühren und Lebenshaltungskosten. R estriktive Maßnahmen der bayerischen Behörden gegenüber ausländischen Studenten veranlassten Mucha, München zu verlassen. 1888 zog er nach Paris und schrieb sich an der Académie Julian und im folgenden Jahr an der Académie Colarossi ein. Diese Institutionen boten Unterricht in einer breiten Palette künstlerischer Stile an. An der Académie Julian studierte Mucha bei Jules Lefebvre, einem Meister der weiblichen Akte und allegorischen Gemälde, sowie bei Jean-Paul Laurens, der für seine realistischen und dramatischen historischen und religiösen Werke bekannt war. Als sich Mucha jedoch 1889 dem dreißigsten Lebensjahr näherte, hielt sein Gönner seine Ausbildung für ausreichend und stellte seine finanzielle Unterstützung ein. Abb. 3: Muchas Plakat mit Sarah Bernhardt zur Oper Gismonda von 1894. Abb. Wikimedia Commons. Nun verdiente Mucha seinen Lebensunterhalt mit Illustrationen für die Wochenzeitschrift „La Vie populaire“. Ende 1894 nahm seine künstlerische Laufbahn eine unerwartete Wendung. Die Pariser Opernvirtuosin Sarah Bernhardt erteilte ihm den Auftrag, das Plakat für die Oper „Gismonda“ zu entwerfen. [3] Das Plakat fand eine außergewöhnliche Beachtung, sodass zahlreiche Aufträge von Unternehmen folgten. Mucha schuf nun zahlreiche Werbeplakate, darunter für JOB-Zigarettenpapier, Ruinart-Champagner, Lefèvre-Utile-Kekse, Nestlé-Babynahrung, Idéal-Schokolade, die Biere der Maas, Moët-Chandon-Champagner, Trappestine-Brandy sowie Waverly und Perfect Fahrräder. Der endgültige Durchbruch gelang ihm dann auf der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900. Während der Weltausstellung hatte Mucha die Idee zu einem Gemäldezyklus zur Geschichte der slawischen Völker. Im März 1904 reiste Mucha mit Empfehlungsschreiben der Baroness Salomon de Rothschild nach New York, um Finanziers für sein Projekt zu finden. Während eines panslawischen Banketts in New York City traf Mucha den wohlhabenden Geschäftsmann Charles Richard Crane, einen leidenschaftlichen Slawophilen, der den Weg für das ehrgeizige Projekt ebnete. 1909 kehrte Mucha aus den Staaten endgültig nach Prag zurück. In den Jahren 1911 bis 1928 entstand dann das Hauptwerk des tschechischen Malers, das „Slawische Epos“ – im Originaltitel „Slovanská Epopej“. Ein Gemäldezyklus zeigt in 20 großformatigen Tempera-auf-Leinwand-Bildern die Geschichte der slawischen Völker. Mucha wurde nicht nur durch seine öffentlichkeitswirksamen und den Stil einer ganzen Epoche repräsentierenden Werke berühmt. Er setzte sich auch aktiv für die Selbststbestimmung seiner Heimat ein. Schon im Mai 1918 unterhielt er Beziehungen zu illegalen tschechischen Organisationen. Er zeichnete die ersten tschechoslowakischen Briefmarken mit der Silhouette der Prager Burg, die noch vor dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Monarchie gestochen und gedruckt wurden, sodass sie schon am 18. Dezember 1918 an die Postschalter kamen. Abb. 4 – 6: Tschechoslowakische Briefmarken nach Entwürfen von Alfons Mucha. Für Mucha war es auch eine Selbstverständlichkeit, dass er sich an der Gestaltung der tschechoslowakischen Banknoten beteiligte. Der Entwurf des ersten neuen Geldscheins, der vom tschechoslowakischen Bankamt am 7. Juli 1919 ausgeben wurde, stammt von ihm. Es ist die graublaue 100-Kronen-Note mit dem Ausgabedatum vom 15. April 1919. Die Vorderseite zeigt ein florales Muster. Unter dem Textblock die vier Wappen der tschechoslowakischen Landesteile von links nach rechts: das Wappenschild mit dem doppelschwänzigen Löwen steht für Böhmen, das mit dem Adler für Mähren, es folgt das Wappen Schlesiens, das ebenfalls einen Adler mit einem weißen Halbmond mit einem Schwert zeigt. Den Abschluss bildet das Wappen der Slowakei, ein Patriarchenkreuz, aus einem Dreiberg ragend. Die Rückseitenabbildungen sind eine Liebeserklärung an seine Ehefrau Maruška Chytilová (1882 – 1959). [4] Links und rechts ihr gespiegeltes Brustbild. Dazwischen ein Falke mit ausgebreiteten Flügeln über einem Herz. Die Komposition des Scheins ist typisch für Muchas Ikonographie. Die Note wurde bei Národní politika in Prag auf Papier ohne Wasserzeichen gedruckt. Da die einheimische Druckerei nicht über entsprechende Druckmöglichkeiten verfügte, wurde sie schon bald gefälscht und bereits am 31. Januar 1921 ungültig. Abb. 7.1: 100 Kronen, 15. April 1919 mit Perforation NEPLATNÉ, Vorderseite. Abb. 7.2: 100 Kronen, 15. April 1919 mit Perforation NEPLATNÉ, Rückseite. Auch der Schein zu 20 Kronen vom 15. April 1919 wurde von Alfons Mucha entworfen. Auf der Vorderseite eines seiner Lieblingsmotive, das Bildnis seiner Tochter Jaroslava (1909 – 1986) in vier Rondellen. Von der Rückseite blickt gespiegelt das Profil eines jungen Soldaten, der die Nationalflagge trägt. Zwischen den beiden Bildnissen ein Schwert, das auf der Spitze steht. Abb. 8.1: 20 Kronen, 15. April 1919 mit Perforation SPECIMEN, Vorderseite. Format 152 mm x 93 mm. Gedruckt auf Papier mit Wasserzeichen. Im Umlauf vom 31. Januar 1920 – 30. Juni 1928. Abb. 8.2: 20 Kronen, 15. April 1919 mit Perforation SPECIMEN, Rückseite. Auch die 10 Kronen-Note vom 15. April 1919 ist im perfekten Jugendstil ausgeführt, dennoch scheinen Vorder- und Rückseite keine rechte Einheit zu bilden. Während die Rückseite unverkennbar Muchas Stil widerspiegelt und die lächelnden Spiegelporträts seiner Tochter abbilden, wurde die Vorderseite von Rudolf Rössler entworfen, der hierbei zwei Medaillons mit hussitischen Soldaten verwendete, die Alois Mudruňka beisteuerte. Abb. 9.1: 10 Kronen, 15. April 1919. Perforation SPECIMEN, Vorderseite. Format 143 mm x 84 mm. Im Umlauf vom 26. Februar 1920 bis 31. Mai 1944. Abb. 9.2: 10 Kronen, Perforation SPECIMEN, 15. April 1919. Rückseite. Nach Gründung der tschechoslowakischen Nationalbank (Národná Banka Česloslovenska) wurde die Note mit veränderter Aufschrift nochmals ausgegeben. Abb. 10.1: 10 Kronen, 2. Januar 1927. Vorderseite. Format 143 mm x 84 mm. Im Umlauf vom 11. April 1927 bis 31. Mai 1944. Abb. 10.2: 10 Kronen, 2. Januar 1927. Vorderseite. Der wahrscheinlich schönste und originellste Entwurf aus der Hand des großen tschechischen Künstlers dürfte die 500-Kronen-Note vom 15. April 1919 sein. Hier zeigt sich seine Meisterschaft in einer kompositorischen Allegorie die Personifizierung der slawischen Völker – die Slavia – mit den Zügen seiner Tochter, Vögeln und Früchten darzustellen. Die Vorderseite zeigt sich von ihrer besten Seite. In einem Bogen gibt sie den Blick auf die Prager Burg frei, dem architektonischen Symbol der tschechischen Hauptstadt. Ein kriegerischer Vater mit einem Dolch im Gürtel schaut mit seinem kleinen Sohn Richtung Burg. Dabei wenden sie dem Betrachter ihre Rückseite zu, während sich die junge Mutter lächelnd in Richtung ihres Mannes beugt. Dabei scheint sie mit ihrer rechten Hand, die eine Spindel hält, auch die Banknote zu halten. Ein wahrer Geniestreich des Künstlers. Wegen der zahlreichen Fälschungen, musste der Geldschein aber schon nach weniger als drei Jahre Umlaufzeit wieder eingezogen werden. Abb. 11.1: 500 Kronen, 15. April 1919. Vorderseite. Format 172 mm x 122 mm. Im Umlauf vom 20. Oktober 1919 bis 31. August 1922. Abb. < https://gallery.portu.cz/nabidka-investic/statovka-500-korun-1919/ > (23.11.2025). Abb. 11.2: 500 Kronen, 15. April 1919. Rückseite. 1920 ließ das tschechoslowakische Bankamt eine 100-Kronen-Noten bei der American Bank Note Company drucken. Der Entwurf stammt von Rytina Robert Savage. Für die Vorderseite verwendete er dabei einen Plaktentwurf Muchas aus seiner Zeit in den USA. Das Bild zeigt die Tochter seines US-amerikanischen Gönners Charles Richard Crane, einem wohlhabenden Förderer der slawischen Nationalbewegung: Josephine Crane Bradley, in der Rolle der Slavia. Abb. 12.1: 100 Kronen, 14. Januar 1920 mit Perforation SPECIMEN, Vorderseite. Format: 170 mm x 85 mm. Im Umlauf vom 10. November 1920 bis 30. Juni 1939. Abb. 12.2: 100 Kronen, 14. Januar 1920 mit Perforation SPECIMEN, Rückseite. Bei der 500-Kronen-Note vom 6. Oktober 1923 steuerte Mucha das Porträt des Soldaten im Medaillon bei. Diese Note wurde in veränderter Farbgebung nochmals emittiert. Sie trägt das Datum vom 2. Mai 1929. Ihre Ausgabe erfolgte durch die tschechoslowakische Nationalbank. Abb. 13.1: 500 Kronen, 6. Oktober 1923 mit Perforation SPECIMEN, Vorderseite. Format: 181 mm x 92 mm. Im Umlauf vom 25. Januar 1924 bis 31.12.1931. Abb. 13.2: 500 Kronen, 6. Oktober 1923 mit Perforation SPECIMEN, Rückseite. Abb. 14.1: 500 Kronen, 2. Mai 1929 mit Perforation SPECIMEN, Vorderseite. Format: 185 mm x 94 mm. Im Umlauf vom 16. März 1931 bis 31. Juli 1944. Abb. 14.2: 500 Kronen, 2. Mai 1929 mit Perforation SPECIMEN, Rückseite. Im April 1931 gab die Nationalbank eine Note zu 50 Kronen mit Datum 1. Oktober 1929 aus. Hier zeigt der Künstler noch einmal sein Können. Die Rückseite wird von der Darstellung eines Arbeiters und einer Bäuerin beherrscht, die symbolhaft für den Fleiß des tschechoslowakischen Volkes stehen. Wieder stand seine Tochter Jaroslava, nun zu einer jungen Frau herangewachsen, Modell. Interessanterweise sind die beiden Profile der Tochter, die in den Rondellen platziert sind, auf der Vorderseite links und auf der Rückseite rechts, eines fein schattiert in Hell-Dunkel und das andere kaum umrissen. Abb. 15.1: 50 Kronen, 1. Oktober 1929 mit Perforation SPECIMEN, Vorderseite. Format: 162 mm x 81 mm. Im Umlauf vom 27. April 1931 bis 30. November 1944. Abb. 15.2: 50 Kronen, 1. Oktober 1929 mit Perforation SPECIMEN, Rückseite. Leider musste Mucha sein politisches Engagement für die tschechoslowakische Sache persönlich bezahlen. Unmittelbar nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in die Tschechei, erhielt er von der Gestapo „Besuch“ und wurde inhaftiert. In der Haft zog er sich eine schwere Lungenentzündung zu, sodass er nach seiner Entlassung am 14. Juli 1939 starb. Uwe Bronnert Anmerkungen Jirí Mucha, Alfons Mucha Meister des Jugendstils, Prag 1965, S. 7. Ebenda. „Gismonda“ ist eine Oper in drei Akten von Eugen d’Albert (* 10. April 1864 in Glasgow; † 3. März 1932 in Riga) unter Benutzung des dramatischen Gedichtes „Die Opfer des Schweigens“ von Karl Immermann (* 24. April 1796 in Magdeburg; † 25. August 1840 in Düsseldorf). Die Uraufführung war am 28. November 1895 an der Staatsoper Dresden. Der Name „Maruška“ ist eine liebevolle tschechische Verkleinerungsform von „Marie“. Mucha hatte sie in den Vereinigten Staaten kennengelernt und 1906 bei einem Europabesuch in Prag geheiratet. Angaben der Umlaufzeiten nach Jan Bajer, Papírová platidla Československa 1919 – 1993, České republiky Slovenské republiky 1993 – 2003, Praha 2003.
- Aus alten Zeitungen: Diebe, die sich selbst verraten!
Gefunden in: "Amtliches Wittgensteiner Kreisblatt", Nr. 111 vom 21. September 1923 Der Zeitungsleser, Abbildung KI-generiert. Herne, Bergwerksgesellschaft Hibernia, Sept. 1923, 100 Millionen Mark, Vorderseite. Diebe, die sich selbst verraten Der große Lohngeldraub von 196 Milliarden auf der Zeche Wilhelmine Viktoria, der Ende voriger Woche verübt wurde, hat durch die Dummheit der Diebe seine Aufklärung gefunden. Das geraubte Geld war Notgeld der Bergwerks-Aktiengesellschaft Hibernia, zu deren Bereich auch Wilhelmine Viktoria gehört. Von diesem Gelde war noch kein Stück im Umlauf. Obwohl die Kaufleute in Gelsenkirchen durch die Tageszeitungen von diesem Umstande Kenntnis hatten, boten die Diebe doch in einem Warenhause das Notgeld der Zeche an und zwar Hunderte von neuen Scheinen mit fortlaufenden Nummern. Der Inhaber des Warenhauses benachrichtigte sofort die Polizei, die die beiden Diebe verhafteten. Es sind zwei jüngere Bergleute, in deren Begleitung zwei Frauenspersonen waren; sie haben ein umfassendes Geständnis abgelegt. Leider nennt der Zeitungsartikel nicht das Nominal der gestohlenen Geldscheine. Vielleicht waren es aber Scheine zu 100 Millionen Mark (siehe Abbildung)? Uwe Bronnert Anmerkung der Redaktion Unter der Rubrik "Aus alten Zeitungen" möchten wir unseren Lesern in lockerer Folge interessante und amüsante Berichte aus historischen Zeitungen rund um Geldscheine, Falschgeld und echte "Räuberpistolen" präsentieren. Wenn auch Sie eine passende Geschichte in einer alten Zeitung gefunden haben, dann würden wir uns freuen, wenn Sie sich an uns wenden, um sie mit anderen Lesern zu teilen.
- Neue Weltbanknoten-Varianten: Februar 2026, Teil 1
Bhutan, Brasilien, Cayman Islands, England, Indonesien, Jordanien, Kolumbien, Nigeria, Pakistan, Philippinen, Tadschikistan, Zentralafrikanische Staaten BNB = The Banknote Book (von Owen W. Linzmayer) SCWPM = Standard Catalog of World Paper Money (eingestellt) Bhutan 1000 Ngultrum von 2021 BNB B223c: wie BNB B223b (SCWPM 34), aber mit neuem Jahr. Brasilien 20 Reais, neue Auflage BNB B877f: wie BNB B877e (SCWPM 255), aber mit neuen Unterschriften (Fernando Haddad/Roberto de Oliveira Campos Neto). Das Präfix der Kontrollnummer gibt das Jahr und den Monat des Drucks an: M = 2024; E = Mai. 100 Reais, neue Auflage BNB B879h: wie BNB B879g (SCWPM 257), aber mit neuen Unterschriften (Fernando Haddad/Gabriel Muricca Galípolo). Das Präfix der Kontrollnummer gibt das Jahr und den Monat des Drucks an: Q = 2025; G = Juli. Cayman Islands 100 Dollars von 2024 BNB B223c: wie BNB B223b (SCWPM 43), aber mit neuen Unterschriften (Scotland/O’Connor-Connolly) und neuem Jahr. England 10 Pounds, neue Auflage BNB B209b: wie BNB B209a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuer Unterschrift (Cleland). Indonesien 20.000 Rupiah von 2024 BNB B613g: wie BNB B613e (SCWPM 158), aber mit neuem Jahr (2016/2024). Jordanien 5 Dinars von 2025 BNB B236b: wie BNB B236a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Al-Shibli/Al-Sharkas) und neuem Jahr. Kolumbien 2000 Pesos vom 24.10.2023 BNB B993j: wie BNB B993i (SCWPM 458), aber mit neuem Datum (24 DE OCTUBRE DE 2023). 5000 Pesos vom 24.10.2023 BNB B994i: wie BNB B994h (SCWPM 459), aber mit neuem Datum (24 DE OCTUBRE DE 2023). Nigeria 50 Naira, neue Auflage BNB B236s: wie BNB B236r (SCWPM 40), aber mit neuen Unterschriften (Cardoso/Adedeji). 200 Naira von 2025 BNB B244g: wie BNB B244f (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Cardoso/Adedeji) und neuem Jahr. 500 Naira von 2025 BNB B245g: wie BNB B245f (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Cardoso/Adedeji) und neuem Jahr. 1000 Naira von 2025 BNB B246g: wie BNB B246f (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Cardoso/Adedeji) und neuem Jahr. Pakistan 20 Rupees von 2025 BNB B233y: wie BNB B233x (SCWPM 55), aber mit neuem Jahr. 50 Rupees von 2025 BNB B234x: wie BNB B234w (SCWPM 47), aber mit neuem Jahr. Philippinen 100 Piso von 2025 BNB B1106b: wie BNB B1106a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuem Jahr. Tadschikistan 200 Somoni von 2024 BNB B220d: wie BNB B220c (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Rahmon/Tolibzoda) und neuem Jahr. Zentralafrikanische Staaten 10.000 Francs CFA, neue Auflage BNB B115b: wie BNB B115a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Bangui/Angue). Donald Ludwig ( polymernotes.com ) (Abb. Owen W. Linzmayer, The Banknote Book , und Stane Straus, polymernotes.com )
- Varianten zu deutschem Notgeld und digitale Zukunft von Katalogen
Sehr geehrter Herr Besler (Grabowski), Ihre veröffentlichten Nachschlagewerke zählen zu meinen sehr treuen Begleitern, da es trotz digitaler Online-Kataloge kein so umfangreiches Nachschlagewerk gibt. Toll, und vielen Dank für das Publizieren! Beim Sammeln entdeckt man jedoch immer wieder ganz neue Varianten. In der Auflage (z. B. Band 10 „Papiergeld der deutschen Länder”) ist leider keine Kontaktadresse angegeben. Daher meine Fragen: Ist eine Neuauflage geplant und an wen könnte man neue Varianten zur Aufnahme schicken? Ist ggf. eine digitale Ausgabe bzw. Datenbank geplant? Viele Grüße! M. Seidel Antwort der Redaktion Sehr geehrter Herr Seidel, vielen Dank für Ihr Interesse. Mein Katalog „Das Papiergeld der deutschen Länder“ ist bereits seit 2023 vergriffen. Eine komplett farbige und überarbeitete Neuauflage war 2022 geplant, wurde aber wieder verworfen. Die Kosten für den farbigen Druck eines so umfangreichen Katalogs würden dessen Preis in die Höhe treiben. So hoch, dass kaum noch Sammler bereit wäre, diesen zu zahlen. Unabhängig davon, können Sie mir jederzeit gern Ergänzungen zu diesem oder auch andere meiner Kataloge zusenden. Ich würde diese dann sammeln und zumindest im Rahmen unseres Online-Magazins Geldscheine-Online.com veröffentlichen, um so die Sammler davon zu informieren. Siehe auch Hier: https://www.geldscheine-online.com/post/grabowski-das-papiergeld-der-deutschen-l%C3%A4nder-neuauflage-in-farbe-in-vorbereitung Interessant ist Ihre Anfrage zu digitalen Alternativen und einer Datenbank, weshalb ich etwas umfangreicher darauf eingehen möchte. Digitale Alternativen zu gedruckten Katalogen hatten wir bereits vor etlichen Jahren angeboten, z.B. als sog. „Blätterkataloge". Das war gestern, aber heute müssen wir an morgen denken. Die technischen Möglichkeiten entwickeln sich stetig weiter. Als klassische E-Books sind Kataloge aus satztechnischen Gründen nicht geeignet. Nicht umsonst werden die einzelnen Kapitel des „Banknote Book“ von Owen W. Linzmayer als PDF angeboten. PDF sind aber leicht zu kopieren, weshalb man sie beim „Banknote Book“ auch in der Regel nicht herunterladen kann. Man darf nicht vergessen, dass die den Katalogen "World Coins" und "World Paper Money“ einst beigelegten und massenhaft raubkopierten CD-ROM mit PDF-Katalogen zum Ende des Krause Verlags aus den USA geführt haben, weshalb diese Katalog heute schmerzlich am Sammlermarkt vermisst werden. Erst unlängst hatten wir wieder zahlreiche Nachfragen von Sammlern auf der World Money Fair in Berlin nach diesen Katalogen, die es nicht mehr geben wird. Die Bereitschaft für Inhalte im Internet zu zahlen, ist leider immer noch sehr gering. Wenn in Zukunft qualitativ hochwertige Inhalte im Netz eine Selbstverständlichkeit sein sollen, dann sollte es auch zu einer Selbstverständlichkeit werden, dass dafür Kosten anfallen. Zeitschriften und Bücher sind schließlich auch nicht kostenlos zu haben. Natürlich wäre die Fortführung von Sammlerkatalogen in Form von PDF-Publikationen möglich, wenn ein besserer Schutz der Dateien vor Raubkopien und unberechtigter Weitergabe gewährleistet wäre oder aber die „Geiz ist geil-Mentalität“ der Vernunft weicht. Die Erstellung einer Datenbank für ein oder mehrere Sammelgebiete, ja sogar für Geldscheine aller Art (Weltbanknoten, Notgeld, Serienscheine usw.) wäre theoretisch möglich, aber sehr aufwendig. Ich habe hierzu bereits mehrere Testversionen für das Internet erstellt, die eine benutzerfreundliche Auswahl der gesuchten Scheine (nach Ländern, Emittenten, Währungen, Themen, Motiven und zahlreichen weiteren Filtern) ermöglichen und so die ganze Vielfalt der Notaphilie zeigen. Die Arbeiten an einer optimalen und vom Aufwand her vertretbaren Lösung werden von mir fortgeführt. Ich bin dazu auch im Gespräch mit dem Verlag, unseren Autoren und dem Fachhandel, ohne dessen Unterstützung und Einbindung eine solche Mammut-Aufgabe kaum möglich sein wird. Auch hier stellt sich wieder die Frage von Aufwand und Nutzen. Wenn der Aufwand hoch und der Nutzen für den, der den Aufwand betreibt, nur gering ist, dann rechnet sich das nicht für professionelle Verlage. Es kann sich nur rechnen, wenn der Nutzer bereit ist, für hohen Nutzen auch geringe Kosten in Kauf zu nehmen und die Bereitschaft des Fachhandels und von Auktionen solche Zukunftslösungen zu unterstützen in einem sich ständig digitaler gestaltenden Sammlermarkt als Notwendigkeit erkannt und deshalb selbstverständlich wird. Am Ende braucht es für die positive Entwicklung des Sammelns immer alle Seiten, die wie die Glieder einer Kette zusammenhalten müssen, um das Sammlerboot auch in seichtem Gewässer erfolgreich in die Zukunft zu ziehen – engagierte Sammler, Autoren und Händler. Mit den besten Grüßen Hans-Ludwig Besler (Grabowski)
- Neue Weltbanknoten-Varianten: Januar 2026, Teil 2
Angola, Aserbaidschan, Cayman Islands, Chile, Kolumbien, Komoren, Peru, Philippinen, Schweiz, Tadschikistan, Thailand BNB = The Banknote Book (von Owen W. Linzmayer) SCWPM = Standard Catalog of World Paper Money (eingestellt) Angola 500 Kwanzas von 2025 BNB B558c: wie BNB B558b (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuem Datum (Agosto de 2025). Aserbaidschan 50 Manat von 2025 BNB B412b: wie BNB B412a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuer Unterschaft (Kazimov) oben links statt oben mittig und neuem Jahr. Serie B. Cayman Islands 1 Dollar von 2024 BNB B218d: wie BNB B218c (SCWPM 38), aber mit neuen Unterschriften (Scotland/O’Connor-Connolly), neuem Titel für die untere Unterschrift (CHIEF EXECUTIVE OFFICER) und neuem Jahr. 25 Dollars von 2024 BNB B221d: wie BNB B221c (SCWPM 41), aber mit neuen Unterschriften (Scotland/O’Connor-Connolly) und neuem Jahr. Chile 20.000 Pesos von 2025 BNB B300n: wie BNB B300m (SCWPM 165), aber mit neuen Unterschriften (Costa/Herrera) und neuem Jahr. Kolumbien 100.000 Pesos vom 23.07.2024 BNB B998h: wie BNB B998g (SCWPM 463), aber mit neuem Datum (23 DE JULIO DE 2024). Komoren 5000 Francs von 2025 BNB B311a: wie BNB B309c (SCWPM 18), aber mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen (u.a., einem OVI der Union der Komoren und einem neuen holografischen Streifen), einer Unterschrift (Dr. Younoussa Imani) statt zwei und neuem Jahr. 10.000 Francs von 2025 BNB B312a: wie BNB B310c (SCWPM 19), aber mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen (u.a., einem OVI der Union der Komoren und einem neuen holografischen Streifen), einer Unterschrift (Dr. Younoussa Imani) statt zwei und neuem Jahr. Peru 20 Soles vom 15.12.2022 BNB B538b: wie BNB B538a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Chong/Valarde/Llosa) und neuem Datum (15 DE DICIEMBRE DE 2022). Philippinen 100 Piso von 2025 BNB B1102e: wie BNB B1102d (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuer Serie (2025A). Schweiz 50 Franken von 2021 BNB B357c: wie BNB B357b (SCWPM 77), aber mit neuem Jahr (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Tadschikistan 100 Somoni von 2025 BNB B219.5c: wie BNB B219.5b (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Rahmon/Tolibzoda) und neuem Jahr. Thailand 100 Baht, neue Auflage BNB B202b: wie BNB B202a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Nitithanprapas/Ratanakorn). 1000 Baht, neue Auflage BNB B197e: wie BNB B197d (SCWPM 139), aber mit neuen Unterschriften (Nitithanprapas/Ratanakorn). Donald Ludwig ( polymernotes.com ) (Abb. Owen W. Linzmayer, The Banknote Book , und Stane Straus, polymernotes.com )
- Aus privaten Sammlungen: Propagandaschein der dänischen Nationalsozialisten von 1942
Die Dänische National-Sozialistische Arbeiter-Partei (DNSAP), die schon 1930 gegründet worden war, gab 1942 Propaganda-Anweisungen in verschiedenen Wertstufen aus, die u.a. zur Bezahlung von Rechnungen gegenüber der Partei sowie deren Druckereien und Zeitschriften verwendet werden konnten. Es existieren auch Probedrucke zu einem Wert über 25 Øre. Die meisten dieser Anweisungen sind verbrannt und komplette Serien sind selten. „ Fædrelandet “ (Vaterland) war von 1939 bis zum Kriegsende das Hauptorgan der dänischen Nazi-Partei. Die Ausgabe der Propaganda-Anweisungen erfolgte ohne Wissen und Genehmigung der dänischen Regierung durch den Propagandaleiter der DNSAP, Claus Alfred Langgaard-Nielsen, durch den Direktor der Zeitschrift „Fædrelandet“, Carl Bernhard Nielsen, sowie durch den Geschäftsführer der Zeitung, Carl Henry Thomsen. Am 16. September 1943 wurden die Herausgeber der Propaganda-Anweisungen sogar vor einem Kopenhagener Gericht wegen Herstellung und Vertrieb nicht genehmigter Zahlungsmittel angeklagt und zu Geldstrafen verurteilt. Die Scheine sind wichtige zeitgeschichtliche Dokumente, weil sie wohl am deutlichsten für die Zeit der deutschen Besatzung in Dänemark stehen, auch wenn sie natürlich keine Geldscheine im eigentlichen Sinne sind. Mit ihrem vorderseitigen Text „Foedrelandet – FOR DANMARKSÆRE, FRIHED OG RET“ (Vaterland – Für Dänemarks Ehre, Freiheit und Recht) sowie den markanten Porträts und der nationalsozialistischen Symbolik sind sie gleichsam auch historische Zeugnisse für die während der deutschen Besatzung in verschiedenen Ländern unterstützten Nazi-Parteien und „Bewegungen“, die nach deutschem Vorbild nach Macht strebten und den „Deutschen Kampf“ gegen den „Weltbolschewismus“ unterstützten. So waren z.B. nicht wenige Soldaten der Waffen-SS Freiwillige aus besetzten Ländern wie den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Dänemark oder Norwegen sowie aus "Sateliten-Staaten" wie Kroatien. Objekttyp: Propaganda-Anweisung Sammlung: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Besler (Grabowski) Authentizität: Original Land/Region/Ort: Dänemark, Königreich Emittent: Fœdrelandet, Organ der Dänischen National-Sozialistischen Arbeiter-Partei (DNSAP) Nominal: 2 Kroner Datierung: 1942 Umlauf: 1942/43 Vorderseite: Junge Männer des dänischen Ablegers vom Reichsarbeitsdienst beim Landarbeitseinsatz und germanische Ornamente. Rückseite: Nationalsozialistischen Symbole und Text. Material: Papier ohne Wasserzeichen. Format: 126 mm x 90 mm. Nummerierung: Serie A 1942 | No 32334. Druck: Fœdrelandet. Zitate: DK 8 (Grabowski/Huschka/Schamberg: Ausländische Geldscheine unter deutscher Besatzung im Ersten und Zweiten Weltkrieg, Regenstauf 2006) Hans-Ludwig Besler (Grabowski) Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus einer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com . Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine 23. Auflage 2023/2024 ISBN: 978-3-86646-224-3 864 Seiten, durchgehend farbig Preis: 39,90 Euro Zur Leseprobe Zum Verlags-Shop
- Lexikon: Massenware
Als Massenware werden Geldscheine bezeichnet, die in großen Mengen am Sammlermarkt vorhanden sind, vor allem Inflationsscheine, aber auch viele Notgeldscheine und solche Scheine, die ohne vorherige Ankündigung außer Kurs gesetzt wurden und so nicht mehr gegen neue Ausgaben eingetauscht werden konnten. Die meiste Massenware ist ganz besonders in gebrauchter Erhaltung schwer verkäuflich, eignet sich nur bedingt als Tauschmaterial und wird vom Handel oder in Auktionen oft in Lots angeboten. Unter dieser Massenware befinden sich aber auch Scheine, die in guter Erhaltung und vor allem kassenfrisch (UNC) seltener sind und zum Teil hohe Preise rechtfertigen (z.B. deutsche Notgeldscheine aus der Zeit von 1914 bis 1923) oder seltene Varianten. Die Zahl der Sammler deutscher Notgeldscheine hatte über einen längeren Zeitraum ständig zugenommen, so daß diese Scheine im Preis stiegen. Das galt nicht nur für die selteneren Ausgaben, sondern sogar für die sog. Serienscheine, die man früher generell als Massenware bezeichnete. Unter diesen finden sich auch eine Vielzahl seltener und gesuchter Ausgaben. Mit dem verstärkten Sammeln von Weltbanknoten wuchs auch der Anteil von Massenware in diesem Sammelgebiet auf dem Markt. Deutsche Reichsbank, Reichsbanknote der Inflation zu 1000 Mark vom 15. September 1922. Berlin, Stadt: Stadtkassenschein (Serienschein) über 50 Pfennig vom 9. September 1921. Lambach, Oberösterreich, Marktgemeinde: Gutschein zu 10 Heller vom 30. März 1920. Indonesien, Bank Indonesia: Kleingeldschein zu 1 Sen aus dem Jahr 1964. Beispiele für Massenware: Deutschland: viele Inflationsscheine 1922/23 (nicht die Billionenwerte) Griechenland: Inflationsbanknoten von 1944 Österreich: Banknoten von 1919/20 (1 bis 100 Kronen mit Aufdruck "Deutschösterreich" und 1922 (1 bis 1000 Kronen) sowie österreichisches Notgeld von 1920 Ungarn: Scheine von 1920/21 (20 Filler bis 500 Kronen) und Inflationsscheine von 1944 Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abbildungen: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte
- Katalog zu den italienischen "Miniassegni"
Massimo Palermo: I Miniassigni – Come non li avete mai visti Die Miniassigni – Wie Sie sie noch nie gesehen haben Nomisma spa, Serravalle, 2022 Hardcover, 17 x 24 cm, 522 Seiten, durchgehend farbig. ISBN: 978-88-943358-4-2 Preis: 70 EUR Kontakt: https://www.nomismaweb.com/en/ Bereits 2022 ist ein sehr umfangreicher Katalog zu den sog. "Miniassegni" erschienen, die in den 1970er Jahren von vielen italienischen Banken als Kleingeldersatz ausgegeben wurden. Zu dieser Zeit herrschte in Italien wegen fehlender Prägekapazitäten ein akuter Mangel an Münzen. Wer schon einmal Urlaub in Italien gemacht hat, als dort noch die Lire galt, der weiß, dass 1000 Lire gerade einmal rund einer Deutschen Mark entsprachen. Als Wechselgeld und für kleinere Einkäufe war Münzgeld eigentlich unerlässlich. Die Münzknappheit führte aber sogar noch dazu, dass die Bevölkerung Münzen hortete und so den Mangel an diesen forcierte. Anstelle von Wechselgeld in Münzform bekam man deswegen nicht selten Bonbons oder Heftpflaster "ausgezahlt". Das veranlasste viele italienische Banken zur Ausgabe von Kleingeldersatzscheinen, den "Miniassegni". Der Autor hat einen beeindruckenden Katalog dieser Kleingeldscheine vorgelegt und damit ein interessantes Kapitel der italienischen Geldgeschichte, das bislang oft vernachlässigt wurde, akribisch in Wort und Bild dokumentiert. Der Katalog ist in italienischer Sprache verfasst und führt nach einer umfangreichen Einleitung neben den regulären Ausgaben von zahlreichen Banken und Kassen auch Fälschungen, nicht ausgegebene Scheine, Muster und vieles mehr auf. Aktuelle Bewertungen erfolgten in Euro. Herausgegeben wurde der Katalog von der Firma Nomisma spa in der Republik San Marino, die auch Sammler-Auktionen veranstaltet und Münzen sowie Fachliteratur anbietet. Interessenten bestellen den Katalog bitte direkt über den Buchshop der Internetseite: https://nomisma.bidinside.com/en/scat/6/numismatic-books/1/ . Hans-Ludwig Besler (Grabowski)
- Sankt Helena wechselt auf Polymer
Am 12. Januar 2026 gab die Regierung von St. Helena (SHG) die bevorstehende Ausgabe einer neuen Serie von Polymerbanknoten in den Nennwerten von 5, 10 und 20 Pfund bekannt. Die neuen Noten zeigen ein Porträt von König Charles III. und werden ab Januar in Umlauf gebracht, wobei das genaue Ausgabedatum noch nicht bekannt gegeben wurde. Auf den Banknoten ist auch Jonathan die Schildkröte (eine Seychellen-Riesenschildkröte, deren Alter im Jahr 2026 auf 193 Jahre geschätzt wird, was sie zum ältesten bekannten lebenden Landtier macht; Jonathan lebt heute auf der Insel St. Helena) und die St.-Helena-Ebenholzpflanze (eine vom Aussterben bedrohte Blütenpflanze aus St. Helena, die für ihr attraktives Laub und ihre weißen Blüten bekannt ist). Alle drei neuen Polymerbanknoten behalten die gleichen Farbschemata wie die Papierbanknoten, die sie ersetzen. Jonathan die Schildkröte (links) und St.-Helena-Ebenholzpflanze (rechts). Die neuen Polymerbanknoten beinhalten folgende Sicherheitsmerkmale: Transparentes Fenster: In das Design ist ein durchsichtiges Fenster integriert, das sowohl von der Vorder- als auch von der Rückseite sichtbar ist. Schimmereffekt beim Kippen: Wenn man die Banknote kippt, erscheint ein metallischer Schimmer, der sich um das transparente Fenster herum bewegt. Erhabene Druckfarbe (Porträt): Die Druckfarbe ist deutlich dicker und erhaben, sodass sie taktil wahrnehmbar ist. Erhabene Druckfarbe (Unterschriften): Die Druckfarbe fühlt sich beim Berühren erhaben an. Tastpunkte: Erhabene Punkte (für Sehbehinderte) ermöglichen eine einfache Erkennung des Nennwerts der Banknote. 5-Pfund-Scheine haben erhabene Punkte in Form eines Quadrats, 10-Pfund-Scheine in Form eines Dreiecks und 20-Pfund-Scheine in Form eines Kreises. Mikrotext-Nennwert: Der Nennwert der Banknote ist in winziger, scharfer Schrift gedruckt. Negative erhabene Druckfarbe: Der Mikrotext „ST HELENA GOVERNMENT” ist in negativer, erhabener Druckfarbe gedruckt, die scharf und klar erscheint. UV-Fluoreszenz (Wellen und Nennwert): Unter einer UV-Lichtquelle erscheinen feine Wellenlinien und der Nennwert der Banknote in zwei verschiedenen fluoreszierenden Druckfarben. UV-Fluoreszenz (Block-Nennwert): Unter einer UV-Lichtquelle erscheint die Nennwertzahl in einem durchgehenden, hellen Block. Die Papierbanknoten von St. Helena bleiben weiterhin als gesetzliche Zahlungsmittel im Umlauf. Die SHG wird ältere, beschädigte Banknoten nach und nach aus dem Verkehr nehmen, sobald sie an die Bank von St. Helena zurückgegeben werden. Interessant ist, dass De La Rue die neue Polymer-Serie für die Falklandinseln und St. Helena gleichzeitig als einen einzigen Auftrag gedruckt hat. Dies führte zu erheblichen Einsparungen für beide Regierungen. Donald Ludwig ( polymernotes.com )
- Honduras hat eine neue 200-Lempiras-Banknote herausgegeben
Am 20. Januar 2026 stellte die Banco Central de Honduras (BCH) eine neue Banknote im Nennwert von 200 Lempiras vor. Sie ehrt die Nationalheldin Bertha Isabel Cáceres Flores, eine Umweltaktivistin und indigene Anführerin. Während der Präsentation drückte Austra Flores, die Mutter der Aktivistin, ihre tiefe Dankbarkeit für diese institutionelle Anerkennung aus. Die Zentralbank kündigte an, die neue Banknote im Rahmen der Feierlichkeiten zum Frauentag ab dem 20. Januar schrittweise in Umlauf zu bringen. Berta Cáceres ist die erste Frau, die auf einer honduranischen Banknote abgebildet ist. Bertha Isabel Cáceres Flores (1971–2016) war eine honduranische (Lenca) Umweltaktivistin, indigene Anführerin sowie Mitbegründerin und Koordinatorin des Rates der Volks- und Indigenenorganisationen von Honduras. Sie gewann 2015 den Goldman Environmental Prize, eine der renommiertesten Auszeichnungen für Umweltaktivismus, für eine Basisbewegung, die erfolgreich Druck auf den weltweit größten Staudammbauer ausübte, sich aus dem Agua-Zarca-Staudamm am Río Gualcarque zurückzuziehen. 2016 wurde sie nach vielen Jahren der Morddrohungen in ihrem Haus von bewaffneten Eindringlingen getötet. Die vorherrschende Farbe der Banknote ist Hellblau. Auf der Vorderseite ist ein Porträt von Berta Cáceres zu sehen, zusammen mit einer künstlerischen Darstellung des Flusses Gualcarque, einem Symbol ihres Kampfes für den Erhalt der natürlichen Ressourcen. Zusätzlich ist die Abbildung eines traditionellen Lenca-Webstuhls zu sehen, eine Hommage an das kulturelle Erbe. Unter ultraviolettem Licht erscheint auf der linken Seite der renommierte Goldman Environmental Prize. Die Rückseite zeigt einen beeindruckenden Panoramablick auf die Stadt La Esperanza in Intibucá, den Geburts- und Wohnort von Bertha Cáceres und das Zentrum ihrer Arbeit zum Schutz der Umwelt, ergänzt durch das offizielle BCH-Logo und den von ihr verewigten Satz: „¡Despertemos humanidad¡ ¡Ya no hay tiempo!“ („Wache auf, Menschheit! Es bleibt keine Zeit mehr!“). Die neue 200-Lempiras-Note verfügt über modernste Sicherheitsmerkmale, darunter ein Wasserzeichen, einen dynamischen Sicherheitsfaden, farbwechselnde Druckfarbe, ein passendes Motiv, fluoreszierende Druckfarbe und Sicherheitsfasern. Sie wird zeitgleich mit der 200-Lempiras-Note aus dem Jahr 2021 in Umlauf gebracht. Beide Gestaltungen behalten ihren Nennwert und können im ganzen Land verwendet werden. Die Banknote wurde in einer Auflage von 20.000.000 Stück von Crane Currency in Malta gedruckt. Donald Ludwig
- Fidschi stellt alle Banknoten auf Polymer um
Am 2. Dezember 2025 stellte der Präsident von Fidschi, Ratu Naiqama Lalabalavu, offiziell die neue Serie von Polymerbanknoten vor. In seiner Ansprache erklärte der Präsident, dass dies „ein greifbares Symbol für den Fortschritt bei der Verwirklichung unserer gemeinsamen nationalen Vision von Fortschritt, Wohlstand und Einheit sei. Fortschritt durch die Enthüllung unserer neuen Banknotenserie mit neuen Designs, Wohlstand, da die Währung bei effektiver Verwaltung ein Symbol unserer Souveränität ist, und Einheit durch gemeinsames Eigentum und Stolz.“ Er betonte ferner die wichtige Rolle der Reserve Bank of Fiji (RBF) bei der umsichtigen Steuerung der Wirtschaft und die bedeutende Verbindung zu ihrer Währungsfunktion. „Was wir heute feiern, ist nicht nur die Druckfarbe und das neue Design, sondern auch, dass der Wert des fidschianischen Dollars, ob auf Papier oder Polymer gedruckt, stark ist und die Stärke unserer Wirtschaft widerspiegelt“, bemerkte er. Die neue Banknotenserie weist neue Gestaltungen auf den Rückseiten auf, behält jedoch die gleichen Grundfarben und die bestehenden Vignetten auf der Vorderseite bei, die die Flora und Fauna Fidschis zeigen. Sie enthalten neue Vignetten, die die Identität Fidschis als Nation, seine Bevölkerung, seine Ressourcen und sein nationales Erbe hervorheben sollen. Ein wesentliches Merkmal ist die Umstellung aller Banknoten auf Polymer, ähnlich wie bei der aktuellen 5-Dollars-Banknote. Auf der Vorderseite der 5-Dollars-Note ist ein Kulawai (Rotkehl-Lorikeet) zu sehen, der auf einem Ast sitzt. Der Kulawai ist ein vom Aussterben bedrohter Vogel, der nur auf Fidschi vorkommt. Auf der Rückseite ist nun eine vom Aussterben bedrohte Schildkröte zu sehen, die nur in den Gewässern Fidschis zu finden ist, die Vonu Dina (Grüne Meeresschildkröte). Sie ist die einzige pflanzenfressende Meeresschildkrötenart, die sich hauptsächlich von Seegras und Algen ernährt. Die Banknote hat eine Größe von 136 x 67 mm. Auf der Vorderseite der 10-Dollars-Note ist der Beli abgebildet, auch bekannt als Fidschi-Süßwassergrundel, eine kleine, endemische Fischart aus den Flüssen und Bächen Fidschis. Die Rückseite zeigt nun Kinder, die Mangroven entlang der Küste pflanzen, ein Symbol für eine Zukunft, die sich dem Schutz und der Wiederherstellung der Mangroven verschrieben hat. Mangroven sind Umwelthelden, die Kohlenstoff aus der Atmosphäre binden und so zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen. Die Banknote hat eine Größe von 141 x 67 mm. Auf der Vorderseite der 20-Dollars-Note ist der Kacau ni Gau (Fidschi-Sturmvogel) abgebildet, ein äußerst seltener, vom Aussterben bedrohter Seevogel, der nur auf Fidschi heimisch ist. Nur noch wenige Exemplare dieser Vogelart leben auf der Insel Gau. Auf der Rückseite ist nun das RBF-Gebäude in der Hauptstadt Suva zu sehen. Die Banknote hat eine Größe von 146 x 67 mm. Auf der Vorderseite der 50-Dollars-Banknote ist die seltene Nationalblume Fidschis, die Tagimoucia, abgebildet, die für ihre auffälligen purpurroten und weißen Blüten bekannt ist, die in langen Trauben hängen und ausschließlich im Hochland der Insel Taveuni in über 600 m Höhe wachsen. Auf der Rückseite ist nun eine Girmitiya-Frau mit dem Schiff „Leonidas” im Hintergrund zu sehen. Die Leonidas war das erste Schiff, das 1879 die Girmitiyas, indische Vertragsarbeiter aus dem damaligen Britisch-Indien, nach Fidschi transportierte, um auf Zuckerrohrplantagen zu arbeiten. Die Banknote hat eine Größe von 151 x 67 mm. Auf der Vorderseite der 100-Dollars-Note ist die Nanai (Fidschi-Zikade) abgebildet, die für ihr seltenes, alle acht Jahre stattfindendes synchrones Erscheinen aus dem Untergrund bekannt ist und in der fidschianischen Kultur Frieden und Wiedergeburt symbolisiert. Auf der Rückseite ist nun ein i-Taukei-Mann, ein indigener Fidschianer, in traditioneller Kleidung mit einer Bilo (Schale) Kava abgebildet. Kava ist ein fester Bestandteil der i-Taukei-Kultur und wird rituell im Rahmen traditioneller Zeremonien getrunken, um Besucher willkommen zu heißen, Konflikte zu lösen und Frieden zu stiften. Kava gilt als Nationalgetränk Fidschis und wird heute häufig bei zwanglosen gesellschaftlichen Zusammenkünften getrunken. Die Banknote hat eine Größe von 156 x 67 mm. Die neue Serie wurde von Crane Currency aus Malta auf dem Guardian™-Polymersubstrat gedruckt. Damit hat die RBF zum ersten Mal einen neuen Banknotenlieferanten beauftragt. Für die Serie sind die Ersatznoten mit Präfix ZZ gekennzeichnet. Die Sicherheitsmerkmale der neuen Polymerbanknoten Fidschis umfassen: Taktile Markierungen: Erhabene Streifen entlang der kurzen Seiten der Banknoten. Die Anzahl der erhabenen Streifen nimmt mit dem Nennwert zu. Taktile Punkte: Auf der Rückseite der Banknoten befinden sich erhabene Punkte für Sehbehinderte, deren Anzahl mit dem Nennwert zunimmt. Klare Fenster: Transparente Fenster mit Farbwechsel-Effekten. Verstecktes Bild: Das Bildnis eines i-Taukei-Mannes erscheint, wenn eine Banknote gegen starkes Licht gehalten wird. Dreidimensionaler Streifen: Ein Sicherheitsstreifen mit dem Staatswappen Fidschis, der erscheint und verschwindet, wenn die Banknote gekippt wird. Yaqona-Blätter (Kava-Blätter) schimmern in der Mitte des Streifens, wobei vermeintlich Wassertropfen auf der Oberfläche erscheinen. Diese Yaqona-Blätter sind auch auf der Rückseite jeder Banknote zu sehen. Am unteren Ende des Streifens ist ein Tanoa (eine hölzerne Kava-Schale auf sechs Beinen) zu sehen. Fluoreszenz: Jede Banknote ist außerdem mit UV-Sicherheitsmerkmalen versehen. Mikrotext: Auf den Banknoten ist außerdem verschiedene Mikrotexte mit den Nennwerten der Banknoten zu finden. Die neuen Banknoten werden ab dem 2. Januar 2026 in Umlauf gebracht. Die Banknoten im aktuellen Design werden schrittweise aus dem Umlauf genommen und am 31. Dezember 2026 für ungültig erklärt. Obwohl das offizielle Erscheinungsdatum der 2. Januar 2026 ist, hat die RBF sofort mit dem Verkauf ihrer numismatischen Sammlerbanknoten (reguläre, Ersatz- und signierte Banknoten) an Sammler und Händler begonnen. Muster, Einzelbanknoten und Sets in Mappen sowie ungeschnittene Blöcke/Bogen können über den Online-Numismatik-Shop der Reserve Bank erworben werden. Donald Ludwig ( polymernotes.com )












