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  • MIF Paper Money Fair (Mai 2026)

    Die Frühjahrsausgabe der MIF Paper Money Fair fand am ersten Maiwochenende 2026 in Maastricht, Niederlande, statt. Dimitri Waltmans, der Veranstalter, seine Familie und seine Mitarbeiter richteten erneut die weltweit größte Banknotenmesse aus. Diesmal nahmen mehr als 220 Aussteller aus über 70 Ländern teil. Es wurden neue Rekorde sowohl bei der Anzahl der anwesenden Händler (ohne Tische) als auch bei den Besucherzahlen am Samstag und Sonntag aufgestellt. Zahlreiche Besucher und reges Geschäft auf der MIF. Das Format der Veranstaltung war wie zuvor: drei Tage „Pre-Show“ und ein zusätzlicher Tag in der Haupthalle, der ausschließlich Ausstellern und Händlern vorbehalten war. Am Samstag und Sonntag war die Öffentlichkeit herzlich eingeladen, die Veranstaltung kostenlos zu besuchen, und Hunderte kamen. Die Sicherheitsvorkehrungen waren hervorragend, und es wurden keine Diebstähle gemeldet. Stack's Bowers erhält als Dankeschön für sein Sponsoring einen Korb mit Käse. Hauptsponsor der Veranstaltung war erneut das Auktionshaus Stack’s Bowers mit Sitz in Costa Mesa, Kalifornien. Co-Sponsoren der MIF waren Paper Money Guaranty (PMG), PCGS Europe und Monalisa Money Modo. Sberatel war ebenfalls vor Ort und versorgte alle mit kostenlosem Bier. Zum siebten Mal bei einer europäischen Messe bot PMG vor Ort eine Bewertung an. Ein Händlertisch von vielen auf der MIF. Neue Ausgaben sind stets sehr gefragt, und zu den Bestsellern zählten zweifellos die neuen ZiG-Banknoten aus Simbabwe, eine neue Gedenkbanknote aus Botswana sowie die neuen Polymer-Serien aus Brunei, Bhutan und St. Helena. Mitglieder der International Bank Note Society trafen sich auch auf der MIF. Ich hielt auch dieses Jahr wieder einen Vortrag auf der MIF, allerdings nicht vor einer Gruppe von Schülern wie im Herbst, sondern vor Vertretern der Presse und der Stadtverwaltung. Am nächsten Tag erschien ein informativer Artikel in der niederländischen Presse, den Sie HIER lesen können. Ich freue mich darauf, Sie auf der nächsten MIF im September 2026 zu sehen! Donald Ludwig

  • Carl Schurz: vom preußischen Rebell zum Innenminister der USA

    Carl Christian Schurz wurde am 2. März 1829 im Pächterhaus des Wasserschlosses Gracht in Liblar im Bergheim-Erft-Kreis in der preußischen Rheinprovinz geboren und war der älteste Sohn des Dorflehrers Christian Schurz und seiner Ehefrau Marianne. Ab 1836 besuchte er die Schule im Dorf; ein Jahr später wechselte er zur Elementarschule in Brühl. Das Lehrergehalt seines Vaters mit Bezügen von monatlich etwa 10 Thalern reichte für die Versorgung der Familie nicht aus; so verließ dieser den Schuldienst und eröffnete eine kleine Eisenwarenhandlung. Abb. 1: 5 Thaler Courant, 6. Mai 1824, Vs., 130 mm x 90 mm; Kassenanweisung der preußischen Hauptverwaltung der Staatsschulden. Von 1839 bis 1846 besuchte Schurz das Marzellen-Gymnasium in Köln. Aber Geldprobleme der Familie zwangen Carl Schurz zum Abbruch der Schule in der vorletzten Jahrgangsstufe. Im Selbststudium brachte er sich den Stoff der Oberprima bei und legte als „Auswärtiger“ erfolgreich die Abiturprüfung ab; außerdem war er 1846/47 Gasthörer an der Universität Bonn. Schon in seiner Jugendzeit erfuhr er freiheitlich-demokratisches Gedankengut; selbst schrieb er 1905: „Unterdessen wurde von meinem Vater und meinen Oheim Amerika eifrig besprochen. Da hörte ich denn zum ersten Male von dem unermeßlichen Lande jenseits des Ozeans, seinen ungeheuren Wäldern, seinen großartigen Seen und Strömen, von der jungen Republik, wo es nur freie Menschen gäbe, keine Könige, keine Grafen, keinen Militärdienst und, wie man in Liblar glaubte, keine Steuern. Alles, was über Amerika Gedrucktes aufgetrieben werden konnte, wurde mit Begierde gelesen, und so sah ich im Pfennigmagazin zum erstenmal das Bildnis Washingtons, den mein Vater den edelsten aller Menschen in der Geschichte der Welt nannte, da er als Feldherr im Kriege für die Befreiung seines Volkes große Heere kommandiert und dann, statt sich zum König zu machen, all seine Gewalt freiwillig niedergelegt und wieder als einfacher Landwirt den Pflug in die Hand genommen habe. An diesem Beispiel erklärte mein Vater mir, was ein »Freiheitsheld« sei.“ [1] 1847 schrieb sich Schurz an der Bonner Universität ein, studierte Philologie und Geschichte und hörte Vorlesungen bei Professor Johann Gottfried Kinkel. Dessen antimonarchistische Ansichten begeisterten Schurz, sie freundeten sich an und beteiligten sich gemeinsam am 10. Mai 1849 an der Erstürmung des Waffenlagers in Siegburg. Zur Finanzierung des militärischen Aufstands und der Errichtung demokratischer Verhältnisse in Süddeutschland gab der liberale Rechtsanwalt Gustav von Struve Schuldscheine in Höhe von u. a. 35 Kreuzer als Anleihe aus. Am 21. September 1848 hatte der Abgeordnete der badischen Kammer in Lörrach eine „Deutsche Republik“ ausgerufen. Abb. 2: 35 Kreuzer, Januar 1849, Vs., 187 mm × 242 mm, 5 %-er Schuldschein der Gesellschaft deutscher Republikaner („Freiwilliges Anlehen“ zu Gunsten der deutschen Republik). Nach dem Scheitern des sog. Siegburger Zeughaussturms war Schurz am Ende des badisch-pfälzischen Aufstands in der Festung Rastatt wie viele meuternde badische Militärs von preußischen Truppen eingeschlossen. Die Festung fiel nach dreiwöchiger Belagerung am 23. Juli 1849. In der Nacht zum 24. Juli begann seine viertägige Flucht durch einen Abwasserkanal aus der Festung nach Steinmauern ins elsässische Seltz. Die geheime Bootsfahrt über den Rhein kostete Carl Schurz 5 Thaler. Abb. 3: 5 Thaler Courant, 2. Januar 1835, Vs., 130 mm x 85 mm, Kassenanweisung der preußischen Hauptverwaltung der Staatsschulden. In Seltz erfuhr er, dass Professor Gottfried Kinkel nach Kämpfen an der Murlinie verwundet und in die Festung Rastatt gebracht wurde. Kinkel wurde am 4. August 1849 vom preußischen Kriegsgericht in Rastatt zu lebenslanger Festungshaft verurteilt. Nach seiner Flucht erreichte Schurz Straßburg, sollte dort interniert werden und fuhr in Richtung Schweiz, wo er einige ihm bekannte Revolutionäre in Bern zu treffen hoffte. Er überquerte illegal und ohne Pass die Grenze. Abb. 4: 100 französische 5-Franken-Thaler, Vs., 1. Januar 1849, Vs. 204 mm x 144 mm; Banknote der Deposito-Cassa der Stadt Bern (ursprünglich lauteten die befristeten Noten auf 500 Franken alter Währung). Im Mai 1850 wurde Kinkel in das Zuchthaus Spandau überführt und seine Frau erwirkte durch eine Öffentlichkeitskampagne eine mildere lebenslange Haft in einer „Zivilanstalt“. Schurz befreite seinen Freund in der Nacht vom 6. auf den 7. November 1850. Durch Bestechung des Gefängniswärters Georg Brune gelang die spektakuläre Aktion mit Hilfe von Gleichgesinnten und einem 20 Meter langen Seil. Beide flohen gemeinsam über Oranienburg, Neubrandenburg und Güstrow nach Rostock. In Warnemünde gingen sie unter den Decknamen Kaiser und Hensel an Bord des Segelschiffs „Kleine Anna“ und landeten am 1. Dezember 1850 im Hafen von Leith bei Edinburgh. Gemeinsam fuhren sie nach London, wo sich ihre Wege trennten – Kinkel blieb in London, Schurz ging nach Frankreich. Abb. 5: Gottfried Kinkel (links) hatte am 31. Mai 1848 den Demokratischen Verein in Bonn gegründet und galt seitdem als radikaldemokratisch, er wurde zum Märtyrer der Revolution; Carl Schurz (rechts) wurde Adjutant von Fritz Anneke in der badischen Revolutionsarmee. Abb. 6: 1 Thaler, 1848, Vs./Rs., 34,5 mm Ø, 750-er Silber, sog. „Angsttaler“ Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin, Großherzog Friedrich Franz II. Abb. 7: 1 Pound/20 Shillings, 1. Mai 1838, Vs., 132 mm × 122 mm, Banknote der Leith Banking Co. Abb. 8: 1 Pound, 20. Mai 1816, Vs., 200 mm × 113 mm, Banknote der Bank of England. Abb. 9: 100 Francs, 22. Februar 1849, Vs., 180 mm × 110 mm, Banknote der Banque de France; Schurz verdiente durch journalistische Arbeiten etwa 180 Francs monatlich. Die französischen Behörden überwachten Carl Schurz, inhaftieren ihn Ende Mai 1851 für vier Tage und erklärten ihn zur unerwünschten Person. Er kehrt deshalb im Sommer nach London zurück, wo außer den Kinkels noch viele weitere politische Flüchtlinge lebten; dort lernte er Margarethe Meyer, Tochter eines Hamburger Fabrikanten, kennen und sie heirateten am 6. Juli 1852 kurz vor ihrer gemeinsamen Auswanderung in die USA. Am 17. September 1852 erreichten sie auf dem Paketschiff „City of London“ New York. Beide hielten sich später in Philadelphia und Washington auf. Schurz studierte die englische Sprache intensiv und besuchte den Senat und das Abgeordnetenhaus im Capitol. Schurz’ Eltern und Schwestern kamen im Frühjahr 1853 nach Philadelphia, nachdem die preußische Polizei das elterliche Haus durchsuchte und verwüstete. Die Großfamilie mietete ein Haus und die beiden Schwestern Anna und Antonie eröffneten ein Modegeschäft. Am 3. Mai 1853 wurde Schurz’ erstes Kind Agathe geboren. 1854 kaufte er ein Grundstück in Wisconsin und ließ ein Haus in Watertown bauen. Abb. 10: 10 Dollars, Juli 1850, Vs., 185 mm × 77 mm, Banknote der Bank of Wisconsin. Schurz praktizierte ab 1858 als Rechtsanwalt am Circuit Court in Milwaukee/Illinois. Wegweisend für seine Zukunft war die Begegnung mit Abraham Lincoln am 12. Oktober 1858. Während einer Zugfahrt kam es zu einer denkwürdigen Begegnung: Carl Schurz lernte den späteren 16. Präsident der USA kennen. Dieser debattierte damals mit dem Herausforderer Stephen A. Douglas über die Sklaverei – beide wollten für Illinois in den Washingtoner Senat. Lincoln verlor gegen Douglas, hatte aber schon den Präsidentschaftswahlkampf 1860 im Blick. Schurz unterstützte Lincoln dabei und entsprechend seinem ausgeprägten Ego behauptete er später: „Ich habe mehr als alle anderen getan, um Lincoln auf dem richtigen Weg zu halten.“ Lincoln gewann die Präsidentschaft am 6. November 1860 und Carl Schurz sollte als US-Botschafter nach Sardinien gehen, wurde jedoch 1861 von Außenminister William H. Seward als Gesandter in die Botschaft der USA nach Spanien geschickt. Abb. 11: 100 Reales de Vellón, 1. August 1861, Vs., 178 mm × 114 mm, Banknote der Banco de Cádiz. Nach einem halben Jahr kehrte Schurz in die Vereinigten Staaten zurück, um sich auf Seiten der Nordstaaten am Bürgerkrieg zu beteiligen. Schurz diente als Brigadegeneral unter den Generälen Frémont und Sigel in der Virginia-Armee. Im Sommer 1863 wurde er zum Generalmajor befördert, befehligte die Army of the Cumberland und nahm an verschiedenen Schlachten z. B. bei Chancellorsville und Gettysburg teil. 1864 wurde er Truppenausbilder in Nashville/Tennessee. Abb. 12: 1 Dollar, 4. Januar 1863, Vs., 186 mm × 78 mm, Banknote der Bank of Chattanooga/Tennessee (Südstaaten). Abb. 13: 5 Dollars, 5. Mai 1859, Vs., 186 mm × 78 mm, Banknote der City Bank Philadelphia/ Pennsylvania (Nordstaaten). Nach dem tödlichen Attentat auf Präsident Lincoln während seiner zweiten Amtszeit am 15. April 1865 wurde der Vizepräsident Andrew Johnson ins Präsidentenamt vereidigt. Schurz brach nach Meinungsverschiedenheiten mit Johnson und beendete vorerst seine politische Karriere. Schurz zog sich ins Privatleben zurück und wurde u. a. Washington-Korrespondent für die „New York Tribune“ und Redakteur bei der „New York Evening Post“. Zusammen mit seiner Frau Margarethe, die als erste Gründerin eines Kindergartens in den USA gilt, reiste er 1867 nach Deutschland und nach einem Aufenthalt im inzwischen an Preußen gefallenen Nassau nahm er von Wiesbaden aus im Januar 1868 eine persönliche Einladung des damaligen Bundeskanzlers des Norddeutschen Bundes Otto von Bismarck an. Bismarck, der Schurz seit 1851 steckbrieflich suchen ließ, empfing ihn freundlich im Kanzlerpalais in der Berliner Wilhelmstraße. In einem der Gespräche überraschte er Schurz mit einer nüchternen Prophezeiung über den französischen Kaiser Napoleon III.: „... Dazu wird er unter irgendeinem Vorwand Streit mit uns anfangen. Ich glaube nicht, dass er persönlich diesen Krieg herbeisehnte, ich glaube sogar, er würde ihn lieber vermeiden, aber seine unsichere Lage wird ihn dazu treiben. Nach meiner Berechnung wird diese Krisis in etwa zwei Jahren eintreten. ... Wir werden siegen und das Ergebnis wird gerade das Gegenteil von dem sein, was Napoleon anstrebt, nämlich die vollständige Einigung Deutschlands außerhalb Österreichs und wahrscheinlich auch der Sturz Napoleons.“ Der Krieg zwischen Frankreich und Preußen brach im Juli 1870 aus, Napoleon III. wurde am 4. September 1870 gestürzt und das Deutsche Reich am 1. Januar 1871 errichtet– eine zutreffende Voraussage des preußischen Ministerpräsidenten.[2] Abb. 14: 5 Thaler Courant, 15. September 1856, Vs., 130 mm × 85 mm, Kassenanweisung der preußischen Hauptverwaltung der Staatsschulden. Wieder in den USA angekommen, begab sich Schurz erneut auf das innenpolitische Parkett. Der inzwischen 40-Jährige kandidierte 1869 für das Amt eines US-Senators für Missouri, gewann das Mandat und sagte selbst über sich: „Die Schlacht ist geschlagen. Es ist der größte Sieg meines Lebens ... Nur wenig mehr als sechzehn Jahre waren vergangen, seitdem ich in Amerika gelandet war, ein Heimatloser, ein aus dem großen Schiffbruch der revolutionären Bewegung in Europa Geretteter.“ Er begleitete sein Washingtoner Amt bis 1875; der republikanische Gouverneur von Ohio, Hayes, wurde in dieser Zeit auf Schurz aufmerksam, der 1872 die Liberal-Republikanischen Partei mitbegründete. Nach der 1876 gewonnenen Präsidentschaft ernannte Rutherford B. Hayes sieben Tage nach Amtseinführung den früheren Senator Schurz zum Innenminister der Vereinigten Staaten von Amerika. Abb. 15: Ernennungsurkunde als Innenminister der USA im Kabinett Hayes vom 12. März 1877 mit dem Text „... know ye, that, reposing special trust and confidence in the patriotism, integrity and abilities of Carl Schurz of Missouri, I have nominated, and, by and with the advice and consent of the Senate, do appoint him to be Secretary of the Interior, and do autorize and empower him to execute and fulfil the duties according to law, and to have and to hold the said office, with all the powers, the privileges, and emcluments to the same of right appertaining ...“ (... hiermit bezeuge ich, dass ich, im besonderen Vertrauen auf den Patriotismus, die Integrität und die Fähigkeiten von Carl Schurz aus Missouri, ihn mit Zustimmung des Senats zum Innenminister nominiert habe und ernenne und ermächtige ihn, die ihm gesetzlich zustehenden Pflichten zu erfüllen und das Amt mit allen damit verbundenen Befugnissen, Privilegien und Rechten auszuüben ...) – am 12. März 1877 in Washington von Präsident R. B. Hayes unterzeichnet (US-Banknoten mit dem Abbild von Präsident Hayes gibt es nicht – lediglich eine Fantasienote über 100 Dollars Serie 1924). Schurz erhielt als Innenminister ein Gehalt von jährlich 8.000 US-Dollars – nach heutigem Wert etwa 240.000 bis 260.000 US-Dollars. Abb. 16: Carl Schurz, im Januar 1869 als Senator von Missouri gewählt, war als erster Deutsch-Amerikaner bis 1875 Kongressabgeordneter und ab 1877 US-Innenminister – seine Reformierung des öffentlichen Dienstes warf man ihm „als Einführung unamerikanischer ‚preußischer‘ Verhältnisse“ vor; schon damals war es in den USA üblich, nach jeder Wahl alle Ämter neu zu besetzen (Foto: Mathew B. Brady 1877). Abb. 17: 1 Dollar, 25. Mai 1877, Vs., 184 mm × 80 mm, Banknote der German American National Bank of Washington. Abb. 18: 20 Dollars, 6. Juli 1885, Vs., 184 mm × 80 mm, Banknote der National City Bank of New York. Nach seinem Ausscheiden aus dem Staatsdienst arbeitete Schurz ab 1881 wieder als Journalist und war als Herausgeber der „Evening Post“ und als Chefredakteur bei „Harper’s Weekly“ von 1892 bis 1893 tätig. Er leitete auch die „New York Civil Service Reform League“ und blieb als anerkannter Führer in der deutsch-amerikanischen Gemeinschaft politisch aktiv. Schurz’ letzter öffentlicher Kampf richtete sich gegen den US-Imperialismus; er verurteilte den Spanisch-Amerikanischen Krieg von 1898. Am 10. Dezember 1898 verzichtete das Königreich Spanien im Frieden von Paris auf wichtige Außenbesitzungen. Kuba, Guam, Puerto Rico, die Jungferninseln und die Philippinen kamen für 20 Millionen US-Dollars an die Vereinigten Staaten. Er prangerte das Vorgehen der Amerikaner an, das nicht den Prinzipien der Unabhängigkeitserklärung entsprach und eine Verletzung der Verfassung der USA darstellte. Carl Schurz starb am 14. Mai 1906 an einer Lungenentzündung in seiner Wohnung East 91st Street 24 in New York City und wurde auf dem Friedhof von Sleepy Hollow im Westchester County beigesetzt. Er überlebte seine Frau Margarethe, die 1876 kurz nach Geburt ihres zweiten Sohns Herbert starb. Ihre Tochter Emmy wurde nur zwei Jahre alt und Herbert starb 24-jährig in London an einem Herzleiden. Der jüngste Sohn Carl Lincoln Schurz war Rechtsanwalt in New York und starb 1924 im Alter von 53 Jahren im hessischen Bad Nauheim ebenfalls an einer Herzerkrankung. Schurz’ Töchter Agathe und Marianne blieben unverheiratet und widmeten sich sozialen Projekten – sie starben 1915 bzw. 1929. Abb. 20: 5 Dollars, 1. Juli 1905, Vs., 184 mm × 80 mm, Banknote der American Exchange National Bank of New York. Schurz galt viele Jahrzehnte in Deutschland und in den USA als vorbildlicher Demokrat. Seine historische Bedeutung wird neuerdings problematisch gesehen und ist Thema kritischer Aufarbeitung. So wirft man ihm den Aufbau brutaler Anstalten zur Assimilierung und einen erzwungenen Ausverkauf der verbliebenen Reservate (Aufteilung der Indianer-Reservate in Privatgrundstücke und Verkauf des nicht verteilten Landes an weiße Siedler) während seiner Dienstzeit als Innenminister vor. Die vorige US-Innenministerin Deb Haaland (2021–2025) gab eine Studie der Federal Boarding School Initiative in Washington in Auftrag, in der eine jahrzehntelange Zwangsverschickung indigener Kinder und deren Umerziehung in staatlichen Internaten anprangert wurde. Auch war er dafür verantwortlich, dass 1877 Bestrebungen für die Gleichberechtigung von Schwarzen in den Südstaaten gestoppt wurde. Michael H. Schöne Quellen: [1] Carl Schurz „Sturmjahre, Lebenserinnerungen 1829–1852“, Ostberlin 1982 [2] Carl Schurz „Unter dem Sternenbanner, Lebenserinnerungen 1852–1869“, Ostberlin 1981 https://archive.org https://carl-schurz.de https://de.wikipedia.org http://gamhof.org https://greven-archiv-digital.de https://www.bpb.de https://www.demokratiegeschichte.de https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de https://www.instyle.com https://www.mrlincolnswhitehouse.org http://www.wisoveg.de

  • Lexikon: Muntbiljets

    Muntbiljets (Muntbiljetten, Deutsch: Münzbillets) sind niederländisches Staatspapiergeld, das ab Mitte des 19. Jahrhunderts vom Finanzministerium und der Nederlandsche Bank (Niederländische Bank) gemeinsam ausgegeben wurde. Die Muntbiljets zirkulierten neben den Noten der Niderländischen Bank; 1914 wurden sie vorübergehend von den Zilverbons (Zilverbonnen, Deutsch: Silberbons) abgelöst, aber dann wieder während des Zweiten Weltkriegs (1943) in den USA gedruckt und in den Werten 1, 2½, 10, 25, 50 und 100 Gulden jetzt nur noch vom Finanzministerium ausgegeben. Niederlande, Finanzminister: Muntbiljet über 2½ Gulden vom 4. Februar 1943 (Ausgabe 1945) mit Porträt von Königin Wilhelmina,Vorderseite. Gedruckt von der American Banknote Company. Niederlande, Finanzminister: Muntbiljet über 2½ Gulden vom 4. Februar 1943 (Ausgabe 1945), Rückseite. Gedruckt von der American Banknote Company. Niederlande, Finanzminister: Muntbiljet über 2½ Gulden vom 8. August 1949 mit Porträt von Königin Juliana, Vorderseite. Niederlande, Finanzminister: Muntbiljet über 2½ Gulden vom 8. August 1949, Rückseite. Zwei weitere Ausgaben von 1- und 2½-Gulden-Muntbiljets gibt es mit dem Datum vom 18. Mai 1945 bzw. 8. August 1949. Die Muntbiljets wurden zwar aus dem Verkehr gezogen, blieben aber auch danach einlösbar. Auch in den niederländischen Kolonien gab es Muntbiljets. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abbildungen: Hartmut Fraunhoffer, www.banknoten.de

  • Geldscheinporträts: Ecaterina Teodoroiu – Rumäniens Jeanne d‘Arc

    Reihe zu Porträts bedeutender Persönlichkeiten auf Geldscheinen. ​Geburtsname: Cătălina Vasile Toderoiu Zur Person: Krankenschwester, Soldatin ​Nationalität: Rumänisch ​Lebensdaten: 15. Januar 1894 – 3. September 1917 ​Geburtsort: Vădeni (Kleine Walachei, Königreich Rumänien) ​Sterbeort: Padiu (Königreich Rumänien) Ecaterina Teodoroiu, 1917, nachträglich koloriert. Abb. wikimedia.org/wikipedia/commons. Der Erste Weltkrieg wird zumeist als großer Betrug gesehen, als sinnloses, blutiges Sterben einer ganzen Generation naiver junger Männer, die sich absurden Illusionen von Ehre und Vaterland hingaben. In Rumänien ist die Sichtweise etwas anders. Der Erste Weltkrieg hat dort noch eine zusätzliche Bedeutung als Gründungsereignis eines nur kurz bestehenden Großrumäniens, das 1918 alle historischen Regionen Rumäniens vereinte. Das Abwerten des Krieges bedeutet somit indirekt auch einen symbolischen Angriff auf den Nationalmythos. Vielleicht lässt sich so besser verstehen, weshalb eine junge Frau, die sich freiwillig meldete, unbedingt an die Front wollte und dort mit 23 Jahren starb, zur Nationalheldin auserkoren und noch 2021 auf der 20-Lei-Banknote verewigt wurde. Ecaterina Teodoroiu (geboren als Cătălina), wuchs in einfachen, bäuer­lichen Verhältnissen auf. Sie fasste früh den Entschluss, Lehrerin zu werden, um ihr großes Interesse an der rumänischen Landesgeschichte weiterzutragen. Wohl aus ähnlichen, patriotischen Gründen trat sie der örtlichen Pfadfindergruppe bei. Der Kriegseintritt Rumäniens durchkreuzte ihre Pläne. Zwei Jahre lang war es Rumänien gelungen, ein neutraler Staat zu bleiben. Im Sommer 1916 trat Rumänien der Entente bei. Innenpolitisch war lange unklar, für welche Seite Rumänien sich entscheiden würde. Letztendlich waren es die Aussicht auf die Eroberung Siebenbürgens und die Idee eines vereinigten Großrumäniens, die den Eintritt motivierten. Alle ihre fünf Brüder mussten kämpfen. Auch Ecaterina meldete sich freiwillig. Sie war an Aufklärungstouren mit ihrer Pfadfindergruppe beteiligt und arbeitete als Krankenschwester nahe der Frontlinie am Fluss Jiu. Bereits dort wurde sie für ihren Einsatz ausgezeichnet. Als ihr Bruder Nicolae getötet wurde, trat sie der Infanterie bei – Soldatinnen waren zu dieser Zeit eine absolute Seltenheit. Sie war fest entschlossen, den Tod ihres Bruders zu rächen. Im Winter 1916 wurde Teodoroiu gefangen genommen, konnte jedoch verletzt fliehen. Durch ein Täuschungsmanöver gelang es ihr sogar, weiteren Gefangenen ihrer Kompanie zur Flucht zu verhelfen. Nach erneuten Kämpfen und Verletzungen wurde sie im März 1917 mit der Militär-Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet und erhielt das Kommando über einen Zug ihrer Kompanie. Sie wurde damit zum ersten weiblichen Offizier der rumänischen Armee. ROM-119a, 20-Lei-Banknote der Rumänische Nationalbank aus Polymer, 2021. Vs.: links Tapferkeitsmedaille als trans­parentes Fenster, rechts Ecaterina Teodoroiu , mittig ein Strauß Krokusse neben Wappen der Rumänischen Pfadfinder. ROM-119a, 20-Lei-Banknote der Rumänische Nationalbank aus Polymer, 2021. Rs.: Victoria-Statue, Mărășești-Mausoleum, Lilienblüte. Im September 1917 wurde sie von Maschinengewehrfeuer getroffen und starb. Die Inschrift auf ihrem Grabstein war „fecioara eroina“ – die „jungfräuliche Heldin“. Eine Inschrift, die auf keinem Grab eines jungen Mannes zu finden wäre. Sie wurde zur Jeanne D’Arc Rumäniens und zur Kriegsheldin stilisiert. Gleichzeitig wurde sie in Darstellungen zunehmend vermännlicht. Flache Brust, kurze Haare, Uniform, Brille. So ist sie auch auf der 20-Lei-Banknote von 2021 zu sehen, nach einem Bild, das kurz vor ihrem Tod entstand. Sie ist die erste weibliche Persönlichkeit auf einer rumänischen Banknote. Elias Heindl Literatur/Quellen: Cosmin Borza (2019): The Heroines. Re-Mythification of the First World War in the Romanian Literature. Metacritic Journal for Comparative Studies and Theory, Bd. 5, Ausg. 1, 109–120. Bucur, Maria. (2000): Between the Mother of the Wounded and the Virgin of Jiu: Romanian Women and the Gender of Heroism during the Great War. Journal of Women's History, 12 (2), 30–56. Rachel Basinger (2019): Hidden in History: The Untold Stories of Women During World War I and World War II. Ocala: Atlantic Publishing Group.

  • Neue Weltbanknoten-Varianten: April 2026, Teil 2

    Botswana, Guinea, Kuba, Mexiko, Neuseeland, Nigeria, Sri Lanka, Tunesien, Westafrikanische Staaten (Guinea-Bissau), Zentralafrikanische Staaten BNB = The Banknote Book (von Owen W. Linzmayer) SCWPM = Standard Catalog of World Paper Money (eingestellt) Botswana 20 Pula von 2024 BNB B125i: wie BNB B125h (SCWPM 31), aber mit neuen Unterschriften (Gaolathe/Dekop), neuem Jahr und einem neuen Sicherheitsstreifen auf der Rückseite. 50 Pula von 2024 BNB B126f: wie BNB B126e (SCWPM 32), aber mit neuen Unterschriften (Gaolathe/Dekop), neuem Jahr und einem neuen Sicherheitsstreifen auf der Rückseite. Guinea 1000 Francs Guinéens von 2024 BNB B339e: wie BNB B339d (SCWPM 48), aber mit neuen Unterschriften (Soumah/Kaba) und neuem Jahr. 2000 Francs Guinéens von 2024 BNB B342c: wie BNB B342b (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Soumah/Kaba) und neuem Jahr. Kuba 50 Pesos von 2025 BNB B910n: wie BNB B910m (SCWPM 123), aber mit neuer Unterschrift (Delgado), neuem Jahr, neuer Druckerei (Gosnak) und Serifenzahlen in der Kontrollnummer. Mexiko 100 Pesos vom 12.03.2025 BNB B724b: wie BNB B724a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuem Datum (12 MAR. 2025). Neuseeland 50 Dollars von 2022 BNB B140d: wie BNB B140c (SCWPM 194), aber mit neuem Jahr (20)22 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Nigeria 20 Naira von 2026 BNB B232ab: wie BNB B232aa (SCWPM 34), aber mit neuem Jahr. 200 Naira von 2026 BNB B244h: wie BNB B244g (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuem Jahr. Sri Lanka 20 Rupees vom 18.11.2024 BNB B123i: wie BNB B123h (SCWPM 123), aber mit neuen Unterschriften (Dissanayake/Weerasinghe) und neuem Datum (2024-11-18). Tunesien 5 Dinars vom 25.07.2025 BNB B537b: wie BNB B537a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Abdessalem/Nouri) und neuem Datum (2025-07-25). Westafrikanische Staaten (Guinea-Bissau) 500 Francs CFA von 2026 BNB B120So: wie BNB B120Sn(SCWPM 919S), aber mit neuem Jahr (20)26 (die ersten beiden Stellen der Kontrollnummer geben das Druck- bzw. Ausgabejahr an). Buchstabe S = Guinea-Bissau. Zentralafrikanische Staaten 5000 Francs CFA, neue Auflage BNB B114b: wie BNB B114a (SCWPM nicht gelistet), aber mit neuen Unterschriften (Bangui/Angue). Donald Ludwig (polymernotes.com) (Abb. Owen W. Linzmayer, The Banknote Book, und Stane Straus, polymernotes.com)

  • Bisher unbekannter Notgeldschein: 10 Reichsmark 1945 aus dem Kleinwalsertal

    Fünf Jahre nach Bekanntwerden von bis dahin unbekannten Notgeldausgaben im Jahr 1945 (nicht ausgegebene Notgeldscheine der sächsischen Stadt Chemnitz) liegt eine neue Meldung vor: 10 Reichsmark 1945 der Gemeinde Mittelberg im Kleinwalsertal. Abb. 1: 10 Reichsmark 1945, Vs., zweifarbiger Druck mit roter Kontrollnummer und Gemeindestempel; die Abmessungen des Scheins sind bisher nicht bekannt. Abb. 2: 10 Reichsmark 1945, Rs., unbedruckt, leider ist die Qualität der Abbildungen unbefriedigend (mit Photoshop bearbeitetes Bildschirmfoto). Das österreichische Kleinwalsertal gehörte bis zum „Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich“ am 13. März 1938 zum Bezirk Bregenz im Bundesland Vorarlberg. Danach sollte es dem NS-Gau Schwaben zugeordnet werden und wurde bis 1945 verwaltungsmäßig in den Landkreis Sonthofen eingegliedert. Am 29. April 1945 überschritten Soldaten der 5. Französischen Panzerdivision und der 4. Marokkanischen Gebirgsdivision die Grenze bei Lochau und besetzten innerhalb einer Woche ganz Vorarlberg. Der Krieg endete im Kleinwalsertal am 2. Mai 1945. Schon vor dem Eintreffen französisch-marokkanischer Truppen wurde das Tal vom Heimatschutz unter Kontrolle gebracht. Am 1. Mai 1945 umstellten 30 von den auf 120 Männern angewachsenen Heimatschutz-Gruppe das provisorisch im „Café Amely“ in Riezlern untergebrachte Gemeindeamt. Gottlieb Kessler und Hermann Künzel übergaben die zivile Verwaltung an Gedeon Fritz und Peter Meusburger. Die Widerstandsbewegung war bewaffnet – Waffen und Munition hatten sie sich beim Jägerbataillon unter Oberleutnant Karl Richter im nahen bayerischen Oberstdorf beschafft, der den Ort mit seinem Heimatschutz ebenfalls kampflos übergeben wollte. Man wollte in den letzten Kriegstagen das Tal vor fanatischen Nationalsozialisten schützen und Kämpfe mit den anrückenden alliierten Truppen verhindern. Sie rechneten mit der Besetzung durch die US-Armee und stellten deshalb eine Tafel mit der Aufschrift „Here is Austria“ auf. Aber am Mittag des 2. Mai 1945 rückten die Franzosen auf leichten Panzerspähwagen an. Der bis März 1938 im Amt befindliche Bürgermeister, Gedeon Fritz, der sich den Widerständlern angeschlossen hatte, wurde als provisorischer Bürgermeister wieder eingesetzt und übergab das Tal formell an den französischen Kommandanten. Der Land- und Gastwirt Fritz führte vorerst auch das Referat für das Finanzwesen. Abb. 3: Heimatschutzmänner unter dem Kommandanten Peter Meusburger halten die Tafel "Here is Austria" am historischen Grenzgasthof „Walserschanz“. Der Mangel an ausreichend Zahlungsmittel am Ende des Zweiten Weltkriegs war bei der Bevölkerung, bei Industrie und Handel sowie der öffentlichen Hand im April/Mai 1945 in vielen Gegenden des Deutschen Reichs spürbar – so auch in Süddeutschland und im angeschlossenen Österreich. Das Bargeld für das Kleinwalsertal kam von der Reichsbankstelle Augsburg und anschließend von der Reichsbanknebenstelle in Kempten. Die Versorgung mit Reichsbanknoten war von dort aus im April 1945 nicht mehr gewährleistet: am 27. April 1945 war die kreisfreie Stadt kampflos an die US-Armee übergeben worden. Im Gemeinderat von Mittelberg beschloss man am 10. April 1945 den Druck und die Ausgabe von lokalem Notgeld in den Wertstufen 5, 10 und 20 RM. In der Schrift von Ulrich Nachbaur kann man nachlesen: „Auf Beschluss der kommissarischen Gemeindevertretung vom 10. Mai 1945 gab die Gemeinde Mittelberg Geldgutscheine als Notgeld aus, das aber bis 31. August 1945 wieder in allgemein gültige Zahlungsmittel umzuwechseln war.“ Abb. 4: Beratungsprotokoll und Entschließung vom 10. Mai 1945 zum Druck und zur Ausgabe von lokalem Notgeld in Höhe von 30.000 Reichsmark in Geldgutscheinen durch die Gemeindekasse und der Spar- und Darlehenskasse Hirschegg; anwesend waren Bürgermeister Gedeon Fritz, 2. Bürgermeister Max Kessler (Beamter der Spar- und Darlehenskasse), Ortsvorsteher Norbert Drechsel, Gewerbereferent Walter Riedmann und Ortskommandant Peter Meusburger. Belegt ist bis heute nur ein 10-RM-Gutschein mit dem Aufdruck: „Gemeinde Mittelberg / Gutschein / über / ZEHN MARK / Dieser Schein gilt nur in der Gemeinde Mittelberg (Klein Walsertal) und wird über Aufruf durch die Spar- und Darlehenskasse Klein Walsertal in Hirschegg eingelöst. / Mittelberg, am 11. Mai 1945 Gemeinde Mittelberg.“ Der Schein ist insofern von Interesse, da er das Datum vom 11. Mai 1945 trägt, die Gemeinde Mittelberg jedoch schon seit über eine Woche von den Franzosen verwaltet wurde. Eine Ausgabe der Scheine war eigentlich von der französischen Militärverwaltung verboten (wie im Falle der Stuttgarter und Triberger Notgeldscheine – beide mit Datum 1. Mai 1945, obwohl beide Städte schon am 22. bzw. 24. April 1945 von französischen Truppen besetzt wurden). Das wurde in der Beratung am 1. Juli 1945 bestätigt: „Er [der Bürgermeister] teilte noch mit, dass der Druck von Notgeld eigentlich verboten gewesen wäre. Die Gemeinde hat derzeit Rm. 12.000.- in Umlauf, wofür aber volle Deckung vorhanden ist. Die Ausgabe von weiteren Notgeld wurde eingestellt.“ Der Schein zeigt außerdem den Gemeindestempel mit der Umschrift „Gemeinde * Mittelberg Kl. Walsertal“ – eine Unterschrift fehlt. Er entspricht in vielerlei Hinsicht ähnlichen Notgeldscheinen der 1945-er Notgeld-Epoche. Die Scheine ohne Wasserzeichen wurden in der am 1. April 1930 eröffneten Buchdruckerei von Josef Müller im Hauptort Riezlern hergestellt; im Verlag dieser Druckerei erschien das „Veröffentlichungsblatt der Gemeinde Mittelberg-Kleinwalsertal“. In keiner Ausgabe wurde jedoch eine Bekanntmachung über die Ausgabe des Notgelds veröffentlicht; nur die Aufrufe zur Einlösung erschienen dort am 25. Juli und nochmals am 22. August 1945. Abb. 5: Nr. 13 des VBl. vom 25. Juli 1945 – amtliche Bekanntmachung über den Einzug von Notgeld. Im VBl. Nr. 17 vom 18. August 1945 wurde der Einzug von Notgeld nochmals fast wortgleich bekanntgegeben: „Neuerdings wird darauf hingewiesen, dass der Gemeinderat in der Sitzung vom 22. 7. 45. den Einzug des auf Grund des Beschlusses vom 10. Mai 1945 ausgegebenen Notgeldes beschlossen hat. Die Geldgutscheine sind bis 31. 8. 1945 bei der Spar- und Darlehnskasse Hirschegg oder der Gemeindekasse in allgemein gültige Zahlungsmittel umzuwechseln. Mittelberg, den 18. August 1945 – Der Bürgermeister: G. Fritz.“ Der Text des Beratungsprotokolls mit den Gemeinderäten vom 22. Juli 1945, Punkt 2, lautete: „Einzug der auf Grund des Beschlusses vom 10.5.45. ausgegebenen Notgeldscheine – Bürgermeister Gedeon Fritz gab den Gemeinderäten Kenntnis, dass derzeit Notgeldscheine im Werte von Rm. 12.000.- im Umlauf sind. Der beabsichtigte Zweck wurde durch die Ausgabe voll erfüllt; derzeit ist ein Mangel an Bargeld nicht mehr festzustellen. Es wäre zweckmäßig die im Umlauf befindlichen Notgeldscheine bis zum 31. August dieses Jahres zurückzuziehen. Entschließung: Die Gemeinderäte beschlossen einstimmig die auf Grund des Beschlusses vom 10. Mai 1945 ausgegebenen Notgeldscheine, bis 31.August aus dem Verkehr zu ziehen. Die Einlösung erfolgt durch die Gemeindekasse und durch die Spar- und Darlehenskasse Hirschegg. Die Rückziehung wird zweimal im Gemeindeblatt bekanntgegeben werden.“ Die 5-stellige Kontrollnummer lässt keinen Rückschluss auf die gedruckte Menge des 10-RM-Scheins zu, da man nicht weiß, ab welcher Zahl nummeriert wurde. Der Schein zeigt typische Umlaufspuren. Die Scheine könnten die selben Abmessungen wie die Reichsbanknoten zu 10 RM 1929 (150 x 75 mm) haben – die Verhältnisse Breite : Höhe sind gleich. Auch wurde der Grünton für 10-RM-Scheine beibehalten. Unbekannt ist weiterhin die gedruckte, ausgegebene, eingelöste und vernichtete Stückzahl aller Gutscheine. Am Ende des Kriegs befanden sich etwa 10.000 Menschen im Tal – fast 3.000 davon waren die eigentlichen Einwohner. Tausende Ostflüchtlinge waren seit März 1945 ins Tal gekommen und über tausend Verwundete lagen in Hotels, die als Notlazarette dienten. Entsprechend waren Versorgungsengpässe die Folge. Um die Fremden mit Lebensmitteln zu versorgen, übernahm die Metzgerei Meusburger die Aufgabe, alle Personen zu verpflegen. Unter ihnen befanden sich im damaligen „Ifen-Hotel“ zuvor internierte französische, italienische und griechische Diplomaten sowie Offiziere. Auch deutsche Soldaten auf ihrer Flucht und Bombenopfer mussten versorgt werden. Bis zum 1. Juli 1945 hatten schon zwei Drittel der Evakuierten das Tal wieder verlassen. Als Ortskommandant und Inhaber des Familienbetriebs einer Metzgerei gab Peter Meusburger wegen Bargeldmangels anfangs handschriftliche Zettel zur Verrechnung aus. Diese waren bald aufgebraucht und sind heute nicht mehr vorhanden und so ließ er eine Serie von 2-seitig gedruckten Gutscheinen herstellen. Zitat Peter Meusburger 1982: „Durch die 1945 noch geltenden Gesetze kostete ein Vergehen gegen die RM beinahe den Kopf. Deshalb war es schwer, eine Druckerei zu finden, mit welcher man zum Teil nur chiffriert korrespondieren konnte. Dies ist auch einer der Gründe, warum auf meinem Notgeld weder das Datum noch die Druckerei aufscheinen.“ Die Scheine sollen von der Bevölkerung in den drei Gemeinden des Tals gut angenommen worden sein und wanderten nach Einlösung in den Heizkessel. Daher gibt es bei den noch verbliebenen Serien und Einzelscheinen Nummernlücken. Meusburgers Wunsch war es, diese „einmalige Ausgabe“ teuer zu vermarkten und den Erlös auf seine Erben aufzuteilen. Auch den Zeitungen wollte er nur Rede und Antwort gegen entsprechendes Honorar gewähren. Nach seinem Tode waren die Restbestände von zigtausend Scheinen verschwunden. Erben bemühten Rechtsanwälte und man munkelte allerhand über den Verbleib der Scheine. Vielleicht hatte er aus Enttäuschung noch einen großen Teil selbst vernichtet. Peter Meusburger hatte den Geltungszeitraum seiner Scheine immer mit 1945 bis 1948 angegeben, was zu bezweifeln ist, da im Jahr 1945 noch kein Mangel an Kleingeld herrschte – der setzte erst 1946 ein. Nominale von 10 Reichspfennig bis 5 Reichsmark sind typisch für den Zeitabschnitt 1947/48. Abb. 6: 5 Reichsmark o. D. (1946/47), Vs., Gutschein der Metzgerei Peter Meusburger; die angeblich bis zur Währungsreform 1948 Gültigkeit hatten – Meusburger ließ außerdem die seit 1981 in der Sammlerschaft bekannt geworden Scheine in den Wertstufen 0,10 und 0,50 RM sowie 1, 2 und 5 RM drucken. Eine weitere Besonderheit aus dem Kleinwalsertal: bis zum Jahr 2002 galt die Deutsche Mark als gültige Währung und deshalb verwendete man im Spielcasino Kleinwalsertal/Casinos Austria in Riezlern entsprechende Jetons. Bis zum 31. Dezember 2001 waren farbige Kunststoff-Jetons zu 5, 10, 20, 50 und 100 DM in Gebrauch. Abb. 7: Jeton des Spielcasinos Kleinwalsertal im Wert von 2 Deutschen Mark, o. J., 28 mm Ø, Messing, es gab angeblich auch silberfarbene auf 10 Schilling lautende Marken. Die im Tal anwesenden französischen und marokkanischen Besatzungssoldaten feierten ihren Sieg über das nationalsozialistische Deutschland am 20. Mai 1945 mit einer großen Parade in Anwesenheit von Charles de Gaulle, dem späteren Staatspräsidenten Frankreichs. Die Gemeinde Mittelberg kehrte am 20. September 1945 offiziell zum österreichischen Bundesland Vorarlberg zurück. Bekannt ist, dass das Tal außer zu Fuß über die Berge nur auf einer Straße über Bayern erreichbar war und noch heute ist; zur Gemeinde Mittelberg gehören die Orte Riezlern, Hirschegg und Baad. Aufgrund ihrer geografischen Lage wurde die Gemeinde 1891 als Zollanschlussgebiet dem deutschen Wirtschaftsraum angeschlossen. Der Vertrag darüber wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen der Republik Österreich und der Bundesrepublik Deutschland neu geschlossen. Abb. 8: Karte des Kleinwalsertals – die Einheimischen nennen es lediglich Walsertal, das seit über 100 Jahren zu einer beachtlichen und wichtigen Tourismusregion in den Allgäuer Alpen wurde. Ein besonderer Dank gilt dem Chronisten der Gemeinde Mittelberg, Herrn Stefan Heim, für die umfang- und hilfreiche Unterstützung bei der Recherche zum Mittelberger Notgeld 1945 vor Ort und für die Zusendung der entspr. Gemeinderatsprotokolle und Veröffentlichungsblätter. Michael H. Schöne Quellen: Ulrich Nachbaur: „Vorarlberger Territorialfragen 1945 bis 1948“, Konstanz 2007 Peter Schwarz: „Eigenes Geld zur Stunde Null“ > Allgäuer Zeitung vom 17. Mai 2005, 20:30 Uhr (https://www.all-in.de) WAG-Online oHG Arnsberg: Auktion 168 vom 8. März 2026, Los 539 https://austria-forum.org https://museumguckloch.wordpress.com https://www.jeton-museum.de https://www.kleinwalsertal.com https://www.malingesellschaft.at https://www.vorarlberger-walservereinigung.at https://www.walserdruck.at

  • Aus privaten Sammlungen: Goldmark-Notgeld des Freistaats Preußen als Paketaufkleber

    Die fertig gedruckten einseitigen Scheine der ersten Auflage des preußischen wertbeständigen Notgelds (Ausgabe des Preußischen Finanzministers) vom 31. Oktober 1923 zu 1,05 und 2,10 Goldmark wurden damals nicht ausgegeben, sondern die Druckbogen wurden später zerschnitten und mit den unbedruckten Rückseiten durch das Preußische Finanzministerium als Paketaufkleber genutzt. Interessant ist, dass der vorgestellte Bogenteil laut Abstempelungen als Paketaufkleber zum Versand eines Päckchens an den Oberpräsidenten in Münster in Westfalen am 19. Oktober 1939 verwendet wurde. Das Preußische Finanzministerium hatte also sogar noch bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs hinein Bestände an Druckbogen des Goldmark-Notgelds von 1923, die auf diese Weise zweckentfremdet aufgebraucht wurden. Erst die Scheine der zweiten Auflage des preußischen Goldmark-Notgelds mit Datum vom 3. November 1923 (Werte zu 0,42, 1,05, 2,10 und 4,20 Goldmark) kamen auch in Umlauf. Ein 5-Goldmark-Schein vom 3. Januar 1924 wurde nicht mehr ausgegeben, es ist nur ein Stück im Berliner Münzkabinett bekannt. Objekttyp: Bogenteil Goldmark-Notgeld Sammlung: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte, Sammlung Besler (Grabowski) Authentizität: Original Land/Region/Ort: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Berlin Emittent: Der preußische Finanzminister Nominal: 1,05 Mark Gold = 1/4 Dollar nordamerikanischer Währung Datierung: 31. Oktober 1923 (Poststempel vom 19. Oktober 1939) Umlauf: Nicht ausgegeben, als Paketaufkleber genutzt Vorderseite: Text und mittig oben preußischer Wappenadler schwarz. Links und Unterdruck Wappenadler hellbraun in Kreisen Rückseite: Unbedruckt. Abstempelungen im Zusammenhang mit der Nutzung des Bogenteils als Paketaufkleber (Sendung des Preussischen Finanzministeriums als Päckchen an den Oberpräsidenten in Münster/Westfalen vom 19. Oktober 1939) Material: Papier mit Wasserzeichen Winterwellen Format: ca. 124 mm x 183 mm Nummerierung: Serie C, ohne Kontrollnummer Druck: Reichsdruckerei, Berlin Zitate: PRS-4 (Grabowski: Deutsches Notgeld, Band 10: Das Papiergeld der deutschen Länder 1871 – 1948 – Die Banknoten und Notgeldscheine der deutschen Länder, Provinzen und Bezirke, Regenstauf 2006) 0265 PA (Müller: Deutsches Notgeld, Band 12: Das wertbeständige Notgeld der deutschen Inflation 1923/1924, Regenstauf 2011) B035a1 (Lindman: Das wertbeständige Notgeldvon 1923/24, Gifhorn 2008) Hans-Ludwig Besler (Grabowski) Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus einer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@geldscheine-online.com. Literaturempfehlung: Manfred Müller: Deutsches Notgeld, Band 12: Das wertbeständige Notgeld der deutschen Inflation 1923/1924 1. Auflage 2011 ISBN: 978-3-86646-519-0 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: zahlreiche Schwarz-Weiß-Abbildungen Cover-Typ: Broschur Seitenanzahl: 608 Preis: 39,90 EUR Zur Leseprobe Zum Verlags-Shop

  • Teutoburger Münzauktion: Vorschau auf den Banknotenteil der Auktion 172 am 6. Juni 2026

    Die Sommerauktion bei den Teutoburgern in Borgholzhausen findet vom 1.-3. und 5.-6. Juni 2026 statt (am 4. Juni ist ein Feiertag). Es werden wieder drei Katalogteile, beginnend mit Teil 1 Goldmünzen, Goldmedaillen, Uhren und Schmuck. Wir starten in der Antike mit u.a. altgriechischen Elektron-Münzen, äußerst seltenen römischen Aurei des Macrinus und des Probus, zahlreichen byzantinischen Solidi, dann Anlagegoldmünzen aus der ganzen Welt, altdeutschen Goldgulden, Reichsgoldmünzen, bis hin zu modernen Goldmünzen. Teil 2 ist wieder der Hauptteil mit China & Südostasien, Münzen und Amuletten, sowie einer großen Sammlung asiatischer und anderer exotischer Antiquitäten, gefolgt von der Antike mit Artefakten aus der Sammlung Avadis Bal, einer schönen Serie Denare der Römischen Republik, aber auch der Kaiserzeit. Im Ausland sind Serien Dänemark, Frankreich und Russland hervorzuheben, bei Altdeutschland besonders Brandenburg-Preußen und eine Sammlung Welfen-Münzen. Den thematischen Medaillen (besonders Schützenwesen) folgen die deutschen Münzen ab 1871 nach Jaeger, hier besonders viel Reichssilber und Weimarer Republik. Den Abschluss der Numismatik bilden wie immer die Lots und Sammlungen, welche dieses Mal besonders üppig ausfallen. Hier stoßen die Schatzsucher unter den Sammlern und Händlern auf ein echtes Eldorado, zum Beispiel die riesige Sammlung Düsseldorfer Medaillen und Plaketten, gleich mehrere gewaltige Silberposten von je 32 bis 58 Kilo Münzen, thematische Sammlungen (im Bereich Niue: Star Wars, Warner Bros., Marvel, Batman, Disney, etc.). Es wird dringend empfohlen, eine Besichtigung vor Ort zu vereinbaren, diese ist in den Geschäftsräumen in Borgholzhausen nach Terminabsprache ab 4. Mai möglich. Die Sammelbereiche Orden, Militaria, Kleinantiquitäten, Silber, Bücher, etc. runden den Hauptteil ab. Teil 3 sind wieder Banknoten und Briefmarken. Bei Letzteren überzeugen vor allem die mannigfaltigen Großposten. Eine kleine Auswahl aus dem Teil 3 zu Banknoten: Los 4176 Banknoten, Altdeutschland, Hessen-Homburg Grabowski/Kranz 169, PickS292 Banknote, 10 Gulden 1.1.1855. Landgräflich Hessische Concessionierte Landesbank 1855. Lit. A, Ser. II. III- / IV+, Nadelstiche Ausruf: 5.000 EUR Los 4225 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945 Rosenberg 159, Grabowski DEU-204. 100 Rentenmark 1.11.1923. Serie A. II+, leichter Mittelknick. Ausruf: 2.500 EUR Los 4231 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Deutsches Reich, 1871-1945, Länderbanknoten, 1874-1925 Grabowski SAX-26M, Bühn 0013.27 M2. 50 Reichsmark 11.10.1924. KN. 7-stellig A 0000000 rot Vs. und Rs. mit rotem Aufdruck „Muster“, 4x gelocht davon (2 repariert), die ausgelochten Stücke wurden mit Tesafilm wieder an den Schein geklebt. II. Ausruf: 1.000 EUR Los 4301 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Westliche Besatzungszonen und BRD, ab 1948 Rosenberg 280a, Grabowski BRD-24a. 1000 Deutsche Mark 1.6.1977. Serie W/H. I-. Ausruf: 1.300 EUR Los 4323 Banknoten, Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Westliche Besatzungszonen und BRD, ab 1948 Rosenberg 310b, Grabowski BRD-54b. 100x 100 Deutsche Mark 2.1.1996, in Banderole. Serie KN/K mit Querstrich-Blindprägedruck. Fortlaufende KN. 5433900 - 5433999. I-II. Ausruf: 6.500 EUR Los 4440 Banknoten, Lots, Deutschland Die deutschen Banknoten ab 1871 nach Rosenberg, Sammlung mit mehreren Tausend Geldscheinen. Beginnend mit 100 Mark 1898 bis zur Euro-Zeit. Dabei Reichsbanknoten, Bank deutscher Länder, BRD, Länderbanknoten, Besatzungsausgaben des Zweiten Weltkriegs und vieles mehr. Darunter viele seltene und besondere Scheine gesichtet, meist schon nach Rosenberg bestimmt und ausgepriesen. Eine Sammlung für den Kenner. Unbedingt besichtigen. Unterschiedlich erhalten. Ausruf: 10.000 EUR Los 4441 Banknoten, Lots, Deutschland Schöne Sammlung von ca. 500 Geldscheinen. Beginnend mit Reichsbanknoten ab 1898 bis zu 1 Bio. Mark. Dabei aber auch Alliierte Besetzung, Bank Deutscher Länder, BRD bis 500 DM, Euroscheine bis zu 500 € etc. Viele schon bestimmt und ausgepriesen. Dazu noch ein kl. Album mit einigen Banderolen. Unbedingt besichtigen! Unterschiedlich erhalten. Ausruf: 5.000 EUR Los 4442 Banknoten, Lots, Deutschland Reichsbanknoten, enormer Händlernachlass mit vermutlich 15.000 bis 20.000 Scheinen. Dabei viel Massenware, aber auch einige bessere Bündel mit Banderolen oder Scheine mit fortlaufende KN. gesichtet. Ein Posten für den Kenner, der unbedingt besichtigt werden sollte. Fundgrube! Unterschiedlich erhalten. Ausruf: 5.000 EUR Los 4493 Banknoten, Lots, Ausland Hochinteressanter Händlernachlass mit schätzungsweise 20.000 Scheinen aus aller Welt. Meist schon bestimmt, sortiert und ausgespriesen in insgesamt 40 Sortierkästen. Dabei überwiegend moderne Scheine in Top Erhaltungen, darunter auch umtauschbare Scheine. Ein Posten für den Wiederverkäufer mit viel Potenzial, der unbedingt besichtigt werden sollte. Günstig geschätzt. Unterschiedlich erhalten. Ausruf: 10.000 EUR Los 4494 Banknoten, Lots, Ausland Sammlung von ca. 800 Geldscheinen des 20. Jahrhunderts, darunter meist Scheine aus Asien u.a. China, Japan (viele Hansatsu), Laos, Mongolei, Myanmar, Nordkorea, Indien, Singapur, Vietnam etc. aber auch andere Länder aus aller Welt u.a. Ägypten, Deutschland, Russland, USA etc. Überwiegend in Klarsichthüllen eingelegt und bereits nach Pick bestimmt und ausgepriesen. Ein sehr spannender Posten mit viel Potential. Unbedingt besichtigen. Unterschiedlich erhalten. Ausruf: 10.000 EUR Los 4495 Banknoten, Lots, Ausland Alle Welt, sehr interessanter Händlernachlass mit weit über 20.000 Banknoten, ordentlich gebündelt und in 6 Plastikboxen gelagert. Enthalten sind verschiedene Jahrgänge von alt bis neu, teils mit fortlaufenden Seriennummern und auch schon nach Pick bestimmt und ausgepriesen. 2 der Boxen sind mit Test- bzw. Spielgeld gefüllt (nicht gezählt). Unbedingt besichtigen, günstig geschätzt. Unterschiedlich erhalten. Ausruf: 7.000 EUR Hier geht es direkt zum Banknotenteil der Auktion 172: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/suche/12902/seite/1/?lot_range=4001-4513 Teutoburger Münzauktion Web: https://www.teutoburger-muenzauktion.de/de/ Tel.: 05425/930050 E-Mail: info@teutoburger-muenzauktion.de

  • Aus alten Zeitungen: Die Dörpumer Banknotenfälscher

    Gefunden in: "Südschleswigsche Heimatzeitung" vom 23. Juli 1955 Moderne Landkarte von Dörpum und Umgebung mit dem Gehöft Glücksburg. Abb. Apple Karten. Die Dörpumer Banknotenfälscher Heimliche Druckerei in einer entlegenen Schenke Etwa auf dem halben Weg zwischen den Bauerndörfern Dörpum und Sönnebüll befindet sich das Gehöft "Glücksburg". Der frühere Name dieses Gehöftes war "Bankezettelkrog". Um 1790 baute ein Dörpumer sich an dem alten Ochsenweg eine kleine Kate auf, die im Volksmunde auch als "Telt" bezeichnet wurde. Dieser Katenbesitzer war vorher Krüger in Dörpum gewesen. Er war aber in wirtschaftliche Not geraten und hatte schließlich den Krug in Dörpum verkaufen müssen. Wahrscheinlich hat er in dieser Kate am Ochsenweg eine Schenke eingerichtet, in der er ohne Konzession an die vorüberziehenden Ochsentreiber Branntwein ausschenkte. Aber als auch dadurch seine wirtschaftlichen Verhältnisse sich nicht besserten, versuchte er es mit der Herstellung dänischer Banknoten. Diese waren damals verhältnismäßig leicht nachzumachen, denn sie waren aus weißem Papier hergestellt und nur einseitig bedruckt. Als nun der Banknotenfälscher in Hadersleben Pferde kaufte und diese mit dem selbstgemachten Gelde bezahlen wollte, wurde er entlarvt und wanderte ins Gefängnis. Der Dörpumer verkaufte später seine Kate am Ochsenweg an einen Dörpumer Bauern. Dieser brach 1804 das Haus ab und baute sich aus den Materialien ein größeres Haus am Ochsenweg auf. 1817 baute er sich noch eine Durchfahrt. Er erhielt auch Konzession. Die Wirtschaft wurde allgemein "Bankezettelkrog" genannt. Später gab der Besitzer ihr den Namen "Glücksburg", den sie heute noch trägt. Königreich Dänemark: Note zu 1 Rigsdaler Courant aus dem Jahr 1801, Vorderseite. Abb. www.worbes-verlag.de Königreich Dänemark: Note zu 1 Rigsdaler Courant aus dem Jahr 1801, Rückseite. Abb. www.worbes-verlag.de Die frühen Banknoten vom Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts waren oft auf einfachem Vorsatzpapier gedruckt, das bis heute von Druckereien und Buchbindereien genutzt wird. Der schlichte Schwarzdruck mit floralen Ornamenten war nicht schwer nachzuahmen. Dennoch konnten Fälschungen schon damals recht gut erkannt werden, wenn die Zeichnung und/oder der Textdruck vom Original abwich und das Papier eine andere Haptik aufwies. Hans-Ludwig Besler (Grabowski) Anmerkung der Redaktion Unter der Rubrik "Aus alten Zeitungen" möchten wir unseren Lesern in lockerer Folge interessante und amüsante Berichte aus historischen Zeitungen rund um Geldscheine, Falschgeld und echte "Räuberpistolen" präsentieren. Wenn auch Sie eine passende Geschichte in einer alten Zeitung gefunden haben, dann würden wir uns freuen, wenn Sie sich an uns wenden, um sie mit anderen Lesern zu teilen. Die Abbildung "Der Zeitungsleser" ist KI-generiert!

  • Leserpost: Essenkarte als Geldersatz der Deutschen Bundesbahn?

    Die beigefügte Essenkarte der Bundesbahn ist ja sowas wie Papier-Ersatzgeld. Ich habe einen kleinen Posten davon im Internet erworben, leider alle die gleiche Ausgabe der Ausgabestelle Gießen (21). Der Zeitraum ist die 1970er Jahre. Ein Stempel von 1977 liegt mir vor. Rückseite mit Einlösungs-Stempel. Da ich einen Aufsatz über Wertmarken des Bundesbahn-Sozialwerks (BSW) plane, fragte ich bei der jetzigen Stiftung BSW an, bisher leider erfolglos. Liegen vielleicht einem Leser Informationen zu diesen Essenkarten bzw. überhaupt Erkenntnisse über dieses Thema vor? F. Heidenreich Anmerkung der Redaktion Gerne nehmen wir Informationen zu diesem Thema entgegen und leiten sie an Herrn Heidenreich weiter.

  • Leserpost: Anfrage zu DDR-Banknoten der Ersatzserie von 1954

    Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin auf der Suche nach fundierten Informationen zu den DDR-Banknoten mit den Katalognummern Ro. 348 a/b/c. Nach meinem Verständnis stellen diese Ausgaben gewissermaßen das Pendant zum sogenannten „Bunkergeld“ der BRD dar, zu dem es ja umfangreiche Informationen gibt. Da die betreffenden Scheine offenbar nie regulär in Umlauf gelangt sind (abgesehen von wenigen entwendeten Exemplaren, die meines Wissens nach zeitnah wieder eingezogen wurden), habe ich mir für meine Sammlung entsprechend gekennzeichnete Reproduktionen als Platzhalter anfertigen lassen. Einen ähnlichen Ansatz würde ich gerne auch für die DDR-Banknoten verfolgen. Zwar sind diese im Katalog sauber aufgeführt, jedoch sind die verfügbaren Informationen häufig eher spekulativ und beziehen sich meist auf die in den 1990er Jahren aufgetauchten Musterdrucke bzw. merkwürdige private Computernachdrucke. Daher meine Frage: Können Sie mir hierzu verlässlichere oder weiterführende Informationen zur Verfügung stellen? Außerdem wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir – sofern möglich – hochauflösende Abbildungen dieser Banknoten bereitstellen könnten, damit ich auch hier entsprechende Platzhalter für meine Sammlung erstellen kann. Vielen Dank im Voraus für Ihre Unterstützung. E. Richter Antwort der Redaktion: Hallo Herr Richter, mir ist nicht bekannt, welche Auflage des ehemaligen „Rosenberg-Katalogs“ Sie nutzen, aber bereits in der 17. Auflage von 2009 hatte ich hierzu im Katalog das Wichtigste geschrieben. Es gibt nur wenige offizielle Probedrucke, die vormals unter 348a/b/c aufgeführt wurden (aktuell DDR-8/9/10). Es handelte sich um kein Pendant zum westdeutschen „Bunkergeld“, womit Sie sicher die Scheine der Ersatzserie BBk II von Anfang der 1960er Jahre meinen. Zur Ersatzserie der Deutschen Notenbank der DDR von 1954 wurden lediglich Druckplatten vorgehalten und nicht fertige Drucke eingelagert. In der aktuellen Auflage des Katalogs „Die deutschen Banknoten ab 1871“ wird ausgeführt: Ersatzserie 1954 Bereits 1953/54 wurden in den Führungsgremien der DDR Beschlüsse zur Vorbereitung einer Ersatz-Banknotenserie gefasst. Nach der Auflösung der Staatsbank der DDR aufgetauchte Druckplatten, die der vorgesehenen Einschmelzung in einer Metallhütte durch Diebstahl bzw. als Auftragsbeleg entgangen waren, bestätigen dies. Die Druckplatten sollten jedoch lediglich für den Bedarfsfall bereitstehen, in dem ein Ersatz einzelner Werte der Notenserie 1948 notwendig würde. Es wurden also keine Banknoten damit gedruckt, um diese vorzuhalten.  Im Besitz der heutigen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) befinden sich lediglich Abdrucke zu 10, 20 und 50 DM, die nachfolgend vorgestellt werden sollen, weil sie interessante Belege zur deutschen Währungsgeschichte sind und die Ersatzserie 1954 dokumentieren. Sie waren dem Direktorium der Deutschen Notenbank am 30. Juni 1954 vorgelegt und von diesem bestätigt worden. Die Arbeit an anderen Werten (1, 2, 5 und 100 DM) wurde eingestellt. Derzeit werden auf dem Sammlermarkt zwei private Nachdrucke zu 10 und 50 DM angeboten, die sich an den Original-Druckplatten orientieren, aber in Bezug auf ihre Farbgebung Fantasieprodukte sind. Die mit freundlicher Genehmigung der KfW abgebildeten Abdrucke zeigen die tatsächlich vorgesehene Farbgebung. Und dann sind sowohl eine Druckplatte sowie die Originaldrucke abgebildet. Original-Druckplatte zu 50 DM 1954. DDR-8P, 10 DM von 1954, Format 142 x 72 mm, Vorderseite. Abb. Konzernarchiv der KfW-Bankengruppe. DDR-8P, 10 DM von 1954, Format 142 x 72 mm, Rückseite. Abb. Konzernarchiv der KfW-Bankengruppe. DDR-9P, 20 DM von 1954, Format 142 x 72 mm, Vorderseite. Abb. Konzernarchiv der KfW-Bankengruppe. DDR-9P, 20 DM von 1954, Format 142 x 72 mm, Rückseite. Abb. Konzernarchiv der KfW-Bankengruppe. DDR-10P, 50 DM von 1954, Format 142 x 72 mm, Vorderseite. Abb. Konzernarchiv der KfW-Bankengruppe. DDR-10P, 50 DM von 1954, Format 142 x 72 mm, Rückseite. Abb. Konzernarchiv der KfW-Bankengruppe. Von der Ersatzserie 1954 wurden nie Scheine ausgegeben! Auch zu den verschiedenen Nachdrucken (zwei davon von Original-Druckplatte) finden Sie entsprechende Information im aktuellen Katalog. Die Rechte an den Abbildungen der Originalabdrucke lagen bei der KfW. Soweit mir bekannt, wurden diese Bestände zwischenzeitlich dem Bundesarchiv überlassen. Alle im Internet angebotenen „Nachdrucke“ dieser echten Proben verstoßen somit gegen das Urheberrecht. Zu den privaten Nachdrucken: Der private des Nachdruck vom Zehner (DDR-8N) erfolgte mit Hilfe einer Original-Druckplatte in limitierter Auflage. Die Farbgebung ist dabei an den Zehner der Serie 1955 angelehnt, weil die Hersteller des Nachdrucks im Auftrag des Fachhandels nicht wissen konnten, wie die Farbgebung tatsächlich hätte sein sollen. Die Druckplatte erlaubt eigentlich schließlich nur einen Schwarzweissruck. Original-Druckplatte zu 20 DM 1954. Der Nachdruck vom Zwanziger (DDR-9N) wurde als einziger von Original-Druckplatte (siehe Abbildung) auf einer zeitgenössischen mechanischen Heidelberg-Druckmaschine in Schwarzweiss ausgeführt. Die Druckplatte war einst in einer Gießerei in den alten Bundesländern als Beleg und Briefbeschwerer aufbewahrt worden, die die Druckplatten der DDR eingeschmolzen hat. Einige wenige Druckplatten wurden zuvor auf dem Transport entwendet, so die für den Zehner, die bei einer Auktion versteigert worden war.   Der Fantasie-Nachdruck zum Fünfziger (DDR-10N) entstand komplett am Computer ohne direkte Nutzung einer Druckplatte (lediglich die im Katalog und hier abgebildete Druckplatte wurde als Vorlage benutzt) durch einen Sammler, der diese Nachdrucke auch im Internet verkaufte.   Von den Werten zu 10 und 50 DM der Ersatzserie 1954 gibt es somit keine Nachdrucke von Originalplatte, wie beim Zwanziger! Mit den besten Grüßen Hans-Ludwig Besler (Grabowski) Literaturempfehlung: Hans-Ludwig Grabowski: Die deutschen Banknoten ab 1871 Das Papiergeld der deutschen Notenbanken, Staatspapiergeld, Kolonial- und Besatzungsausgaben, deutsche Nebengebiete und geldscheinähnliche Wertpapiere und Gutscheine Titel: Battenberg Verlag ISBN: 978-3-86646-224-3 Auflage: 23. Auflage 2023/2024 Format: 14,8 x 21 cm Abbildungen: durchgehend farbig Cover-Typ: Hardcover Seitenanzahl: 864 Preis: 39,90 EUR Zur Leseprobe! Zum Shop!

  • Lexikon: Motivsammlung

    Eine Motivsammlung ist eine Sammlung von Geldscheinen mit Abbildungen oder Texten, die eine Verbindung zu einem vom Sammler gewählten Thema haben. Den Aufbau und die Gestaltung einer solchen Sammlung kann der Sammler ganz nach eigenem Geschmack und eigenen Ideen durchführen und sie auch gelöst von geographischen und historischen Gesichtspunkten gestalten. Eine textliche Bearbeitung einer solchen Motivsammlung ist jedoch empfehlenswert. Da die Darstellungen auf Geldscheinen sehr mannigfaltig sind, gibt es nur bei einer ganz speziellen Themenwahl Grenzen. Hauptgruppen von Motivsammlungen sind: Berühmte Persönlichkeiten (Regenten, Politiker, Wissenschaftler, Künstler usw.) Fauna (Säugetiere, Fische, Vögel, Wildtiere, Nutztiere usw.) Flora (Bäume, Blumen, Nutzpflanzen usw.) Geographie (Landschaften, Gebirge, Gewässer usw.) Geschichte (Historische Ereignisse) Kunst (Künstler, Kunstobjekte) Literatur (Schriftsteller, Textauszüge usw.) Religion (Sakralbauten, religiöse Szenen und Texte usw.) Sport (Sportstätten, Sportler und Darstellungen verschiedener Sportarten und Wettkämpfe) Technik (Wissenschaft, Forschung, alle Arten von Maschinen und technischen Verfahren) Verkehr (Fahrzeuge, Flugzeuge und Schiffe, Verkehrswege, Raumfahrt usw.) Wirtschaft (Darstellungen zu einzelnen Wirtschaftszweigen wie z.B. Chemieindustrie, Bergbau, Landwirtschaft usw.) Einige Beispiele: DDR, Deutsche Notenbank: Muster zu 20 MDN 1964 mit Porträt von Johann Wolfgang von Goethe. Dieser Schein könnte sowohl in eine Motivsammlung zu berühmten Persönlichkeiten passen, wie auch zu einer über Kunst und Wissenschaft, da Goethe nicht nur Schriftsteller war, sondern auch wissenschaftlich forschte. Fidschi, 100 Cents von 2023 zum chinesischen Jahr des Drachen mit Darstellung einer Hibiskus-Blüte. Der Schein passt sehr gut in eine Sammlung zu floralen Motiven, wegen seiner Tierdarstellungen im holographischen Streifen aber auch in eine Motivsammlung zur Fauna. Südafrika: 20 Rand ohne Datum (2023), Rückseite mit Tiermotiven. Surinam, Zentralbank: 25 Gulden von 1998 mit Darstellung einer Schwimmerin auf der Rückseite. Der Schein passt in eine Sammlung zum Thema Sport, aber auch in eine Sammlung mit Darstellung von Vögeln. Natürlich fallen jedem Sammler noch viele weitere Beispiele und Themen für Geldscheine ein, die in eine Motivsammlung passen. Beliebt sind zum Beispiel auch Banknoten mit Schiffen oder bedeutenden Bauwerken. Nicht wenige Sammler haben sich auf Geldscheine mit Porträt der verstorbenen Königin Elisabeth II. spezialisiert, der meist dargestellten Person auf Banknoten überhaupt. Jeder Sammler kann sich, wenn es um Motive geht, seinen eigenen Rahmen abstecken und dabei immer neue Anregungen finden. Ein Sammler, der ein bestimmtes Land oder Sammelgebiet sammelt, ist dagegen auf dieses beschränkt. Die faszinierende Vielfalt von Motiven auf Geldscheinen aus aller Welt bietet fast grenzenlose Möglichkeiten für Sammler, sich ihre eigenen Themen zu wählen. Albert Pick / Hans-Ludwig Grabowski (Überarbeitung und Bebilderung) Abbildungen: Archiv für Geld- und Zeitgeschichte

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